Behandlung mit Checkpoint-Inhibitoren

  • Rose_S invasiv lobulären Carzinom stand damals auf meinem pathologischen Befund bei ED.
    Es gibt duktale (aus dem Drüsenstrang) und lobuläre (aus dem Drüsenläppchen) entstehende Karzinome. Lobulär sind nur ca 15%. Aber ich weiß dass der lobuläre BK ein anderes Wachstumsmuster hat. Er bildet auch gerne an anderen Stellen Metastasen (Magen, Darm, Eierstöcke). Darauf hat mich bereits 2018 eine Ärztin hingewiesen, als bei mir eine kleine Meta am Eierstock entdeckt wurde. Ich weiß auch nicht .... 🤷🏻‍♀️ kam mir nur so in den Sinn.
    Übrigens war ich bei ED hormonpositiv (12/9) die Meta am Eierstock schon weniger (4/4) und die Metas in Lunge und Leber nun TN.

  • Liebe Alle.

    Heute war ich beim Kontrastmittelultraschall. Den schriftlichen Befund verstehe ich nicht so ganz mit den Segmenten der Leber zu Voruntersuchungen letztes Jahr. Vielleicht ein Tippfehler.


    Pseudoprogress ja oder nein liest sich heute nicht klären. Geht nur mit Biopsie. Frage ist also noch zu klären.


    Nun die Ursprungsmeta, die man im Juli nur noch erahnen konnte ist gewachsen. Er hat mir die alten und neuen Sono Aufnahmen gezeigt.

    Dann hat er noch was anderes gesehen, was er momentan wohl als Zyste einschätzt. Verlaufskontrolle bei ihm im Juli. Also ein klarer Progress. Es hätte aber auch schlimmer sein können... daher bleibe ich noch relativ gefasst.


    Es ist schwierig den Befund mit dem ct Befund zu verstehen bzw zu vergleichen. Aber meine Frauenärztin wird es mir erklären. Möchte immer sehr genau verstehen. Morgen erfahre ich auch was der Tumorboard entschieden hat. Dann sehe ich weiter ... Zweitmeinung und so.


    LG Rose

  • Liebe Rose_S ...schade, dass deine Lebermetastase gewachsen ist. Ich drücke dir für das Gespräch heute die Daumen, dass es dich voranbringt.

    Ganz liebe Grüße...


    Liebe Pschureika ...auch dir drücke ich heute die Daumen für die erste Befundauswertung.

    Ich wünsche dir von Herzen, dass keine Knochenmetas dazu gekommen sind.

    Ganz liebe Grüße...

  • Liebe Alle.

    Tumorboard sagt Olaparib. Aber ich habe eine Veränderung auf dem brca1 Gen, welche noch nie mit Krebs in Verbindung gebracht wurde. Meine Ärztin meinte von sich aus, dass ich Zweitmeinung einholen soll und gab mir die Überweisung. Atezolizumab hat also nicht gewirkt.

    Also nächste Woche geht es in die nächste Runde.

    Heute beende ich erstmal den 5. Zyklus.

    LG Rose

  • Liebe Rose_S ...das ist sehr schade...irgendwie entspricht A. nicht den Hoffnungen, die man in das Medikament gesetzt hat.

    Das ist ja eine spannende Geschichte mit deiner Genveränderung. Ich wünsche dir, dass du die richtige Fachärzte findest und damit die richtige Therapie für dich...

    Ganz liebe Grüße...

  • Liebe Rose_S ,


    hat man bei Dir die Veränderung des GENs BRCA in der Meta festgestellt oder generell im umfangreichen GenTest des Haupttumors ?


    Ich habe die Aussage bekommen, dass es molekularbiologische Abweichungen geben kann. Für mich ein kleiner Hoffnungsschimmer.

    Aufgrund meines GEN Tests,
    weiss ich jetzt schon, dass bei mir aufgrund der genetisch somatischen Veränderungen, die Checkpoint Medikamente nicht alleine helfen können.

    Hier in meinem Fall brauche ich zusätzlich etwas, damit der Wirkstoff nicht gehemmt wird und die Checkpoint Medis ihre erfolgreiche Arbeit leisten können.


    Leider ist dieses Medikament nur in Studienphase 1 und 2. Und nicht so erfolgreich.

    Und speziell für meinen genetischen Sonderfall angedacht, den immerhin 15 % der Brustkrebspatienten aufweisen. Bei mir gibt es Störungen im GEN FGFR1-4 und Folgewirkungen. Diese genetischen Störungen sind durch das Leben erworben worden, also keine Vererbungen.

