Aromatasehemmer — Austausch

  • Ich bewundere euch alle, ihr tapferen Frauen, dass ihr das mit den Nebenwirkungen aushaltet. Ich habe mich nach ganz vielen Überlegungen dazu entschlossen, alle Hemmer abzusetzen und ich habe alle ausprobiert. Ein Jahr lang habe ich mich gequält, bis ich tatsächlich nicht mehr laufen konnte. Da ich 3 Wirbelversteifungen habe und die so furchtbar weh taten, dass ich fast im Rollstuhl gelandet bin (die Schleimhäute haben sich abgebaut auch an der Stelle), haben auch die Ärzte mir dazu geraten, keinen Hemmer mehr zu nehmen, obwohl der Krebs zu 98 % hormonabhängig war und dann auch noch inflammatorisch. Jetzt, 2 1/2 Jahre nach Krebsausbruch und 1 Jahr ohne Hemmer, geht es mir wieder gut. Ich fühle mich fast gesund, bis auf die Nachwirkungen der Chemo in Händen und Füßen, aber das wird auch immer besser. Meine Angst vor einem Rezidiv ist auch weniger geworden. So viele Frauen haben einen Hemmer genommen mit furchtbaren Nebenwirkungen und dann kam der Krebs doch wieder. Meine Ärzte haben mir erzählt, dass täglicher Sport (Walking und Muskelaufbau) genauso wichtig sein können wie ein Hemmer. Es soll Studien geben, die das belegen. Also treibe ich viel Sport, und ich kann das ja auch, weil ich gar keine Gelenkschmerzen mehr habe. Ich bin allerdings über 70 Jahre und weiß nicht, ob ich das so gemacht hätte, wenn ich 20 Jahre jünger gewesen wäre. Ich möchte einfach nicht die letzten schönen Jahre, die ich noch habe, mit Schmerzen verbringen. Ich schreibe das nur, weil es auch andere Wege gibt. Jeder muss für sich entscheiden, was er machen möchte, denn jeder Krebs ist anders. Aber man muss hinter seiner Entscheidung stehen, das ist wichtig. Ich freue mich jetzt meines Lebens und mache viele schöne Urlaube mit der Familie. Ich wünsche allen die richtige Entscheidung. Manchmal wird es ja auch mit der Zeit besser mit den Nebenwirkungen, wenn man einen Hemmer nimmt. Das wünsche ich allen.

    LG Jonna

  • Ich nehme seit April 2018 Letrozol (da war ich 46). Aufgrund der Gelenkschmerzen habe ich nach einem Jahr zu Exemestan gewechselt. Das habe ich schlechter vertragen. Meine Haare sind dünner geworden, Hitzewallungen, Nachtschweiss, Gewichtsabnahme (ich sah ganz aufgedunsen aus) und die Gelenkschmerzen waren immer noch da. Nach 1 Monat habe ich wieder zurück zu letrozol gewechselt. Mittlerweile bin ich ganz gut auf mein Schmerzmittel eingestellt, ohne geht gar nicht. Bewege mich auch viel (Rad fahren und laufen), es gibt allerdings auch Tage da fällt alles schwer oder geht gar nicht.

    Bisphosphonate wurden mir empfohlen, habe ich abgelehnt.

    Das letrozol ist meine Lebensversicherung mit alen doofen Nebenwirkungen.

  • ich habe mich vor 4 Wochen von Letrozol verabschiedet . 4 Monate habe ich durchgehalten. Schon nach der 1 Einname war ich um die hälfte müder und abgeschlagen . Konnte nicht schlafen trotz müdikeit . Nach etwa 2 Wochen Einname hat die Radiotherapie begonnen . Bis zu Pfingsten . Neben akzeptablen Nebenwirkungen wie , Ekzemen an den Augen , Gewichtszuname , schlafstörungen , kribbeln an Armen ubd Beinen , gesellten sich immer mehr für mich nicht akzebtablen Nebenwirkungen dazu . Schwindel Stürze prellungen Amnesie schlafwandeln Aggressivität. Ich kann mich bis heite an viele Dinge die ich gemacht habe nicht mehr erinnern (mein Mann erzählte sie mir ). Autofahren ging auch nicht mehr . Das paradoxe ist . Ich hatte nie schmerzen nach einer Prellung oder Sturz . Ich habe langsam angst vor mir selber bekommen .

