Hanka - Fragen über Fragen

  • Hallo,

    Ich hab auch schon das komplette Programm hinter mir, inklusive chemo (4xEC und 12xPacli), 2 Wochen danach Brusterhaltende op. Im Anschluss noch 33x Bestrahlung. Also war ich, wenn ich die Portop dazu zähle von ende August '17 bis Mitte Juni '18 in Behandlung.

    Danach ging es mir echt super. Ich hatte keine Probleme, mit nichts. Nur einige Narben mehr :S

    Mein Tumor war in der linken Brust und ca 2,7cm groß, Triple negativ.

    Leider hat die komplette Chemo kaum bis gar nicht gewirkt, der größte Teil des Tumors war nur die Vorstufe und nur der Kern war g3. Also nur dort konnte die Chemie wirken. Trotzallem hat sich der Kampf gelohnt.

    Ich durfte sooo viele tolle Personen kennenlernen und ich seh die Welt und alles andere jetzt viel entspannter und genauer.

    Von den Nebenwirkungen wurde ich fast komplett verschont :)

  • Liebe kruemelmotte ... genau die Drahtmarkierung wurde aus dem Grund gesetzt, damit man den Tumor und dessen Lage regelmäßig, auch während der Chemo, kontrollieren kann. Sollte er durch die Chemo komplett verschwinden, so wissen die Ärzte, wo sie minimal-invasiv🤔 operieren müssen um eventuelle Reste zu entfernen.

    Bin echt mal gespannt wie sich der kleine Bursche während der Chemo verhält.


    Ich bin sowas von positiv eingestellt. Ja sogar schon fast erleichtert, dass mir vorerst eine OP erspart bleibt. Davor hab ich nämlich echt Schiss🙊...sorry und Krankenhäuser sehe ich lieber von außen. Das die Chemo kein Spaziergang wird, dessen bin ich mir natürlich bewusst. Aber da das Ganze auch noch ambulant machbar ist, sehe ich es wiederum ganz gelassen. Mein Gyn meinte nämlich beim ersten Gespräch, dass die Chemo bei mir wohl auch stationär gemacht wird wegen der Entfernung in meinem Fall. Ist aber nicht so, laut denen im Brustzentrum.


    Eine OP kommt erst in Betracht, wenn die wissen wie die Chemo bei mir anschlägt. Und da können Monate ins Land ziehen. Der Sommer kann also kommen🌞🏖.


    Raus gehe ich sowieso jeden Tag. Ich mache zudem auch fast jeden Tag mindestens 45 min. Sport und gehe meinen Hobbies nach. Seit ich krank geschrieben bin, trinke ich auch wieder mehr.🙃 Komischerweise kann ich jetzt auch besser schlafen und fühle mich ausgeglichener. Hört sich vielleicht blöd an, aber mir geht's momentan verhältnismässig gut.


    Das mit dem Krieg und den Kratzern sehe ich auch so. Wo gehobelt wird fallen bekanntlich Späne. Und eventuelle Narben erzählen die Geschichte ihres Besitzers. Das macht doch uns Menschen aus. Jeder von uns hat doch seine Ecken und Kanten.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Hanka , haha, ich dachte schon ich bin die einzige, die sich gefreut hat zuerst die Chemo zu kriegen. Ich hatte so einen Horror vor nem Krankenhausaufenthalt, das ich lieber Chemo gemacht habe🙈:D

    Kleiner Tipp von mir, nutze die nächsten Monate und leg ein paar Euro beiseite, wünsche Dir zum Geburtstag, Namenstag, Sommeranfangstag usw. Geld von Deinen Freunden/Familie etc. und gönn Dir dann, wenns soweit ist, ein Einzelzimmer^^:thumbup:

    Beste Entscheidung ever<3

  • Hallo,

    seit heute kann ich nun auch bei den Staginguntersuchungen mitreden. Hatte heute von 8.30 Uhr bis 16.00 Uhr das volle Programm (na gut dazwischen durfte ich für drei Stunden die City unsicher machen;)).


    Zuerst war Thoraxröntgen in der Radiologie angesagt. Danach erstes Knochenzintiogramm in der Nuklearmedizin. Nach einem Shopping und Trinkmarathon ging es in Runde zwei des Zinti. Ich wusste gar nicht, dass ich in so einer kurzen Zeit soviel trinken konnte.:D Bei der Besprechung mit dem Doc war mir dann aber nicht mehr nach lachen. Er meinte, er hat eine gute und eine schlechte Nachricht für mich.

