Hat jemand Erfahrung mit TMG-Lappenplastik vom Oberschenkel?

  • okay das klingt auch interessant... jetzt weiß ich auch was das bedeutet.bei mir wollen sie die IGAP machen, Sie entnehmen Fett unterhalb der Pofalte, die Narbe ist dann kaum noch sichtbar...aber da hat man dann 3 Monate nach der OP das Problem mit dem Hinsetzen

  • Hallo Amal und Schneeglöckchen, entschuldigt bitte, dass ich nicht auf die Beiträge reagiert habe, seit Wochen schon war ich nicht mehr im Forum. Mittlerweile habe ich mich gegen den Brustaufbau insgesamt entschieden. Die Erfahrungen anderer Frauen, von denen ich hörte, waren höchst unterschiedlich. Während mir eine junge Frau versicherte, die OP nie bereut zu haben, erfuhr ich von einer älteren Dame von nachhaltigen Problemen beim Gehen wegen der Muskelentnahme aus dem Oberschenkel, wobei man berücksichtigen muss, dass diese Frau schon vorher Probleme hatte. Da es sich bei mir ähnlich verhält und ich immer mal wieder auf Krücken angewiesen bin, habe ich mich jetzt gegen das hohe Risko der Bewegungseinschränkung entschieden. Nun bin ich nicht mehr die Jüngste und da sollte der Aspekt der Ästhetik und der sog. Körperakzeptanz doch nicht die gleiche Wertigkeit erhalten wie die allgemeine Gesundheit. Meine Definition von Lebensqualität hat mehr mit meinen Möglichkeiten zur Aktivität als mit meinem Äußeren zu tun. Darum werde ich in drei Wochen zum Plattfisch mutieren und versuchen, mich damit zu arrangieren. :)

  • Leider vertrage ich meine Implantate nicht, daher werde ich meine erste TMG-OP am 28.06. haben.


    Bei meinem gestrigen Beratungsgespräch habe ich hinsichtlich der Rippe gesagt bekommen, dass es höchst selten ist, dass eine Rippe angesägt werden muss (komplett entfernt nie - zumindest nicht bei meinem Arzt). Einige Menschen hätte sehr eng zusammen liegende Rippenbögen. Und um an die Blutversorgung zu kommen, müsste dann ein kleines Stück rausgesägt werden. Das wäre aber höchst selten und das Stück sehr minimal. Es gäbe keinerlei Einschränkungen nach der OP.


    Normalerweise sei zwischen den Rippen genug Platz bei der OP.

  • liebe Vrau D. , was muss ich da von dir lesen. Du verträgst deine Implantate nicht? Oh Mann, das tut mir sehr leid. Du hattest doch 2018 bereits die Silikonimplis austauschen müssen😪. Und jetzt das?

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen aus Dreieich, dass alles gut geht und bleibt!!

    Ich kenne mich mit Implantaten ja nicht aus. Hattest du danach wieder Silikon, oder diese Lappen aus einem Bereich deines Körpers?

    Es interessiert mich wirklich, da ich ja auch beinah eine Mastektomie gemacht hätte und man weiß ja nie......🙄

    Sei ganz lieb gegrüßt....und viel Glück🍀🍀

    Elle

  • Hallo Vrau D. ,


    mir blieb die TMG-OP auch als zweite Alternative da ich nun 2x eine beidseitig ausgeprägte Kapselfibrose bekommen habe.

    Ich persönlich habe mich jedoch klar dagegen entschieden da mir die Risikos zu hoch sind. Bin sportlich und habe auch einen Job wo ich meine Beine absolut fit brauche. Zudem alles auch 2x, da ja zwei Brüste. Die mega lange OP-Zeit, die lange Wundheilung an 4 Stellen des Körpers ... das mag ich meinen eh schon "vorbelasteten" Körper nicht antun.


    Zum Thema Rippe kann ich dir aber die Bedenken vielleicht nehmen. Kommt extrem selten vor und wirst du auch nicht wirklich merken da "nur" ein kleines Stück" fehlt. Das macht der Rippe gar nix.

    Daran braucht deine Entscheidung zur OP wirklich nicht abhängen.


    Woran merkst du eigentlich dass du die Implis nicht verträgst? Sind es wirklich die Implis?


    LG und alles erdenklich Gute für dich

    Möhrchen 🥕

  • Vrau D. ....ich habe eben TMG gegoogelt. Bin nun schlauer. Dies betrifft also echt einen Lappen aus dem Oberschenkel, welcher in die Brust kommt.

    Sorry für meine dumme Frage😣. Hätte ja erstmal nachlesen können.

    Also viel viel Erfolg damit und keine Schmerzen....und das das deine letzte OP ist!

    LG Elle

  • Anne79 , Elle , Moehrchen


    ja, ich hatte mich etwas aus dem Forum zurück gezogen und mich meinem "normalen" Alltag gewidmet. Bin seit 1.4. in der Wiedereingliederung.


    Ich merke meine Implantate ja schon von Anfang an sehr stark. Starkes Spannungsgefühl, Schmerzen an den Rippen etc. Die Schwellungen sind weg, die Lymphen haben sich auch wieder gefunden und die Narben verheilen. Und es sieht sogar recht gut aus.

    Eigentlich müsste es jetzt gut sein. Aber das anfängliche Gefühl hält weiterhin an. Immer noch sind die Implantate wie zwei schwere Melonen vor der Brust, ich kann nicht lange sitzen. Die Implantat-Kanten sind sehr druckempfindlich, ebenso die Rippen (diese schmerzen sogar). Ich habe keine Kraft, sobald der Brustmuskel im Einsatz ist (z.B. beim Betten-machen), obwohl ich diesen nur äußerst sanft trainiere. Ich kann immer noch nicht auf der Seite liegen (Druckschmerz). Ich fühle mich seit der OP im September müde und ausgelaugt (Blutbild etc. alles ok). Scheinbar ist mein Körper gerade im Kampf mit den Implis, anders kann ich mir meinen Zustand nicht erklären.

    Hatte bereits 2x Nachsorge. Die Implantate sitzen an der richtigen Stelle und rundherum kein Befund. Keine Kapselfibrose.


    Deshalb wurde ich beim plastischem Chirurgen vorstellig. Ich wollte eine zweite Meinung. Meine operierende Ärztin meinte, man könne mir jederzeit kleinere Implantate einsetzen. Meine Gyn meint, dass wäre kein Garant dafür, dass meine Beschwerden geringer werden. Dies hat der plastische Chirurg bestätigt. Er ist durchaus mit dem kosmetischen Ergebnis zufrieden, auch wenn er meint, dass die Haut ein wenig zu sehr spannt. Er wäre bereit, mir kleinere oder weichere Implantate einzusetzen, garantiert aber ebenfalls nicht, dass ich danach beschwerdefrei bin. Zudem gibt er zu Bedenken, dass bei dieser OP wiederum etwas Gewebe abgetragen und der Hautmantel noch dünner wird (er verglich es mit einer Plombe im Zahn - mit jeder Füllung nimmt man etwas mehr Substanz vom Zahn weg). Daher sprachen wir über den Aufbau mit Eigengewebe.


    Ich denke, dass ist für mich die richtige Lösung, auch wenn der Weg etwas schwieriger ist, und ich spätestens Ende des Jahres wieder meine Lebensqualität zurück habe.

    Am positivsten an der ganzen Sache finde ich übrigens, dass man dann endlich auch wieder durch die Brust schallen kann. Ich bin zwar der festen Überzeugung, dass sich kein Schalentier mehr bei mir breitmachen wird, aber wenn es auf die Idee kommt, sich an der Brustwand festzuklammern, sieht man es künftig.

  • Vrau D. Das tut mir echt leid... jetzt sitzen die Dinger bombenfest und es sieht auch noch gut aus und trotzdem diese blöden Beschwerden😪 ich kann mir gut vorstellen, dass man damit nicht glücklich ist.....ich drücke dir die Daumen für deine neue Operation und hoffe, dass damit dann alles erledigt ist.

    Du wirst dich bestimmt wohler fühlen, dein Körper erkennt dein eigenes Gewebe an und deine Schenkelchen sind wahrscheinlich noch strammer als vorher👍😊

    Viel Glück meine Gute und berichte mal wie es dir ergangen ist.🍀🍀🍀

    LG Elle

  • Vrau D. , deine Symptome erinnern mich so bissl an mich. Ich hab auch immer mal noch Beschwerden besonders auch an den Rändern der Implis, vor allem außen und immer noch Serombildung leider, dadurch vergrößerte Lymphknoten auf der betroffenen Seite. Ist aber von den Beschwerden lang nicht so gravierend wie bei dir. Trotzdem macht es mich nachdenklich. Einen Morbus Mondor hatte ich auch schon drin, nach zu starker Belastung. Aber das war richtig dolle sportliche Betätigung, von 0 auf 100 sozusagen🙈 Im Alltag ist halt eigentlich alles möglich soweit, trotzdem merke ich schon, wenn ich zu schwer gehoben habe usw. Das mit der Seite schlafen hat bei mir auch relativ lang gedauert.

    Liebe Grüße, ich drück dir die Daumen !

  • Hallo Elle   Anne79 ,


    bin seit Sonntag Mittag aus dem Krankenhaus zurück und hier wie versprochen ein kurzer Bericht:


    Meine erste OP am 28.06. dauerte knapp 9 Std. Grund für die lange OP war die komplizierte Situation bzgl. der Gefäße - das transplantierte Gewebe wird an eine Arterie und eine Vene angeschlossen, und da waren die Durchmesser von Oberschenkel zu Brust sehr unterschiedlich, was aufwändig war. Nach der OP hat dann der behandelnde Chirurg noch bis 1 Uhr in der Nacht mehrfach die Durchblutung kontrolliert. Mein Mann und er sind dann gemeinsam kurz nach 1 aus der Klinik raus. Sah aber alles gut aus. Ich hatte Appetit und erholte mich. Ich stand am Samstag und Sonntag zweimal kurz wackelig auf den Beinen.


    Sonntag Morgen (30.06.) bei der Arztvisite alles gut. Gegen 11 Uhr stellte eine Schwester bei der Kontrolle (erfolgt ca alle 1-2 Std) fest, dass die Durchblutung des transplantierten Gewebes ein Problem hat. Der Lappen war kalt und blass. Mein behandelnder Arzt wurde gerufen und es stand dann recht schnell fest, dass ich nochmal in den OP muss. So ist es auch geschehen, und es war richtig, denn die Vene, an die das Tranplantat angeschlossen ist, hatte sich fast komplett zugesetzt. Sie ließ sich nach Aussage des Chirurgen aber gut spülen und neu anschließen. Also erstmal Entwarnung, auch wenn ich nochmal 2 1/2 Stunden OP hinter mich bringen musste.


    Dann gab es erstmal absolute Bettruhe. Physio begann dann ab Mittwoch (03.07.), kurzes Aufstehen, seitdem ging es täglich langsam aufwärts. Donnerstag (04.07.) wurde der Blasenkatheder gezogen, am Freitag (05.07.) drei von vier Drainageflaschen, die vierte habe ich mit heim genommen. Oberschenkel ist gut durchblutet und fördert daher recht lange Flüssigkeit. Sonntag (07.07.) war Entlassung.


    Meine Brust ist sehr geschwollen (sieht aus wie Körbchen Größe D =O), ist dadurch unförmig und leuchtet in den schillerndsten Farben. Aber lt. Arzt alles im grünen Bereich. Die Narbe am Oberschenkel (in der Leiste und ca. 20cm Richtung Knie) schmerzt ebenfalls nicht mehr, behindert aber natürlich beim Laufen und Socken anziehen ist schier unmöglich. Aber zwischenzeitlich geht Sitzen auch ganz gut wieder.


    Ich hoffe, beim Kontrolltermin am Montag die Fäden und die letzte Drainageflasche los zu werden.


    Nach heutigem Kenntnisstand würde ich es nicht mehr machen lassen und lieber auf Brüste verzichten (Silikon will ich ja nicht mehr). Die Strapazen sind aus meiner Sicht keine neue Brust wert, auch wenn es schon cool ist, warmes, weiches, natürliches Gewebe zu spüren.
    Die zweite Seite lasse ich natürlich auch machen, habs ja angefangen und einbrüstig möchte ich nicht durch die Gegend laufen. Aber mit dem Wissen von heute würde ich einfach nur die Implies entfernen lassen.


    Cremjo habe in einem anderen Thread gelesen, dass Du eventuell auch einen TMG Aufbau machen möchtest. Daher verlinke ich Dich auch einmal.

  • Liebe Vrau D. ,

    ich wünsche Dir eine schnelle und erfolgreiche Wundheilung sowie viel Kraft für die andere Seite.

    Da Sonnenblümchen gerade in verschiedene Richtungen recherchiert, verlinke ich sie mal fix.

    LG Kirsche

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Liebe Vrau D. , vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Der mich noch nachdenklicher macht. Ich glaube mir wäre es das ebenfalls nicht wert, nachdem was ich hier lese. Wow, ich drücke dir weiterhin die Daumen für eine schnelle und gute Einstellung! Ganz vielen Dank und liebe Grüße

  • Liebe Vrau D. , vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Der mich noch nachdenklicher macht. Ich glaube mir wäre es das ebenfalls nicht wert, nachdem was ich hier lese. Wow, ich drücke dir weiterhin die Daumen für eine schnelle und gute Einstellung! Ganz vielen Dank und liebe Grüße

    Schnelle und gute Wundheilung sollte es heißen!🤷🏻‍♀️

  • Danke liebe Kirsche , das war eine super Idee! :hug::*

    Und danke liebe Vrau D.  :hug:

    Tatsächlich liefert mir dein Bericht einen weiteren Baustein für meine Entscheidung..... Höre mir Fr Meinung des plastischen Chirurgen an, gleiche die im Kopf mit meinen Vorstellungen/Bedingungen und euren Berichten ab - und entscheide dann in Ruhe. Bin ja kein Notfall.... ;)

    ***********************************************************************************

    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Danke Vrau D. für deinen ausführlichen Bericht. Habe zwar noch lange Zeit zum Überlegen, aber wie mir der Doc heute sagte, kommt bei mir nur eine Rekonstruktion der Brust in Frage. Und er sagte auch, dass das für mich zwei große Operationen wären mit jeweils 4 Stunden oder mehr. Ich habe gleich gesagt, dass Ich jetzt erst mal einen Schritt nach dem anderen mach und mir dann überlege, ob ich diesen Weg überhaupt gehe... ich weiß nicht, ob es das Wert ist... so momentan meine Meinung.


    Ich bewundere deinen Mut und das gleich beidseitig, Hut ab 😘❤️

  • Hallo zusammen


    Bis gerade jetzt war ich eine stille, aber sehr interessierte Mitleserin in diesem Forum. Dieses Thema möchte ich gerne zum Anlass nehmen, um mich zu Wort zu melden. Ich bin eine mittlerweile 57-jährige Frau aus Zürich und bin vor einem Jahr an einem Tripple Negativen Brustkrebs erkrankt. Zudem ergab die genetische Testung, dass ich auch BRCA1 Trägerin bin. Da ich vor Chemobeginn bereits brusterhaltend operiert worden bin, musste ich mich während der Chemozeit entscheiden, ob ich im Anschluss danach eine Bestrahlung machen lasse oder den Weg mit der beidseitigen Mastektomie wähle.


    Aus verschiedenen Gründen habe ich mich für die subkutane Mastektomie mit Sofortaufbau mit Gewebe aus dem Oberschenkel entschieden. Obwohl ich über genügend Fettreserven verfüge, war eine Entnahme am Bauch wegen Voroperationen nicht möglich. Diese Operation wurde Ende Januar durchgeführt. Da ich im Nachgang eine Wundheilungssörung an den Entnahmestellen hatte und danach noch für 8 Wochen einen Vakuumverband brauchte, hat sich die Genesung etwas in die Länge gezogen. Vor einem Monat hatte ich zum Abschluss eine Nippelrekonstruktion und eine Anpassung der beiden Seiten, weil sie etwas asymetrisch geraten sind.


    Das Ganze war kein Sonntagsspaziergang, aber es ist machbar und ich würde es wieder machen. Jeder Krieger hat Narben, ich bin gewissermassen auch eine Kriegerin und habe dementsprechend auch Narben :-). Eine gewisse Bewegungseinschränkung wird mir wohl bleiben, aber ich bin fleissig im Fitnesstudio, um daran zu arbeiten. Gehen ist problemlos möglich, beim Sitzen spüre ich die beiden langen Narben, die an der Innenseite des Oberschenkels entlangführen, nicht mehr. Abgesehen von einem leichten Spannungsgefühl, das ab und an auftritt.


    Viel geholfen hat mir die regelmässige Lymphdrainage und die Narbenbehandlung durch versierte Physiotherapeutinnen. Und was ich unbedingt empfehle, ist eine Urinierhilfe für Frauen. Das hilft am Anfang sehr, weil die Wundflächen an den Oberschenkeln dann nicht nass werden. Leider bin ich selber erst nach 10 Tagen auf diese Idee gekommen, als sich die Wundheilungsstörung schon entwickelt hatte.


    Mit dem Resultat bin ich zufrieden und kann gut damit leben. Die Brüste sind so gross, weich und warm wie vorher. Ich habe einfach kein Gefühl mehr in den neuen Nippeln. Wer es nicht weiss, sieht es nicht.


    Mit sonnigen Grüssen
    von

    Frau Ricola

  • Vrau D.

    Meine Güte, da hast du ja einen OP-Marathon hinter dir🙄

    Vielen Dank für deinen Bericht. Ich war jetzt länger nicht im Forum, da ich auch zur Reha war, was mir echt gut getan hat.


    Ich drücke dir ganz doll die Daumen, dass alles gut heilt und nach OP der 2. Brust dann Ruhe einkehrt.🍀🍀🍀🍀🍀

    Du bist echt sehr tapfer und den Rest bekommst du auch noch hin.

    Danach gehst du wahrscheinlich in Reha...oder am besten jetzt schon mal, damit du Kraft tanken kannst für die andere Seite.

    Sei lieb gegrüßt und lass bitte von dir hören.

    Elle