    Vielleicht auch ein Grund, warum manche Frau nicht auf die Immuntherapie anprechen kann. In der Fachliteratur spricht man von Cancer Genen.


    Sil

  • Liebe Sil

    Bei mir wurde bei der Ersterkrankung Blut abgenommen und damit der Test gemacht.

    Jetzt ist nicht nochmal neu getestet worden, auch nicht am Tumormaterial. Für mich sind diese genetischen Sachen auch sehr schwer zu verstehen. Meinst du, dass durch diese Änderung auf dem brca1 Gen die Immuntherapie nicht richtig wirken kann?

    Sollte ich noch andere Tests machen lassen?


    Mein PD-L1 ist 20% ... daher bin ich doch recht erstaunt, dass A nicht wirkt. Auch bei einigen anderen hier. Oder nehmen wir es alle zu kurz ein? Ich kann von A nich nicht so richtig loslassen.


    LG Rose

  • Liebe Rose_S

    es tut mir sehr leid, dass auch du verunsichert bist über den Progress und die Therapieumstellung. Ich glaube, ich verstehe ein wenig wie es sich anfühlt.... ich möchte auch immer alles verstehen, warum, wieso, was kann man nun tun ..... diesmal fällt es mir schwer, und ich muss nun darauf vertrauen, dass es gut ist, was (mehrere) Ärzte sich überlegt haben.
    Allerdings würde ich dir auch empfehlen, noch eine Zweitmeinung einzuholen. Evtl. auch mit dem Zentrum für familiären Brust-und Eierstockkrebs zu sprechen, die bei dir die genetischen Testungen gemacht, und die Veränderung am BRCA gefunden haben .... die haben bestimmt auch eine Meinung dazu. Olaparib leuchtet mir auch noch nicht so ganz ein.... 🤔 würde ich auch erklärt haben wollen.... warum keine intravenöse Chemo mehr. Oder glauben die Ärzte vielleicht, dass wird zu viel für deinen Körper ? Schließlich nimmst du schon lange das Pacli .....

    Ich hatte gestern auch mein Gespräch wie es nun weiter geht.

    Nach wie vor ist man sich unsicher ob im MRT nun Progress oder Pseudoprogress zu sehen ist.
    Die Leber hat aber noch keine Funktionsstörungen und insgesamt noch viel gesundes Gewebe. Da Atezolizumab in der Lunge (auch nur dort fand man bei mir den PDL1) hilft, wollen wir es nun zusätzlich mit Carboplatin versuchen. Es wird also anstrengend, aber es ist ein Versuch wert. In den nächsten 2 Monaten bekomme ich weiterhin Atezolizumab & nab-Pacli, wir mischen aber zusätzlich jede Woche Carboplatin hinzu. Auch in der Pausenwoche. Ich hoffe sehr, dass meine Blutwerte mitmachen. Dann kontrollieren wir den Verlauf. Wir haben ganz aktuell noch mal den TM bestimmt um ein Parameter zu haben, welches wir in den nächsten Wochen einsetzen können um die Wirkung zu beobachten. Auch die Leberwerte werden eng im Auge behalten. Noch 6 x Pacli (dann hätte ich insgesamt 18) und es wäre die Maximaldosis vorerst erreicht. Dann würde man das Pacli sowiso erst mal absetzen, sagte man mir ....


    Meine Ärztin im BZ sagte gestern noch mal, es wäre leider nicht ungewöhnlich, dass Metastasen an verschiedenen Stellen im Körper unterschiedlich gut/schlecht auf Medikamente wirken. Und leider käme es auch vor, dass Atezolizumab in der Leber nicht wirkt. Wir versuchen nun scharf zu schießen mit Carboplatin. Der Kardiologe hat sein ok gestern nach ausführlicher Untersuchung schon gegeben. Da ich aber mittlerweile vermehrt Herzrhythmusstörungen habe, möchte er dass ich einen (niedrigdosierten) Betablocker nehme.

    Ich bin gespannt ! Zweigespalten .... ein wenig ängstlich was mir erwartet in den nä Moanten, aber auch hoffnungsvoll, noch einmal anzugreifen .... 💪🏼


    Falls das Carbo auch nicht helfen sollte, haben wir gestern übrigens schon den nächsten Schritt besprochen. Der nächste Versuch (ich hoffe, ich brauche ihn nicht) wäre Xeloda mit Avastin. Aber es fühlt sich gut an, jetzt schon zu wissen, was mich ggf erwartet .....