    Ich befürchtete schon das schlimmste - der Tumor hat gestreut=O! Aber Metastasen und Arthrose konnte er definitiv ausschließen. Ok, wenn dass die Gute ist, was ist dann die Schlechte, dachte ich mir. Etwas anderes aber beunruhigte ihn. In meinem linken Unterschenkel war eine schwarze Veränderung auf den Aufnahmen zu erkennen. Der Doc meinte es könnte alles sein, ein gut- oder bösartiger Tumor!!!, Knochenabbau oder auch eine Knochenverdichtung. Ob ich denn keine Beschwerden in diesem Bein hätte. Dies konnte ich nur verneinen.

    Zur Sicherheit hat er auch gleich eine weitere Röntgenuntersuchung von dem Unterschenkel veranlasst. Danach war Zittern angesagt. Ein Tumor, dazu noch einTriple-negativ-Karzinom in der Brust reichte mir eigentlich vollkommen!!! Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde ich erneut ins Arztzimmer gerufen.

    Dort konnte der Arzt aber leider immer noch keine Entwarnung geben. Um Sicherzugehen, dass es kein bösartiger Knochentumor ist, durfte ich nun noch ins CT. Auch ein Auflösen des Knochens schloss er weiterhin nicht aus. Ich malte mir schon das Schlimmste aus. Das wäre der Supergau schlechthin. Also nochmal durch die Gänge des Krankenhauses geeirrt und erneut in der Nuklearmedizin gewartet. Die Röntgenassistentin bemerkte meine Aufregung und beruhigte mich. In den meisten Fällen löst sich so ein Verdacht als harmlos auf, meinte sie. Die Ärzte wollten halt nur auf Nummer sicher gehen. Klar, dass wollte ich auch. Ich war auch heilfroh, dass ich alle Untersuchungen in so einem großen und modernen KH gleich machen konnte. Ein erneuter Termin an einem anderen Tag hätte mich, glaub ich in den Wahnsinn getrieben.
    Nach dem CT rief mich der Arzt zum Glück recht schnell auf. Und zum Glück gab er Entwarnung. Einen Knochentumor schloss er aus. Es ist definitiv nichts bösartiges. Eher eine Art Blutschwamm im Knochen. Er wird sich noch mit seinem Kollegen beratschlagen, aber ich bräuchte mir keine Sorgen zu machen. Ich hätte ja auch keinerlei Beschwerden. Aber die Bilder geben ganz klar Auskunft.

    Er meinte nur noch, dass bei dem nächsten Knochenzintiogramm der Unterschenkel trotzdem auch weiter mitbeobachtet wird. Auf meine Frage in welchen Abständen diese denn gemacht werden, meinte er nur dass das von Fall zu Fall verschieden sei.

    Könnt ihr mir vielleicht sagen in welchen Abständen die Knochenzintiogramme in etwa während der Krebserkrankung gemacht werden?

    Etwas beunruhigt bin ich nämlich immer noch.


    Auf der Heimfahrt reagierte ich mich zuerst einmal ab und ging ne Weile spazieren. So einen Tag brauche ich nicht noch einmal!

    Ich hoffe jetzt nur, dass der nächste Termin nächste Woche in der onkologischen Praxis weniger aufregend verläuft.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Liebe Hanka ,

    das tut mir sehr leid, daß Du heute solche Ängste ausstehen musstest.=O Gottseidank hast Du dann Entwarnung erhalten.

    Ich erhalte in der Regel jedes Jahr oder bei einem erneuten Progress ein Knochenszintigramm. Das ist aber nur bei bestehenden Metastasen oder bei Beschwerden der Fall.

    Erhol Dich gut von diesem aufregenden Tag.:hug:

    Ganz liebe Grüße Kylie 💙

  • Hanka ,

    ich hatte die Szintigraphie ebenfalls zu Beginn meiner Erkrankung. Dabei wurden "unklare" Stellen festgestellt. Es wurde durch den Arzt vorgeschlagen, entweder gleich CT oder neue Szinti in einem halben Jahr. Durch das Brustzentrum wurde dann die Szinti in einem halben Jahr festgelegt und wurde dann auch so durchgeführt.

  • Hallöchen:),

    Heute kann ich wieder etwas Neues berichten. Endlich tut sich was. Das warten und nichts tun können macht einen schon irgendwie verrückt und auch mürbe. Im Hinterkopf ist da immer die Angst, dass sich mein kleiner Nommade evtl. häuslich einrichten und eine Familie gründen könnte:/. Das macht einem in nem ruhigen Moment schon irgendwie Angst. Aber zum Glück hab ich es doch immer irgendwie geschafft mich abzulenken und diesen Gedanken nicht zu viel Macht zu geben. Im Endeffekt ändert es ja doch nichts.


