Aromatasehemmer (Antihormontherapie) — Austausch

  • Liebe Mariechen54 , danke für deine Antwort. Ich hatte 6 Monate Tam...und dann 4.5 Jahre Letrozol. Ich bin schon mal froh, wenn die Gelenke nicht mehr schmerzen. Manchmal denke ich, ich weiß garnicht mehr, was eigentlich normal ist. Irgendwie hatte ich mich auch daran gewöhnt😂...Mein Cholesterin war auch sehr hoch. Ich hoffe jedoch , dass ich es wieder schaffe ,gesünder zu essen. Ich habe seit über 3 Jahren immer wahnsinnigen Appetit auf Süßes...dem hatte ich eigentlich abgeschworen seit ich 40 war😂...Hatte aber nun immer das Gefühl, ich bräuchte es...und dann natürlich zugenommen😭...hoffe ich kann das jetzt angehen und dass die Blutwerte dann auch besser werden. Habe ja keine Eierstöcke mehr , deshalb bin ich in Sorge, dass das evtl. nicht mehr für die alte Frische reicht...Alles Gute und Liebe Jorinde

  • Habe von Anastrozol auf Letrozol gewechselt und die Nebenwirkungen haben sich schon gebessert. Natürlich nach Absprache mit den Ärzten.

    Keine Schmerzen mehr unter den Fußsohlen, kribbeln der Hände nachts, Müdikeit, schwere Beine bzw. Körper, kann wieder vom Stuhl aufstehen ohne mich abzustützen, nachts keine Schmerzen mehr, wenn ich die Beine strecke (bin Seitenschläfer) und davon wach wurde.

    Mein Körper fühlt sich insgesamt leichter an (lief ganz schwer, sagten auch meine Freunde) und kann mich jetzt besser bewegen. Gelenkschmerzen überall (die ich früher nicht hatte) habe ich immer noch und auch Hitzewallungen ohne Ende, aber auf jeden Fall besser.

  • Guten morgen an alle. Ich nehme seid Februar 2019 Anastrozol. Die Nebenwirkungen sind mal mehr mal weniger. Zur Zeit

    macht mir auch die morgendlichen Anlaufschwierigkeiten zu schaffen. Fühle mich manchmal wie 80, nä wie 90.

    Zwischendurch (vor allen Dingen nachmittags) bin ich auch öfters unfassbar Müde. Das belastet mich sehr, da ich nie einordnen

    kann ob es von Anastrozol kommt, oder von etwas anderem (die Ängste kennt glaub ich jeder).

    Was mich auch besonders nervt ist, dass ich öfters mit erkältungsähnlichen Symptomen zu tun habe (leichtes Halskrazten usw)

    Kennt jemand von Euch auch diese Beschwerden? Hätte mich mal interessiert.

    Wenn ich mir vorstelle wie sich die Nebenwirkungen die nächsten drei Jahre entwickeln ?????

  • tinibini

    Ich hab 2,5 Jahre Anastrozol genommen und kenne all deine Symptome. Die Steifheit meiner Fussgelenke morgens waren am Schlimmsten, wie eingegibst, unsere Treppe morgens bin ich gehoppelt wie ein Kaninchen...... Ähnlich war es mit den Händen.


    Dieses Halskratzen hatte ich auch, war aber wie sich herausstellte von der Magensäure. Mein Magen litt die ganzen Jahre ziemlich unter den Antihormonen, auch unter Tam.


    Ja und die Müdigkeit kam und ging, kam drauf an wie die Nacht war.

    Wie schläfst du denn nachts, ausreichend?


    LG. Mariechen

  • danke für deine Antwort, Mariechen 54.


    Mit dem schlafen habe ich nur sehr selten Probleme. Da kann ich mich nicht beschweren.


    Das mein Halskratzen von der Magensäure kommt, ich weiß es nicht. Hatte früher mal öfters Sodbrennen, was ich auch gemerkt habe.

