Brachytherapie bei gynäkologischem Tumor

  • Liebe Astrid71,


    Ich bin mit meiner Brachy im Januar 18 fertig gewesen und habe heute noch leichte bis mittlere Blutungen je nachdem was eingeführt wird.

    Am Tampon selbst ist immer die Kappe Blutig und da sagte mein strahlentherapeut am Anfang immer „das sind u.a. Tumorreste“ find ich eine schöne Vorstellung das ich das A....Loch so rausbuxiert habe.

    Wenn die gyn mit dem ultraschallstab kommt, so wie heute, habe ich auch immer 2-3 Tage nachblutungen was so erklärt wird das ja dieser an den Vernarbungen durch die nun absolut enge scheide geschoben wird. Und das gleiche passiert mit den dilatoren. Ich bin jetzt bei der 2 kleinsten Größe und das nach 13 Monaten Einsatz.


    Und Sex - nicht nur nicht möglich auch noch nicht denkbar bei den schmerzen die ich bis heute habe.


    Nimmst du noch Schmerzmittel?

    Und weisst du mit wieviel gray du bestrahlt worden bist? Insgesamt von außen und innen?


    Das hab ich z. B. Heute nochmal von meiner gyn gesagt bekommen auch das man die Werte nicht unterschätzen darf und damit auch die vielen Nebenwirkungen „normal“ wären. Bei den unteren Stadien wird die Bestrahlung so um 20-40 gray gemacht und ich hatte die maximal Dosis von 80 gray. Das war mir vorher nicht bewusst das die starken Vernarbungen und Verbrennungen auch damit zusammen hängen. Hatte immer gedacht Bestrahlung ist Bestrahlung 😕 so bekam ich auch nochmal gesagt das die andere Alternative eben ein neuer, erdiger Wohnort gewesen wäre.


    Wann hast du denn deinem Termin in Berlin?


    Liebe Grüße

    Biggi

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Hallo Astrid71

    ich bin ja an anderer Stelle betroffen habe aber zum Thema Tampon was zu sagen. Tampons sind ja ihrer Aufgabe entsprechend sehr saugfähig, sie haben keinen guten Effekt auf die Schleimhaut da sie diese austrocknen. Vielleicht kann man die Salbe anders anwenden, ohne Tampon, oder der Schleimhaut anders was Gutes tun, z. B. mit Vaginalzäpchen.

    LG Rike

    hallo @Rike

    Die Tampons mit der Salbe haben bei einem zervix / Gebärmutterhalskrebs eine andere Funktion 😉 unsere Schleimhäute sind durch die Bestrahlung und durch die Brachy eh hin und das tampon soll verhindern das wir durch die Vernarbungen und Verbrennungen im vaginalbereich zuwachsen.


    Bei gesunden Bereichen gebe ich dir recht, da würde ich auch anders agieren. Wenn wir das machen gehen wir das Risiko ein, das jede vaginale Untersuchung zum Höllentrip wird 😉


    Liebe Grüße

    Biggi

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Liebe BiggiL,


    das sind ja super Aussichten.:huh: Zu diesem Problem hat sich meine Gynäkologin leider nie richtig geäußert, aber ich bin ja auch erst 47...:(

    Deshalb habe ich jetzt im Mai einen Termin bei einem Spezialisten. Vielleicht kann ich gute Tipps an dich weiterreichen. ;) Ich wurde mit 50,4 gray bestrahlt, danach nochmal 5 gray pro Brachysitzung. Also insgesamt 65, ist ganz ordentlich. Aber im Großen und Ganzen geht es mir gut und ich arbeite schon wieder stundenweise.

    Ich bin froh, dass ich jemanden gefunden habe, mit dem ich mich austauschen kann.:)


    Liebe Grüße Astrid

  • Hallo BiggiL,

    Danke für die Info. Das sind ja wirklich unangenehme Nachwirkungen der Therapie, tut mir leid womit Ihr Euch plagt, das ist 'ne ganz andere Hausnummer als die Brachytherapie bei Brustkrebs.

    Was mich sehr ärgert ist die verharmlosende Aufklärung. Ich habe Infomaterial über Brachy bei Gyn-Tumor gelesen, da wurde es, sagen wir mal nicht realistisch dargestellt.

