Aromatasehemmer — Austausch

  • Hallo zusammen,
    seit Oktober 2015 nehme ich jetzt Letrozol.
    Bisher war alles erträglich. Hatte zwar immer mal Knochen-und Gelenkschmerzen aber es war mit Salbe und Wärme gut auszuhalten.
    Seit vier Wochen hab ich Schmerzen im unteren Rücken, die ohne Ibruprofen 600 nicht auszuhalten sind. Ist als ob mir der Rücken durchbricht. Zudem habe ich seit diesem Monat Schweissausbrüche.
    Können vom Letrozol solch starke Schmerzen kommen.
    Hat jemand von euch Erfahrung damit gemacht?

  • Hallo Wildgarden,
    zwar nehme ich einen anderen "Hemmer", habe aber ähnliche Beschwerden. Ob die Beschwerden von den Hemmern kommen ist zwar wahrscheinlich, aber als Laien für uns nicht feststellbar.
    Ich empfehle Dir dringend Deine Schmerzen beim Arzt abklären zu lassen.
    Ohne Ibu600 könnte ich weder Sport machen, noch mit meinen Enkelkindern über den Boden krabbeln. Dafür lasse ich mein Blut, Nieren und Leber regelmäßig kontrollieren.
    Ich wünsche Dir schnelle Gute Besserung
    Liebe Grüße
    Lisa

  • Hallo Wildgarden,


    Ich habe auch lange Zeit immer Ibu genommen. Jetzt hat meine Gyn Naproxen verschrieben. Ich nehm aber nur bei Bedarf.
    Ich versuche mich viel zu bewegen sowohl im Fitness Studio als auch im Alltag. Das hilft schon ungemein.
    Es gibt aber auch Tage da tut mir alles weh. Aber da müssen wir wohl durch.


    Lg Keinohrhase :hug:

  • Hallo wildgarden,
    im Verlauf der letzten 5 Jahre habe ich verschiedene Hemmer eingenommen. LWS - Schmerzen hatte ich auch häufiger, auch Schweissausbrüche und Hitzewallungen. Allerdings waren die Schmerzen nicht andauernd an der gleichen Stelle und auch nicht so intensiv wie von dir beschrieben. Da würde ich dir auch einen Arztbesuch empfehlen, zum Abklären der Schmerzursache. Wirbelgelenks - Entzündungen, Arthrose uva können Auslöser sein und mit abgeklärter Ursache lässt sich das Ganze besser behandeln.
    Ansonsten ist tatsächlich Bewegung und angepasster, moderater Sport hilfreich, aber erst nach der Arztkonsultation bitte.
    Lg und gute Besserung Katzi64

  • Danke für eure Mitteilungen und eure Genesungswünsche.
    Hatte Donnerstag ein MRT, bekomme aber erst nach 3-4 Tagen Bescheid. Eigentlich hoffe das dort was zu sehen ist, damit ich endlich weiß wo es herkommt. Dann kann man auch was dagegen tun.
    Liebe Grüße wildgarden

  • Hallo an euch alle
    Ich verfolge seit einigen Monaten diesen Thread. Brustkrebs wurde bei mir im Sommer 2013 diagnostiziert, OP folgte und Bestrahlung. Gott sei Dank keine Chemo. NAch der Bestrahlung setze dann die Therapie mit Tamoxifen ein. Zu Anfang hatte ich hier so gut wie keine Nebenwirkungen. Nach zwei Jahren dann alles hier beschriebene. Am schlimmsten fand ich die Schmerzen und die Krämpfe. Manchmal hätte ich am liebsten einfach nur noch geheult.
    Nach zweieinhalb Jahren sollte auf Letrozol umgestellt werden. Da mein Gyn von fast allen Patientinnen ganz furchtbare Nebenwirkungen berichtet bekommt, verschob der den Beginn der Einnahme um eine Packung weiter in den Herbst. Jetzt nehme ich Letrozol schon en paar Monate und meine Nebenwirkungen sind so gut wie weg. Keine nächtlichen Schweißausbrüche, keine Krämpfe, keine Schmerzen und Taubheitsgefühle. Ich hoffe jetzt, dass dieses Mal die Nebenwirkungen ausbleiben! Ich möchte hier allen Mut machen! Es scheint auch Betroffenen zu geben, die KEINE oder nur sehr wenig Nebenwirkungen bekommen. Bei mir stellten die sich beim Tamoxifen erst nach zwei Jahren ein. und in zwei Jahren bin ich mit der Therapie durch! Ich drücke allen die Daumen! Vielleicht gehört ihr ja auch zu denen, die beschwerdefrei bleiben.
    LG
    Mariposa


  • Hallo Mariposa und herzlich willkommen bei uns "Hemmermädels" :hug:
    Schön dass Du Dich angemeldet hast und mit uns Deine Erfahrungen teilst. Es freut mich sehr für Dich dass Du mit Letrozol gut zurecht kommst und kaum Probleme damit hast. Zeigt es uns doch mal wieder "alles kann, nichts muss"!
    Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du weiter so gut durch die Zeit kommst und freu mich darauf mehr von Dir zu hören.
    Viele Grüße
    Lisa

  • Hallo Mariposa,


    Auch von mir ein herzliches Hallo hier bei uns im Forum.
    Schön das du mit dem Letrozol so gut zurecht kommst. Mein damaliger Onkologe hatte es mir verordnet weil es besser verträglich sein sollte als Anastrozol. Die ersten Monate hatte ich schon die Befürchtung es wäre ein Placebo weil ich überhaupt keine Nebenwirkungen spürte.
    Nach etwa einem Jahr ging es dann los. Erst Schmerzen im rechten Arm wie Sehnenentzündung dann Schappfinger an der rechten Hand. Sehr unangenehm und schmerzhaft. Dann kamen die Muskelschmerzen dazu die trotz Sport und wöchentlicher Physio bis heute geblieben sind.
    Ich habe dann nach 1,5 Jahren auf Exemestan gewechselt. War auch nicht besser.
    Jetzt mache ich seit Anfang des Jahres eine Einnahme pause.


    Ich will dir damit um gotteswillen keine Angst machen. Es kann bei dir auch genauso bleiben. Das wünsche ich dir sehr.
    Wie Lisa schon gesagt hat. Alles kann-nichts muss.


    Lg Keinohrhase :hug:

  • Liebe Mariposa,


    willkommen sagt dir eine, die mit Letrozol ganz gut lebt, seit fast zwei Jahren. Meine Nebenwirkungen beschränken sich auf eine morgendliche Gelenksteifigkeit, die auch während des Tages bei längerem Sitzen nochmal auftritt, sich durch Bewegung aber ganz schnell gibt. Manchmal habe ich ganz leichte Hitzewallungen. Das ist - im Moment - alles. Und ich hoffe natürlich, dass das so bleibt. Ich habe von Anfang an Letrozol bekommen und nehme die Tablette morgens ein. Das war ein Tipp hier aus dem Forum, um Schlafstörungen entgegen zu wirken. Ich schlafe zwar nicht immer gut, bin aber im Großen und Ganzen mit meinen sechs Stunden durchschlafen pro Nacht zufrieden.
    Ich drücke dir und uns allen die Daumen, dass uns die Einnahme hilft und die heftigen Nebenwirkungen weiter wegbleiben / vielleicht auch einfach mal verschwinden / erträglich werden...

    Alles Liebe von

  • Hallo ihr lieben Mädels,


    ...und weiß immer noch nicht, für welches Letrozol (Hersteller) ich mich entscheiden soll, bei den Nebenwirkungen am liebsten für keins...


    Aktuell nehme ich ja nix, dh. meine Knoxhen/Gelenkschmerzen und der Schnappfinger links sind alles noch Reste der Chemo. Schon bedenklich, was die helfende Medizin so alles in uns anrichtet...


    lg, Tiggy

  • Viel schlimmer kanns ja eigentlich nicht werden Tiggy :)


    Ich nehme Letrozol abends, schlafen geht manchmal gut, manchmal nicht, aber 5 Stunden durchschlafen ist schon Luxus nach Chemo und Co.
    Ich schmiere fleissig weiter, nehme Ibu alle 2 Tage, und achte mal ob das Essen da irgendwie was ändert.

