Tochterherz - Bauchfellkrebs bei meiner Mama

  • TigerLeo

    Danke, wollte mich den Rest der Woche krank schreiben lassen🙈, ich hab auch ein glück😂

    Meine eigene Hausärztin, ist wohl in Rente, Praxis geschlossen. Mein gyn im Urlaub🙈

    Und zum vetretunsarzt ist doof. Meine Nachbarin ist zwar auch Hausärztin, aber auch im Urlaub. 🤔

    Manchmal hatvsich die Welt gegen einen verschworen.

    Meine chefin war gestern so nett und fragte, ob ich am Wochenende nicht aushelfen könnte, das heißt zusätzlich zu mo- Freitag noch Samstag und Sonntag zu arbeiten.

    Das fällt mir schon schwer, wenn alles rund läuft, aber jetzt?

    Und ich habe sie über die Situation aufgeklärt. Ich würde mich gar nicht do ärgern, wenn sie nicht eine andere Kollegeim im letzten Jahr sehr unterstützt hat, als deren Mutter einen Schlaganfall hatte unfein Januar verstarb. Und diese hat eine große Tochter, die sie auchvinterstüzen konnte.

  • 😱 Tochterherz hier hat aber auch einer hier geschrien bei der Frage „Wer will Pech“ .

    Ist schwer wenn alles gegen einen läuft. Man braucht ja auch seinen Job und kann ihn nicht so leichtfertig aufs Spiel setzen. Vielleicht findest du eine Lösung mit deiner Mama, wenn du ihr erklärst das es zeitlich für persönliche Besuche knapp ist, aber immer zb über Whats... mit Fotos und Aufmunterung da bist. Hat meine Familie, die nicht in der Nähe wohnt auch gemacht. Die Zeit im Krankenhaus war für meinen Sohn auch schwer, hab damals gesagt er braucht nicht immer kommen, wäre mir zuviel, wollte das er nicht so leidet, er ist mehr der Macher, still am Bett sitzen hat ihn belastet. Nachher zuhause, wo er aktiv helfen konnte war für ihn besser. Rede mit deiner Mama auch über deine Sorgen und Ängste, wir sind krank aber immer noch Mütter 😉 und ihr werdet hoffentlich zusammen einen Weg finden wünsche euch viel Kraft 😘

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  • Liebe TigerLeo

    Ja und genau deshalb, weil sie meine Mutter ist kenne ich auch gerade ihre Sorgen. Ich sitze gerade beim Arzt und versuche mich krankschreiben zu lassen, die Klinik hat die Termine geändert, morgen wird der Port gelegt und vielleicht ein drainageschlauch fürs bauchwasser, und am Montag geht es mit der chemo los. Ich habe sie zur zweit Meinung überzeugt, ich habe ihr zur Behandlung dort geraten, ich finde nun bin ich es ihr schuldig gerade am Anfang auf diesen Weg zu begleiten. Ich komme gerade beim warten alleine zur Ruhe und merke, wie schon wieder mit den Tränen Kämpfe. 😢.

  • Hi,

    Gestern bekam meine Mama den Port gelegt, und eine drainage für das bauchwasser.

    Ich hatte viel Zeit mit meinen Eltern, meine Mama läßt sich gehen, ihr ist alles egal. Mein Vater ist mit allem überfordert. Ich selbst habe mich jetzt bis zum 1 Mai krankschreiben lassen.

    Das Wasser soll tgl geleert werden, gut so hab ich einen Grund und kann sie mit dem Haushalt umzustürzen. Aber wir fahren Ende Mai in den Urlaub, meint ihr dies könnte in der Zeit ein Pflegedienst übernehmen?

    Mein Vater kennt sich nicht aus🙈

    Am Montag startet die chemo, sie soll dann ab Abends Medikamente nehmen, nach einem Schema, was die Ärztin gestern gut erklärt hat. Und ich weiß Nicht oft ich erklären musste, nein Mama Montag Abend eine Tablette nicht Sonntag.

    Ich helfe und unterstütze wo ich kann, habe aktuell das Gefühl aber 4 Kinder zu haben😢

  • Hi,

    Bisher hat Mama die chemo gut vertragen.

    Sie fühlt sich besser, und solangsam kommen ein paar Lebensgeister zurück. Morgen suchen wir eine Perücke aus. Sie möchte zwar mich dabei haben, aber immer hin sagt sie jetzt mal wieder was sie möchte.

    Lg

  • Tochterherz gut dass deine Mama die Chemo gut vertragen hat! Hab Geduld mit deinem Papa, er wird das Entleeren auch lernen, zeig es ihm immer wieder. Ich finde es ganz toll, dass du so viel für deine Mama da bist 😍😍.

  • Dani1507,

    Ja Geduld brauchen wir alle. Leider wird die Zeit mit meiner Mama absehbar endlich sein, aber ich will versuchen dennoch das beste daraus zu machen. Ich arbeite seit vielen Jahren im Seniorenheim heim, und sie genießen schöne Momente und ihre Familie. Ich will das meine Mama noch viele schöne Momente genießen kann. Und ich glaube sie auch. Und für seine Eltern da zu sein, ist für mich selbstverständlich. Schließlich waren sie es, die immer für uns da waren, die die uns Bedingungslos lieben. Lg

  • Tochterherz Guten Morgen. Da hast du schon Recht, unsere Eltern waren auch immer für uns da, haben uns aufgezogen und uns geholfen wo immer sie konnten. Das ist aber nicht selbstverständlich, dass wir das auch so machen - für mich schon aber das galt bei der Erkrankung von meinem Papa nicht für alle in der Familie. Will nicht weiter darauf eingehen - meine Mama hat das sehr traurig gemacht. Ich hoffe so sehr für Euch, dass die Chemo bei deiner Mama gut anschlägt! 😘😘


    Tochterherz wir waren letzte Woche bei einem Tag der offenen Tür in einem Krankenhaus, dazu gehört auch ein Seniorenheim. Eine ganz süße Geistliche Schwester hat den Besuchern gezeigt was sie so mit den Bewohnern unternehmen. Geistige Förderung in Spielen. Ohhh die Schwester war sooo süß, so voller Freude für ihren Beruf - das war ganz toll 😍😍

  • Dani1507, Danke. Das hoffe ich auch. Sie fühlt sich selbst etwas kräftiger. Das werte ich mal als gutes Zeichen und sie fängt an, sich wieder für vieles zu interessieren. Letzte Woche war sie sich selbst egal. Das war echt schwer zu ertragen.


    Ich bin Therapeutin und für die soziale Betreuung zuständig, also sowas wie diese Schwester. Ja man muss schon Freude daran haben, aber man bekommt auch sehr viel zurück. Wir hatten heute Maibaum fest, mit angeulkten. Ein man fragte, dann wo denn die Kasse ist, er würde sich gern ein paar Bratwürste kaufen. Und war dann total glücklich, als ich ihm sagte, die Kosten heute nix.

  • Tochterherz das ist ein ganz toller Beruf. Es ist total schön wenn alte Menschen - mit über 90 noch so gesund und geistig fit sind. Meine Oma wurde 99. Sie hat sich viel um meine Kids gekümmert- hat gerne Karten gespielt, zwar mit ein Bisserl Schummeln, aber das hat allen viel Spaß gemacht. Aber sicher auch öfter ein trauriger Beruf, wenn eine liebe Omi/Opi verstirbt 😢.

  • Oh Mann, heute bin ich echt fertig.

    Mein Mann ist seit gestern früh nicht zuhause. Nach der Arbeit hab ich schnell die Kinder geholt, dann zu meiner Mama mit Kindern. Von 15-17:45 war ich unterwegs, dann kam meine Schwiegermutter mit Abendessen zum Basketball schauen.

    Heute morgen etwas Haushalt, dann rief meine Mutter um 12 Uhr an, um 13 Uhr ging es zum Perücke aussuchen, dass ihre drainage läuft. Gut, wir erst Perücke dann wollte ich ihre drainage Versorgen. Da sie mittlerweile einen großen nassen Fleck auf dem Pulli hatte, sind wir ins Kh. Ich fragte an der Notaufnahme wo wir hin sollen, die Damen, wir schauen uns es schon an. Dann kam ein arzt, der uns deutlich sagte, dies sei kein Notfall, und sie hätten genug zu tun. Hab dann zurück gemotzt, dass ich dies auch erst seit 8 Tagen Versorge und ich nicht weiß, ob es normal ist. Irgendwann würde er etwas netter, aber ob das normal ist, wusste er auch nicht. Dann heim zu mir, Mama weiter versorgt. 13-15:30 Uhr waren wir beschäftigt. Dann müsste ich noch einkaufen. Um 17:30 wieder zu Hause. Meine Tochter machte gestern mit Absicht ins Bett, heute malte sie meinen Teppich an. Ständig wird getobt. Der Supermarkt war für sie Spielplatz. Ja ich verlange gerade viel von Ihnen, aber was soll’s ich denn machen.

    Jetzt bringe ich sie ins Bett. Eine Freundin ist auf den Weg zu mir, dann fahre ich nochmal zu Mama, um für die Nacht zu verbinden. Eine freund könnte mir helfen, und wenn es jetzt nicht stopt, dann näht er es morgen in seiner Praxis. Puh, ich hab das Gefühl ich mache nicht viel, und der Tag geht rum. Fühle mich von einen Termin zum nächsten getrieben. Ich weiß echt nicht, wie lange ich das so durchhalte.

    Sorry für den langen Text, musste mich grad ausjammern.


    Dani1507

    Ja der Beruf macht sehr viel Freude. Aber oft werden einen von Angehörigen oder dem System Steine in den Weg gelegt. Wir sind seit 15 Monaten unterbesetzt. Meine Chefin erzählte mir aber immer wie viele doch in meiner Abteilung arbeiten. Jetzt bekomme ich aber Gottseidank Verstärkung von einer Therapeutin.

    Naja das Sterben gehört zum Leben, und oft leiden die Bewohner und sind Pflege bedürftig, da sehe ich den Tod oft eher als Erlösung an. Naja und stirbt einer mal überraschend, bin ich erst schockiert, und dann denk ich mir, schön, dass nicht jeder leiden muss. Ich arbeite seit 16 Jahren in diesen Bereich und es gingen mir eigentlich nur 2 Bewohner so richtig an die Substanz, also da empfand ich auch Trauer. Es ist halt auch recht schnell wieder der Platz besetzt. Auch bei uns gilt „einer geht, einer kommt“

  • Tochterherz ich verstehe total, dass Dir alles zu viel wird! Dein Job, deine Familie und die Sorge um deine Mama. Kannst du für deine Mama nicht eine Pflegehilfe besorgen? Ich weiß nicht wie das bei Euch in D ist. Mein Papa hatte nach seiner Operation eine Zeit lang eine Hilfe, die 3 x in der Woche gekommen ist. Mussten meine Eltern selber zahlen. War aber einer super Unterstützung für meine Mama! Bitte pass auf dich auf - das wird Dir alles zu viel! 😘😘

  • Tochterherz


    Das klingt wirklich stressig bei dir, besonders mit den Kindern. Wie alt sind die denn? Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich mich als Kind auch zurückgestellt gefühlt habe, als mein Bruder ein paar Tage im Krankenhaus lag und ich deswegen häufig zu Freundinnen musste... Das Verständnis für die Situation ist da noch nicht so da.


    Ich drücke dir die Daumen, dass es bald einfacher läuft. Deine Mutter ist sicher sehr glücklich, dich zu haben!

  • Liebe Tochterherz ,


    nachdem ich Deinen letzten Beitrag gelesen habe, weiß jetzt gar nicht so genau, wie ich anfangen soll. Vielleicht so:


    Ja, ich verstehe Dich absolut, dass Du Deine Mama unterstützen möchtest.

    Nur: ich mache mir große Sorgen um Dich. Du versuchst momentan zwei Haushalte zu schmeißen, Deine Mama zu pflegen, Deinen Kindern gerecht zu werden - und dabei vergisst Du vollkommen, dass Du auch selbst noch Luft zum Atmen brauchst. Bitte - es hilft niemandem, wenn Du Dich zwischen allen Fronten aufreibst. Deshalb mein ganz dringender Rat an Dich: Lasse Dir helfen! Denn Du kannst nicht alles alleine machen.


    Vielleicht helfen Dir folgende Gedanken weiter:


    Du solltest dringend mit dem Hausarzt oder der Krankenkasse Deiner Mama sprechen, um zu klären, inwieweit eine häusliche Krankenpflege verordnet werden kann (die dann z.B. das Entleeren der Bauchdrainage übernimmt) - oder ob ggf. ein Pflegegrad beantragt werden kann, damit diese Leistung von einem Pflegedienst erbracht werden kann.


    Und - sofern es die finanzielle Situation Deiner Eltern irgend zulässt - solltet Ihr über eine Putzfee nachdenken, die Dich mit Themen wie Wäschewaschen, Wohnung aufräumen, saubermachen u.ä. entlastet. Vielleicht gibt es ja im Deinem oder im Bekanntenkreis Deiner Eltern jemanden, der eine solche Frau kennt und Euch bei der Kontaktaufnahme unterstützen kann.


    Natürlich bist Du - auch wenn Du die oben genannten Aufgaben "verteilst" - immer für Deine Mama da; z.B. telefonisch, bei Besuchen (dann hast Du aber auch "richtig" Zeit für sie), beim Perückeaussuchen - oder was sonst noch so ansteht. Davon hättet Ihr alle sicherlich mehr, als wenn Du Dich so verausgabst wie Du es jetzt tust.


    Fühl Dich :hug: - ich kann gut nachvollziehen, wie schwierig und belastend die Situation für Euch alle ist.


    Herzliche Grüße - Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Nordlicht31

    Meine Kinder werden in zwei Wochen fünf.

    Mit schwierigen Phasen wechseln sie sich Gottseidank ab. Nur zur Zeit verstehe ich sie ja. Und es sind eben Kinder und keine Erwachsene, und wollen eben nur spielen.


    Dani1507 danke, ja in Deutschland gibt es auch Hilfen.


    Flora

    Ich habe schon versucht bei meiner Mama vorarbeit zu leisten, einen Pflegedienst möchte sie nicht, eine Haushaltshilfe halten meine Eltern für überflüssig,....


    Ich habe Fahrtkosten Übernahme bei der Kk beantragen dürfen. Momentan versuche ich ihre Zustimmung für Pflegegrad. Denke eine 1 bekommt sie sicher und dann gibt es das Pflegegeld, da hilft mir dann auch eine Freundin. Ich versuche Hilfe anzunehmen wo ich kann. Die Putzfee kommt jetzt dann nächste Woche eben zu mir, somit habe ich etwas mehr Zeit für die Kinder.

    Das Problem ist eben, dass meine Mama da nicht so mit zieht. Sie verliert auch oft das Verhältnis. Ich hätte gerne einen Pflegedienst, wenn ich in den Urlaub fahre, Mama meint mein Vater soll doch alles machen, und meine Schwester könnne sie ja mal fahren ( sie wohnt ca 150km) entfernt und arbeitet auch. Meine Vater kommt nur schwer mit ihren Launen zurecht, und hat doch das viele mehr nun auch wieder Knieschmerzen. Ich hoffe, das ihr der heutige Zwischenfall zeigt, dass Hilfe von außen nicht so verkehrt ist.


    Und danke für eure :hug:, für euer zuhören, und eure Besorgnis, die ich mit meinen post eigentlich nicht bezwecken wollte.


    Liebe Grüße

  • Oh jeh, liebe Tochterherz! Das ist eine schwierige Situation, wenn Deine Mama nicht will … Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Eltern in solchen Dingen nicht gern auf ihre "Kinder" hören. Das ging mir mit meinem Vater mal genauso. Ich hab dann einen Trick angewandt und seine Schwester mit ins Boot geholt. Die hat ihn dann davon überzeugt, dass eine Putzfrau doch nicht das Allerschlechteste sei, um sich unterstützen zu lassen. Gibt es vielleicht jemand Außenstehendes, der da Einfluss auf Deine Mama nehmen könnte? Aus der Verwandtschaft oder der Hausarzt … Sind nur mal so Ideen.


    Immerhin gut, dass Du eine Putzfee haben wirst. Denn auch das ist dann für Dich wenigstens ein Stück Entlastung.


    Ich wünsch Dir weiterhin viel Kraft und möchte Dir wirklich nochmals ans Herz legen, auch an Dich zu denken. :hug:


    Liebe Grüße - Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Liebe Flora

    Danke, ich gebe mir Mühe, an mich zu denken. Ich weiß, dass ich sonst keinem eine Hilfe bin.

    Dieses Wochenende ist es halt besonders schwierig, weil ich ja quasi alleinerziehend bin, also mein Mann kommt Montag wieder. Und mit zwei Kindern dauert alles viel länger.

    Die Idee kam mir auch schon und habe die Hausärztin eingeweiht. Aber noch bleibt sie standhaft, meine Schwester hilft mir da aber auch. Und meine Schwiegermutter ist da auch auf Zack. Vielleicht wenn alle das gleiche sagen, vielleicht hört sie da dann doch mal.

    Und solange muss ich noch etwas durch halten, aber wie heißt es so schön, man wächst mit seinen Aufgaben.


    Liebe Grüße und gute Nacht

  • Hallo Tochterherz


    Meine Mutter wollte erst auch nix mit Pflegegrad nix zu tun haben. Sie meinte das es s o w e I t noch nicht wäre das sie darauf hingewiesen wäre.


    D o c h ist es. Pflegestufe hat nichts mit Endstation zu tun. Es ist eine Entlastung. Auch finanziell. Manche Medikamente die ihr gut tun sind nicht frei und müssen selbst bezahlt werden und die Perücke die sie sich selbst ausgesucht hat kostete mehr als die KK bezuschusst hatte.


    Ich bin ihre Pflegeperson und falls ich mals verhindert sein sollte, da ich auch eine eigene Familie habe, kann ich auf den Pflegedienst zurückgreifen. Sie hat nun Pflegegrad 2


    Es war wirklich nicht einfach sie davon zu überzeugen aber heute ist sie froh das ich so hartnäckig geblieben bin. Die Bürokratie war übrigens nicht so schlimm wie man es vermuten würde


    ❤️ Windlicht

  • Danke Windspiel

    Da ich beruflich in der Geriatrie arbeite, weiß ich, dass weder Pflegestufe, noch Palliative Behandlung das Lebensende bedeuten.

    Ich hoffe das ihr das Wochenende sie umstimmt. Am Samstag wurde die Naht ihrer drainage undicht. Ich musste sie quasi alle 3 Std verbinden, was ich nicht leisten konnte. So ging es nur 3x und sie mussten sich selbst helfen. Ein befreundeter Arzt versorgte sie netter weise am Sonntag am Krankenbett. Wäre ich im Urlaub, hätten sie so zur Klinik 70 km fahren müssen, lange Zeit warten,...

    Wenn ich jetzt sie besuche, ist es für mich ein stressiges hin und her rennen zwischen Termin, und dort ein abarbeiten von Aufgaben.sind diese Aufgaben durch einen Pflegedienst erfüllt, kann ich ihr anweitig helfe und für sie da sein, und meiner Familie wird nicht das äußerste abverlangt.

    Aber gut, ich glaube meine Mama braucht solche Situationen, um zu merken, dass es nicht einfach mal jemand machen kann.

    Ich schätze ich benötige hier Geduld und Durchhaltevermögen.

  • Hallo Tochterherz als ich damals aus dem Krankenhaus raus sollte, auf Pallativ Station oder nach Hause zur Pflege war es für mich schwer, war damals noch nicht mal 50 und auf einmal geht es um Pflegebett, Pflegegrad, Toilttenstuhl. Hab gesagt „will das nicht, will am liebsten heute Abend einschlafen und nicht mehr aufwachen „ . Beim Pflegegrad hatte mein Mann das Argument, er reduziert seine Arbeitszeit und das wäre dann der finanzielle Ausgleich. Ich habe Pflegegrad 3. Den Toilettenstuhl habe ich nie benutzt, war zu stolz und hab mich immer auf Toilette gequält, aber die Griffe neben Toilette genutzt. Pflegebett hab ich abschmettern können, obwohl ich dadurch viele Nächte im Sessel verbringen musste, weil unser Bett nicht zum verstellen war und ich im liegen keine Luft bekam. Ich verstehe deine Mama und dich natürlich auch, dieser Prozess dauert und die Zeit ist nicht da. Mein Sohn hat mir auch einmal deutlich die Meinung gegeigt, da hab ich mich wieder etwas zusammen gerissen, aber vieles verstehe ich jetzt erst und schäme mich auch für vieles was ich so im Laufe der Zeit geäußert habe. Wünsche dir viel Kraft und empfehle dir immer reden und erklären wieso man es so oder so sieht und auch mal auf den Tisch hauen, deine Mama wird dich schon verstehen. 🤗