    LG Rike

  • Liebe Astrid71


    Mir hat vor der brachytherapie natürlich der Radiologe den Riesenblock an Nebenwirkungen aus dem aufklärungsbogen erklärt aber das ging wie alles nach dem ersten schrecklichen Begriff in der panikwelle unter und das was ich hören wollte kam durch „damit haben sie eine gute Überlebenschance!“


    Mein Mann sagt mir immer wenn ich mich über die Nebenwirkungen auskotze (also fast täglich 😉) und was ich alles nicht mehr kann das er froh sei das ich noch da bin und das wäre das wichtigste. Und was ich eben nicht mehr kann hat er und unser Sohn und Schwiegertochter übernommen.


    Er hat ja recht aber leicht fällt es nicht wenn jede Treppe und bordsteinkante zum Problem werden oder das bücken so schmerzt das man meint es zerreißt einen. Und seitdem es so ist fällt natürlich auch immer mehr auf den Boden weil die neuropathien in den Händen ein Festhalten von Gegenständen manchmal nicht zulässt. Hab schon über einen Greifer wie bei den müllsammlern nachgedacht 😂


    Mit 65 gray hast du auch eine ordentliche dröhnung bekommen. machen den Darm und Blase bei dir keine Probleme?


    @Rike

    Manche Flyer stellen nur das Verfahren und die Therapie in den Vordergrund denn für den Haufen was danach kommt gibt es ja die aufklärungsbögen. Bei der Brachy war der Bereich für die Nebenwirkungen allein schon 3 Seiten.


    Mein Radiologe sagte das man das durchlesen sollte aber das habe ich nicht gemacht weil es ja nichts bei mir geändert hätte weil keine andere Option mit besseren Aussichten dagegen stand. Und es hätte ja auch nichts geändert, jetzt sind sie da und ich muss schauen wie ich damit am besten leben kann 😢


    Sende euch sonnige Grüße aus meinem Liegestuhl 😘


    Biggi

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Liebe Dorca ,

    Die Brachytherapie war in der Tat nicht so schön, aber zum Glück dauern die Termine selbst ja nicht so lang. Wie oft musst du denn zur Bestrahlung? Ich wünsche dir auf jeden Fall weiter gutes durchhalten für die Chemo, konzentrier dich erstmal darauf und mach dir nicht so viele Sorgen wegen der Brachytherapie, das schaffst du dann auch noch! 💪🏻

    Liebe Grüße und erstmal ein schönes Wochenende!

    2 Mal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Beitrag geteilt und hierher verschoben

  • Liebe Sunna,

    Ich habe mich jetzt für die Alternative:

    6 Zyklen Chemotherapie + 5 x Brachytherapie entschieden.


    Ich lese und lese die Aufklärungsunterlagen sowie den Behandlungsplan und versteh nichts!

    Der Behandlungsplan lautet:

    CT-geplante intensitätsmodulierte (VMAT) Radiatio mit 6MV Photonen. Gesamtdosis Fraktionierung: ZV1 5x 1,8 Gy pro Woche bis 48,6 Gy

    Margin 3D: CTV - PTV 7-9 mm

    IGRT: CBCT NAL-Protokoll Fraktion 2-4, dann wöchentlich CBCT.


    Ich hab’s abgeschrieben ohne etwas zu verstehen🤦‍♀️.

    Wenn ich mich noch recht an die zwei Aufklärungsgespräche erinnere dann habe ich 5 Wochen, je 5 Tage Bestrahlung von innen und dann noch zwei von außen.

    LG Doris

  • Horror vor Bestrahlung bei Cervix Ca, insbesondere Brachytherapie



    Hallo zusammen,

    seit einiger Zeit lese ich hier immer mal

    wieder und mir gefallen sowohl die vielen Infos bzgl. so vieler Aspekte von Krebserkrankungen, als auch der herausragend freundliche, respektvolle und mitfühlend-mutmachende Umgang miteinander!