  • Vael, so wie es mir jetzt geht, könnte ich gar nicht arbeiten.
    Keine Ahnung, wie das nach der AHB MIT den Letrozols werden soll...


    Das Grauen hat einen Namen...


    Für die Gelenkschmerzen hab ich mir ein kleines Trampolin bestellt. Obs hilft, wird sich zeigen...
    die Gewürzmischung und die Enzyme waren bisher noch nicht zufriedenstellend.


    lg, Tiggy

  • Hallo Kleinohrhase und an alle anderen
    Zu Beginn der Einnahme von Tamoxifen hatte ich auch keine Nebenwirkungen und ich dachte: was haben die blos alle. Als nach zwei Jahren die Schmerzen anfingen habe ich das zu Beginn gar nicht an einen Zusammenhang zum Tamoxifen gedacht. Erst als auch Hitzewallungen dazukamen. Dann die Schmerzen überall. Blutdruck ging hoch, nächtliches Herzrasen. Ich dachte ernsthaft an MS! Taubheitsgefühle die von den Füßen aus in die Beine hochstrahlten. Es war wirklich schlimm. Bis die Nebenwirkungen auftraten habe ich über zwei Jahre Tamoxifen eingenommen. Und nun hoffe ich einfach, dass es beim Letrozol auch so ist.Das eventuelle Nebenwirkungen erst nach zwei Jahren kommen. Dann wäre ich nämlich fertig. Ich soll nur fünf Jahre Tabletten nehmen.
    Nochmal mache ich das nicht mit! Dann breche ich ab! Manchmal denke ich sowieso das die Pharmaindustrie mit unserer Angst viel Geld macht. Ich kenne mittlerweile einige Frauen, die weder Tamoxifen noch sonst welche Tabletten nehmen. Wegen der Nebenwirkungen.
    Letztendlich muss das jede von uns selbst entscheiden
    LG
    Mariposa

  • Ich bin bezüglich den Gelenkschmerzen weiter auf Suche.


    Nochmals die Gyn angesprochen und nur die Auskunft bekommen 3x täglich Ibu ( soviel brauche ich noch gar nicht ?) oder wechseln auf Tam für 10 Jahre. Damit hat mich die Gyn so verunsichert, dass ich garnicht mehr wusste was nun.


    Also nochmals zur Onko, fragen welche Alternativen gut wären, gibt ja auch noch andere Aromatasehemmer, oder ab wann ich damit rechnen könnte, dass die Schmerzen besser werden könnten. Ich bin einfach noch nicht bereit nach nur 1-2 Monaten schon völlig zu wechseln von Letrozol zu Tam. Wer sagt mir denn, dass es besser werden würde, da die Schmerzen vor Letrozol auftraten? Schwierig.


    Dann werde ich noch in der Schmerzambulanz einen Termin machen und fragen wie es aussieht mit längerfristiger Schmerzmittel Einnahme.


    Ich hatte eigentlich gedacht, dass nach Bestrahlung alles ein Ende hat.. aber scheinbar wirds jetzt erst kompliziert.

  • Hallo, nehme das Anastrozol jetzt seit 7 Monaten, und so langsam haben sich die Muskel- und Gelenkschmerzen schon gesteigert, ich versuche sie halt weitestgehend zu ignorieren und mache, auch wenn es schwer fällt regelmäßig Sport. Arbeit, Hunde, Urlaub und Sport lenken schon gut ab, Schmerzmittel nur wenn es gar nicht geht.
    Am meisten stört mich neben den Hitzewellen, daß ich sonst nur noch friere, laufe nur noch im Zwiebellook rum. Aber das Medikament wechseln, davor habe ich Hemmingen, vielleicht wird es dann noch schlimmer?


    Mika

    Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist

  • Hallo ihr Schmerzmitgeplagten...


    mein Letrozolrezept liegt noch hier, die Knochenschmerzen sind trotzdem seit Weihnachten ständig vorhanden, Reste von der Chemo, nicht von den Aromatasehemmern, da noch nicht genommen. Ehrlich gesagt, grausts mir davor, was kommt dann noch alles dazu?


