Bestrahlung von Lymphknoten auch im Stadium 4?

  • Hallo zusammen, ich habe eine weitere Frage an euch wissende Menschen: meine Mutter hat seit 2016 Brustkrebs mit Fernmetastasen. In der Lunge sind diese mittlerweile weg und in der Leber bis auf zwei zurückgegangen. Jetzt hat sie auffällige Lymphknoten (4), die um die amputierte Brust liegen. Ergebnis der Biopsie erfahren wir nächste Woche. Ärzte gehen von Metastasen aus. Sollte es sich bewahrheiten frage ich mich, ob diese Lymphknoten neben einer Chemotherapie auch bestrahlt werden oder wird das bei palliativen Fällen nicht mehr gemacht?


    Vielen Dank für eure Antworten!


    Jasmin

  • Hallo Jasmin,

    Falls es Metastasen sind, werden die Ärzte euch sicherlich den Behandlungsplan zumindest grob erklären.

    Meine Metastase wird palliativ mit Chemo behandelt. Sollte sie, wie ich natürlich hoffe, durch die Chemo weg sein, gibt es keine Bestrahlung. Sollte die Metastase nicht weg sein, kann man wohl bestrahlen. Dann müsste ich aber noch mit den Ärzten sprechen ob sie (hoffentlich) bestrahlen oder nicht.

    So wie ich es verstehe wird ohne Metastasen bestrahlt um jegliches Streuen der Krebszellen in den Körper zu vermeiden.

    Bei Metastasen ist das schon geschehen und es geht jetzt darum, eine Beeinträchtigung der Organe durch die wachsenden Metastasen zu vermeiden. Wenn die Metastasen durch die Chemo weg schrumpfen und dann keine Probleme mehr bereiten, gibt es an sich auch keinen Grund zu bestrahlen.

    Allerdings ist meine Lymphknoten Metastase an einer anderen Stelle als bei deiner Mutter, d.h. der Fall könnte etwas anders sein.

    Viel Glück, vielleicht hattet ihr ja ein gutes Ergebnis der Biopsie

  • Hallo "Auf Geht's",


    danke für deine Info. Leider muss meine Mutter noch eine Woche auf das Ergebnis warten. Sie hatte sich im Termin vertan.

    Du hast wirklich "nur" eine Metastase? Hat man die im CT entdeckt oder Biopsie?


    Liebe Grüße und viel Erfolg!


    Jasmin

  • Hi Jasmin,

    Ärgerlich, dass ihr noch eine Woche warten müsst. Aber die Geschichte deiner Mutter klingt generell recht positiv bisher finde ich, ich sehe das, was du geschrieben hast von Lunge u Leber durchaus als eine der 'Mutmachgeschichten'. Da ist die Chance bestimmt hoch, dass es auch bei dieser neuen Sache mit den Lymphknoten gut ausgeht.


    Ob ich tatsächlich nur eine Metastase habe, weiß ich ehrlich gesagt nicht genau. Es fiel ein Lymphknoten extrem auf im CT. Der wurde dann biopsiert. Es gab ein paar andere vergrößerte Lymphknoten an unterschiedlichsten Stellen, allerdings alle in einer Größe, die auch normal sein könnte. Die wurden dann nicht biopsiert, da schon klar war, dass der extrem auffällige Lymphknoten eine Metastase ist.

    Nach den ersten 2 Chemos wurde ein Kontroll CT gemacht. Von den "kleineren" auffälligen Lymphknoten ist keiner mehr zu sehen in dem Bereich, der im Kontroll CT abgedeckt war. Die auffällige Metastase ist noch da, aber ein Drittel verkleinert. Erstmal ein Grund, sich vorsichtig zu freuen :)


    Ich denke, in den kleineren Lymphknoten war/ist der Krebs zwar da, so wie er vermutlich im ganzen Körper rumschwirrt, hatte sich aber noch nicht richtig festgebissen. In dem auffälligen Lymphknoten wurde es ein richtiger kompakter Tumor und es ist etwas schwieriger, den loszuwerden. Ansonsten sehe ich persönlich den Krebs in Lymphknoten als nicht so gefährlich an. Meiner ist in der Nähe einiger Organe, die laut Arzt beeinflusst werden könnten, wenn er zu groß wird. Habe das als Hauptgrund verstanden, dass was getan werden muss.

    Vielleicht geht es bei deiner Mutter dann aber auch da drum, die "geänderte" Krebsart (HER+ wenn ich es richtig gelesen habe?) am weiteren Ausbreiten zu hindern!? Metastasen Behandlung scheint ja recht individuell zu sein, schwierig für Leute wie mich, die gerne alles zur Behandlung wissen und dann bei Google auf keine ähnlichen Fällen stoßen und auf keine Vorgaben zur Behandlung in Leitlinien ;)

  • Liebe "AufGehts",


    vielen Dank für deine ausführliche Antwort.


    Ja, die bisherige Behandlung meiner Mutter ist wirklich eine "Mutmachgeschichte". Es wäre so schade, wenn es jetzt zu einer Umstellung in der Therapie kommen muss. Ich habe aber von Fällen gelesen, wo trotz Metastasen in den Lymphknoten die Behandlung beibehalten wurde, da sie in den Organen gewirkt hat und die Lymphknoten bestrahlt bzw. raus operiert wurden. Ich fänd diesen Weg besser, da meine Mutter die Therapie so gut verträgt und es sich lediglich um 3 unter 2 cm Lymphknoten handelt. Dafür das Medikament zu wechseln fänd ich schade. In der Leber gehen die Metastasen ja weiter zurück. Hm... Mal sehen, was die Ärzte sagen werden. Wenn es sich um eine andere Her-Status handeln solte, bin ich gespannt, was dann vorgeschlagen wird. Auch da tendiere ich aber zur lokalen Behandlung.


    "schwierig für Leute wie mich, die gerne alles zur Behandlung wissen und dann bei Google auf keine ähnlichen Fällen stoßen und auf keine Vorgaben zur Behandlung in Leitlinien"


    So geht es mir auch, hmpf!


    Ich hasse es zu warten.


    Liebe Grüße


    Jasmin