    Auch lokale Massnahmen (Bestrahlung der beiden größeren Stellen) in der Leber wurden im Tumorboard noch mal diskutiert. Das finde ich gut. Scheinbar denken die Ärzte in alle Richtungen. Aktuell kommt das aber nicht in Frage, da wir erst etwas finden wollen, was systemisch anschlägt. Später können wir dann auch das wieder diskutieren.


    Es bleibt spannend hier im A.-Strang 🙈.......

  • Liebe Sil ...was du da alles über deinen Gen-Test und die Konsequenzen weißt, finde ich sehr beeindruckend. Was bekommst du denn aktuell für eine Therapie? Liebe Grüße...


    Liebe Sternchen76 ....es freut mich sehr, dass du jetzt weißt, wie es weitergeht und sogar eine Option hast, was danach kommen könnte. Damit kannst du sicher etwas beruhigter in die erweiterte Therapie gehen.

    Ich kann dir nochmal schreiben, dass ich vor 2 Jahren 11x Pacl. +Carbopl. zusammen bekommen habe und selbst auch vorher unter Herzrhythmusstörungen litt (hatte in meiner Jugend eine Herz-OP).

    Die Nebenwirkungen hielten sich in Grenzen. Ich kann mich an Gelenkschmerzen erinnern, aber ansonsten war nichts anders als jetzt beim nab- Pacli....

    Vielleicht gibt dir das etwas Mut.

    Liebe Grüße...

  • liebe Charly 57 das beruhigt mich wirklich etwas.
    Besonders da am Herzen ein kleiner Perikarderguss ist. Das hatte ich aber auch bei der 1. Chemo 2015 schon. Scheinbar bin ich anfällig hierfür. Der Kardiologe ist aber vollkommen zufrieden mit meiner Herzleistung und will mich regelmäßig sehen und untersuchen. Das erste mal 2 Wochen nach der 1. Carbo.
    Hattest du unter Carbo viel mit Übelkeit zu tun ? Davor hat mich die Ärztin gestern gewarnt. Wäre etwas mehr als bei Pacli. Als Vormedikation bekomme ich aber dann auch wieder Cortison und Ondansetron (jetzt auch). Tabletten Emend für zu Hause.


    Wie fühlst du dich aktuell mit Atezolizumab ? Verträgst du es gut ?
    Ich hoffe, du verlierst nicht den Mut, wenn du von unserem mäßigen Erfolgen hörst. Das

    Kann bei jeder anders sein ....

  • Liebe Sternchen76 ...ja, Übelkeit hatte ich ein wenig mehr, auch den Geschmacksverlust. Aber ich habe viel Ingwertee getrunken und habe von meiner Heilpraktikerin einen schönen Tee zusammengestellt bekommen, der mich unterstützt hat. Diesen trinke ich jetzt wieder täglich.

    Diese Nebenwirkungen haben mich aber kaum eingeschränkt.

    Mit der Zeit merkte ich natürlich etwas Energieverlust, aber das merke ich jetzt auch.

    Ansonsten vertrage ich die Therapie jetzt recht gut.

    Habe etwas mit den Schleimhäute zu kämpfen und etwas Husten.

    Ich habe aber auch erst 6 Wochen hinter mir.

    Nein, ich lasse mich nicht entmutigen. Obwohl ich mir natürlich auch Gedanken darüber mache. Aber wir haben alle keine Garantie, dass unsere Therapie wirkt...es hängt von so vielen Faktoren ab. Aber wenn wir es nicht probieren, dann haben wir schon verloren.

    Ich wünsche mir so sehr, dass wir hier viele Erfolge erzielen und unser Leben weiter genießen können.

    Ich habe gestern während meiner Chemo eine Frau kennengelernt, die seit 5 Jahren mit einer anderen Krebserkrankung metastasiert ist. Sie sagte mir, sie wird solange Therapie machen, bis alles verschwunden ist....tolle Einstellung. Sie ließ keinen Zweifel daran, dass sie das schafft.

    Ganz liebe Grüße...

  • Ihr Lieben,


    ich habe mir heute von einer Ärztin erklären lassen, was genau ein Pseudo-Progress ist, da es mich sehr stark interessiert hat.


    Sie meinte, Pseudo-Progresse gibt es nur in Zusammenhang mit Immuntherapien, da diese am Tumorgewebe Entzündungsreaktionen hervorrufen können. Dadurch schwillt der Tumor an und sieht größer aus als zuvor - und das nennt sich dann Pseudo-Progress.


    Sie sagte, genau aus diesem Grund ist bei mir auch das CT erst recht spät (4,5 Monate nach Therapiestart) angesetzt; um eben nicht mehr in die Falle eines Pseudo-Progresses zu tappen, da sich das nach dieser Zeit gelegt haben sollte.


    Nächsten Dienstag habe ich nun mein CT - und gehörig die Hosen voll.

    Der Verdacht auf Metas am Schädel wurde zwar entkräftet, aber am Becken gab es einen Progress und aus einer Meta wurden drei. Zugegeben drei kleine (die größte 15mm) die mir keinerlei Probleme bereiten - aber eben doch ein Progress.


    Die Ärztin war trotzdem recht zuversichtlich, dass A. gute Arbeit leistet, da meine Leberwerte so gut sind. Kaum hatte sie es ausgesprochen, lagen die heutigen Werte vor - und diese sind alle leicht erhöht :rolleyes:. Gut, ich hatte letzte Woche das Knochenszinti mit dem Nuklearzeugs - dieses könnte evtl. auf die Leber gehen, wobei ich immer dachte, es wird über die Nieren abgebaut? :/


    Keine Ahnung, ich glaube ich grüble auch zuviel ;). Die Ärztin machte mir ggü einen sehr zuversichtlichen Eindruck - also sollte ich die Zuversicht einfach annehmen und vom Besten ausgehen :).


    Jetzt lege ich mich etwas hin und ruhe mich aus.


    GLG:hug:

    Pschureika

  • liebe Pschureika , vor ein paar Tagen hatte Rose_S einen Link zu einem Artikel eingestellt, in dem der Pseudoprogress bei Immuntherapie erklärt war. Der war richtig gut. Genauso wie deine Ärztin es erklärt hat, steht’s dort auch.


    Ich kenne diese Unsicherheit. Mit Argusaugen 👀 schaue ich jede Woche auf mein Blutbild und bin ziemlich verunsichert wenn ich Werte sehe, die ich nicht erwartet hatte. Vor 2 Wochen waren meine Leberwerte auch plötzlich deutlich höher. Keine Ahnung warum. Es hat mich sofort wieder aus der Bahn geworfen, letzte Woche nun ... alles wieder runter 🤷🏻‍♀️
    Ich bin gespannt, ob es sich bei mir um einen Pseudoprogress handelt. Das nächste MRT müsste es dann wirklich deutlich zeigen. Finde es gut dass dein BZ von Beginn an darN gedacht hat und die Kontrolle so weit nach hinten geschoben hat. Das einzige was bei mir irgendwie nicht ins Bild passt, sind die TM. September hoch, Dezember runter, Januar hoch ... 😬

  • Liebe Rose_S ,


    Bei mir wurde bei der Ersterkrankung Blut abgenommen und damit der Test gemacht.

    Jetzt ist nicht nochmal neu getestet worden, auch nicht am Tumormaterial.

    Also deine Meta wurde nicht getestet sondern nur die PD L1 Expression festgestellt. Kann ich mir nicht richtig vorstellen, denn wo kommt die Aussage her, daß beim GEN BRCA 1 nun eine Veränderung stattgefunden hat. Hier wird doch offensichtlich verglichen.


    Zu BRCA kann ich nicht viel beisteuern. Hierzu habe ich kein Wissen. Ergänzend zum Thema gestörte Pathwege und als Reaktion darauf

    - Resistenz gegen CDK4/6 Inhibitoren - wurde in einer Studie folgendes festgestellt:


    Basis war hier der Krebsgenomatlas TCGA, Cell 2015, Brustkrebs, welche Gene hemmen die Wirkung von CDK4/6


    -Unter ER +- Brustkrebs hatten 15% eine FGFR1-Genamplifikation und / oder mRNA-Überexpression

    -2,5% (CRKL), 1,9% (HCK), 2,4% (FRK)und 1,7% (FGR) eine Amplifikation und / oder mRNA-Überexpression von CRKL, HCK, FRK bzw. FGR


    Meine Tumormasse, nicht die Metastase (habe GottseiDank keine) wurde auf TMB getestet. Diese Tumormutationslast (TMB) ist ein Biomarker, der zusammen mit der Tumorzell PD L1 Expression als Marker für die Krebsimmuntherapie herangezogen wird. Beide Marker sind unabhängig und nicht miteinander assoziiert. Allerdings sagt TMB sehr viel aus. Je höher die Tumorlast, desto eher ein klinisches Ansprechen der Immuntherapie. Meine Tumorlast war beim Mammakarzinom fast nicht vorhanden.


