Widerspruch gegen den Grad der Behinderung (GdB)

  • Hei!

    Hat jemand von Euch schon mal einem SB-Bescheid widersprochen? Was könnte man als Begründung anführen, wenn einem der Zeitraum zu knapp erscheint.

    Ich habe bei Mastektomie 2 Jahre 50% bekommen, eine Freundin bei BET 5 Jahre und 50 %...

    Habt Ihr da Erfahrung?

    LG friluftsliv


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    Man muss das Leben nicht verstehen, es reicht, wenn man sich darin zurecht findet.

  • Also ich muss/musste Chemo, Mast., Bestrahlung und nun AHB machen. Habe bei Beginn der Chemo mit diesem Plan beantragt. Und 60% für 5 Jahre bekommen. In Hamburg.

  • friluftsliv

    Hallo,

    zunächst genügt es mal zur Fristwahrung Widerspruch einzulegen, dann würde ich die Rechtsprechung der Sozialgerichte also Bundessozialgericht googeln. Vielleicht findest Du einen Ansprechpartner bei einem Sozialverband.


    Gruß aus Stuttgart

  • Hallo friluftsliv,

    bei Mastektomie 50 % auf zwei Jahre? Das erscheint mir wenig. Bisher habe ich immer von mindestens. 60 % gehört. Frag doch mal beim Sozialdienst im KH nach.

    Ich habe bei BET 50 % auf 1 1/2 Jahre bekommen. Daraufhin habe ich beim Sozialdienst nachgefragt. Dieser meinte, auch das wäre ok, da nach dieser Frist nochmal die Behandlungsunterlagen angefordert würden und dann nochmal verlängert werden müsste. Ich habe mich mal auf den Sozialdienst verlassen. Falls die Schwerbehinderung nicht auf insgesamt 5 Jahre verlängert wird würde ich auch Widerspruch einlegen. LG Sally11

  • Hallo,

    die Frage ist ja auch immer, ab wann Die Zeit zählt. Grundsätzlich ab Antragstellung soweit ich weiß. Ich weiß aber oft auch, dass manche Sozialdienste nicht/sehr spät auf diese Möglichkeit hinweisen.

    Mein LASV meinte bei Brustkrebs 2 bzw. 5 Jahre GdB 50 während Heilungsbewährung. Die Antragsbearbeitung dauere ca. 6 Mon. Man wollte mich erst ganz wegschicken, dann mit dem blöden Antragsformular, dann aber den Antrag dann meiner Nervigkeit mit mir ausgefüllt und mir den Eingang bestätigt.


    Bei 6 Mon. Bearbeitungszeit (gesetzlich geregelt, ansonsten droht Untätigkeit, wenn sie nicht mal unterrichten, das und was sie tun) und 18 Mon. ab Bewilligungsbescheid wären es ja 2 Jahre ... also einfach mal reinzuschauen.


    Da ich einen GdB 30 schon auf meine Migräne habe, weitere chronische Leiden (Herpes Simplex mehrfach im Jahr ziemlich heftig, Bronchialasthma) bisher jedoch nicht berücksichtigt, hatte ich schon Unterlagen da. Mein Hausarzt wurde auch schon angeschrieben. Also geht es zügig.


    Kleiner Tipp, man kann, wenn die Frist verbrummt wurde, wieder ins Verfahren reinkommen. Aus Kostengründen wird kaum was nachweislich geschickt und manche Post geht verloren ... man mit einer Sachstandsanfrage, dass ein Bescheid rausgegangen ist ... 😉. Ansonsten kannst du nach Fristablauf jederzeit einen Antrag auf Neufeststellung stellen.

    Wenn dir das Schicksal Steine in den Weg legt, heb sie auf und bau ein Schloss draus! ;)

  • Euch allen mal ganz herzlichen Dank!

    Einen Widerspruch schreibe ich jetzt gleich mal und werde dann nach dem Urlaub mal den Sozialdienst im KH interviewen. Das geht ja gut, weil ich auch da arbeite. Aber es ist nicht einfach eine Begründung zu schreiben. Vergleicht mit anderen werden da wohl nicht wirklich ziehen, oder?

    DiVa32 : Danke für den Link, werde mich da mal reinlesen.


    Wem noch Begründungen einfallen - nur her damit, sowas wird ja wohl öfter passieren.


    Nachtrag: O.k. habe mich eingelesen. Was Du gesagt hast stimmt. Mal überlegen, ob ich das trotzdem wegschicke ...