    Aber nun gut, nun möchte ich zu dem eigentlichen Grund meines heutigen Beitrags zurück kommen. Ich hatte heute den Termin in der onkologischen Praxis. Und was soll ich sagen: es tut sichtatsächlich was. Endlich werden wir dem Knilch an den Kragen gehen! Am 03.06. starte ich mit der Chemotherapie. Und was soll ich sagen, ich freue mich sogar irgendwie darauf:S. Das hört sich jetzt vielleicht für alle hier Mitlesenden verrückt an. Aber vor der OP (die ja nach der Chemo unausweichlich kommen wird) habe ich wesentlich mehr Angst. Vor der Chemo gar nicht. Ich weiss, ihr werdet denken, jetzt hat sie noch gut lachen und reden. Aber glaubt mir, ich weiss was auf mich zukommen wird.

    Der Doc in der Praxis war sehr nett, hat mir alles sehr gut erklärt und mir auch sämtliche Fragen beantwortet. Ich glaube, dass war im Rahmen des Stagings mein längstes Arztgespräch (45min.!) überhaupt.


    Da ich ein Triple negativ Karzinom habe, soll ich eine sehr intensive und auch aggressive Chemo bekommen. Gestartet wird mit 4x AC alle 14 Tage eine Sitzung. Danach soll ich 12x Paclitaxel/Carboplatin im wöchentlichen Tonus bekommen. Das Ziel ist den Nommaden mit der Chemo so zu piesacken, so dass er sich komplett verdünnisiert und in Luft auflöst. Zwischendurch wird der Kleine engmaschig mit Ultraschall überwacht. Dann wäre ich in einem halben Jahr mit der Chemo durch.


    Bis zum Beginn der Chemo habe ich jetzt noch einen Terminmarathon vor mir (Port legen, Herzecho, Termin bei der KH, Perücke besorgen, Taxifahrten organisieren....) ihr seht mir wird nicht langweilig.


    Des weiteren wurde mir zur genetischen Abklärung in einer Humangenetischen Praxis geraten. Auch hier steht der Termin schon. Hat jemand von Euch auch schon mal so eine Abklärung machen müssen. Was erwartet mich da?

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Hallo Hanka !

    Klingt alles ähnlich wie bei mir.

    Bin auch triplenegativ.

    Genetische Beratung hatte ich auch.

    Ich bekam einen Haufen Papierkram zugeschickt mit Erklärungen zu den einzelnen Genen, die diesbezüglich bekannt sind und was sie, wenn betroffen, für Auswirkungen haben.

    Außerdem ein ausführlicher Anamnesebogen. Einzutragen waren die Familienmitglieder bis zur Generation der Großeltern + Geburts- und Todesjahr + evtl Krebserkrankung.

    Das habe ich zurück geschickt. Beim Termin wurde das alles nochmal durchgesprochen. Man sollte sich der Konsequenzen einer solchen Untersuchung Auch bewusst sein! Anschließend Blutabnahme und 4-5 Wochen später hatte ich das Ergebnis.

    Brustkrebs nicht genetisch bedingt. Zumindest nicht bzgl der aktuell bekannten Gene. Kann mich aber alle paar Jahre melden und nachfragen, ob da was neues heraus gefunden wurde.

    LG und viel Erfolg bei der Therapie! Vor allem wenig Nebenwirkungen!

    Liebe Grüße S.

  • Liebe Hanka

    Ich freue mich das zu lesen das du dich über die Chemo "freust"...genau das ist die richtige Einstellung 👍🏽🤗🤗🤗 ich war auch so heilfroh das es losging und habe mich diebisch gefreut dass das Karzinom so richtig eine mitbekommt und ich wüste wenn es mir nicht mehr gut geht dann dem Karzinom erst Recht nicht mehr 😁 ich habe die Chemo , den Port auch als meine besten Freunde und Verbündete angesehen ....und die Chemo war mein Feenstaub der erst zwei wöchentlich und dann wöchentlich aufgeladen wurde . Also bin ich wie ich schon seid Jahren immer sage eine Feenstaubprinzipessin 😁😉. Die wirst du dann auch 😁👍🏽😘

    Genau so mußt du weiter an deine Therapien ran gehen 🤗🤗😁😘

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Liebe kruemelmotte , Liebe Silly 75


    vielen Dank für eure Wünsche. Ja endlich kann ich etwas tun. Und wenn es auch nur ist, hinzuliegen und meinen Körper für die Cocktailparty meines Mietnommaden zur Verfügung zur stellen. Aber es ist nun mal so ... ungefragt legt sich Keiner mit mir an! Und wer nicht hören kann, bekommt dann halt Saures.

