Aromatasehemmer (Antihormontherapie) — Austausch

  • liebe Shiva_001

    ja, das war mir so bekannt. Danke, dass du das alles noch mal zusammengefasst hast!

    Mein Problem war und ist, dass niemand mit mir über zB Knochendichte gesprochen hat. Sprich: niemand hat gesagt, dass ich den Wert vorab messen lassen soll.

    Meine Angst vor Osteoporose wurde einfach schlicht weg ignoriert.

    Auch hat man mir Letrozol verschrieben, bevor der Hormonstatus-Befund gemacht wurde.

    Darüber hinaus zeigt mein Befund andere Richtwerte/Normwerte für FSH, LH ect auf, als ich in den Richtlinien im Internet finde. Während ich lt den Tabellen im Internet noch nicht im Wechsel bin, bin ich es lt den Richtwerten auf meinem Befund sehr wohl.


    Enola

    ja. Ich gebe in der Anstalt auf und suche mir einen neuen Gyn.

    Mein bisheriger hat eh kaum je Termine.

    Wahrscheinlich ist das das Beste so.



    Danke für euren Zuspruch alle zusammen!

  • Taima, ich habe dies antihormontherapie mit Letrozol und zoladex seit 21.05 . Bei mir wurden vorher und bisher auch keine Untersuchungen gemacht bezüglich Knochendichte und Hormonstatus.

  • MoOnLight: Letrozol und Zoladex zusammen ist ja in Ordnung, da die Medis zusammenwirken (quasi die Nummer Sicher). Aber, nur Letrozol, wenn man noch nicht gesichert postmenopausal ist, ist glaub nicht gut.


    Taima: Wenn Du Dir einen neuen FA suchst ist das glaub ich das richtige. Im Boobscamp fühlst Du Dich so lange schon nicht wohl und Du bist ja noch einige Jahre mit dem Thema beschäftigt. Es ist besser einen Arzt zu haben dem man vertraut, das kann ja durchaus auch ein neuer sein. Im Prinzip war es bei mir ja auch so, ich hatte jetzt außer ein paar Terminen auch noch keine richtige Bindung zu meiner FA, war halt so ein Pflichttermin. Nun, in der Zeit jetzt, hat sie sich als für mich richtig rausgestellt. Das wünsche ich Dir auch

    Das Leben ist ein Keks, jeden Tag beissen wir ein Stück davon ab

  • Liebe Liebgewonnene,

    wie lange hat es bei euch gedauert bis die NW von Letrozol (oder anderem) eingesetzt haben?

    Ich befürchte, ich liege derzeit wie ein Fuchs auf der Lauer und beobachte jede Kleinigkeit in und an mir.

    Das will ich endlich wieder abstellen. Das macht mir Angst.

  • Liebe Taima,


    Ich nehme jetzt seit Mitte April Letrozol und hatte noch keinerlei Nebenwirkungen, die ich darauf zurückführen würde. Bin gerade in der AHB und natürlich zieht und zwickt es mal hier und mal da beim Sport und den Dehnungen, aber das tat es irgendwie vorher auch schon, werde eben auch nicht jünger und muss mir endlich die Zeit nehmen, meinen Körper fit zu halten. Ob da irgendwas mit dem Letrozol zusammenhängt, weiß ich nicht und ist mir auch herzlich egal, da ich das ja sowieso nicht ändern kann, weil es ja meine „Lebensversicherung“ ist. Also bin ich da völlig tiefenentspannt und horche gar nicht in mich rein sondern nehme alles so wie es kommt. Sport tut gut und alles andere ergibt sich schon irgendwie von selbst.

    Wie heißt es in dem Spruch so schön „…hinnehmen, was man nicht ändern kann…“, das ist in diesem Fall meine Devise und damit lebt es sich ganz gut.

    Drücke dir die Daumen, dass du dich da auch einfach etwas entspannter hineinbegeben kannst.


    LG Ilmomari

    Leben ist lebensgefährlich und endet in jedem Fall tödlich - irgendwann. ;)

    Umso wichtiger ist es, die Zeit im Hier und Jetzt voll auszukosten und zu genießen.

