Aromatasehemmer — Austausch

  • Hallo zusammen, Anne79 CrapCrab


    ich hatte gerade letzte Woche einen Termin bei meiner Gyn und habe dieses Thema auch im Brustzentrum in meiner Klinik angesprochen, da ich auch Probleme damit habe! Sie haben alle von diesen hormonhaltigen Cremes und Zäpfchen abgeraten. Auch wenn diese mit anderen Hormonen und ganz niedrig dosiert sind. Wollte das hier nur schreiben!

  • paetzi Hmmm, wir haben es hier ja öfter, dass die Meinungen auseinandergehen. Bei mir ist es so: Die Empfehlung dazu kam von der Gynäkologin in meiner Reha. Dort sollte ich die Zäpfchen zum Wiederaufbau der fast nicht mehr vorhandenen Schleimhäute (nach grade mal knapp 4 Monaten Einnahme von Letrozol) erstmal für eien Woche durchgehend und dann zweimal die WOche anwenden, was ich auch getan habe.


    Mein Onkologe hat auf meine ausdrückliche Nachfrage wegen lokaler Anwendung gar kein Problem mit der Hormonanwendung.


    In meiner Gyn-Praxis sind zwei Gynäkologinnen:

    die ursprüngliche Praxisinhaberin, eher so mein Alter oder etwas älter, also schon mit langer Erfahrung, hatte gar keine Probleme mit dem Verschreiben und tendierte sogar zu der höher dosierten Variante, die ich einmal wöchentlich anwenden sollte. Erst auf meinen Hinweis, dass ich da etwas skeptisch bin und das OK vom Onkologen auch für die niedrig dosierten war, hat sie mir dann diese verschrieben. Ihre junge Praxispartnerin hatte zuvor bei meinem Wunsch nach dem Rezept erst gestockt, es dann aber verschrieben. Wegen deren Skepsis hatte ich mich damals extra noch einmal bei meinem Onkologen rückversichert.


    Es ist aber ganz wichtig, dass man selber damit im Reinen ist, denke ich. Und ich kann das für mich verantworten - zumal es das Einzige ist, was mir echte Linderung verschafft...


    LG CrapCrab

  • Liebe CrapCrab , liebe paetzi , der Onko im Interview Mamm. M. ist mein Onko. Er macht mir einen sehr kompetenten Eindruck, das Thema mit diesen Estriol Zäpfchen habe ich dann letzte Woche auch noch mit meinem Gyn besprochen, der ebenfalls keine Bedenken hatte. Ich vertraue jetzt mal auf die Beiden, mein Leidensdruck war auch sehr groß und ich habe so lange wie möglich versucht, diese Zäpfchen zu vermeiden, musste mich jetzt aber nach 15 Monaten Letro geschlagen geben. Ich benutze sie 2x wöchentlich, heute das 3. Zäpfchen und es fühlt sich schon ganz anders an. Aber man muss hinter seiner Entscheidung stehen, das war bei mir lange nicht der Fall, aber jetzt ging es einfach nicht mehr. Liebe Grüße an euch!

  • Blöde Frage: ich nehme seit 29.10.2019 Tam und es hieß mindestens 5 Jahre. Beim Abschlussgespräch von der Chemo (war voll daneben) meinte der Arzt, mit Tam anfangen und so nach 2,5 Jahren schauen, auf Aromatasehemmer umzusteigen.


    Bin 50, postmenopausal .... und verunsichert.

  • Liebe Marie,

    Danke.

    Ja, was Du schreibst, passt. Leider. Kraftlos, unbeweglich, Schmerzen, überempfindlich... und ich kann mich neben die Waage stellen und zusehen, wie sie hochgeht ||.

    Da treibt frau die Pest mit Cholera aus! Nehme ich keinen Aromatasehemmer schreien die Ärzte auf, nehme ich ihn - Anastrozol ist der 3. Versuch - handle ich mir die anderen Risikofaktoren (Übergewicht) plus neuer Krankheiten (wie Diabetes, Osteoporose, Fuß-OP usw.) ein. Bin kurz davor, das Zeug abzusetzen...


    Liebe Grüße

    Aussiemaus

  • Mariechen54 , Exem... ist sicher ein hoch potentes Medikament, aber nach meiner Kenntnis bauen die AHT-Präparate ihre Wirkung in gewisser Weise auf. Dass du direkt nach der ersten Einnahme derartige Nebenwirkungen davon bekommen haben solltest, halte ich für eher unwahrscheinlich. Kann es sein, dass dir allein der Gedanke an die Einnahme und die NW im wahrsten Sinn des Wortes "auf den Magen" geschlagen ist? Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass du nicht weiter darunter zu leiden hast.

  • Liebe Mariechen54 , das Brennen hatte ich auch, aber ich merke, mit jedem Mal wird es besser. Nehme jetzt heute das 4. mal sehen. Das Erste hat ganz doll gebrannt so die erste Stunde, das Letzte war nur noch minimal. Ich nehme Mittwoch und Sonntag Oke...p und an allen anderen Abenden Deli...a Fe...in und äußerlich noch Remifemin im Spender. Ich beobachte das jetzt mal, ob ich an den anderen Abenden jetzt reduzieren kann. Also bis jetzt merke ich eine deutliche Besserung. Ich kann es nur so beschreiben, als wenn eine vertrocknete Blume Wasser bekommt. Wir werden sehen und ich werde berichten.

  • Hat denn hier schon einmal jemand beim Wechsel der AHT eine signifikante Verbesserung der Beschwerden bemerkt? Das Letrozol wirkt ja bei mir sehr gut. Nur leider habe ich auch Probleme seit dem mit manchen Gelenken an der Hand und Elle und die Schleimhäute sind oft entzündet und sehr trocken. Möchte ungerne wechseln. Nicht das es dann schneller zu einem Progress kommt, da ich ja die seltene Form den Lobulären habe und Letrozol/Anstrazol da wohl besonders gut wirkt.

  • Hallo Mädels,

    ich habe mal eine Frage zum Beginn der Einnahme des Aromatasehemmers nach der Diagnose. Dass Chemo und OP vorweg kommen, ist mir klar. Nun ist aber bei mir am Horizont das Ende der Chemo in Sicht, und ich würde gern so schnell wie möglich mit der Einnahme beginnen, da ich den Hemmer noch für meine wirksamste Waffe gegen den Krebs halte. Bestrahlung steht aber auch noch an - wie war es bei Euch: erst Bestrahlung, dann erst Hemmer oder Beginn gleich nach der Chemo? Bevor ich meine Onkologin zu Gesicht bekomme, wollte ich erst einmal ein paar Erfahrungsberichte sammeln...

    Freue mich über jede Antwort!