    LG friluftsliv


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    Einmal editiert, zuletzt von friluftsliv ()

  • Hallo Ihr Lieben🤗,

    ich denke es geht bei der Beurteilung nicht primär um die Mastektomie, sondern um die Grunderkrankung. Bei malignen Tumoren der Brust, 5 Jahre Heilungsbewährung, bei den Vorstufen 2 Jahre. Aber sicher zählt im Einzelfall, wie eventuelle Einschränkungen durch die OP ausfallen.

    Ich wünsche Euch alles Liebe und Gute, lasst uns das Leben jetzt genießen so gut es geht!🙏🏻😍


    L. G. Tara☀️

  • Liebe friluftsliv, eigentlich kann nix passieren, ausser dass du Glück haben kannst. Also, ich habe vergleichsweise wenig Einschränkungen, was die OP angeht, dafür natürlich eine Menge Kram durch Chemo und Bestrahlung...


    Im Zweifel bleibt es bei der Einstufung.


    Verlieren kannst du eigentlich nichts.


    Meiner Meinung nach.


    LG Sonnenglanz

  • Also, wenn es um die Grunderkrankung geht, dann hab ich Pech.

    Einschränkungen habe ich ja kaum, da müsste ich was erfinden :(

    Denke noch mal drüber nach ob ich was wegschicke...

    LG friluftsliv


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  • Hallo zusammen,


    man kann eine Kopie seiner Akte vom Versorgungsamt anfordern. Diese enthält auch die ärztliche Stellungnahme, der man entnehmen kann, was wie bewertet wurde und man kann dann entsprechend argumentieren, wenn man der Meinung ist, dass gewisse Einschränkungen nicht ausreichend beachtet wurden. Idealerweise lässt man sich diese besondere Einschränkung dann für den Widerspruch nochmal von einem Arzt bestätigen.


    Viele liebe Grüße


    Eirene

  • Liebe friluftsliv ,

    ich habe GdB 50% auf 6 Jahre bei BET und ohne Chemo. Lass nicht locker, die Ämter wollen das nur manchmal.

    Dabei habe ich jetzt schon von 2 Foris gelesen, dass Migräne anerkannt wurde, das wurde bei mir wieder abgelehnt, obwohl ich sehr oft deswegen AU war.

    L.g.von Amy

  • Danke Euch!

    Habe heute dann doch den Widerspruch weggeschickt. Mal sehen wie die Antwort ausfällt.

    LG friluftsliv


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  • Hallo an Alle, ich habe mittlerweile 80% Gdb erstmal auf sechs Jahre. Ich hatte ursprünglich 60%. Nachdem ich meinen Endbefund nach OP bekommen habe, habe ich Widerspruch eingelegt. Es ist im Prinzip vom Tumorstatus abhängig. Die Bearbeitung hat allerdings mehr als lange gedauert:S. Das wurde noch vom medizinischen Dienst geprüft. L. G.

  • Hallo ihr Lieben,

    Da ich nun durch BRCA2 anders als anfangs gedacht (ich bin davon ausgegangen dass ich "nur" auf der Tumorseite brusterhaltend operieren lasse, und den üblichen Genesungsprozess mit Bestrahlung und AHB durch mache..) eine beidseitige skinsparing Mastektomie mit Verlust der Brustwarzen und Silikonaufbau (derzeit noch Expander) hinter mir habe, und immernoch Gefühlsstörungen in den Fußzehen durch die Chemo habe werde ich Einspruch auf den GdS von 50% einlegen. Ich bin schliesslich länger und auch öfter eingeschränkt als gedacht da noch OPs anstehen. Ich muss allerdings noch den Arztbrief mit dem genauen Befund/Bericht abwarten. Das hat auch die Dame vom Sozialdienst der Klinik befürwortet und mir einen Bogen mit gegeben.

    Nun meine Frage: wurde schon einmal der GdS bei jemandem zurück gestuft?


    Ich blicke bei der Punktvergabe nicht so genau durch, auch wenn ich mich schon auf verschiedenen Seiten eingelesen habe. Eine Rückstufung möchte ich auf jeden Fall vermeiden... Da ich derzeit auch noch nicht selbst Auto fahre kann ich mich auch noch nicht beim Vdk beraten lassen.


    Wegen den Zehen werde ich auch noch mit meinem Hausarzt reden, und der würde mir dann deswegen etwas schreiben dass ich einreichen kann. Auf der Onko bekomme ich immer nur zu hören dass wäre eine normale Nebenwirkung und kann dauern....


    Oder sollte ich bis nächstes Jahr warten bis die Prothesen eingesetzt werden?

    Ich hasse Schreibkram und Anträge....


    Ich wünsche ein schönes Wochenende🤗