Behandlung mit Checkpoint-Inhibitoren

  • Liebe Alle.


    Liebes Sternchen76 .

    Wie geht es dir jetzt emotional mit der neuen Situation?


    Ich hatte gedacht, ich habe mich gut im Griff. Aber jetzt kommt so richtig Wut und ich würde die Krankheit gern weiterreichen. Wieder diese Arztrennerei. Hinterfragen, ob sie alles richtig machen. Ich hätte gern noch die Biopsie um richtig sicher zu sein ... da muss man auch betteln. Ich bezweifel die Entscheidung vom Tumorboard mit Olaparib. Avastin hat so toll gewirkt. Ich war so glücklich. Und so fest überzeugt dass A auch wirken wird... bei PD-L1 von 20 %. Und nun. Hätte nur noch drei Chemos gehabt. Dann wäre A allein gegeben worden. Habe das Gefühl ich jage durch die verschiedenen Therapien. Da bleibt ja irgendwann nichts mehr. Hatte mich auf eine ruhiger Zeit gefreut und jetzt wiedet nicht.

    Gestern hat mir mein ganzer Körper höllisch weh getan. Das habe ich immer 1 Tag nach Therapie. Kann ich mit leben. Gibt ja Tabletten. Also macht das A doch was. Heute habe ich komischen Bauch als ob ich gleich Richtung Klo rennen muss. Mich nervt es momentan sehr.

    Es scheindet auch die positive Sicht, dass man es noch einige Jahre schafft. Und ich will noch mind 10 Jahre schaffen. Aber wird wohl nicht.

    Sorry, für diese traurugen Worte. Wem will man es sonst erzählen als Mitbetroffene.

    Danke fürs lesen.

    LG Rose

  • Ach liebe Rose_S ,


    es tut mir richtig weh, dich so traurig zu lesen X/.

    Wie frustrierend muss es so sein, so kurz vorm Ziel (A. alleine) noch ausgebremst zu werden - und das vom eigenen Körper.


    Du warst so unglaublich tapfer bisher und ich bewundere dich sehr! Da darfst du auch mal einen Hänger haben! Ich habe diese auch öfter..

    Immer dann, wenn es nicht so läuft wie ich es mir wünsche oder es mir körperlich nicht gut geht nach der Therapie. Ich denke das ist ganz normal und darf auch sein.


    Und ja - wem wenn nicht uns darfst du deine traurigen Gedanken erzählen. Ich danke dir sehr, dass du dich uns mitteilst :*. Klar hören wir lieber Positives, vor allem weil es dir mit Sicherheit jede hier von Herzen wünscht. Aber auch für die schlechten Nachrichten sind wir die richtigen Ansprechpartner.


    Lass deinen Frust und deine Wut raus - du hast allen Grund dazu. Und dann komm bitte zurück in den Kampfmodus! Du hast ein Ziel: noch 10 Jahre (mindestens) schaffen! Dieses Ziel habe ich auch! Und auch bei mir läuft es alles andere als rund.


    Lass uns einen Pakt schließen, ok? Wir werden Seite an Seite in die Schlacht ziehen, bewaffnet mit Ungeziefervernichtungsmittel - und wir werden dem Krebs so das Fürchten lehren, dass er irgendwann aufgibt!


    Ich :hug:dich ganz lieb und sende dir ganz viel Hoffnung und Mut :*


    LG

    Pschureika

  • Liebe Rose_S


    Hinterfragen, ob sie alles richtig machen

    Ich kenne diese Wut und immer diese Unsicherheit, haben die jetzt alles richtig gemacht, oder wieder etwas falsch eingeschätzt. Bei mir ging es ja schon beim Port setzen los, nicht einmal den haben sie richtig bei mir einsetzen können. Nach der Chemo musste der schnellstens entfernt werden, weil ich eine schwere Nervenreizung hatte.


    Kürzlich kam im TV die Sendung vom SDR über Brustkrebs. Sollte den Frauen Mut machen.....nur ich kenne den Arzt und die Praxis, dort werde ich zur Zeit behandelt. Ich weiss was er zu mir gesagt hat, wie wortkarg man bei mir immer ist. Dann vergleiche ich die Fälle die im Film vorgestellt wurden, und ich musste weinen. Weinen weil ich nicht so ein einfacher Fall bin und mir keiner sagen ob es für mich je eine Therapie geben kann.


    Diese Hilflosigkeit zerrt ziemlich an einen. Deine Wut auf unsere Krankheit ist voll berechtigt. Ja lass sie rauss.

    Liebe Rose_S , ich wollte dich nicht verunsichern, es sollte ein Hinweis sein, ob es evtl. doch mit BRCA zusammenhängt. Diese Studiendaten kommen übrigens von der weltweiten Studie MONALEESA.


    :hug:


    Sil

  • Liebe Pschureika

    Du hast wirklich ein großes Talent die richtigen netten Worte zu finden. Vielen Dank. Den Pakt gehe ich ein. Auf dass wir in 10 Jahren hier immer noch schreiben. Aber bitte nimm mein Leid nicht so sehr an, dass es Dir weh tut ... das ist nicht förderlich für Deine Gesundheit. Ich bin aber auch so. Leide immer mit. Meine Psychologin hat das schon öffter mit mir durch.

    Ich schau mal, wie schnell ich in den kampfmodus zurückkomme. Das Tal muss ich jetzt erstmal durchschreiten.

    LG Rose

  • Liebe Sil

    Dir auch vielen Dank für deine netten aufbauenden Worte. Ich hatte schon mit der PD-L1 Messung riesen Probleme. Steht am Anfang von diesem threat. Der Port hätte mich 2017 fast getötet. Ja man hält extrem viel durch. Aber das Vertauen schwindet. Und so sollte es nicht sein. Der Patient sollte sich nicht besser auskennen.


    Aber wie sagte der Prof vom Ulrtaschall letzte Woche ... Sie müssen für dich kämpfen. Ich hoffe, ich finde schnell dort wieder hin.


    Du hast mich mit Deinen langen Ausführungen bzgl brca überfordert. Ich habe es einfach nicht verstanden. Ich belese mich mal wegen dieser Studie und lese nochmal deine Ausführungen. Ich melde mich diesbezüglich wieder. Wenn es Olaparib sein soll, dann ist es so.


    Ach ... wenn man andere gesunde jammern hört, dann denke ich, habt mal meine Sorgen.


    LG Rose

  • Liebe Rose_S ,


    das denke ich mir auch sehr oft, wenn ich die Gesunden jammern höre. Und ja - es macht mich mittlerweile wütend, wenn sie wegen jedem quersitzenden Pups stöhnen :rolleyes:. Ich habe eine Kollegin, die hat jeden Tag etwas - vermeintlich (besser gesagt eingebildet) - anderes.

    Ich bin eigentlich ein friedlicher Mensch, aber wenn ich diese nervige Person jeden Tag jammernd ertragen muss, während man von mir nichts hört, dann habe ich ab und zu große Probleme, mich im Griff zu halten. (Und sogar meine neuropathischen Hände werden mit Leben erfüllt und wollen unbedingt ein Ziel (Gesicht) treffen ^^).


    Und falls es dich tröstet oder beruhigt ;), auch ich habe die Ausführungen von der lieben Sil nicht verstanden. (Verzeih bitte, liebe Sil , ist wirklich nicht böse gemeint, nicht falsch verstehen :*). Ich bin damit genauso überfordert wie du; das übersteigt mein Wissen in hohem Maße.


    LG

    Pschureika

  • Hallo ihr lieben Leidensgenossinnen! Gestern Nacht konnte ich aufgrund blöder Gedanken nicht einschlafen und bin auf dieses Forum gestoßen. Ihr habt mir echt Mut gemacht!!!!


    Ich möchte mich gerne kurz vorstellen: Ich bin 33Jahre (kinderlos, lebe aber in einer sehr glücklichen Partnerschaft) und bekam mit 31 (September 17) die Diagnose TNBC. Es folgte danach 4x EC + 16x Carboplatin + Paclitaxel. Leider hatte ich keine PCR. Es wurden 12 Lymphknoten entfernt und 3 o. 4 waren noch befallen, im Anschluss erhielt ich eine beidseitige Mastektomie mit Silikonaufbau. Danach ging ich zur Reha und im Nov. 17 startete meine Wiedereingliederung.


    Im April 2018 bemerkte ich einen Olivgroßen Knubbel am Hals. Ich wusste sofort das der blöde Krebs wieder zurück war. Es folgte ein CT in dem alles unauffällig war. Der Lymphknoten und 2 weitere wurden über meinem Schlüsselbein entfernt und eingeschickt, der Befund von den Metastasen im Lymphknoten bestätigte sich.

    Daraufhin wurde ich 28x über meinem Schlüsselbein bestrahlt und im August 19 sollte die Immuntherapie (Atezolizumab + nabPaclitaxel) starten. (Mein PD-L1 wert wurde auch bestätigt, nur weis ich nicht wie hoch der Wert ist). Zu diesem Zeitpunkt war die Immuntherapie (Atezolizumab) für metastasierten Brustkrebs in Deutschland noch nicht zugelassen und ich bekam 2x eine Ablehnung von der KK >:(

    Aber ich bekam dann nach ewigen Telefonaten die Immuntherapie bis Oktober 19 genehmigt. 1Woche nach meiner 1. Immuntherapie (Atezolizumab) wurde diese endlich in Deutschland zugelassen :-) bevor die 1. Immuntherapie startete, musste ich nochmal zur Skelettszintigraphie. Da hieß es, es ist „alles unauffällig“! Im November letzten Jahres fand dann ein Kontroll CT statt wo im Bericht drin stand: das meine Weichteilchen an der Thoraxwand minimal zurückgegangen sind. Ich war da echt etwas entsetzt, weil mir niemand davon bescheidgegeben hat, denn bei der Skelettszintigraphie im Juli 19 hatte ich das schon auf diesem Bild erkennen können, aber die Ärztin meinte, es sei alles okay.

    So nahm ich das erstmal hin und war guter Dinge das die Immuntherapie erstmal anschlägt.


    Bis vor 1 Woche. Da sollte ich nochmal zur Skelettszintigraphie und daraufhin zeigte mir die Ärztin die vorher (Juli 19) und nachher (Januar 20) Bilder und mir blieb der Atmen kurz weg. Ich hatte auf den Bildern überhaupt nicht den Eindruck, das irgendwas besser geworden ist. Im Gegenteil, es kamen noch neue Metastasen an der Wirbelsäule hinzu :(

    Ich habe mittlerweile ein ziemlich großes Druckgefühl auf meinem Brustkorb.


    Am Dienstag habe ich einen Termin in der Strahlenklinik, da wird dann alles weitere besprochen. Ich bin gespannt wie oft ich neben der Immuntherapie+ Chemotherapie bestrahlt werden soll und ob mein Körper das auch mitmacht. Ich hoffe ich weis dann morgen etwas mehr. Mittlerweile befinde ich mich im 6. Zyklus der Immuntherapie und vertrage die ebenfalls recht gut.


    Vielen dank schon mal im Voraus fürs lesen, auch wenn es etwas verwirrend ist. 🙈 Bis gestern Abend hab ich echt gedacht es geht bald zuende mit mir, da mich das ganze sehr verunsichert. Wie ich aber rausgelesen habe, gibt es ja eventuell noch die ein oder andere Therapiemöglichkeiten, da war ich erstmal etwas beruhigt 😀 mein Onkologe hat das auch schon zu mir gesagt, aber das hier nochmal zu lesen macht mir echt etwas mehr Hoffnung. Ich soll auch erstmal weiterhin Atezolizumab und nabPaclitaxtel bekommen.


    Gerne gebe ich euch morgen Bescheid, wie mein weiterer Werdegang ist. Ich muss dazu sagen, das ich mir im Sommer auch eine 2. Meinung eingeholt habe, die Onkologin hätte genauso therapiert wie mein Onkologe.

  • Hallo ihr lieben Alle,


    es ist schön zu wissen und zu spüren dass wir nicht alleine sind. Alle Frauen hier fühlen oft das selbe. Ich muss nicht viel erklären, warum ich gerade himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt bin .... das ist sehr erleichternd. Ihr versteht es, auch ohne viele Worte.


    Liebe Sil vielen vielen Dank für deine Mühe, die ganzen Testungen zu erklären. Ich habe mich redlich bemüht, aber bin doch gescheitert. Ich glaube, es ist aber auch nicht 1:1 auf uns übertragbar, da deine Zellen anders geartet sind. Sie scheinen anderer Herkunft zu sein, als unsere verwirrten Zellen aus Drüsengewebe. Für DEINEN Fall finde ich es gut, dass so detailliert alles getestet wurde/wird. Für uns scheidet das in diesem Maße wohl aus. Bitte hab also keine Angst deshalb, liebe Rose. Sil ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass der Krebs still hält und möglichst friedlich bleibt bzw. sich immer neue Wege auftun, diesen in Schach zu halten.

    Pschureika ich denke morgen ganz besonders feste an dich, du hast doch dein CT oder ? Ich würde mich so sehr freuen, wenn A anspricht, und wünsche dir von ganzem Herzen gute Nachrichten. Dann weiß man wofür man die ganzen Therapien über sich ergehen lässt....

    🍀✊🏼🙏🏼


    Ich habe für das Tal nun ca 3 Wochen gebraucht liebe Rose_S . Ich weiß genau was du meinst. Ich war so frustriert, und hatte am 7.1. sogar den Eindruck, dass sich mein Körper mit aller Macht gegen eine Infusion aufgelehnt hat, die ggf nicht 100%ig hilft. Die letzte Chemo am 7. hat mich (vermutlich zusammen mit einem banalen Infekt, Erkältung?) sehr in die Knie gezwungen.
    Ich war wochenlang vorher sehr ausgelaugt, von den ständigen Gesprächen mit den Ärzten. Mein Kopf musste so viel Denken, dass ich bereits am frohen Abend ganz erledigt war und oft schon um 18 h auf dem Sofa eingeschlafen bin..... Langsam geht es besser, vor allem nachdem wir nun festgelegt haben, wie es weiter geht. Und ich habe für mich (nach viel Unsicherheit und Grübeln) 2 Dinge beschlossen :


    1.) Ich mache eine Woche EXTRA-Pause (Onkologe, Kardiologe und Pneumologen haben es erlaubt) und fahre am Mittwoch mit meiner besten Freundin (sie ist Stewardess und nimmt mich mit) für 5 Tage nach Kaptstadt. Ich weiß, es ist nicht vernünftig, eigentlich sollte ich schon Mittwoch mit der Chemo weiter machen, aber meine Seele und mein Körper brauchen das jetzt. Ich hoffe, ich habe dann neue Energie um noch mal richtig anzugreifen.
    Findet ihr dass ok ? oder sehr bescheuert ?


    2.) Ich habe beschlossen, jetzt wieder zu vertrauen. Meiner Ärztin in meinem BZ. Mich macht es verrückt, hin und her zu rennen, auf der Suche nach dem einen Arzt, nach der einen Therapie, die mein Leben rettet. Ich halte es nicht mehr aus, es erzeugt auch bei mir Druck. Was ist, wenn ich mich nicht genügend bemüht habe, den richtigen Weg zu finden, wenn ich mich nicht schlau genug gemacht habe..... Ich weiß es nicht ....


    Und im Club10 mach ich mit ! Das ist auch meine Zahl !! Auch wenn mich immer alle anschauen, als ob ich verrückt wäre, wenn ich davon spreche. Ich schaff die 10 !
    Und super gerne mit euch zusammen !!! Das wäre toll !!


    Liebe Rose_S ich weiß, es ist eine beschi..... Situation gerade. Aber du wirst dich auch wieder besser fühlen, wenn ein paar Wochen ins Land gezogen sind. Es wird Lösungen geben. Es wird auch eine zweite Meinung geben. Hast du schon jemanden kontaktiert ?


    Ich drücke euch, und nehm euch mal alle feste in den Arm.

  • Liebe Sternchen76 ,

    es ist überhaupt nicht bescheuert, mit Deiner Freundin nach Kapstadt in den Urlaub zu fliegen.

    Dein Körper und vor allem Deine Seele benötigt nach diesem ganzen "Hin und Her" eine Auszeit. Kann mir nicht vorstellen, daß in einer Woche Chemopause so viel Schaden angerichtet werden kann.

    Genieße den Urlaub und erhol Dich gut.:*

    Ganz liebe Grüße Kylie :hug:

  • Liebe @Sternchen76...ich freue mich für dich, dass du dich zu dieser Reise entschlossen hast. Ich finde es einfach Klasse...eine Woche bringt dir sicher keinen Schaden und wir dir sehr viel positive Energien bereiten. Dann kannst du von neuem starten. Ich wünsche dir super viel Spaß und lass die Krankheit einfach zu Hause, wenn du kannst...

    Liebe Pschureika ...du hast das wunderbar formuliert...auch ich bin manchmal in diesem Ausnahmezustand, wo man einfach nur weg will von der Krankheit und das Leben so ungerecht findet. Da kommt dann Wut und Ärger über mich und dann bin ich, ehrlich gesagt, auch richtig neidisch auf alle "Gesunden".

    Und dann kommen aber auch wieder die Momente der Dankbarkeit, dass ich noch da und dabei bin, dass es noch Möglichkeiten gibt, das Schalentier in seine Grenzen zu weisen. Für dich sind morgen alle Daumen gedrückt.

    Liebe Rose_S ...es ist so gemein, kurz vor der Entspannungsrunde aus der Bahn geworfen zu werden, aber ich bin sicher dass du wieder die Füße auf den Boden bekommst und in die nächste Runde gehst.

    Oh ja, ich möchte auch eine Mitgliedschaft im Club 10...das wäre wundervoll. Bin ich doch vor kurzem gerade das 3.Mal Oma geworden und es ist so wunderschön, dieses kleine Wesen aufwachsen zu sehen.

    Liebe MeinLebenMitTNBC ...willkommen in unserer Runde...du hast ja auch schon eine umfangreiche Geschichte hinter dir.

    Die Vermehrung der Knochenmetas hättest du ja wirklich nicht gebraucht. Meine Onkologin hat mir gesagt, dass es für Knochenmetas noch ein anderes Medikament gibt, einige von uns bekommen es auch. Vielleicht wäre das nochmal ein Ansatz für deine Therapie?

    Bin gespannt, was du uns morgen berichten kannst.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Tag mit kleinen Freuden...🙏:hug:

  • liebe MeinLebenMitTNBC herzlich Willkommen im Forum und in der Atezolizumab-Runde. Bitte entschuldige, dass ich deinen Beitrag eben überlesen habe. Schön dass du hierher gefunden hast. Ich hoffe du fühlst dich wohl und findest einen guten Austausch.


    6 Zyklen sind schon eine ganze Menge. Hut ab ! Es ist toll, dass du das geschafft hast.
    Leider kann es vielleicht sein, dass A in den Knochen nicht so gut wirkt, wie in den Lymphknoten. Ich habe an unterschiedlichen Stellen Metas, auch der PDL Status ist unterschiedlich. Leider spricht die Therapie auch in der Leber noch nicht so an, wie sie soll.
    Ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass es eine gute Möglichkeit gibt, das Wachstum der Knochenmetas einzudämmen


    Liebe Kylie und Charly 57 vielen Dank für eure Unterstützung. Es tut gut zu hören, dass ihr mich nicht für verrecktes haltet. Ich freu mich sehr auf die paar Tage Auszeit und meist gelingt es mir gut, die Krebsgedanken zu Hause zu lassen.

    Vielleicht hat noch jemand einen guten Tipp für mich bzgl. Latenter Übelkeit und Geschmacksverlust. Seit der letzten Chemogabe wäre ich den dauerhaft metallischen Geschmack im Mund und besonders das komische Kribbeln/Brennen der Zunge nicht mehr los. Vieles schmeckt ekelig und häufig habe ich eine komische latente Übelkeit. Dies stört mich sehr, weil es nicht (wie bisher) nach ein paar Tagen wieder weg geht. Ich habe schon rausgefunden, dass scharf gewürzte Speisen und besonders Knoblauch es nur noch schlimmer macht. Dies meide ich jetzt. Am besten geht süßes 🙈 aber ich kann mich ja nicht nur von Zucker ernähren 😫 Hat vielleicht jemand noch einen Tip für mich, was ich tun kann ?

  • Liebes Sternchen76

    Vielen Dank für Deine aufbauenden Worte. Ja ich muss durch das Tal durch. Da hilft nichts.

    Du machst es richtig mit Deiner Reise. Ganz weit weg. Und in den Tagen lässt du Deine Krankheit hier. Der Kampf geht erst weiter wenn du zurück in D bist. Dort unten kannst du nichts machen als neue Energie tanken. Also verschieb alle Gedanken an die Krankheit auf danach.

    Find ich richtig toll von deiner Freundin.

    LG Rose

  • Liebe Sil


    Jetzt habe ich Deine Ausführungen verstanden und mich unabhängig nochmals belesen. Die Studie kommt für mich nicht in Frage, da ich triple negativ bin. Bei mir wurde der vererbbare Brustkrebs mittels Gentest aus einer Blutprobe bestimmt. Da kam eben eine Veränderung auf dem Brca1 Gen als Variant of Unknown Signifikance raus.

    Jetzt aber zu dem Test bzgl somatische Genveränderung und tumor mutational burden. Dies ist ganz neu für mich. Warum ist es gut zu wissen, ob ich eine som. Genveränderung habe? Den tumor mutational burden werde ich am Donnerstag beim Zweitgespräch erfragen. Das hört sich vielversprechend an, um zu sehen, ob Atezolizumab wirkt. Ich wusste es wird an weiteren Markern neben PD-L1 geforscht aber dass es schon was gibt, ist super.


    Du kennst dich extrem gut aus. Kommst du aus dem Bereich?


    Vielen vielen Dank für den Hinweis.

    LG Rose

  • Guten Abend Ihr Lieben,


    ich hatte heute mein Therapiegespräch in der Strahlenklinik. Mir wurde heute erstmal nur mitgeteilt, wie ich therapiert werden soll.

    Ich soll eine Hyperthermie + Bestrahlung bekommen. Die Wärmetherapie und Bestrahlung soll in der Region meines Brustkorbes stattfinden, um die Weichteilchen zu killen. Dazu soll ich jedes Mal stationär aufgenommen werden 🙄

    Geplant sind 10 Behandlungen und zusätzlich soll weiterhin Atezolizumab + nabPacli laufen. Nächsten Montag ist dann das Planungs-CT und nächsten Freitag werden mir noch weitere Einzelheiten (Termine ect.) mitgeteilt.

    Zu meinem Wirbel der sehr wahrscheinlich befallen ist, hat sich noch niemand geäußert. Morgen sehe ich meinen Onkologen und frage ihn dazu nochmal aus! Letzten Montag hatte ich die Skelettszintigraphie und am Mittwoch hatte er immer noch keine Befunde vor sich liegen. Darum hoffe ich jetzt einfach mal, das sich mein Onkologe, wenn ich morgen wieder mit nabPacli versorgt werde, sich dazu äußert.


    Ansonsten nochmal ganz kurz was anderes. Vielleicht interessiert es den einen oder anderen:


    https://www.3sat.de/gesellscha…/trotzdem-gesund-106.html


    Das Video dazu ist leider nur noch bis morgen verfügbar.

    Ich muss dazu sagen, das ich mich nicht großartig mit alternative Medizin beschäftige, aber der Beitrag dazu war echt sehr interessant!

    Dann wünsche ich Euch einen schönen Abend und ich werde weiterhin eure Erfahrungen und Berichte lesen.


    Auch für alle bevorstehenden Kontroll-CTs/ MRTs ect. TOI! TOI! TOI! ✊🏻


    Sternchen76 eine schöne Zeit in Kapstadt wünsch ich Dir!


    Liebe Grüße, Elli

  • Liebe MeinLebenMitTNBC ,

    ich habe mir den o.g. Beitrag vorgestern in der Mediathek angesehen und war schon beeindruckt. :) Werde ja seit der letzten Chemo (21.11.2017) von jemandem betreut, der sich sehr gut mit der orthomolekularen Medizin auskennt. Er nimmt mir oft Blut ab und anhand der Blutwerte empfiehlt er mir diverse Nahrungsergänzungsmittel und auch Infusionen. Anfangs war ich auch skeptisch, dachte mir aber, hab ja nichts zu verlieren. Seitdem bin ich von Progressen verschont geblieben (vorher gab es diesen alle 3 bzw. 6 Monate). :) Selbstverständlich werde ich mich bei einem erneuten Progress der Schulmedizin nicht entziehen, schließlich hat mir diese mein Leben gerettet.

    Dir wünsche ich für die anstehenden Therapien eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit. :*

    Ganz liebe Grüße Kylie 💙

  • Liebe Rose_S


    Es ging nicht darum, daß du an einer Studie teilnehmen sollst.


    Es ging um deine Frage, warum schlägt die Immuntherapie in deinem Fall nicht an. Das trieb dich doch um. Im Verdacht war ja deine genetische Störung im GEN BRCA1. Und hier müsste deine Onkologie eine klare Aussage machen. Ebenso müssten sie dir sagen können, welche Erkenntnise sie aus dem Metastasenmaterial gezogen haben.


    Mein Hinweis galt den genetischen Hemmern innerhalb der CDK4/6 Therapie, und dass sind

    -2,5% (CRKL), 1,9% (HCK), 2,4% (FRK)und 1,7% (FGR) eine Amplifikation und / oder mRNA-Überexpression von CRKL, HCK, FRK bzw. FGR, sowie 15% FGFR


    Im Umkehrschluss heißt das: 25% der Frauen die eine Immuntherapie bekommen, obwohl sie eine PDL1 Expression haben, haben damit keinen klinischen Erfolg.


    Deine Chance mit PARB Olaparib ist mometan gegeben. Wendet man bei BRCA1 an. Ein Grund warum diese Empfehlung ausgesprochen wurde.


    Warum ist es gut zu wissen, ob ich eine som. Genveränderung habe?


    Habe ich dir nicht angeraten und geraten. Wenn man es im Vorfeld weiß, kann man zielgerichteter therapieren. Wenn man Pech hat, gar nicht. Dann weiß man gleich auf welcher Statistikseite man steht.



    Bei mir wurde der vererbbare Brustkrebs mittels Gentest aus einer Blutprobe bestimmt. Da kam eben eine Veränderung auf dem Brca1 Gen als Variant of Unknown Signifikance raus.


    Hier dachte ich, man hätte dir mehr dazu gesagt. Dir eben mehr Informationen gegeben. Offensichtlich nur diese Aussage, die im Grunde für dich bedeutet, ich bin gefährdet.

    BRCA1 bedeutet ja nicht, dass man tatsächlich Krebs im Laufe der Zeit bekommt. Jetzt bringt man deine Metastase wieder mit BRCA1 in Verbindung und gibt dir Olaparib.


    Den tumor mutational burden werde ich am Donnerstag beim Zweitgespräch erfragen. Das hört sich vielversprechend an, um zu sehen, ob Atezolizumab wirkt


    Nein, warte nicht auf das Ergebnis. Das braucht manchmal 3 Monate. Die Tumormutationslast im Brustkrebs allgemein ist viel niedriger als in anderen Krebsarten. Ein Grund warum die Immuntherapie bei Brustkrebs zögerlich angewandt wird. Die Immuntherapie versagt ja nicht nur bei den 25%, siehe oben, sondern auch teilweise bei den anderen. 50/50 Joker.


    Ich wünsch Dir nur das Beste. Hoffen wir beide.


    Sil