  • Hallo MoOnLight ,


    ich vermute, du bekommst Tamoxifen zusammen mit zoladex? Für die Aromatasehemmer, wie letrozol und Co. bist du noch zu jung. Ausser du hast deine Eierstöcke entfernen lassen...

    Ich hatte 2012 bis 2014 Tamoxifen, danach Eierstöcke entfernt und seitdem Anastrozol. Die Gyn und der Onkologe sagen, nach 10 Jahren sei gut und man hätte keine Vorteile mehr, ausser schleichende Osteoporose. Hab aber Bammel davor, diese kleinen Tablettchen abzusetzen, da mein Tumor zu 100% hormonabhängig war.

    Grüße Martina

  • Hallo Taima ,

    ich hatte sehr schnell Nebenwirkungen vom Letrozol.

    Aber wegen der Chemo hatte ich eh schon Muskel-Gelenk-und Knochenschmerzen und das hat sich mit Letrozol extrem verschlechtert.

    Ich freue mich für alle, die keine oder wenig Nebenwirkungen haben, aber ich bin nicht der Typ, der in sich "reinhorcht" und darauf wartet, dass etwas passiert.

    Ehrlich gesagt bin ich ziemlich verzweifelt momentan, weil Letrozol meine "Lebensversicherung" ist, aber ich mit der täglichen Einnahme keine Lebensqualität mehr habe. Ich bin sehr sportlich und wieder voll im Berufsleben und kann unter Letrozol fast nicht laufen. Am Schlimmsten ist es jedoch nachts, wo ich starke Gelenkschmerzen habe, sodass ich von meinem eigenen Gejammer aufwache.

    Vielleicht bin ich ja ein Sonderfall, oder stelle mich blöd an;(

    Ich nehme es jetzt jeden zweiten Tag-besser als nix, aber ich weiß nicht, ob das ausreicht, weil mir die Frage niemand beantworten kann.


    LG Smilla

  • Liebe @Smila,


    nein Du bist kein Sonderfall, mir ging es so mit Exemestan.

    Ich konnte nach 6 Wochen kaum noch laufen und wegen der Beschwerden nicht schlafen. Dazu hatte ich Galle/Leberbeschwerden, Juckreiz vor allem an Händen und Füßen, es blieb mir nur Absetzen.

    Überlege noch ob ich mir ein anderes Medi aufschreiben lasse. Aber bei meinen vielen Baustellen (ua auch Osteoporose) - schwierig 😥

    Fühle mich auch wie nach der Kündigung der Lebensversicherung.

    Habe einen Test gemacht, Predict breast, was bei mir einen Benefit von 1 Prozent bei 10 Jahren Antihormone bedeutet.

    Ob das halt aussagefähig ist?

    Ich denke, wenn Du die Hälfte gut verträgst ist das besser als nichts, Letrozol hat eine Halbwertszeit von bis zu vier Tagen.

    Besser noch wenn die Tabletten teilbar waren und Du nimmst täglich die Hälfte.

    Bei Exemestan ging das leider nicht.

    Alles liebe Dir 🤗🍀✊

  • Palenke nein ich habe Letrozol und Zoladex, keine Ahnung warum die Ärztin mir das verschrieben hat. Meine Eierstöcke habe ich noch drin. Ich nehme es ja noch nicht so lange, seit Mai. Bisher habe ich kaum Nebenwirkungen

  • MoOnLight : interessant, dass du auch Letrozol bekommst... hast du einen Hormonstatus machen lassen?


    smilla und steinach

    genau diese Schmerzen sind meine große Angst. Mir nutzt es nix, eine "Absicherung" zu haben, die mir so massiv meine Lebensqualität vermiest, auch wenn ansonsten ein Rezidiv eventuell früher kommt als ohne AHT.

    Man weiß es ohnehin nicht. Ich habe einen ziemlich aggressiven Krebs und da ist Letrozol einfach nur ein Baustein hinauszuzögern, dass er wiederkommt. Es heilt mich ja nicht. Es zögert nur einen eventuellen Rückfall hinaus.

    Noch dazu weiß ich nicht, wie lange es dauert, bis sich mein Körper von Letrozol nachdem ich es abgesetzt habe, wieder erholt.

    Ich habe Angst, dass ich mich dauerhaft schädige und ich mich davon nicht mehr erhole bevor ich wieder alles von vorn machen muss.

    Chemo war ja ok, weil nach 6 Monaten vorbei, aber Letrozol über Jahre hinweg?

    Ich hätte einfach nur gern 1-2 Jahre ohne Ärzte, KHs, Labore, Medis, ...

    Wieviel Letrozol - also wieviel Gramm - habt ihr denn verschrieben bekommen?


    Ilmomari

    das freut mich zu lesen, dass du im Großen und Ganzen gut klar kommst! Das ist eine sehr gute Nachricht für mich! :hug:

  • Liebe Taima ,


    ich hatte ungefähr vier Wochen nachdem ich angefangen habe Letrozol zu nehmen, ein paar Nächte mit Schweißausbrüchen. Danach war der Spuk vorbei. Gelenkschmerzen habe ich glücklicherweise bisher nicht bekommen, nur ein bisschen Morgensteifigkeit... aber ich bin 61, da hätte ich es vielleicht auch ohne Letrozol. Ich nehme es jetzt seit 2,5 Jahren. Ich habe allerdings den Eindruck, dass meine Konzentration und Denkfähigkeit vor Letrozol und den diversen Operationen besser wären. Aber es ist halt nicht zu ändern.


    Ich hatte aber auch so gut wie keine Wechseljahresbeschwerden, und auch kein PMS. Ich vermute, dass starke körperliche Nebenwirkungen mit dem Hormonstatus vorher zusammenhängen.


    Wenn du Glück hast, kriegst du keine Nebenwirkungen, ich drücke dir die Daumen :)

  • steinach, danke für deine Antwort.

    Die Letrozol Pille lässt sich auch nicht teilen.

    Ja, ich denke auch, dass ich bei der zweitägigen Einnahme bleiben werde, täglich macht mich kaputt. Ich habe jetzt auch einmal den Krebsinformationsdienst Heidelberg angeschrieben, vielleicht haben die eine Lösung.

    Ich hoffe, dass Du eine Möglichkeit findest, deine "Lebensversicherung" mit einem anderen Medikament hinzukriegen :*

    Taima das ist ja das komische, jede Frau bekommt die gleiche Dosis Letrozol, also 2,5mg. Unabhängig von Größe, Alter, Gewicht...

    Ich habe manchmal den Eindruck, dass man da einfach mit dem Holzhammer draufhaut und hofft, dass es passt.


    Liebe Grüße

    Smilla

  • hallo Taima,


    wir sind gleich alt und ich bekomme seit Januar '21 Letrozol.

    Durch die Chemo haben meine Eierstöcke aufgehört Hormone zu produzieren. Hormonstatus wurde gemacht.

    Ich habe seit Ende der Chemo im November '20 schon Gelenk- und Knochenschmerzen. Durch Letrozol ist es jedoch um einiges schlimmer geworden, die Verschlechterung ist relativ schnell nach Einnahmebeginn von Letrozol gekommen. Sport und Bewegung helfen da am besten. Meine Schulterschmerzen lassen sich davon aber nicht so sonderlich beeindrucken. Leider.

    Ich nehme das Zeug trotzdem weiter, da die Chemo bei meinem stark hormonabhängigen Tumor kaum gewirkt hat und auch noch was im Lymphknoten gefunden wurde. Ich hab zu sehr Angst, dass der Sch... wiederkommt. Und ich hoffe einfach, dass die Gelenkbeschwerden mit der Zeit doch weniger werden.


    Liebe Grüsse


    Ach so... Knochendichtemessung hab ich nicht gemacht. Ich bekomme halbjährlich Bisphosphonate und nehme Calcium und VitD.

  • Danke liebe smilla,

    ich werde meine Frauenärztin beim nächsten Termin fragen, vielleicht ist für mich Letrozol jeden 2. Tag auch eine Option.

    Exemestan hat nur eine kurze Halbwertszeit, da geht es nicht.

    Werde mich auch mal schlau machen ob es bei Letrozol Hersteller mit Teilbarkeit gibt, bei Exemestan wurde ich da leider nicht fündig.