    Wenn du dir eine 2. Meinung einholen könntest und vielleicht noch einmal klären kannst, was tatsächlich genetisch getestet wurde. Lass dir alle Unterlagen geben. Mir wollte man meine GEN Test Analyse zuerst nicht geben. Da steht alles drin, was wirkt und nicht wirken kann. Z.B mein Letrozol wirkt auch nicht.


    Mein Onkologe meinte es sei ein Fehler gewesen, mir dies auszuhändigen. Klar jetzt sehe ich wie hilflos alle sind, ein Onkologe will immer Zuversicht aussenden. Er meinte man habe in meinem Fall das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt, die Meta muss grundsätzlich getestet werden, aber wie tief ist diese Testung ?


    Sil

  • Liebe Charly 57


    Was bekommst du denn aktuell für eine Therapie? Liebe Grüße...

    Sehr gute Frage !


    Obwohl man weiß, das Letrozol nicht wirken kann, nehme ich es trotzdem........vielleicht wirkt es zu 20%, besser so als nichts war die Aussage.

    Ich merke keine positive oder negative Wirkung. Es ist so, als würde ich einen Smartie essen. Meine Mini-Hitzewallungen sind auch weg, Knochen voll beweglich ohne Schmerzen.


    Dann ist der allerwichtigste Therapieschritt

    - Hoffen und Beten


    - Zeitschine - je später Metas kommen, vielleicht ist das Wundermittel PAN FGFR1 endlich in Phase 2/3 angekommen oder es geschieht ein anderes Wunder. Diesen Therapie-Ratschlag habe ich tatsächlich aus der Onkologie bekommen. Ein anderer Onko meinte, wir schneiden dann alle Metas raus:|, an diesem Tag, sah ich wohl ein wenig traurig aus.


    - so leben, dass man keine Metas fördert. Ich esse keinen Zucker, mache Sport, trinke keinen Alkohol. Versuche mich körperlich fit zu halten


    - Verdrängen, nicht daran denken, dass es schnell vorbei sei kann, dass die Endstation ein Hospitz ist.


    Sil

  • Liebe Sil ich finde deine Ausführungen höchst interessant. Allerdings kann ich nicht wirklich folgen ... irgendwo verliere ich den Faden. Allerdings habe ich auch keine Ahnung von ... was ist es ? Molekularbiologie ? Genetik ?


    Magst du mir/und verraten, wie man eine solche Testung bekommt ?
    Hat das dein Onkologe veranlasst ? Oder hast du dich selbst gekümmert ?
    Wer macht solche Testungen ? An wen kann ich mich wenden ?


    Bei mir wurde im Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs bereits 2015 & 2018 auf alle bekannten Genveränderungen getestet. Bisher ist alles negativ.


    Aber irgendwie habe ich den Eindruck, das wovon du sprichst, ist nicht das selbe. Ich verstehe es nur nicht. Bitte bringe Licht in mein Dunkel 🙏🏼😉

  • Liebe Sternchen76

    Allerdings habe ich auch keine Ahnung von ... was ist es ? Molekularbiologie ? Genetik ?

    Der Ausführer war eine Praxis für Humangenetik.

    Zugrunde gelegt wurde eine Probe des Tumorgewebes nach Makrodissektion mit geschätztem Tumorgehalts von 30%, DNA-Isolierung aus FFPE. Zusätzlich Normalgewebe: EDTA-Blut (Hier wurden 4 Röhrchen Blut entnommen)


    Der Auftrag war:

    Somatische molekulargenetische Analyse aus Tumorgewebe:

    BRCA1, CDH1, PIK3CA, PIK3R1, PTEN, ESR1, TP53 und BRCA2


    Ergebnis

    a.) Feststellung von Keimbahnmutationen

    oder

    b.) somatische GEN Veränderungen


    b) wurde bestätigt, a) wurde ausgeschlossen


    Zusammenfassung

    Es wurden somatische Veränderungen in den angeforderten potenziell therapierelevanten Genen nachgewiesen.

    Mutationslast (Tumor Mutational Burden) TMB: xxxxxxx

    Mikrosatelliteninstabilität: xxxxx

    Kopienzahlveränderungen: xxxxx

    Genomische Instabilität: xxxxx

    Keimbahnvarianten: xxxxx


    Dann nimmt man auf 5 Seiten meine Gen Amplifikationen auseinander, sagt wie hoch die Cluster, Kopienzahl ist, welche Proteinfunktion gestört ist, welcher Signalweg blockiert/gestört ist. Welche Therapie Optionen es gibt, wie hoch das theroretische Ansprechen ist, der Evidenzlevel ist.