    Apropo Saures Silly 75 Der Spruch mit den Zitronen bei dir in der Fusszeile hat was. Tequila trinke ich auch gerne.;)

    Die Konsequenz einer genetiischen Untersuchungen hat mein Onkologe heute angedeutet. Aber wenn ich dadurch mein Krebsresiko auf ein Minimum senken könnte, dann würde ich auch die Folgen gerne in Kauf nehmen. Kruemelmotte hat es ja in ihrer Fußzeile gut auf den Punkt getroffen.


    Das Bild mit der Feenstaubprinzessin ist aber auch ne klasse Metapher^^:thumbup: kruemelmotte . Ich liebe Bilderbücher, da ich beruflich auch viel damit zu tun habe. Und besonders die mit Bling Bling waren meine Favoriten.:D


    Man muss sich nur alles in eine schöne Geschichte packen, dann ist es auch nicht mehr schlimm. Oder anders gesagt: Was mir keine Angst macht, dass brauche ich auch nicht zu fürchten.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Und wenn du vom Kortison zunehmen solltest dann ist das auch ganz einfach wenn sich damit jemand nervt . Dann antworte einfach :Schönheit braucht Platz !!

    Es ist bei allem was wir durchmachen müssen auch etwas gutes dabei 😉

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Hanka ! Du bist der Knaller! Bewahr dir diese, deine ganz besondere Einstellung! Vor allem für das nächste mindestens 3/4 Jahr!


    Ich bräuchte übrigens dringend jemanden, der mir die passende Geschichte für meine Ängste liefert ?(!

    LG S.

  • kruemelmotte :D den Spruch merke ich mir.:thumbup::thumbup::thumbup:

    Mit dem Zunehmen wäre auch nicht so schlimm. Ich darf sogar zunehmen, da ich angeblich Untergewicht habe:/Ich soll jetzt noch Essen, solange ich kann. Alles was geht.


    Silly 75 ... Ich würde dir liebend gerne auch Story basteln ... Ein Lehrer hat mal zu mir gesagt: "Glaube daran, dass du es schaffst und du hast schon den halben Weg gemeistert." ... ich bleib am Ball;)

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Liebe @Silly75, was genau brauchst du? Eine Gedankenreise, gegen Angst am Abend? Zum Einschalfen quasi?


    Oder einen Akkupressurpunkt, bei einer Angstattacke?

    Der ist vorne in der Mitte des Kinns.


    Für Gedankenreisen haben wir einen eigenen Threat, aber die meisten sind individuell und gehen nur via PM raus ;))

  • Hallo Silly 75 ,


    habe gerade deinen Beitrag gelesen.

    Ich hab den Gentest auch gemacht, aber keine Erklärung zu den einzelnen Genen die durchgeführt wurden...


    Das würde mich sehr interessieren...

    Würdest du mir die Erklärung mal per PN senden?


    LG Anin

  • Hanka ,

    auch ich habe ein tripple negatives Mammakarzinom bin 32 Jahre alt und stecke mitten in der Chemotherapie 🙃 6 von den 12 wöchentlichen Chemo’s sind schon abgearbeitet 😅;

    bei mir wurde mit Paclitaxel/ Carboplatin gestartet und danach soll ich auch noch 4x die AC bekommen.... Auch ich habe mich aufgrund meines jungen Erkrankungsalters und Familien Vorbelastung Genetisch untersuchen lassen, rausgekommen ist bei mir BRAC1 positiv 😕...

    Und ich kann mich den anderen nur anschließen, das ist ne „schöne“ Einstellung die du zur Chemo hast, bewahre sie Dir 😗!

    Sei Stolz auf deine Narben; nicht wegen der Geschichte sondern weil du sie überlebt hast 💫💚

  • Hallo Pussy ... vielen Dank für die Wünsche🤗.

    Dass tut mir leid für dich, das du mit 32 Jahren diese Diagnose😳 erhalten hast. Ich glaube ich wäre damals durchgedreht.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall weiterhin auch ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen für deinen Therapie- und Genesungsweg. Möge alles wieder gut werden.🍀❤👍🏻


    Was deine Chemo angeht finde ich es interessant, dass es bei dir mit den Zytostatika genau anders rum läuft. Ich beginne mit 4x AC und dann 12x Paclitaxal/Carboplatin... da merkt man, dass die Medizin eine Wissenschaft für sich ist.🙄

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Hallo ihr lieben Fori-Mädels,


    ich bin heute ins KH eingezogen und habe nun massig Zeit. Außer der Blutabnahme und dem erfolgreich absolvierten OP-Gespräch läuft heute nichts mehr.

