3 Jahre nach Diagnose triple negativ

  • Hallo,


    In dem Artikel unten geht es um mögliche Risikofaktoren, ob bei TN / Her2neu Tumoren trotz PCR ein Rückfall eher wahrscheinlich oder eher unwahrscheinlich ist:


    https://ch.universimed.com/fac…n/1000001572?get=YTowOnt9


    Risikofaktoren wären gemäss dieser Analyse das lobuläre Karzinom, grosser Tumor (T3/T4) und Lymphknotenbefall.


    Es ist die Rede davon, dass bei 15% trotz PCR Rückfälle auftreten und bei 10% Metastasen nach 5 Jahren.


    Aber das heisst auch dass der wirklich überwiegende Teil gesund bleibt!


    Am Ende wissen wir nie in welche Gruppe wir fallen und wir müssen einen Weg finden unser Leben zu leben, es zu geniessen und nicht von Angst bestimmen zu lassen.

    Das Leben ist schön!


    Liebe Grüsse

  • Hallo Desir77 , ich hab einige Zeit nicht hier reingeschaut und mich sehr über deine Meldung gefreut. Gratulation!


    Die Diskussion hier ist sehr spannend und mich beschäftigen ähnliche Gedanken. Ich fiebere einfach der Zeit entgegen, wo das magische dritte Jahr abläuft, auch wenn ich nicht weiss, was der Stichtag ist (die Diskussion hatten wir schon)


    Ich

    TN ED Juni 2017 (getastet Mai) - Bis heute Rezidiv- und Metastasenfrei, soweit bekannt. Den Begriff "Tumorfrei" würde ich für mich immer ablehnen, denn wer kann das denn schon wissen.


    Ater bei Diagnose: 51

    BRCA 1/2 Mutation: Negativ

    BK Zentrum: Keines hier weit und breit

    KI: Keine Ahnung

    Tumorgröße: 3,9 cm

    LKs: 3 von 9 befallen mit Kapseldurchbruch

    Therapie (Frankreich)

    Nur 3x EC und 9x Pacli. Nix Tablettenchemo, Nix Carbo - Dieser Punkt und die Diskussion hier ist enorm interessant. Es läuft immer hinaus auf die Frage Kosten/Nutzen (Nebenwirkungen). Meine Langzeit-Nebenwirkungen sind absolut moderat und man hat mir damals erklärt dass die Chemo reichen sollte.

    PCR: Keine Ahnung, da adjuvant

    OP: Brusterhaltend 2x, da erste nicht alles im Gesunden entfernt. Vorgeschlagene Voll-Mastektomie hatte ich abgelehnt.

    Bestrahlungen: Glaube 35 inkl Boost, nix atemunterstützt


    Alles in Allem habe ich durch Tumorgröße, LK-Befall und TN eine eher negative Prognose (nicht, dass ich jemals nach einer Prognose gefragt hätte). Ich glaube dass mein Alter und Abwesenheit von (bekannter) Gen-Mutation wiederum für mich spricht.


    Es bleibt spannend.

  • Hallo Mädels,

    dann möchte ich meine Mutmachgeschichte auch gern hier schreiben. Ich erhielt meine Diagnose im Dezember `16. Eigentlich sollte ein Fibroadenom entfernt werden, das sich bei näherer Betrachtung leider als TNBC herausstellte. So eine Sch... Eben noch kerngesund und plötzlich totkrank! Es folgten nochmalige OP, adjuvante Chemo, Bestrahlung, AHB, Wiedereingliederung...und viele Tränen der Verzweiflung, aber auch der Freude.

    Und heute Brust-MRT und Sono in der UNI: alles blitzsauber :love:!!! Drei Jahre geschafft :!:

    Ich wünsche euch Mut, Kraft und immer eine Hand, die euch aus der Dunkelheit der Angst holt!

  • Ich würde für mich sagen, dass ich nicht sicher unterscheiden kann, ob ich Nachwirkungen der Chemo spüre oder doch Nachwirkungen der psychischen Belastung, die ja einfach auf einem höheren Level bleibt. Ich bin schneller müde und habe kognitive Schwächen und Konzentrationsschwächen. Hinzu kommt auch sicher das Alter und die Wechseljahre, die mit Chemo eingesetzt haben. Wahrscheinlich ist es alles zusammen. Ich bin jetzt fast kna 3,5 Jahre nach Chemo und 4 Jahre nach Diagnose.

    Life's journey is not to arrive at the grave safely in a well preserved
    body, but rather to skid in sideways,
    totally worn out shouting "holy
    crap....what a ride".

  • Hallo SanniKa,

    ich würde mich da Desir77 anschließen, es ist eine Mischung aus allen Bereichen, die da zusammentreffen. Die größten Probleme hatte und habe ich mit meiner Psyche. Kaum zwickt es irgendwo, ist die Angst riesengroß. Aber: es wird besser!!! Mit der Zeit habe ich gelernt, wie ich mein Kopfkino in die andere, die positive Richtung lenke. Das gelingt mir jetzt besser als während und unmittelbar nach der Therapie. So langsam habe ich auch "meinen Frieden" damit geschlossen, dass ich von meiner Chemo nicht die volle Dröhnung bekommen habe. Mein Blutbild war so schlecht, dass ich von meinen 12 nabPacli nur 8 bekommen habe. Das hat mich ziemlich verunsichert. Mein Onko meinte aber, ich soll schließlich nicht nur den Krebs, sondern auch die Chemo überleben.

  • Liebe Busenwunder

    wir beiden haben fast die gleichen Daten nur dass ich genau ein Jahr nach Dir die Diagnose bekam. Die Lymphknoten waren zwar nicht befallen bei mir aber mit multifokalem TN und sehr hoher Teilungsrate hab ich auch nicht gerade den jackpot gezogen. Auch ich wurde 2 x operiert....

    Auch meine Gedanken sind Deinen sehr ähnlich, man weiß nie was im Körper so vor sich geht. Ich bin weit weg von 3 Jahren nach Diagnose und auch danach ist man auch nicht sicher ob nicht irgendwo wieder was auftaucht.

    ich habe auch niemals nach einer Prognose gefragt, es hat auch nie ein Arzt eine abgegeben was ich sehr gut finde.

    Ich lese sehr gerne Deine Beiträge , macht es mir doch viel Mut und Zuversicht, wenn es Dir gut geht. Vielleicht bleibt es bei mir ja genau so wie bei Dir :)

    Schönen Sonntag !