    Ich drück Dir die Daumen, das die Nebenwirkungen weniger werden bzw, ganz ausbleiben. Das habe ich hier schon von Einigen gelesen. ✊🤗


    Liebe Taima,

    es kann auch sehr gut sein, dass Du gar keine Nebenwirkungen bekommst.

    Und das wünsche ich Dir von ganzem Herzen.

    Die Option keine Antihormone einzunehmen, wenn es Dir zu schlecht geht, kannst Du immer noch ziehen.

    Oder Du switch auf ein anderes Medikament bzw. Hersteller.

    Nicht gleich aufgeben!!!

    Alles Liebe 🤗

  • Liebe Taima,


    ich nehme seit April Letrozol. Anfangs war ich ein bisschen durcheinander (dauermüde, Durchfallneigung, Schmerzverstärkung), aber das legte sich nach wenigen Wochen. Dafür schlief ich gut! (Nehme das Zeug abends, da es bekanntlich müde macht.)


    Mittlerweile ist zweierlei geblieben:

    Ab Mittag bin ich müde und allenfalls zu Routinekram zu gebrauchen, was elenden Stress verursacht (muss alles Wichtige in den Vormittag stopfen, also priorisieren, und das hasse ich, weil zuviel hinten runterfällt).

    Ich habe weiterhin das Gefühl, dass Letrozol meine orthopädischen Schmerzen verstärkt.


    Beides ist unklar - die Müdigkeit kann auch Chemonachwirkung sein (meiner Onkologin zufolgedauert das bis 2 Jahre), der Schmerzzuwachs kann auch einfach an schnellerem Verschleißfortschritt liegen.


    Knochendichte muss ich noch messen lassen, aber noch ist es zu früh, nach Auswirkungen zu fahnden.


    Summa: Nix wirklich Schlimmes bisher. Meine brustkrebsüberlebende Freundin in Hamburg, bei der bei der OP einiges versaubeutelt wurde, merkt vom Letrozol fast nix mehr, und das höre ich öfter: Wo NW auftreten, schwächt sich das imLauf der Zeit deutlich ab.

    Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen.

    Gott gibt die Nüsse, aber er knackt sie nicht auf.

    Aufs Beste hoffen, aufs Schlimmste gefasst sein!

  • Alwine

    danke für eine lieben Zeilen!

    Ich schlafe immer noch nicht :)

    Ich melde mich bald als Wunderkind der Medizin.

    Ich scheine die einzige zu sein, die von all dem Kram niemals müde geworden ist.

    Im Gegenteil habe ich den Eindruck seit Letrozol noch schlechter zu schlafen.

    Ich komme nur noch auf 3 Stunden (mit Unterbrechung) - bei der Chemo waren es immerhin noch 4 und an wenigen Nächten 5 Stunden.

  • Liebe Taima , habe die Diskussion hier nun ein wenig verfolgt und möchte gerne etwas dazu schreiben.


    Meine Mutter, vor 12-13 Jahren an BK erkrankt, stark hormonabhängig, hat das Letrozol nach Chemo und Bestrahlung ein paar Wochen genommen und wegen Gelenkschmerzen "in die Tonne " geworfen und seitdem nichts mehr gemacht. Auch keine Nachuntersuchungen, nix. Sie hatte keine befallenen LK. Es geht ihr gut und sie ist eine echt fitte Frau mit nun 71 Jahren.


    Ich hatte befallene LK, bei ED hatte Tam, dann Rezitiv nach 9 Jahren und nun Letrozol + Kisqali (Rezitiv mit Metastasen). Tam hat bei mir überhaupt nichts ausgelöst, Letrozol etwas Morgensteifigkeit und etwas Knochenschmerzen. Alles im Rahmen. Ich denke ohne das Tam hätte ich viele Jahre früher das Rezitiv bekommen.


    Du bist erst 48 Jahre, also sehr jung. Wenn du Letrozol nicht verträgst, wäre Tam vielleicht eine Option?

    Ich war auf jeden Fall damals bei ED froh, eine AHT machen zu können, es ist eine Zusatzoption, die frau ja nur bei HR + hat.