    Jetz nach vier wochen Pause geht es mir wieder gut . Bereits nach 1 Woche merkte ich pos. Veränderungen . Mein Rücken der mich nie mehr geschmerzt hat in den 4 Monate . Tut wieder arg weh (Bandscheiben , Arthrose , verschobene Wirbel , Skoliose ). Ich mache noch ein paar Wochen pause Ende August habe ich Termin bei der Gyn . Ich starte dann noch 1 Versuch mit anderem Medi , lasse mich beraten.

    Mir ist bewusst Aromatasehemmer wären die Mittel die ich brauche . Lebensqalität ist mir aber noch wichtiger.

  • Sophiechen ,

    Danke. Trotz all der Nebenwirkungen werde ich keinesfalls die Therapie mit Anastrozol abbrechen.

    Mein BK war ebenfalls sehr hormonintensiv. KI 67 3 %. Dein KI ist auch niedrig.

    Genieße Dein Glas Wein. Ich kenne zwei Frauen mit BK, die das fast täglich tun.

    Und ich trinke zweimal wöchentlich mein Bier. Die kleinen Freuden sind sehr wichtig für die Psyche.

    Übrigens werde ich wieder mit Meditieren beginnen. Ist das auch etwas für Dich?

    Herzliche Grüße

    Marie1<3

  • Huhuuuu,

    Komme gerade von meine FÄ u sie hat mir geraten Anastrozol erst mal abzusetzen. Meine Vaginal - schleimhaut ist seit 6 Monate übelst schmerzhaft, aber ich behelfe mir mit vielen Salben u Zäpfchen.

    Vor 8 Wochen fing das Ganze auch im Rachen-Schlucken nur noch mit Anstrengung, Speiseröhre und Magenschleimhaut mit C Gastritis an, vermutlich vom Antihormon.

    Jetzt soll ich eine Pause von 6 Wo.machen, um zu gucken ob es tatsächlich davon kommt, weil keine Magen Mittel mehr helfen.

    Weiss jemand von euch wie lange der Körper braucht um sich wieder zu erholen. Schleimhäute u so?


    Es macht mir ein beklommenes Gefühl u ich brauche dafür Mut.

    Sollte es tatsächlich vom Antihormon alles sein, denkt meine FÄ an nochmal Tamoxifen.


    Alles Liebe

    Mariechen

  • Guten Morgen liebe Mitstreiterinnen,

    Ich nehme ja seit März Letrozol und habe keine Nebenwirkungen. Allerdings beginnt sich meine Figur seitdem zu verändern. Ich bin groß (1.80) wiege 80 kg, also recht schlank. Nun bekomme ich einen Bauch, ohne dass mein Gewicht sich verändert. Kann natürlich auch an meinem Alter(78) liegen, aber irgendwie beunruhigt es mich schon. Gehe zum Yoga und zur Wassergymnastik. Hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht? Ich weiß, dass ich auf hohem Niveau jammere. Gesine

  • Fiducia , mir ging es ähnlich, außerdem hatte ich immer vor Augen, dass meine Mutter unter Letrozol einen Schlaganfall bekommen hatte.

    Sie hatte vorher Tam genommen und man legte ihr einen Switch nahe.

    Ich habe es auch abgebrochen, da ich absolut keine Lebensqualität mehr hatte.

    Seit Dezember letzten Jahres nehme ich nun nach Rücksprache mit meinem Gynäkologen Tamoxifen, habe zwar auch einige Nebenwirkungen, die aber definitiv nicht vergleichbar sind.

