Neuroendokriner Tumor im Dickdarm mit Metastasen in der Brust

  • Hallo Zusammen!

    Ich schrieb vor Monaten im Brustkrebs Forum...damals war die Erkrankung meiner Frau nicht klar zu erkennen.

    Inzwischen ist es nach vielen Untersuchungen und Abklärungen ( PET-Scan,Endoskopie usw.) klar das es sich um einen NET Tumor handelt mit Primus im unteren Ileum Dickdarm, mit einer Metastase in der Brust.

    Es kann laut Onkologen und Chirurgen nur Kurativ operiert werden....ein Teil Dickdarm und Dünndarm samt Lymphknoten raus.

    Der Net ist sehr selten und wächst zum Glück sehr langsam (teilungsrate 2%)

    Ich als Ehemann bin sehr zuversichtlich alles zu erwischen und zu entfernen!!

    Meine Frau die ja betroffen ist ,ist nicht so begeistert von der radikalen Methode der OP.....sie will es mit "Selbstheilung" schaffen und den Tumor besiegen......

    Was ich persönlich als Illusion halte weil der Tumor schon gestreut hat. Aber ich nehme jede Entscheidung meiner Frau an und stehe (wenn auch mit Tränen in den Augen) hinter Ihr.

    Ich glaube das Sie die, für sie richtige Entscheidung trifft! Ich persönlich kenne niemanden der sich von so Fundamentalen Erkrankungen selbst geheilt hätte !

    Meine Meinung und mein Zugang zu dem Thema wäre (und die kennt meine Frau) radikale Op und in folge Aktivierung der Selbstheilungskräfte um keine Metastasen mehr entstehen zu lassen. Ich hoffe und Bete um Klarheit Kraft und Liebe! Ich Liebe meine Frau und glaube an ihr Heil werden!<3 ( Auch wenn ich manchmal schwach werde und Zweifel habe).

    Liebe Grüße Hero

  • Hallo herokamero du schreibst "kann leider nur kurativ behandelt werden". Mmh, ich hatte zwar Brustkrebs, aber da heisst "kurativ" "auf Heilung ausgerichtet" im Gegensatz zu "palliativ" oder "chronisch". Also wenn die Ärzte meinen, mit einer OP kurativ handelt zu können, würde ich persönlich schnellstens auf den OP-Tisch hopsen, aber deine Frau ist diejenige, die sich entscheiden muss. Allerdings schreibst Du auch von einer Metastase. Kann es sein, dass ihr noch etwas durcheinander seid, wie wir es alle am Anfang waren? Mein Rat: Sortiert Euch gut und geht alles nochmal durch, ggfs. auch mit einer Zweitmeinung und entscheidet dann in Ruhe. Peppe s Vorschlag, dass Deine Frau hier selbst mal stöbert, finde ich auch gut. Aber auch das kann nur sie entscheiden. Ich finde es grossartig, dass Du sie unterstützt, egal wie sie sich entscheidet. Wünsche Euch viel Kraft und alles Gute.

  • Hallo! Ja wir haben uns eine zweite Meinung eingeholt von einem Spezialisten. Meine Frau lässt sich nun Operieren (Kurativ was sehr positiv ist).

    Ich bin sehr zuversichtlich das die OP gut und sicher verlaufen wird und der Chirurg alles erwischt ( auch die Metastase in der Brust).

    Nach der OP schauen wir gemeinsam das es eine Engmaschige Nachkontrolle gibt um eventuell Metastasen schon früh zu entdecken (von denen ich aber natürlich nicht ausgehe) und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren in Form von Erholungstherapie und Meditation usw.

  • Hallo ich habe ein Rektumkarzinom,genauer gesagt ein Plattenephittelkarzinom sehr groß und nah am Anus. Stoma, Bestrahlung und Chemo haben ihn auf die Hälfte schrumpfen lassen und die Lymphknoten waren Metastasen frei im Januar zur Kontrolle aber halt doch noch zu groß um operiert werden zu können laut Chirurg. Ich war am Boden zerstört,bin doch der Meinung wie du, dass es besser wäre ihn zu entfernen. Meine Ärztin sagte mir dann, das ich nicht operiert werde der Tumor muss nun weiter schrumpfen . Ich bin so im Ungewissen wie der Verlauf wird. Ich freue mich für dich, aber vor allem für deine Frau und wünsche ihr alles Gute für die OP und ja auch das sie ihr Selbstheilungskräfte in voller Stärke gegen den Tumor stellt!! Denn ich glaube,dass das eine nicht ohne das andere funktioniert. LG Conny

  • Hallo Conny62. Ich wünsche und sende dir Kraft und Zuversicht, es ist immer ein Schock so eine Nachricht zu bekommen. Ich glaube das deine Ärzte das richtige machen zuerst verkleinern und später operieren. Ich persönlich bin der Überzeugung das beides zusammen gehört Schulmedizin und auch der glaube an unsere Selbstheilungskräfte,aber auch das die "richtigen Ärzte und richtigen Menschen" zur "richtigen Zeit" in unser Leben treten und am Ende alles gut wird.

    Meine Frau wurde erfolgreich operiert es wurde alles entfernt. Die Chirurgen sind mit der OP sehr zufrieden und haben alles getan was notwendig war. Meine Liebe ist schon auf dem Weg der Genesung (war ja doch ein großer Eingriff). Morgen dürfen Wir MAMA nach Hause mitnehmen! Nächste Woche ist Nachbesprechung über die Tumor Histologie usw.

    Ich sende allen Betroffen und Angehörigen Mut und Zuversicht aus.

    LG Hero

  • Hallo Gero, ich freue mich für euch, schön dass deine Frau alles gut überstanden hat und ihr das Osterfest zusammen feiern könnt. Und ich drücke beide Daumen ,dass die Nachbesprechung für euch nur positives bringen mag!! Bei mir zieht sich alles so lang hin,dass ich manchmal mehr Geduld bräuchte, auch jetzt muss ich nun bis Mitte Mai warten,um zu erfahren wie es weiter geht. Erst noch ein MRT Anfang Mai und am 14.5 dann zum Proktologen.....sollte eigentlich diese Woche passieren......aber ich freue mich aufs Fest, die Kinder und Enkelkinder kommen. Euch ein schönes Fest und viel Kraft für all das was noch zu schaffen ist. LG Conny

  • Das tut mir sehr leid..

    nun ich bin betroffene und habe sehr veiel menschen kennengelernt die an krebs erkrankt sind..darunter auch die an selbstheilung geglaubt haben.. ich möchte dazu nur sagen das ist so wie ein 6 im Lotto.. Deine frau sollte sich das genau überlegen bevor zu spät wird.. alles gute

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Forumsregeln

  • Hallo ihr lieben Foris!

    Vor einem Jahr habe ich mich angemeldet voller Ängste und Zweifel was uns noch erwartet....mit der Diagnose und den folgen der Erkrankung meiner Frau. Wir alle durchlebten ein finsteres Tal meine, Frau tapfer und Stark,aber auch unsere Kinder waren sehr stark und zuversichtlich. Wir erlebten ALLE schlimme Momente und dunkle Tage , aber auch sehr intensive Momente mit viel Liebe und Dankbarkeit das wir eine Familie sind. Meine Frau hat die OP geschafft, und die anschließende Reha sehr gut angenommen. Sie ist wieder voll im Alltags (leben) wenn man das so schreiben kann. Die letzte PET Untersuchung war ohne Befund! Was sehr erfreulich ist (HURRA!) Die nächste PET ist im Jänner 2020. Ich hoffe das der NET nicht wieder irgendwo im Körper meiner Frau auftaucht, und bin auch sehr zuversichtlich das Sie das schafft..... Tumor frei zu bleiben. Wir (Kinder und Opa) unterstützen Sie dabei so gut es geht, aber auch wieder Normalität in unser Leben zu bringen. Ich lernte mehr im Moment zu Leben und sich dem Leben hinzugeben (egal was es für einem bereit hält). Ich bleib dem Forum jedenfalls weiterhin erhalten, erstens weil mich viele Schicksale tief bewegen (bin nicht alleine als Angehöriger mit allem was dazugehört) und zweitens weil ich mir Infos hole wie ich mit der Situation und dem drumherum besser umgehen kann. Ich wünsche allen Betroffenen und ihren Lieben Kraft, Liebe. Hoffnung und Zuversicht, und verbleibe mit Herzlichen Grüßen! Hero