    Daher möchte ich mich nun mit der Bitte um Erfahrungen, möglicherweise speziellen Infos und gerne auch Trost an Euch wenden. Im März erhielt ich die Diagnose Cervix Ca, sehr fortgeschritten, weitläufig in Umgebung infiltriert, keine Fernmetastasen gefunden. Nach einer Staging-OP im April (ohne Entnahme von LKn) stand ab Mai nach Portlegung neoadjuvante Chemo (Cisplatin, Taxol, Avastin) an, um Tumor zu verkleinern, auf dass hoffentlich OP möglich wird. 3 Monate Chemo habe ich jetzt seit fast 2 Wochen hinter mir, Tumor zwar verkleinert, OP würde aber wahrscheinlich trotzdem nicht alles erfassen, daher nun per Tumorboard Bestrahlung geplant, kommende Woche Vorgespräch. Ich habe (wie bei allen Themen, die mich interessieren) wieder gründlich recherchiert, mich dabei beschränkend auf fundierte und seriöse Infos. Und der Grund warum ich mich nun hier zu Wort melde: ich habe echt HORROR vor der Bestrahlung und all dem, was damit, auch an NWn und Folgen, verbunden ist. Auch die Chemo war und ist in ihren Folgen nicht ohne. Das Team der Onko-Ambulanz (Uniklinik) aber supertoll, hab mich echt gut aufgehoben und fast ein bißchen "zu Hause“ gefühlt, auch etliche sehr sympathische, vielfach beeindruckende Mitpatientinnen kennengelernt, das hat sehr geholfen. Ich war anfangs verwundert, dass ich relativ (!) gut klargekommen bin mit Diagnose usw.. Aber mittlerweile stecke ich tief im Krebs-Universum, bin sehr oft verzweifelt, rausgerissen aus Beruf, normalem Alltag, fühle mich ohne jegliche Haare richtig hässlich, eklig und fremd (mir ist bewusst, dass Gesundwerden Vorrang hat und Mitpatientinnen sehen für mich überhaupt nicht hässlich aus!), bin oft komplett ohne Hoffnung und Lebensfreude und jetzt eben sehr angsterfüllt, was besonders die Brachytherapie betrifft. Als mir die Harnleiterschiene ohne jegliche Anästhesie gelegt wurde, bin ich aufgrund der echt heftigen und so fiesen Schmerzen fast an die Decke gegangen, ich hatte der Ärztin vertraut, die meinte, es sei keine große Sache… Ich weiß, dass die Einlage des speziellen "Röhrchens“ für die Bestrahlung unter Vollnarkose erfolgt, soweit ok, aber wenn selbst Werbebroschüren von "unangenehm bis schmerzhaft“ sprechen beim Anlegen dieser speziellen Aplikatoren unmittelbar vor jeder Brachy-Bestrahlung… Ich habe alle Beiträge hier im Forum zum Thema gelesen, hat mich bezogen auf Cervix Ca aber eher weiter beunruhigt. Gibt es neuere oder vielleicht auch mal nicht ganz so furchtbare Erfahrungen?? Ich weiß, dass man nichts verallgemeinern kann, ich weiß, dass es nichts bringt, sich vorher bekloppt zu machen, aber das hilft mir gerade nicht 😞 Und um auch das vorweg zu nehmen: ich suche aktiv nach einer therapeutischen Begleitung, hab‘ aber noch keine.

    Ich freue mich über alles, was Euch vielleicht Hilfreiches einfällt!


    Und einen ganz lieben Gruß an alle tapferen Mitstreiterinnen gegen diese Sch ... krankheit, Ihr habt mich beim Hintergrund-Lesen schon vielfach sehr beeindruckt!

    3 Mal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt

  • Hallo Boogerbrain


    Ich bin auch neu im forum und auch cervix im fortgeschrittenen Stadium.


    Hab hier alles verschlungen was es zu cervix gibt.

    Mein Tumor war auch ein Riese und hat mir bereits meine Blase zerstört 😢 . Ich hatte auch eine Brachytherapie und vielleicht können wir uns gemeinsam austauschen? Wann sollst du den starten? Und gibt es etwas was ich dir direkt beantworten kann?


    Liebe Grüße

    Nemesis

    Einmal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Durch Themenzusammenführung war einiges überflüssig.

  • Hallo Nemesis, danke Dir für Deine Antwort! Mir ging es genauso, lese hier im Forum seit einiger Zeit mit, natürlich alles zum Thema Cervix Ca, habe ganz viel Informatives und Tröstliches gefunden, aber jetzt geht es mir psychisch immer schlechter, da dachte ich, ich muss jetzt mal für mich im Speziellen fragen und mich austauschen.

