Aromatasehemmer — Austausch

  • Liebe Viviane1968 , natürlich, das Leben ist schön! Deswegen ertragen wir ja auch die OP‘s, Behandlungen und auch die Nebenwirkungen. Ich meinte auch mehr, was an Nebenwirkungen schon schön ist. Und klar Amy48 gibt hier so schnell keiner auf. Es ist ja auch eher die Überlegung, ob eins der anderen Aromatasehemmer besser verträglich sind, doch wenn ich hier so lese, mag ich das gar nicht mehr glauben. Ist wohl Glückssache. Jeder reagiert anders.
    LG Jojo

  • Hat denn hier schon einmal jemand beim Wechsel der AHT eine signifikante Verbesserung der Beschwerden bemerkt? Das Letrozol wirkt ja bei mir sehr gut. Nur leider habe ich auch Probleme seit dem mit manchen Gelenken an der Hand und Elle und die Schleimhäute sind oft entzündet und sehr trocken. Möchte ungerne wechseln. Nicht das es dann schneller zu einem Progress kommt, da ich ja die seltene Form den Lobulären habe und Letrozol/Anstrazol da wohl besonders gut wirkt.

    Liebe Paetzi, eine Nachfrage: woher weiß man bei Dir, dass das Letrozol gut wirkt? Ich bin auf der Suche nach irgendeiner Kontrollmöglichkeit, weil mich oft die Angst überfällt.

    Und zum Thema Letrozol: Ich habe direkt nach meiner OP angefangen, Letrozol einzunehmen, also auch während der Bestrahlung (Chemo war vor der OP) - also mittlerweile fast ein Jahr. Und habe tatsächlich das gefühl, die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen, und nehmen ab. Viel Bewegung hilft gegen die Gelenkschmerzen, die ersten fünf Minuten nach dem Aufstehen bei längerem Sitzen lassen sich überstehen. Das Einzige: Die Kombination aus Alkohol und Letrozol scheint bei mir tiefe Melancholie auszulösen - wem geht es noch so?

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  • Wie sieht man die? Im Blut? machst Du dieses m-Tracking-Verfahren? Tumormarker? Bei mir wird das alles nämlich nicht gemacht...

    und ich wüsste es halt auch gern. Danke Dir

  • Hallo liebe Frauen,


    ich bin 59 Jahre alt und habe im letzten Juni die Brustkrebsdiagnose bekommen. G2, Hormonrezeptor positiv (12/12), invasiv-lobulär.

    Nach zunächst brusterhaltender OP der re Brust, habe ich die Brust im August 19 abnehmen und mit einem Silikonimplantat aufbauen lassen. Keine Chemo, Bestrahlung erforderlich.


    Seit Ende Juni 19 nehme ich nun Letrozol und die Nebenwirkungen werden immer schlimmer. Schmerzen in Muskeln und Gelenken, schwitzen, Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Sehstörunge, trockene Schleimhäute usw. Außerdem habe ich eine beginnende Osteoporose und fürchte, dass sich diese mit der Zeit verschlimmern wird. Es gibt keinen Tag, an dem ich mich gut fühle.

    Neu hinzugekommen sind jetzt an beiden Händen Schnappfinger. Li sind 2 Finger betroffen, re ist ein Finger betroffen. Das wird wahrscheinlich auf mehrere OPs an den Händen hinauslaufen, die dann weitere Komplikationen nach sich ziehen können. Ich bin verzweifelt und frage mich, wieviele Finger werden noch betroffen sein? Diese Nebenwirkung steht nicht im Beipackzettel, aber meiner Orthopädin war zumindest bekannt, dass Schnappfinger häufig unter der Einnahme von Tamoxifen zu beobachten sind.


    Hat eine von euch damit Erfahrungen?

    Ich überlege jetzt, das Letrozol abzusetzen. Keiner meiner Ärzte würde mich dabei unterstützen, aber ich möchte so gern wieder Lebensqualität erlangen und habe Angst vor Folgeerkrankungen genauso wie vor einem Rezidiv bzw. einer Neuerkrankung der anderen Brust.

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  • Hallo Ihr Lieben,

    nach Mammakarz.-OP in 2013 habe ich vor 1 Jahr 1,5l Wasser zwischen Rippen- und Lungenfell gehabt. Grund war der komplette Besatz des Rippenfells mit Methas. Nach dem "Verkleben" ist das i.O. , seitdem nehme ich Kisquali und Letrozol. Die Methas sind kaum mehr zu erkennen, es können auch Narben der Verklebung sein. Nun ist schon fast ein Jahr rum...

    Da ich selbständig bin, muss natürlich alles irgendwie weitergehen und so versuche ich, im Job meine "Frau" zu stehen, den Haushalt zu machen und eigentlich so weiter, wie vorher. Geht es mir gut? Ja schon. Da ist nur im Kopf dieses "in drei Jahren wirken die Medikamente nicht mehr". Verdrängen? Ungesund!

    Nun sind es nur noch 2 Jahre. Was kommt dann? Mein Onkologe sagt "dann ziehen wir den nächsten Pfeil aus dem Köcher und schießen ihn ab". Wir haben viele Pfeile im Köcher! Das macht mir Mut. Versuche, weiterhin ein positiv denkender Mensch zu bleiben - es hilft ja auch niemandem, in Pessimismus zu verfallen.

    Eine aktuelle Frage habe ich an Euch: mein Zahnfleisch ist vorne entzündet und diese Entzündung breitet sich langsam aus, die Zunge ist auch empfindlich. Habt Ihr einen Tipp?