    Ich bin diese Schmerzen so leid... die Gewürze haben bisher nicht den erhofften Erfolg gebracht, auch die Enzyme nicht. Eigentlich helfen nicht mal die Schmerztabletten. Doof das...


    Schüssler Salze, welche Nummern könnten helfen?


    lg, Tiggy

  • Liebe Tiggy,
    mit den Salzen oder Gewürzen kenn ich mich leider nicht aus. Ich kann aber Deine Aussage über die Schmerzen nur zu gut nachvollziehen! Auch verstehe ich nur zu gut Deine "Abneigung" zu/vor den Hemmern! Du könntest sie ja probieren und sollten NWs auftreten bleibt Dir ja die Option abzubrechen.
    Aber jede muss das für sich selbst entscheiden!
    Liebe Grüße
    Lisa

  • Liebe Lisa,


    ich fange nächste Woche mit Letrozol an, es war so abgesprochen mit dem Arzt, jeder vertritt ja eine andere Meinung, mir war die Version am schlüssigsten, erst zur Mitte bzw. Ende der Bestrahlung zu beginnen um Nebenwirkungen besser zuordnen zu können. So weiß ich, es kommt nicht von den Tabletten. Im anderen Fall hätte ich womöglich Tabletten gewechselt o.ä.


    Ibo hilft bei mir überhaupt nicht, es geht mir nur auf den Magen.


    lg, Tiggy

  • Also ich hab ja mit Ibu wenigstens fast Schmerzfreiheit, allerdings scheint mir ich nehme mehr und mehr, bin nun bei 1 Ibu 400mg / Tag und hatte eher das Gefühl es ist eine Entzündung in den Gelenken.


    Während dieser Zeit sind nun die Neuropathien an den Füßen schlimmer geworden, die Füße brennen, sind unerträglich heiß und kribbeln bis zum Knie vorallem abends im Bett.


    Habe vom Arzt nun ein Medikament gegen die Neuropathie Probleme bekommen mit dem Wirkstoff Pregabalin, und auch die Rest Schmerzen die ich hatte sind auf einmal weg. Aber nehme sie erst seit einem Tag,also werde mal ausprobieren, Ibu weglassen und dafür Pregabalin nehmen. Allerdings ist das wohl auch nicht ohne Nebenwirkungen, sollte morgens und abends eine nehmen und merke heute morgen, morgens geht nicht,ich stehe völlig neben mir. Aber meine Knie sind völlig schmerzfrei.


    Könnte mir also vorstellen, dass die Gelenkschmerzen bei Tiggy und mir, da vor AH gekommen auch eine Art Nervenschmerz /Neuropathie sein könnte.


    Vielleicht wäre das ein Versuch für Dich Tiggy.


    Ich berichte wie es weitergeht ohne Ibu, werde mindestens mal eine Woche durchziehen.

  • Liebe Tiggy,
    ja so war es bei mir auch. Ich sollte erst nach den Strahlen mit Anastrozol beginnen, weil der Körper mit "der Verarbeitung der Strahlen" genug zu tun hätte... Jetzt nehme ich es seit November 2013. Zwischendurch kämpfe ich immer wieder mit mir ob ich nicht aufhöre, aber es gibt keine Alternative für mich. Einen Hemmer muss ich nehmen und die Aussicht auf weitere, andere NWs... nein! Und wenn ich lese wie die Mädels hier alle tapfer kämpfen, da trete ich mir selbst in den Po.
    Schade, dass Du IBU nicht nehmen kannst! Mit einem Magenschoner geht es bei mir. Obwohl es ja auch nicht gut für die Nieren sein soll...
    Wenn alles gut läuft bin ich nächstes Jahr im November fertig, und dann, aber dann... :D
    Ich wünsche Dir sehr dass Du eine Möglichkeit findest mit den Schmerzen umzugehen! Warst Du schon mal in einer Schmerzambulanz?
    Liebe Grüße
    Lisa