    Aber zur Zeit merke ich vom Sodbrennen nichts.


    Wie hast Du das denn festgestellt, das Dein Halskratzen vom Magensäure kommt und was hast Du dagegen gemacht?

    (Pantro..... oder Omepra..... genommen? und wenn ja wie lange? ich vertrag das auf länger Zeit alles nicht so gut).


    Nimmst Du eigentlich kein Anastrozol mehr? Weil Du schreibst 2,5 Jahre.?


    LG tinibini

  • Hallo ihr Lieben, das Halskratzen habe ich unter Letrozol auch immer wieder. Besonders wenn ich viel spreche, nicht genug trinke. Werde dann auch heuser, bei mir scheibt es von der kaputten Schleimhaut zu kommen. Ich habe immer diese Salzlutschtabletten dabei, Bad EM...er o.ä. aus der Drogerie. Die helfen mir dann, weil speichelbildend. Mein Problem sind einfach die Leberwerte unter Letrozol. Meine Gelenkschmerzen sind seit ich jeden Tag 5, 6 km laufe mit meinen Nordic Walking Stöcken deutlich besser, auch die Anlaufprobleme am Morgen. Die nächtlichen Schwitzattacken haben sich jetzt nach 2 Jahren gut verbessert, so dass ich seit 2 Wochen mein Remifemin um die Hälfte reduziert habe und es klappt gut. Ich merke keinen Unterschied. Dafür jetzt die Leberwerte, ständig was Neues🤦🏻‍♀️🙈😥

  • tinibini

    Ich habe 4 Jahre Tamoxifen und 2,5 Jahre Anastrozol genommen, kurz noch Exemestan. Ich konnte dann nicht mehr essen u schlucken, weil die Schleimhäute im Hals, in der Speiseröhre usw so kaputt waren. Da hab ich nach 6,5 Jahren, nach Rücksprache mit dem BZ und meiner Ärztin aufgehört.


    Ja ich hab länger die Säureblocker genommen, Lanzoprazol, auch Pantoprazol. Jetzt 6 Monaten nach dem Absetzen schlucke ich wieder normal und habe alles wieder zugenommen.


    Wenn du schon Säuereprobl. kennst dann nimm doch erst mal was leichtes, was nur die Säure bindet wie Tal... Oder Malox.... Vllt wird es damit schon besser. Wenn du das, Halskratzen morgens hast dann könnte es das sein. Ich hatte auch nachts Reflux.


    Oder es sind wirklich die trockenen Schleimhäute. Kauf dir was zum Befeuchten, darf nur kein Menthol haben, das trocknet aus. Ich nahm haufenweise dieses Gelorev...... Und Emsa... Und sowas alles.


    Ich hatte die Aromatasehemmer gerne länger genommen, am liebsten bis ans Ende meiner Tage, so bis 85😉,ging aber leider nicht.


    Lg.Mariechen

  • das Gelorev... nehme ich auch. Hab mir auch eben Bad Ems..... gekauft. Mal gucken ob es besser wird. Man ist ja so irritiert zur Zeit

    wenn man etwas Halskratzen hat. Will auch nicht bei jedem Wehwechen gleich zum Arzt laufen.

    Aber manchmal weiß man halt auch nicht, wie man die Symptome einschätzen soll.

    Ich lese halt ab und an hier nach, ob irgendjemand auch so ähnliche Schmerzen hat und bin dann schon wieder etwas beruhigter.

    Man weiß halt nicht, was auf einen noch alles zukommt.

    Wie gesagt, schlafen ist bei mir ok. Dafür halt Hals und zur Zeit auch öfters Magen- bzw. Darmprobleme (Durchf... oder Verstopf....)

    je nach dem.

    Bin übrigens zum zweiten Mal (nach 20 Jahren) wieder mit der Brustkrebsgeschichte konfrontiert worden.

    Hatte ich echt nicht mehr mit gerechnet. Hat mich auch echt umgehauen (Diagnose Herbst 2018, zweites Mal brusterhaltende OP,

    zweites Mal Bestrahlungen und halt jetzt Anastrozol 5 Jahre lang. Beim ersten Mal hab ich Chemo bekommen).

    Ist schon heftig, was mal alles mitmachen muss im Leben. Aber wenns so bleibt wie jetzt, kann man noch zufrieden sein.

    (Übrigens meine Schwester hat es 3 Monate nach mir auch wieder zum zweitenmal getroffen. Nach 10 Jahren).

    (Gen-test alle negativ).

    Also weitermachen, jeden Tag aufs neue.


    Lg :)

  • Hallo zusammen,

    meine Erfahrungen mit Letrozol waren nicht so schlecht. Ich hab metastasierten BK und hab Letrozol in Verbindung mit Palbociclib genommen. Ich hab es sehr gut vertragen und hätte sehr gern weitergemacht, aber die Medis haben nicht mehr geschafft, die Knödel in Schach zu halten. Die paar Nebenwirkungen, wie ganz leicht steife Gelenke, Nachts mal Pipi müssen und Mini-Mini-Hitzewallungen finde ich jetzt wirklich nicht schlimm. Ich bin noch nicht so alt und auch noch aktiv, und fand die Lebensqualität nicht wirklich eingeschränkt. Ich hab mich da auch nie so reingesteigert und überbewertet. Ich finde eher schlimm dass ich diese Option nicht mehr hab.


    Liebe Grüße


    Verpasse nicht Deine Verabredung mit dem Leben!

  • Ja liebe Kuestenkind_70 ,


    mir geht es genau so! Habe Ibrache, Letrozol, und Zometa gut vertragen. Ging gut bis zum CT...nun soll ich was anderes bekommen. Habe Leber und Knochenmetastasen. Bin auch traurig


    Dir alles Gute LG Khira

  • Liebe Philosophin ...der Ki 67 Wert allein sagt nicht aus, wie hoch das Rückfallrisiko ist. Hier sind so viele Frauen mit ganz niedrigem Ki 67 und Metastasen und Rezidiven. Ich hab das auch mal beim Krebsinformationsdienst erfragt. Da war die Antwort : "Ki 67 kann als zusätzlicher Marker zu den gängigen Prognosefaktoren bestimmt werden ( Chemotherapie ja oder nein ) Aber eine alleinige Aussage über die Prognose ist es nicht. Es müssen alle Faktoren der Tumorformel zusammen berücksichtigt werden. Eine Frau, die einen ganz niedrigen Ki 67 hat und dafür 5 befallene Lymphknoten, T3 und R1 hat mehr Rückfallrisiko als jemand mit hohem Ki 67 ,aber mit N0 , V0, L0, Pn0 und R0. Dazu kommt noch ob Chemotherapie dabei war...denn die Chemo macht auch viel aus, Bisphosphonate ebenfalls und das Antihormonschema auch. Mittlerweile ist bekannt, das Aromatasehemmer entweder im Upfront oder 1. Schema im Switch die bessere Variante sind.Es spielt also auch noch eine Rolle WELCHE Hormontherapie wann eingesetzt wird...und und und....es erweckt nen falschen Eindruck,wenn Du schreibst..."Niedriger Ki 67 ...alles easy...man muss die gesamte Tumorformel beachten ( so Aussage KID) Ausserdem ist der Ki 67 von Labor zu Labor unterschiedlich und selbst wenn Du 3 Ärzte einen Tumor untersuchen lässt, kommen 3 unterschiedliche Ki -Werte raus.Deshalb weil es zu variabel ist,wird der Ki -Wert immer nur zusätzlich bestimmt und ist noch kein klassischer Prognosefaktor. Und nach der Chemotherapie sind die Chancen wohl ähnlich, die Chemo vernichtet die schnell teilenden Zellen, die Antihormontherapie die langsameren, durch die Antihormontherapie und die Chemo sinkt der Ki 67 und wenn man noch die Eierstockfunktion ausschaltet, hat eine Frau mit vorher hohem Ki Wert auch einen niedrigen Ki -Wert. Deshalb kann man in der Studie alle Frauen gleich einschätzen.