    Mit dem Gewicht kämpfe ich sowieso :-(

    Es grüßt Euch mit den besten Wünschen

    Karin alias Nordlicht

  • Sterntaler

    Ich habe 4 Jahre TAM genommen u 2,5 Jahre Anastrozol u Exemestan. Hätte die Antihormone gerne weiter genommmen um das Rückfallrisiko zu minimieren, habe aber jetzt aufgehört wegen dem hohen Cholesterin u vor allem der schlechten Schleimhäute. Meine Stimmbänder, die auch Schleimhäute haben sind angegriffen u auch das ganze Schlucksystem.


    Ich hab am Montag MRT der Brust u auch wieder mega Angst das der Krebs ein drittes mal wiedergekommen ist, aber etwas Lebenqualität muss einem bleiben.


    Alles Liebe

    MARIECHEN

  • Liebe Sternentaler ,

    erst einmal herzlich willkommen.

    Ich selbst nehme seit gut 6 Jahren Tam, NW verschiedenster Art begannen bei mir nach rund 6 Monaten, nur die Wallungen kamen prompt. Nach 7 Monaten hatte ich auch einen "Schnapp", erst fand ich das sogar noch lustig, aber es wurde immer schlimmer und vor allem sehr schmerzhaft (bei mir war nur 1 Finger betroffen), riss mich nachts mehrmals aus dem Schlaf. Vielleicht kann ich dir Hoffnung machen: Bei mir verschwanden viele der NW im Laufe der Zeit oder wurden deutlich weniger - der "Schnapp" war nach ca einem Jahr vorbei - ohne Behandlung. Seit Sommer 2015 ist Ruhe :thumbup:

    Ich wünsche dir, dass das auch bei dir passiert, möglichst noch schneller als bei mir.

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    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • liebe ratlos ,

    ich finde das schwer zu beschreiben, wenn man das nicht erlebt hat - aber ich versuche es mal, vielleicht erläutert/korrigiert Sternentaler meine Ausführungen.

    Normalerweise kannst du das 1. Fingerglied kaum beugen, ohne dass das zweite gebeugt wird. (versuch es mal, ab einem bestimmten, geringen Winkel beugt sich das 2. Glied automatisch - zumindest bei mir ;))

    Wenn ein Finger "schnappt", schnellt das oberste Glied ruckartig nach unten gen Finger, ohne erkennbaren Anlass und ohne, dass das untere Gelenk sich großartig beugt. Dann "hängt" das obere Glied in dem Winkel fest, ähnlich einem Krampf. Anfangs konnte ich das noch mit reiner Kraft des betroffenen Fingers wieder lösen, später musste ich diese Stellung mit "Gewalt" bzw. deutlichem Krafteinsatz durch andere Hand lösen. Phasenweise habe ich nachts den betroffenen Finger getapt, damit das nicht passieren konnte, ist sehr schmerzhaft und nicht nett, davon nachts mehrfach geweckt zu werden.... (Hat zT geholfen, meist ging es dann aber morgens nach Entfernen des Tapes los...)

    Es stimmt, dass das nicht als NW bei Tam angeführt ist. Dr. Google sagt aber, Frauen sind häufiger betroffen als Männer und meist nach Wechsel, es sollen fehlende Hormone eine Rolle spielen. Zumindest hatte ich diese Infos 2014 im Netz gefunden. Ob noch aktuell - kP.

    Aber wir wissen alle - alles kann, nichts muss - und nichts muss auch bleiben ;):thumbup:

    Liebe Grüße :hug:

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    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Liebe Sterntaler ich nehme Exemestan und nach ca. 3 Monaten wachte ich morgens mit einem Schnappfinger auf, eine Woche später hatte ich einen zweiten und wieder einen Tag später waren es schon drei. hab echt Panik geschoben, mein Hausarzt meinte, damit müsse ich leben, der Neurologe, dass man notfalls operieren müsse. Ich habe festgestellt, dass es im Laufe des Tages besser wird wenn ich die Finger viel bewege. Und wie schon bei Neuropathien erwähnt, tut mir Wärme sehr gut. Ich gehe nun abends mit einem warmen Körnerkissen ins Bett und knete daran rum, obendrein ist mein Schlafzimmer gut geheizt. Es ist seither deutlich besser geworden. Sie schnappen zwar noch gelegentlich, aber nicht mehr so schlimm. Wenn ich bei kühleren Temperaturen draussen bin, halte ich die Finger möglichst warm und in Bewegung.


    Liebe ratlos der "klassische" Schnappfinger bedeutet ein Problem mit der Fingersehne, wenn die eine Verdickung hat, flutscht sie nicht mehr so richtig durch irgendso einen knöchernen Engpass und der Finger "hakt" dann beim bewegen. Wenn Du z.B. die Faust öffnest, bleibt einer hängen und schnappt dann irgendwann doch auf. Das kann auch sehr schmerzhaft sein. Woher jetzt das Problem beim Schnappfinger nach Chemo bzw. während AHB kommt weiß ich nicht so genau Mein "Problem" war eher der "Schreck", dass der Finger sich nicht bewegt als der Schmerz. Dennoch war/ist es sehr unangenehm. Insbesondere wenn Du morgens aufwachst, die Blase drückt und Du die Bettdecke nicht hochkriegst, weil du nicht zugreifen kannst und auch "freistrampeln" dank neuropathischer Füße nicht so einfach ist. Aber, wie unsere liebe kruemelmotte immer so schön sagt: "besser als ein Zettel am Zeh"

  • Danke für die Erklärung Sonnenblümchen , das klingt wirklich nicht prickelnd. Ich nehme ja seit 2,5 Monaten Tam**** und hab bisher noch Glück mit NW, aber ist ja noch nicht so lange. Gut, dass ich, falls mir sowas tatsächlich passiert, jetzt damit umgehen kann. Das macht es zwar nicht besser, aber zumindest kommt dann keine Panik auf. Und noch besser zu wissen, dass es vorbeigeht.

    LG ratlos