    Tut mir sehr leid, dass es Deine Blase erwischt hat!! 😔 Eine meiner zahlreichen Ängste…

    Wenn Du magst, erzähl gerne ein bißchen mehr, wie die Behandlung bei Dir gelaufen und was jetzt Stand der Dinge ist.


    Ich habe morgen das Vorgespräch in der Strahlenklinik, ich denke, dann kommen noch etliche ganz konkrete Fragen. Ich befürchte ja, dass es auf viel und lange Bestrahlung hinausläuft, und als besonderer Grusel Brachytherapie, wie ja bei den meisten mit ähnlicher Ausgangslage, aber letztlich werde ich eben erst morgen genau hören, was geplant ist. Dann melde ich mich sicher.

    Liebe Grüße

    Boogerbrain

  • Liebe Dorca ,

    Tut mir leid, dass ich mich erst jetzt wieder melde.. wie geht es dir? Du hast ja heute wieder Chemo... ich hoffe, du bist schon durch und kannst dich den restlichen Tag gut erholen!

    Um ehrlich zu sein, kann ich mit den Daten aus deinemBehandlungsplan nicht so viel anfangen 🙈 Ich meine aber, dass die gy-Angaben (steht für gray und gibt die Strahlenstärke an) bis zu 48,6 gy eher ein mittlerer Wert und keine sooo starke Bestrahlung bedeutet. Da ich meinen Arztbrief leider noch nicht erhalten habe, kann ich unsere Daten nämlich auch nicht vergleichen. Was mich nur wundert ist, dass du Bestrahlung von innen und von außen bekommst, bei mir war es ja nur von innen.

    Den Ablauf kann ich dir auch gerne schildern, wenn du möchtest. Aber wahrscheinlich ist es besser, du lässt es dir vom Arzt nochmal erläutern.

    Aber so oder so würde ich versuchen, mich erstmal auf die chemo zu konzentrieren, immer ein Schritt nach dem anderen. Und die Bestrahlungen selbst waren wie gesagt immer ganz kurz (ca. 5 min.), so dass es wenigstens in dieser Hinsicht viel besser zu ertragen war als eine chemo-Sitzung.

    Erstmal alles Gute für dich und liebe Grüße!

  • Liebe Sunna,

    Vielen Dank für deine Antwort. Heute hatte ich die 3. Chemo also Halbzeit erreicht. Das freut mich. Am Tag der Chemotherapie ging mir’s bisher gut, auch der darauffolgenden Tag war ich immer voller Tatendrang, erst am Donnerstag und an Freitag ging es mir schlechter. Ich hoffe mal, dass es besser wird. Du hast recht, wenn du sagst ich solle mich erstmal auf die Chemotherapie konzentrieren - Schritt für Schritt. Das mach ich jetzt auch so. Vor der letzten Chemo werde ich dann Kontakt mit den Ärzten der Strahlentherapie aufnehmen und nochmals besprechen. Evt. wende ich mich vorher auch an den Psychiatrischen Dienst, um meine Ängst bzw. die „Bilder in meinem Kopf“ zu bearbeiten. Das war ein Tipp von einer Krankenhausmitarbeiterin erhalten. Das ist der Vorteil eines großen Krankenhaus.

    Dir wünsche ich alles Gute im Kampf gegen den Krebs liebe Grüße

  • Liebe Boogerbrain


    Willkommen im Club der zaghaften anmelder 😉

    Die Brachy ist im ersten Moment wirklich beängstigend, aber sie hilft den Tumor sehr schnell schrumpfen zu lassen. Durch die äußere Bestrahlung und chemo ist er gut Kleiner geworden (1,5 cm in 3 Monaten) aber mit der Brachy ist er dann in 3 Monaten über 6 cm geschrumpft. Damit hat sie bei mir, trotz der Nebenwirkungen, den besseren Effekt erzielt.


    Das schlimme sind die hohen Dosen der Bestrahlung und dadurch bei mir, und wahrscheinlich auch bei BiggiL die heftigen Nebenwirkungen.


    Lass dir zur Brachy direkt erklären was du danach machen sollst und auch dilatoren verschreiben.

    Bei mir ist innerlich alles verbrannt und vernarbt und die Schleimhäute haben sich komplett verabschiedet. So musste ich auch lange vaginaltampons benutzen und hatte zuerst so medizinische unhandliche, bis ich hier von Biggi gelesen hatte das sie bepan... auf Tampons schmiert und die nutzt. Das hat bei mir eine deutliche Linderung der Schmerzen verursacht.


    Drücke dir die Daumen ✊🏻 Und ich melde mich die Tage. Bin etwas im Stress, habe Nachsorge und mein jüngster sucht eine neue Bleibe für sein Studium. Da muss Mutti helfen 😊


    Liebe Grüße

    Nemesis

  • Liebe Nemesis, danke für Deine Antwort und Hinweise! Was hat Deine Nachsorge ergeben?

    Das Vorgespräch zur Radiochemo am Mittwoch hat alle meine Ängste und Befürchtungen verstärkt, zudem fand ich den Arzt, der scheinbar jetzt für mich zuständig ist, nicht so dolle. Etliche Fragen sind offen geblieben, obwohl ich sie wiederholt gestellt habe, und dann kam immer wieder "Sie müssen sich also gar keine Sorgen machen!“ 😫😡🤬😭 Nee, klar, die ganze Radiochemo ist quasi wie mal ne Ibu einwerfen… Und trotz meines Protests und dem Hinweis, dass mir so eine Aussage gerade gar nicht hilft, hat er sie noch 4x wiederholt… Schon mal keine vertrauensbildende Massnahme… Wie super war da mein Chemo-Doc!!! 😢

    Morgen bzw. heute/Freitag ist Planungs-CT, da passiert wohl außer eben CT nix, dann genauer Plan. Was aber wohl schon klar ist: 28x perkutane Bestrahlung, 5x/Woche, pro Woche 1x Cisplatin davor (mind. 5x), dann auch jeweils mind. 1 Nacht stationär, ab 4. Woche je 2x pro Woche Brachy, auch mind. 5x. Cisplatin war ja während der Chemo das, was ich nicht gut vertragen habe (alle 3 Wochen bekommen), 1. Woche richtig Sch…, Dauerübelkeit trotz aller Medis, spätestens ab Mittag Schicht, dann ging nur noch schnell aufs Sofa und Pennen, heftige Verdauungsprobleme, allgemein richtig elendes Gesamtbefinden. In der 2. Woche wurde es allmählich etwas besser, erst in der 3. war es halbwegs wieder ok. Und das jetzt jede Woche plus Bestrahlung????

    Alle Gedanken an "schaff’ ich das?", "will ich das?“ bei scheinbar ja eh nicht so wirklich guter Prognose stärker denn je - bin gerade ziemlich verängstigt, traurig, hoffnungslos und wenn ich hier ne Pille rumliegen hätte, die das ganze Elend halbwegs undramatisch beenden würde, stünde ich sicher 20x am Tag davor sie einzuwerfen…


    An der Stelle auch nochmal allgemein die Bitte/Frage an all die tollen Frauen im Forum, die mich schon seit geraumer Zeit als Hintergrundleserin beeindrucken: gibt es irgendwelche positiven Erfahrungen mit Cervix-Ca IVA und Radiochemo nach Chemo?? Also irgendetwas, was ein bißchen Mut und Hoffnung machen könnte??? Ich habe schon viele wirklich heftige Dinge in meinem Leben gemeistert, ich halte mich auch - eigentlich - für eine insgesamt starke Frau, die normalerweise ziemlich gut für sich sorgen kann, aber genau wie lebenslang befürchtet, übersteigt diese Art der Krebserkrankung und Behandlung meine Bewältigungskompetenzen, fühle mich gerade nur hilflos, sicher auf den sehr vorzeitigen, sehr elenden Tod zusteuernd und in einem beängstigenden Krebs-Universum.


    Liebe @ Nemesis, Dir nochmal ein dickes Danke für den Kontakt, freue

    mich, wenn Du trotz Deiner Belastungen Zeit (und Lust 😉) findest, Dich wieder zu melden, würde auch gerne noch näheres zu Deiner Behandlung und jetzigem Stand der Dinge hören. Viel Glück bei der Wohnungssuche! 🙂

    Liebe nächtliche Grüße, Boogerbrain

  • Vor ziemlich genau einem Jahr hatte ich meine Diagnose erhalten. Darauf folgte eine Konisation, Op mit Bauchschnitt, Chemo (Cisplatin), Bestrahlungen und Brachy.. Die Brachy empfand ich als sehr aufreibend, aber sie hat wirklich super geholfen!!! Hiermit möchte ich allen Mut machen! Ihr schafft das :!::!::!: "Kopf hoch, sonst siehst du die Sterne nicht" war und ist immer noch mein Motto

    Hab auch diese "wunderschönen" Dilatoren (sorry, aber warum müssen diese Teile auch noch so furchtbar unerotisch aussehen :S)
    Bei mir ist´s wohl auch noch ziemlich vernarbt, aber Sex geht wieder einigermaßen. Ab und an blutet es auch ein wenig, aber ohne Schmerzen. Ich habe jetzt eine östrogenhaltige Creme erhalten. Mal schauen was sie bewirkt..


    Ich habe verschiedene Ärzte gefragt, doch diese halten sich wie immer vage.. Wann bekommt man wieder Monatsblutungen? Bekommt man sie überhaupt wieder? Komme ich in verfrühte Wechseljahre? Woran merke ich es? Ich hoffe, ich frage nicht zu direkt :saint: Der eine Arzt sagt so.. der andere so.. Sie sagen, es gibt keine Statistiken und haben keine Erfahrungen. Super, da fühlt man sich irgendwie alleine.. Manchmal kommen so viele kleinere Fragen im Alltag und keiner gibt Antwort.. (oder man benötigt ein medizinisches Lexikon)


    Ich kenne bisher niemanden, der ungefähr die gleiche Prozedur hinter sich hat, deshalb finde ich es umso mehr spannend eure Erlebnisse und Erfahrungen zu lesen. Danke!

  • Liebe Boogerbrain


    Die Nachsorge war sehr nervenaufreibend, sind die metastasen weiter gewachsen ist ja meine größte Angst. Die bildgebungen sind gemacht, der Radiologe ist immer sehr lieb und gibt direkte Einschätzungen. Es scheint bei einer hirnmetastase wohl eine minimale Vergrößerung geben - nun denn, die Tränen sind geweint und jetzt hat mich gerade meine Angst im Griff und nicht der notwendige Schlaf. Am Dienstag ist befundbesprechung und dann weiß ich genaueres.


    Ich glaub was du beschreibst ist der „normale“ chemostress den jeder Körper durchmacht. Ich versteh manchmal nicht warum ich so häufig lese das eine chemo nicht schlimm ist, chemo ist schlimm und ich bin fast nicht von der Toilette gekommen so hat es meinen Körper belastet. Durchfall im Minutentakt, Muskel- und knochenschmerzen und viele anderes und da waren Kopfschmerzen das kleinste und angenehmste Gefühl weil es was bekanntes war. Ich habe alle Nebenwirkungen immer sofort den Ärzten gesagt, manchmal gab es was das etwas Linderung verschaffte oder der durchfluss der chemo und der Antikörper und wurde anders eingestellt.

    Während der chemos ging es mir genauso wie du es erlebst, deshalb kann ich dir auch sagen das es wieder besser wird.


    Ich kann dir auch die Angst vor der Brachytherapie nicht nehmen, es wird auch dann eine Ausnahmesituation sein, aber ich kann dir sagen das ich mir immer gesagt habe das ich noch Wünsche und Träume für mein Leben habe und Leben möchte! Dann ist mir einmal Hölle und zurück erstmal egal. Die Hölle kenne ich jetzt 😉 und ich hoffe nun auch bald mit dem Leben wieder starten zu können.


    Die Erfahrung die du mit den Ärzten machst hilft dir in dieser Situation auch nicht und ich glaube das dein Arzt nicht gelernt hat mit Ängsten der Patienten umzugehen und du dadurch noch mehr verängstigt wirst.


    Hast du mit deinem chemo-Doktor gesprochen warum er soviel Cisplatine nehmen möchte und keine andere Kombination?


    Was ich nicht verstehe warum man Dir keine lymphknoten entfernt hat? Das hat man bei mir gemacht 🤔 55 waren verseucht von 85 mit großen bauchschnitt. Vielleicht hat das meine Einstellung zur chemo auch einfacher gemacht weil ich den Gegner schon pathologisch in den Lymphen nachgewiesen bekommen habe.

    Darf ich dich fragen wo du in nrw in Behandlung bist und wie die deine Tumorformel zusammengesetzt haben?


    Und wie oft soll die Brachytherapie bei dir gemacht werden? Ich hatte 6 Stück in 3 Wochen auch jeweils 2x wöchentlich dann aber ohne chemos.


    Und hast du dir psychoonkologische Hilfe gesucht? Die können helfen dir eine andere, positivere Sicht zu geben, mir hilft ein Pastor hier aus dem Ort und eine liebe Psychologin.


    Ich drücke dich :hug:und kann dir den Tipp von BiggiL geben den ich mir zu Herzen genommen habe, gehe immer mit kleinen Zielen durch die Behandlung. Sie haben dir gesagt was alles gemacht werden muss, nimm die nächste Schlacht Bestrahlung und chemo und arbeite es ab. Danach erst an den nächsten Schritt denken und den dann erst in Angriff nehmen. Dazwischen wird wie bei mir bestimmt auch eine bildgebungen sein und wenn du siehst das die Tortur einen Erfolg hat, geht es dir gut und gibt Dir den Auftrieb den du brauchst. So habe ich meine Behandlung überstanden. Und jede erfolgreiche Schlacht mit meinen Männern gefeiert.


    Liebe Boogerbrain es liegt ein harter Weg vor Dir und ich hoffe das du an deiner Seite jemanden hast der Dir hilft bei deinem Kampf und du ihn nicht alleine bewältigen musst. Mir hat meine Familie sehr geholfen und wie gesagt mein Ziel einfach noch zu Leben, auch mit schlechten Aussichten.


    Liebe Grüße

    Nemesis

  • Liebe BodenseeKirsche


    Herzlich willkommen <3 und Danke für dein Motto :*

    Ich hätte dich gerne am Bodensee in einem Kaffee kennengelernt und nicht hier. Und du bist noch recht jung das tut mir leid das es dich getroffen hat denn Du scheinst sehr stark zu sein und das ist gut ;)


    Ich freu mich das du mental gut durch deine Behandlung gekommen bist und ich glaub wenn man durch ist ist es einfacher als wenn man noch vor den Berg der ganzen Behandlung steht.

    Ich habe gelacht als der Satz mit den dilatoren kam, ich finde die nicht nur hässlich schon der Name ist abschreckend. Und die Farben 🤢 aber die kleinen unerotischen Freunde sollen ja helfen das die Vernarbungen und Verbrennungen besser in den Griff zu bekommen sind. Ich hab auch eine Creme bekommen, die hat mir nicht so geholfen. Bin auf Bepant...- Tampons nachts gewechselt. Seit dem geht es besser. Aber Sex? Hut ab das du es schon wieder kannst und ich würde ja auch gerne aber ich habe noch starke Probleme mit den dilatoren und kann es mir auch gerade nicht vorstellen. Gut das mein Mann mich auch so einfach nur in den Arm nimmt und mich auch stundenlang einfach nur hält. Ich hab da eine Blockade im Kopf die ich noch nicht weg bekomme ||


    Was wurde denn bei deiner op entfernt das du die Hoffnung auf eine Monatsblutung noch hast? :/

    Mir wurde direkt gesagt das mich die Behandlung (auch ohne Entfernung der organe) in die Wechseljahre bringt, denn das schafft die Bestrahlung und die Brachytherapie. Noch merke ich nur hin und wieder leichte hitzewallungen, habe aber von meinem Gynäkologen hormontabletten bekommen die scheinen mir gut zu helfen.


    Was für Fragen hast du denn noch bei denen Dir die Ärzte nicht helfen? Vielleicht können wir das hier?


    Liebe Grüße

    Nemesis

  • Liebe Nemesis, vielen Dank wieder für Deine Nachricht!