    Loe 1A: Zugelassenes Medikament bis R1 und R2: Biomarker ist mit einer Resistenz assoziert


    Man sucht hier die richtige Therapie aus, wenn es möglich ist. Oder schlägt einen für eine passende Studie vor. Hier in meinem Fall, hat man es versprochen, und wird es dann so machen. Ich hoffe, ich habe noch Zeit.


    Magst du mir/und verraten, wie man eine solche Testung bekommt ?
    Hat das dein Onkologe veranlasst ? Oder hast du dich selbst gekümmert ?
    Wer macht solche Testungen ? An wen kann ich mich wenden ?


    Bei mir war alles sehr kompliziert. Der Pathologe hat sich zweimal geirrt. Die Stanzprobe wurde falsch bewertet. Ich bekam eine Chemotherapie die von vornherein sinnlos war. Man hätte so schnell wie möglich operieren sollen, denn meine Zellen sind fast chemoresistent. Es sind neuroendokrine Zellen, die sehr selten sind, und nicht auf Chemo ansprechen. Nach der Op wurde das Gewebe untersucht, und dann gab es Diskussionen, wie hoch der Anteil der neuroendokrinen Zellen tatsächlich war. Der Pathologe bestand auf sein falsches Ergebnis.(weniger als 50%) Tatsächlich sind es mehr als 50%.

    Dann gab es Diskussionen ob es überhaupt primärer Brustkrebs ist oder eine Metastase. Mein Nierenkrebs die Quelle ist oder doch plötzlich die Schilddrüse. Im Jan 19 hatte ich plötzlich 3 mögliche unabhängige Krebsdiagnosen . Dann suchte ich mir einen Onkologen ausserhalb des Klinikbetriebes, der mit mir alles unternahm, um endlich Klarkeit zu bekommen. Er veranlasste dann auch ein PET CT, dann war es klar, dass es keine Hauptquelle gibt. Im Mai 19 ging ich in das Neuroendokrine Zentrum einer Uniklinik. Die fackelten nicht lange, und wollten auch Klarheit, vor allem suchte man nach einer Therapiemöglichkeit. Dort wurde alles veranlasst. Man fragte mich ob ich stark genug bin, auch schlechte Dinge zu erfahren. Hauptsächlich hofften wir alle, einen Weg zu finden, die neuroendokrinen Zellen zu bekämpfen. Leider exprimiere ich etwas Wichtiges nicht, dieser Weg ist auch versperrt.


    Man sagte mir, dieser Test kostet ca 8.000 Euro. Gesetzliche Krankenkassen würden dies problemlos bezahlen. Schwierigkeiten machen Privatkassen.


    Ich hatte schon einmal in einem anderen Thread gesagt. Man muss wissen ob man stark genug ist, ob man mit den Ergebnissen umgehen kann.


    Sil


    Im Beitrag #357 muss aus Tumorlast, richtig eine Tumormutationslast werden TMB


    sorry, so ist es richtig.


    Sil

  • Liebe Pschureika ,

    Jippie mit den Kopf Metas, dass es keine sind. Tief im innern wussten wir es, doch es zu hören ist sehr gut. Bin sehr erleichtert. Danke dass du es uns so schnell mitteilst.

    Mit dem Becken ist es großer Mist.... 😢 Aber vielleicht haben sie weitere Medikamente in der Hinterhand....

    Für Dienstag dickes Daumendrücken, Zehen, Haarstoppeln und Herz drücken ebenfalls mit. ❤️❤️❤️❤️

  • Liebe Sil ...danke für deine Informationen. Das ist ja mehr als spannend, aber wie du selbst schreibst, man muss den Mut haben, es genau wissen zu wollen. Auf der einen Seite hilft solch intensive Untersuchung die richtige Therapie zu finden, auf der anderen Seite kann sie auch die Ängste noch mehr schüren.

    Aber hängt das Ansprechen einer Chemo bzw. ein Rückgang der Erkrankung wirklich nur von wissenschaftlichen Daten ab oder spielen da nicht viele andere Faktoren noch eine Rolle.

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass die Chemo auch bei dir, so gut sie kann, wirkt und dass deine Lebensgestaltung deine Heilung bringt.

    Ganz liebe Grüße