    Da dachte ich mir du könntest doch mal deinen Thread "ausgraben".


    Aber nun zurück zum Anfang. Wie ihr dem Thread entnehmen könnt hatte ich am 3.Juni meine Chemo gestartet. 4xAC und 12xPacli/Carbo waren die Hauptzutaten meiner "Cocktailpartys"🍸🤪🍹.

    Ich gab der Chemo deshalb diesen Namen, da ich besonders unter den AC 2-3 Tage mit einen extremen Brummschädel, einer Matschbirne, Kreislaufproblemen und Übelkeit zu kämpfen hatte. Das kam fast einem "Saufgelage" 🍾🍺🍸🥂🍻🍹🍾 gleich. Jedenfalls hat mich diese Vorstellung gut durch die Chemozeit getragen. Jedes Mal hab ich mir meinen "Mietnommaden" unter den Tisch gesoffen. Und ja, wenn es mir schlecht ging dann freute mich die Vorstellung, dass es meinem "Mietnommaden" noch schlechter ging💪🏻...und das ist schließlich der Sinn und Zweck der Chemo.

    Los ging es mit den 1414-tägigen AC. Ich ging jedenfalls in dieser Zeit durch Höhen und Tiefen. Es gab gute Tage und schlechte Tage. Kreislaufprobleme, Geruchs- und Geschmacksstörungen und Übelkeit waren meine Hauptquälgeister.

    Alle 4 Wochen war zudem eine Ultraschallkontrolle im BZ. Bei der Ersten Anfang Juli hat sich nichts getan!!! Mein "Schalentier" war wenig von der Chemo beeindruckt. Bei der nächsten Ultraschallkontrolle 2mm kleiner.... und dass nach nun acht Wochen Chemo!!!

    Ich bekam erste Zweifel ... der Gedanke an eine Chemoresistenz kam auf.🤔 Ich stellte mir die Frage, ob sich die Plackerei lohnt... 4xAC lagen nun hinter mir!

    Aber meine Ärzte schafften es mich wieder aufzubauen und mir Mut und Zuversicht zu geben. Unter den nun beginnenden wöchentlichen 12xPaclitaxel mit Carboplatin tut sich ihrer Erfahrung nach mehr ... und so war es dann auch.

    Vor allen Dingen das Carboplatin vollbrachte hier wahre Wunder.

    Mir ging es auch sichtlich besser. Ich hatte meinen Alltag fast wieder zurück. Die Geruchs- und Geschmacksstörungen und die Übelkeit waren Vergangenheit. Ich war sogar wieder in der Lage Sport zu machen. So ging ich fast jeden zweiten Tag ins Fitnessstudio.

    Bei den Ultraschallkontrollen hat sich nun auch endlich was getan. Meinem "Schalentier" wurde es nun langsam unbequem. Es wurde weicher, franzliger, kleiner.... dank Pacli und Carboplatin.

    Dafür plagten mich nun andere "nette" Begleiterscheinungen. So spielten meine "Leykos" ihr eigenes Spiel und ich musste viermal mit der Chemo ausssetzen🙄.

    Gegen Ende der Chemo schlichen sich Neuropathien ein und andere kleine Wehwehchen.


    Seit dem 14.11. bin ich nun mit der Chemo durch. Zusammenfassend kann. Ich nun sagen, dass die guten Tage während dieser doch schweren Zeit überwiegen. Unser Körper leistet ja Höchsarbeit...und trotz alledem ist sie gut machbar 😃👍🏻.


    Am Anfang im Juni dachte ich echt "Oh Gott ... sechs Monate ... dass wird eine lange Zeit". Aber die Zeit ist wie im Flug vergangen.


    Nun sitze ich hier in meinem Krankenzimmer und werde den letzten Abend mit meinem "Schalentier" ausklingen lassen. Sieben Monate reichen meiner Meinung nach vollkommen.


    Morgen um die Mittagszeit bekommt der "Knilch" dann den finalen Rauswurf👊🏻😉💪🏻.


    Mädels ihr seht also ... alles ist machbar. Wir sind oftmals stärker als wir denken.💪🏻😃.

    In diesem Sinne...

    ... ihr rockt auch die Therapiezeit!😊❤

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup: