Brachytherapie bei gynäkologischem Tumor

  • BiggiL

    ich verstehe das mit den 25 auch nicht:/ vor allem weil ich die ganze Zeit davon ausgehe das Dorca auch nur von innen bestrahlt wird,

    und das wird doch eigentlich nicht so oft gemacht,oder ich habe es falsch verstanden, aber am 10.10 bekommen wir sicher die Erklärung

    für alles :)


    LG Manu

  • Hallo BiggiL , hallo bela63 ,


    Die Tumorkonferenz hatte zwei Möglichkeiten aufgezeichnet. Für die eine hatte ich mich entschieden.


    Die andere war:

    „Simultane Radiochemotherapie analog PORTEC lll - Brachytherapie + simultane Radiochemotherapie (5 1/2 Woch.) + 4 Zyklen Chemo.“


    Beim 1. Gespräch wurde mir erklärt, dass ich 5 Wochen lang, von montags bis freitags von innen bestrahlt werde und dann noch 2 Bestrahlungen von außen. So seht’s auch handschriftlich auf dem Aufklärungsbogen 27 x Mo-Fr.


    Die o.g. Hab ich aber NICHT gewählt.


    Ich warte jetzt bis zum 10.10. ab und hoffe, dass ich dann alles genau erfahre. Ich werde euch berichten.

    Gute Zeit und wenig NW.

  • Dorca


    Hallo Doris,

    Du hattest doch heute dein Gespräch, wie ist es gelaufen?


    Weißt du nun nach dem Gespräch mehr wie es gemacht wird und wie oft? Und könnte man dir deine Angst etwas nehmen?

    Liebe Grüße

    Biggi

    _______________________________________________________


    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Ich bin dringend auf der Suche nach Hilfe oder Erfahrungsberichten.

    Bei mir wurde nach Gebärmutterkrebs mit hohem Grading und kompletter Operation eine adjuvante Strahlentherapie (Brachy- und von außen) durchgeführt. Trotz der Verwendung von Salbentampons kam es dann drei Monate nach Ende der Therapie zu einer Strahlenfibrose im Scheidenbereich. Die Schleimhaut ist stark geschädigt und hat sich zu großen Teilen in Bindehaut umgewandelt. In der Folge ist die Scheide verengt und verhärtet. Es kommt bei jeder Berührung im Innern zu Kontaktblutungen. Mit der Hilfe von Dilatoren habe ich die Scheide nun wieder etwas weiten können. Aber das Gewebe bleibt hart und die volle Länge habe ich nicht mehr erreicht. Auch die ständigen Kontaktblutungen, die beim Dehnen auftreten, machen mir Sorgen. Ist das nicht eine permanente Entzündung, die dann zu weiteren Fibrosen führt? Meine Ärztin meinte, da das Bindegewebe eben im Gegensatz zur Schleimhaut nicht wirklich dehnbar ist, werde ich vermutlich keine weiteren Fortschritte mehr durch die Dilatoren erzielen können. Ich bin noch recht jung und möchte das so nicht einfach hinnehmen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Thema? Gibt es zwischenzeitlich neue Erkenntnisse bei der Behandlung von Fibrosen im Scheidenbereich? Co2-Laser? Medikamente? Naturheilkunde? Ich wäre für Ratschläge, Erfahrungen und Hilfe sehr dankbar.

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  • Hallo liebe BiggiL ,

    Hallo liebe Sunna ,

    Hallo liebe bela63 ,


    Ja heute morgen hatte ich das 3. Gespräch in der Radiologie.


    Die Brachytherapie ist nun vom Tisch.


    In einer weiteren Besprechung mit dem Chef, Prof. Dr. der Strahlentherapie wurde entschieden, dass eine Brachytherapie in meinem Fall nicht erforderlich ist.


    Begründung:

    der Portio ist nicht befallen. Die Lymph-Metastase war in ein Lymphgefäß eingewachsen und hat die Haut des Blutgefäßes durchbrochen, deshalb wird der gesamte Bauchraum bestrahlt.


    28 Bestrahlungen von Mo. bis Fr. Fraktionierung pro Bestrahlung 1,8 Gry gesamt somit 50,4 Gry.


    Diese Therapie soll in meinem Fall, nach heutigem Stand, die sicherste Therapie sein.


    Nach der Chemotherapie habe ich eine 4 wöchige Pause. Bis Weihnachten bin ich durch.


    Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie erleichtert ich bin :hot:, dass ich durch diese Brachytherapie nicht muss.


    Hab zur Feier des heutigen Tages zum Abendessen ein Glas 0,1 l Rotwein getrunken. Der erste Alkohol seit den OP‘s :S.


    Es war mir bisher eigentlich nicht so recht bewusst, dass die vorgeschlagenen Therapien nicht „in Stein gemeißelt“ sind.


    Liebe Grüße Doris


  • Guten Morgen Dorca

    Na siehst du das sind doch einigermaßen gute Nachrichten und du hast dir ganz umsonst Sorgen gemacht.


    Ich hatte gestern die zweite Sitzung, bis auf die Tatsache das ich eine Stunde mit dem Trichter und dem Schlauch aufs CT warten musste,

    ( der Zeitplan war durcheinander||) ist alles gut gelaufen.

    Jetzt nächste Woche noch zweimal und dann bin ich durch.


    Nalali

    Ich bin zwar zur Zeit in der Afterloadingtherapie kann dir aber zu Langzeitnebenwirkungen nichts sagen, ich benutze auch die

    mit Bep... beschmierten Tampons und werde mir auch einen Dilator holen und hoffen das ich diese Probleme nicht bekomme.

    Weißt du wie hoch deine Strahlendosis war:/


    LG bela63

  • Hallo liebe Dorca ,

    Danke für dein Update, das freut mich, dass du nun weißt, wie bzw. vor allem welche Art der Bestrahlung auf dich zukommt und vor allem, dass du dich gut damit fühlst!

    Und die Zeit bis Weihnachten ist ja zum Glück absehbar, dann bist du ja schon fast auf der Zielgeraden! 💪🏻 😀

    Mein Ziel ist auch Weihnachten - direkt vorher habe ich nochmal Nachsorgetermine und Kontroll-MRT und ich hoffe sehr, dass wir in diesem Jahr Weihnachten wirklich etwas zur Ruhe kommen - letztes Jahr ging es gerade zu Weihnachten mit der Diagnose los.. 😬

    Bis dahin normalisiert sich hoffentlich der Tumormarker, bei mir steigt er leider und steigt, auch nach Abschluss der Akuttherapie 😐

  • bela63

    Danke für Deine Nachricht. Ich hatte mir das natürlich alles notiert mit der Strahlendosis etc.. Aber offenbar habe ich die Informationen zwischenzeitlich auch wieder erfolgreich verdrängt und kann mich beim besten Willen nicht mehr an die genauen Zahlen erinnern. Wenn ich die Fachliteratur richtig verstanden habe, dann ist das von Fall zu Fall sehr unterschiedlich, ob es zu Fibrosen kommt oder nicht. Ich glaube auch, dass eine Infektion, die ich nach der Therapie bekommen habe und die leider erst recht spät mit einem Antibiotikum behandelt wurde, die Sache verschlimmert hat. Die Chancen stehen also gut, dass du diese Probleme gar nicht bekommst. Ich drücke die Daumen!

  • Hallo Sunna ,

    Dann drücke ich dir die Daumen ✊✊dass Du es auch bis Weihnachten geschafft hast und dann erstmal die erhoffte Ruhe einkehrt. Für alle Nachsorge- und Kontrolltermine wünsch ich dir nur gute Ergebnisse.


    Was ist los mit deinem Tumormarker? Wann wurde der bei Dir bestimmt? Hier hab ich schon gelesen, dass der Tumormarker nicht unbedingt aussagefähig sei.

    Liebe Grüße Doris

  • Vielen Dank, liebe Dorca ,

    🤗

    Ja, das kommt wohl tatsächlich häufiger vor, dass der Tumormarker auch nach Abschluss der Akuttherapie noch steigt. Aber selbst wenn mir das alle Ärzte so sagen, ist es doch ein komisches Gefühl. Bei mir wird er immer im Rahmen der Blutbild-Kontrolle mit bestimmt, also jetzt noch vierteljährlich.

    Also abwarten bis zum Dezember.

    Dir und natürlich auch allen anderen, die online sind, erstmal ein schönes Wochenende! 👋🏻

  • Eine Frage hätte ich noch an alle, die es mit den Dilatoren versuchen oder versucht haben. Mein Eindruck ist, dass es anfangs gute Fortschritte gab und nun seit einigen Wochen aber nichts mehr passiert. Es gibt einfach keine weitere Steigerung mehr. Muss ich davon ausgehen, dass das so bleibt. Nach dem Motto: alles, was es auf diesem Wege zu erreichen gab, habe ich erreicht. Oder darf ich annehmen oder hoffen, dass sich auch nach längeren Zeiträumen noch etwas tut und ich eben erst nach mehreren Monaten auf die nächste Größe werde wechseln können. Ich finde zu diesen Fragen überhaupt keine Auskunft und meine Ärztin hält sich sehr vage. Ich würde mich daher sehr über eure Erfahrungen freuen.

  • bela63 , spring

    Hallo Renate, Hallo Manuela,

    ihr beide habt die Erfahrung der Brachyterapie. Mir wurde sie auch empfohlen und ich neige sehr stark sie nicht mehr zu machen. Gibt es wirklich so wenige Nebenwirkungen? Ist es nicht schmerzhaft? Mir hat man gesagt, dass es unter Vollnarkose gemacht wird. Stimmt das?

    Euch alles Gute.

    Tida

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  • Dushka58 Hallo Tida, von den vier Bestrahlungen habe ich jetzt zwei hinter mir. Bei der ersten war ich vorher sehr nervös, aber wie sich herausgestellt hat, völlig grundlos.

    Bei mir ist es folgendermaßen: ich werde gynäkologisch untersucht, dann bekomme ich einen Applikator in die Scheide geschoben, wie bei einem vaginalen Ultraschall. Mit einem CT wird der Sitz überprüft und dann wird über eine Sonde, die an den Applikator angeschlossen wird, bestrahlt. Alles ist überhaupt nicht schmerzhaft und eine Narkose braucht man dafür schon gar nicht. Frage mal nach, was genau unter der Narkose gemacht werden soll!

    Bisher habe ich keine Nebenwirkungen gemerkt und ich hoffe, das bleibt auch so.

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    Renate

  • Dushka58

    Hallo Tida, da du genau die gleiche Diagnose hast wie ich denke ich das man es bei dir auch als Vorsichtsmaßnahme machen will, so war es zumindest bei mir. Das mit der Vollnarkose ist eine andere Sache, so weit ich weiß wird das nur gemacht wenn der Tumor direkt bestrahlt wird, da wird dann in der Narkose irgendwas befestigt was während der ganzen Bestrahlungszeit drin bleibt, bei mir wurde im Vorfeld ausgemessen wie lang die Scheide noch ist das war wie eine Untersuchung beim Gyn,danach wurde dann die Strahlendosis ausgerechnet . Bei der Bestrahlung kam dann der Trichter in die Scheide wo das Afterloading durchgeht, man liegt dann ungefähr zehn Minuten bis es fertig ist, bis auf eine trockene Scheide hatte ich keine NW. Ich hoffe ich habe es einigermaßen verständlich erklärt. Für mich war die Bestrahlung noch ein bisschen mehr Sicherheit 😉

  • Hallo Dushka58

    ich hatte eine Brachytherapie der Brust, da wurde über eingelegte Sonden bestrahlt. Die Sonden wurden um das Tumorbett platziert, das wurde in Vollnarkose gemacht. Die eigentlichen Bestrahlungen, bei der die Strahlenquelle in die Sonden geschoben wurde war ohne Narkose, hat jeweils weniger als 10min gedauert und war völlig schmerzfrei.

    Das Ziehen der Sonden war auch unproblematisch & ohne Narkose.

    Lieben Gruß,

    Rike

  • Meine Erfahrungen: adjuvante Brachytherapie bei serösem Endometrium-Carcinom


    Ich habe ein seröses Endometriumcarcinom mit Befall von 3 Lymphknoten. Offenbar ist alles entfernt worden, aber da es sich um eine aggressive Form handelt, wurde zuerst eine kombinierte Radio-Chemotherapie Cisplatin und 26 Bestrahlungen von außen) gemacht, danach 3 Brachytherapien und 4 Zyklen Paclitaxel/Carbo. 2 Brachytherapien habe ich bereits erledigt, am Montag fügt die letzte.


    Der Ablauf ist immer derselbe:


    Zuerst werde ich richtig gelagert, mit den Beinen oben wie beim Gynäkologen, wobei das Team immer auf eine größtmögliche Bedeckung meiner unteren Region achtet.Es gibt eine gynäkologische Untersuchung, eine Desinfektion der Scheide auch von innen (kaltes Gefühl), dann wird der Applikator- in etwa Dildoform- eingeführt und ich bekomme eine ganz dünne Mess-Sonde in den Po, das kitzelt nur ein bisschen. Dann werden diverse Kabeln am Applikator angebracht, und es folgt die Befestigung des Ganzen mit einer Art Klebestreifen/Pflaster an den Oberschenkel. Das Abreißen dieser Klebestreifen ziept ein bisschen.

    Dann wird der Sitz des Applikators per Röntgen und/oder CT überprüft und wenn alles passt, kann bestrahlt werden, bei mir knapp 7 Minuten lang.


    Da in der ersten Sitzung noch der Computer alles berechnen musste, lag ich ca. 1/2 Stunde lang In dieser Position und wurde vom Pflegepersonal mit Small Talk abgelenkt und es wurde mir auch Musik angeboten, die ich bei der Bestrahlung als sehr entspannend empfand. Die 7 Minuten verbringe ich jeweils einsam im Raum, aber unter Videokontrolle und möglichem Sprechkontakt nach außen. Durch die Musik kann ich gut abschalten und wundere mich, wenn die Tür zum Raum wieder aufgeht.


    An dem ganzen Procedere sind an die 8 Leute beteiligt- ein Arzt, Physiker, ein OP-Pfleger und anderes Pflegepersonal und spezielle RöntgenassistenInnen- und alle waren bisher sehr freundlich.


    Außer weichem Stuhl Tag nach er ersten Bestrahlung und Müdigkeit hatte ich keine Reaktionen. von Dildos hat bisher niemand gesprochen. Offenbar gibt es wesentliche Unterschiede zwischen adjuvanter und kurativer (wenn der Tumor noch da ist und vernichtet werden soll) Bestrahlung.

    Ehe man sich wegen Nebenwirkungen verrückt macht, sollte man das Aufklärungsgespräch abwarten, da kann man dann auch alle Fragen stellen und erfährt, was und wie das Ganze ablaufen soll.


    Ich bin übrigens 69Jahre alt und habe diese "Käfer auf dem Rücken" Lage gut überstanden.


    Viele Grüße Gerda

  • Ich habe zwei Brachys avisiert bekommen, von denen die erste kommenden Mittwoch ist, wenn mir die Nebenwirkungen der bisherigen Bestrahlungen nicht einen Strich durch die Rechnung machen.


    Gestern nach meiner letzten perkutanen Bestrahlung hat mich die Ärztin umfassend über den Ablauf informiert und mir zusätzlich einen Infozettel mit dem Ablauf mitgegeben.

    Ich konnte alle Fragen stellen und fühle mich gut aufgehoben.


    Danke Hamster für deine ausführliche Darstellung. Das deckt sich mit den Infos, die ich auch bekommen habe.

  • Eifelkater

    ich musste nicht da bleiben , bei mir hat das ganze immer ne Stunde gedauert, wovon die Bestrahlung selbst nur 10 Minuten waren.

    Ich weiß aber das es da verschiedene Verfahren gibt, ist denn bei dir vor her was eingesetzt worden was erst mal drin bleibt und nach den Bestrahlungen wieder entfernt wird.