    Also Hitzewallungen, nach Einnahme ca. 2 Stunden Übelkeit, schneller erschöpft als normal, was ich aber langsam durch viel Bewegung in den Griff bekomme.

    Und ich kriege schneller blaue Flecken, muss demnächst mal meine Throbozyten abchecken lassen.


    Aber ehrlich gesagt, ich komme damit sonst gut durchs Leben. Bin gut gelaunt, während ich unter Letrozol Angst bekam, dass ich in eine Depression abrutsche.


    Vielleicht ist das für Dich auch eine Alternative? Sprich doch mit Deinem Arzt mal darüber.


    Liebe Grüße

    Milli

  • Hallo Milli ,

    verstehe ich doch richtig das du erst Letrozol und dann Tamoxifen bekommen hast. Wie lange hat es dann so ungefähr gedauert bis die NW von Letrozol etwas zurück gegangen sind ? Kommen da 6 Wochen hin?


    Ich soll jetzt 6 Wo Pause machen vom Anastrozol u dann evtl zurück auf Tamoxifen?


    LG

    MARIECHEN

  • Liebe Foris


    Im November werden es 5 Jahre Exemestan und danach werde ich aufhören.

    Im 1. Jahr hatte ich Hitzewallungen, aber keine Schweissausbrüche. Mir wurde halt etwas warm. Nachts lag ich manchmal 3h wach, Probleme also die viele andere ebenfalls in der Menopause haben.


    Gelenksschmerzen und Muskelschmerzen hatte ich die ganzen 5 Jahre über, aber wirklich in erträglichem Masse und gut auszuhalten. Mein geliebter Sport war kein Problem und ich habe mich daran gewöhnt.


    ABER: Meine Knochendichte ist von 0 auf MINUS 1.8 gesunken und das ist für mich auch der Grund, die 5 Jahre nicht zu verlängern auf 7 oder gar 10 Jahre, wie es bereits diskutiert wird.


    Ich wollte euch nur mal meine Langzeiterfahrungen schildern,

    alles Liebe, Viviane

  • Viviane1968

    Ich hatte 4 Jahre TAM und 2 Jahre u 4 Monate Anastrozol. Mit Schwitzen und Gelenkschmerzen, Knochendichte im Keller, lebte ich auch, aber nachdem ich jetzt kaum noch schlucken kann, vermutlich bin ich nicht nur vaginal, sondern auch auch im Hals ausgedörrt,setze ich erst mal ab um zu testen ob es von den Antihormonen kommt. Meine Fä vermutet es u hat mir zum Absetzen geraten.

    Ich kann dich daher sehr gut verstehen.


    LG. Mariechen

  • Liebe Mariechen54

    ich wäre sehr interessiert daran zu erfahren, nach wie vielen Wochen sich eine Besserung der Trockenheit der Schleimhäute einstellt. Könntest du bitte, diene Erfahrungen dann hier kurz reinschreiben?

    Vielen lieben Dank und ich wünsche dir, dass die Nebenwirkungen restlos verschwinden nach dem Absetzen!

    LG, Viviane

  • Ich nehme Letrozol seid gerade mal vier Monaten und kann kaum laufen. Allerdings hatte ich diese Beschwerden auch schon vorher nur nicht so schlimm. Dazu kommen meine kaputten Knie, schwere Arthrose 🙄 Von daher denke ich immer , wenn ich das Letrozol absetzte hab ich eh nur wenig Erleichterung. Mein Gyn hat mir letzte Woche Novalgin aufgeschrieben. Das hilft. Ich möchte es nicht täglich nehmen , aber im Moment schaff ich es nicht ohne. Meine Knie müssten operiert werden, neue Gelenke. Eigentlich wollte ich das erst in ein paar Jahren machen lassen, aber wenn das so weiter geht muss ich wohl früher ran 😡

    Manchmal sind die Dinge, die wir nicht ändern können, genau die Dinge, die uns ändern


    Liebe Grüße Heike