    Ach Du je, Gehirnmetastasen sind ja echt sch ...., das tut mir wirklich leid!! Wenn Du was dazu sagen magst: seit wann hast Du die denn, Du schreibst ja, dass eine minimal gewachsen ist? Und wie akut oder längerfristig "bedrohlich“ sind die? Gut, dass die offizielle Befundbesprechung doch ziemlich zeitnah erfolgt, ich drücke Dir die Daumen!!!! 🤞🍀🤞


    Bislang läuft die ganze Behandlung bei mir in der Uniklinik in K… (🎶 Da simmer dabei, dat is priiiiimaaa…)

    Gestartet in Frauenklinik, dort auch Staging OP, warum ohne jegliche Lymphknotenentfernung weiß ich letztlich auch nicht, grob gesagt: bei OP wurde klar, dass Tumor doch sehr in angrenzende Strukturen ausgedehnt ist (Änderung von FIGO II oder IIIa zu IVa), daher dann auch nicht OP, zwar keine Fernmetastasen gefunden, aber sehr hohes Risiko, dass irgendwo böse Zellen lauern, darum, um möglichst alles Lauernde zu vernichten dann 3 Monate Chemo in Onko-Ambulanz der Frauenklinik (dort fühlte ich mich super aufgehoben und betreut, was mega geholfen hat, die Chemo zu überstehen, dort auch der erwähnte tolle Doc mitsamt seinen sehr netten, kompetenten Ass. Ärztinnen), jetzt Strahlenklinik mit wieder ganz neuen Ärzten usw. Das auch zu Deiner Frage: der supernette tolle Chemo-Doc ist halt leider jetzt für die Radiochemo nicht mehr zuständig, das wird alles von Strahlenklinik übernommen, was von dem Riesenkomplex Uniklinik nachvollziehbar, für mich bzw. vermutlich viele Patienten aber echt blöd ist, dass es immer andere Zuständigkeiten gibt, auch wenn die im Hintergrund natürlich vernetzt sind.

    Und dass ich (wieder) Cisplatin, auch in einer bestimmten (geringeren im Vgl. zur alleinigen Chemo) Dosis zur Bestrahlung kriege ist halt Leitlinien-konform bei fortgeschrittenem Cervix-Ca, da es wohl am besten wirkt.


    Mannomann, Deine Chemo war scheinbar ziemlich heftig in den Nebenwirkungen, wie gut, dass Du sie hinter Dir hast und weiter an Deinem sehr guten Motto festhältst!! Und wie schön, dass Deine Familie Dir so toll zur Seite steht!! 🥰

    Meine ist leider schon tot.


    Meine schlimmste, aber letztlich faktisch natürlich harmloseste Nebenwirkung, war der ja vorab schon feststehende Haarausfall… Dicht gefolgt jedoch von den auch von Dir beschriebenen Knochen- und Muskelschmerzen, die auch trotz 3. chemofreier Woche andauern, der Übelkeit und in meinem Fall heftiger Verstopfung nach Cisplatin sowie der massiven Schleimhautprobleme samt deutlichem Geschmacksverlust.


    Wie hast Du das Einlegen der Hülse vor Brachy erlebt? Hattest Du Vollnarkose? Merkt man das Ding? Und wie lief das jeweilige Einführen der Applikatoren bei Dir ab? Hattest Du da irgendeine Sedierung? Wie schmerzhaft/ unangenehm hast Du das empfunden? (der Teil ist im Moment für mich extrem angstbesetzt 😱) Ein weiterer Horror für mich: die 1. Brachy mit 4-5 Stunden inklusive Vorbereitung in immer der gleichen Position mit gespreizten Beinen im Gyn.-Stuhl… Wie war das bei Dir?


    Das gerne auch nochmal als Fragen an alle, die das schon mitgemacht haben!


    Geplant sind 5 Brachys.

    Psychoonkologin suche ich verzweifelt, ist nicht so leicht, ich wohne ziemlich auf dem Land und ganz weite Anfahrtswege schaffe ich z.Zt. nicht, eine hat mir jetzt Erstgespräch im Herbst angeboten, hat aber eigentlich gerade keine Kapazitäten, mal sehen und hoffen.


    Ich gebe Dir völlig Recht: das Riesengebirge der gesamten Behandlung sollte man innerlich am besten in kleine Hügel oder Bergabschnitte aufteilen, das versuche ich so gut es geht. Ich denke, das wird mir nach Anfangsangst auch wieder gelingen bei der perkutanen Bestrahlung, aber die Brachy hängt mir echt quer…

    Freue mich auf weiteren Austausch und Infos und drücke Dich aus der Ferne auch mal für das, was Du schon durchgemacht und bewältigt hast, für Deine super Grundeinstellung und Motto und alles, was gerade ansteht!

    Ganz liebe, wieder mal nächtliche, Grüße, Boogerbrain