  • Danke auch für diese Nachricht. Ich werde mich jetzt mal schlau machen, ob evtl. der Maintrac Test (genomischer Test) für mich in Frage kommt um mein persönliches Rückfallrisiko besser einschätzen zu können. Meine Gyn ist auf diesem Gebiet leider nicht besonders fit und mir fehlt ein kompetenter Ansprechpartner.


    Das Halskratzen und Hüsteln habe ich leider auch. Ich denke das ist eine Folge der trockenen Schleimhäute (durch Letrozol). Ich habe neuerdings auch eine Leukoplakie auf der Unterlippe entwickelt, ich vermute ebenfalls eine Begleiterscheinigung die ich jetzt durch eine Biopsie abklären lassen muss. Ich möchte daher allen Frauen, die Aromatasehemmer einnehmen raten einen guten Sunblocker (50) für die Lippen zu benutzen.

  • Hallo Ihr Lieben,

    ich habe versucht ein bisschen quer zu lesen. Ich nehme seit Dezember 2016 Letrozol, seit einiger Zeit von ein und dem selben Hersteller.

    Ich habe vertärkt Schmerzen in den Fußsohlen und die Achillissehnen schmerzen seit einiger Zeit deutlich mehr wie zu Beginn. Ich gehe zweimal die Woche zum Sport, zweimal am Tag große Runden mit dem Hund. Bevor ich jetzt auf Exemetasan wechsel, habe ich jetzt einen Herstellerwechsel vorgenommen. Hat hier jemand ähnliche Probleme und evt. positive Erfahrungen damit gemacht?.

    LG

    Anke

  • Hallo @Kavallo,


    Ich habe genau die gleichen Beschwerden, nehme seit 2017 Letrozol. Ich habe schon an einen Fersensporn gedacht. Ich habe schon alle möglichen Einlegesohlen probiert, aber leider ohne Erfolg. Inzwischen sind beide Fußsohlen betroffen. Vielleicht sollte ich auch einmal den Hersteller wechseln. Ich habe auch inzwischen Probleme mit allen möglichen Sehnen und Knorpeln, auch an den Händen. Bin in Kürze bei einer Handsprechstunde, der Orthopäde rät zur OP, da die Knorpel an der Handwurzel inzwischen perforiert sind und ich meine rechte Hand immer weniger belasten kann.

    Irgendwie die Wahl zwischen Pest und Cholera...

    Gruß Tschetan

  • Tschetan, ja das ist echt belastend, bei mir ist es rechts deutlich schlimmer als links und es schränkt einen natürlich auch ein. Ich hoffe, das mir der Herstellerwechsel etwas bringt. Sonst möchte mein Onkologe halt komplett wechseln, ich hätte natürlich für einen Progress noch ein Medikament in Petto. Bei mir sind es vorwiegend die Füße, gut Gelenkschmerzen sind halt allgemein sowieso da.

    LG

  • @Rike systemisch, eigentlich wegen den Muskelentzündungen, jeweils eine Stoßtherapie von ca 14 Tagen, aber helfen tut es dem ganzen Körper. Einer meiner Rheumatologen meinte das auch, da ich dort wegen Verdacht auf Rheuma war, dass Krebs und Dauer-Kortison nicht gut seien. Wobei ich mich da schon wundere, da ja unser Imunsystem versagt bzw ausgetrickst wurde vom Krebs.

    Darf ich fragen wie oft du so eine Kortison Kur machst ?

    Manchmal sind die Dinge, die wir nicht ändern können, genau die Dinge, die uns ändern


    Liebe Grüße Heike