Aromatasehemmer (Antihormontherapie) — Austausch

  • Liebe Akina

    Seit wann nimmst Du letrozol?

    Ich seit einem Jahr,

    Meine Muskeln fühlen sich an wie morsche Gummis, wollen sich nicht bewegen, reagieren nicht schnell genug, sind schlapp. Trotz täglichem Sport und Bewegung.

    Lassen-Können ergänzt das Wollen-Können wie die Stille die Musik, das Schweigen das Reden, die Nacht den Tag.

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    Kann nicht ich daraus werden – echter, tiefer, neu?

  • Ich habe 2 Jahre Tamoxifen genommen und bin danach auf Letrozol Gewicht, das nehme ich jetzt seit gut 4 Jahren. Ich nehme die halbe Dosis EQ.... und seit ca 1 Jahr Hagebuttenpulver und auch ein Gemisch aus Pfeffer, Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander. Ohne regelmäßige Bewegung merkt man aber sofort eine Verschlechterung. Je mehr man sich schont, umso schlimmer wird es. Ich mache täglichb25 Minuten entweder Gymnastik oder Crosstrainer. Nicht um mich auszupowern, sondern moderat. Es hilft! Leider sind die Fitnessstudios immer noch zu, das merke ich leider zunehmend. Regelmäßigkeit ist wohl das Geheimnis. Ich habe Beschwerden im Daumen, in den Schultern (Kalk und spröde Sehnen), sind jetzt beide operiert.

    Auch die Füße tun mir weh, sind wahrscheinlich die Sehnenplatten unter der Sohle. Ich denke durch den kompletten Östrogenentzug werden die Sehnen und Gelenkflächen nicht mehr gut geschmiert, das sind ja auch Schleimhäute und die vertrocknen. dazu kommt natürlich auch das Alter, bin jetzt 62 und in den letzten 5 Jahren ist es schlechter geworden. Durch Bewegung wird die Produktion von Gelenkflüssigkeit angeregt und die ernährt ja die Schleimhaut. Deswegen macht Passivität das Ganze nur schlimmer...

    Durchhalten!

    Gruß Tschetan

  • Liebe Caro_caro

    Letrozol nehme ich seit Dezember 2020


    ja so ähnlich geht es mir auch. Gefühlt werde ich täglich steifer und meine Muskeln und Sehnen kürzer. Momentan kann ich auch nicht gegen den Schmerz trainieren. Obwohl ich Wettkampferfahren bin und einiges aushalte.

  • Hallo Akina

    Ich nehme Kisquali und Letrozol sein dem 06.01.2021 und konnte keine Muskelprobleme feststellen, bisher auf jeden Fall noch nicht.


    Lieben Gruß

    Waldmaus

  • Liebe IBru und Tschetan ,


    danke für eure ausführlichen Infos. Eure Argumente leuchten mir ein. Wenn ich weiß, an was die Beschwerden liegen können, tue ich mir schon viel leichter.

    Ich werde jetzt noch mal aktiver gegen das Ganze vorgehen. Vielleicht wird es ja noch ein bisschen besser.

    Bei meinem Geigensaitensyndrom haben sich ja auch nach über einem 1 Jahr noch Verbesserungen eingestellt.

    Man soll die Hoffnung nie aufgeben.


    Ingrid

  • Hallo Tschetan und Hase , da ich zufälligerweise gerade aus der Apotheke komme und mich für eine neue Packung Eqi....m wieder finanziell ruiniert habe, kann ich hier auf eine befreundete Apothekerin verweisen, die sagte, dass unbedingt die empfohlene Dosis (also 4 Tabletten) und ganz regelmässig eingenommen werden muss, sonst kann man es ganz vergessen. Sie hat es mir auch begründet, die Details habe ich aber vergessen. Aber sie hat wirklich Ahnung! Und: Ich habe nur ganz geringfügig Probleme mit Knochen und Gelenken - nehme Letrozol+ Eqi... jetzt 13 Monate ein!

  • Hallo Carlotta2 ! Also ich nehme auch 2 Tabletten täglich Equi... ein bei Letrozol. Von vier Tabletten weiß ich auch nichts. Vor allem ist ja auch Selen enthalten und da soll man nicht übedosieren. Eine Überdosierung (möglich ab ca. 300 Mikrogramm pro Tag sind Gelenkschmerzen, Magen-Darm-Probleme, Nervenleiden, Seh-Und Gedächtnisstörungen, Zahnprobleme, Hautschäden bis hin zu Haarausfall und gestörter Nagelbildung. Also ich nehme die, weil ich Gelenkschmerzen habe. Da wäre zuviel ja gegenwirkend. Also nicht mehr als 2 Tabletten. Ich nehme die nun seit einem Jahr. Und kann mich wieder viel besser bewegen.

    LG Jojo

    Am Ende wird alles gut. Und ist nicht alles gut, dann ist es auch noch nicht das Ende!

  • Habe auch alle Aromatasehemmer ausprobiert, inklusive Exemestan. War damit am Anfang besser, doch nach ca. 3 Monaten auch Karpaltunnelsyndrom und Neuropahtie im Arm entwickelt. Dann 3 Wochen weglassen und siehe da, es waren auch die Neuropathie und das KP Syndrom so gut wie weg. Zudem die ganzen Magenbeschwerden und chronische Übelkeit. Ich hab jetzt nur noch Tam im Ärmel. Aber das nehme ich gerade auch nicht, bis sich mein Körper etwas erholt hat. Vielleicht probiere ich es in der Reha damit nochmal. Wenn trotz täglichem Sport und gesunder Lebensweise die Lebensqualität dermaßen einschränkt wird, ist tatsächlich der Schaden höher als der Nutzen finde ich. Als hochsensible Person reagiert mein Körper extrem auf sowas, leider. Vielleicht ähnlich bei dir...

  • das mit dem Hagebuttenpulver finde ich sehr interessant, danke für den Tipp IBru.

    Ich hatte vor 2 Monaten Equ...o auf eine Tablette reduziert, dh halbe Dosis, weil mein Selenwert im Blut zu hoch war. Jetzt nehme ich wieder die volle Dosis in der Hoffnung, dass die Schulterschmerzen davon vielleicht besser werden. Vielleicht kann mir da stattdessen Hagebuttenpulver helfen. Muss mich mal einlesen.

    Liebe Hase die Schmerzen beim Umdrehungen im Bett habe ich auch: wenn ich rechts liege, schmerzt mir nach einiger Zeit die Schulter extrem...linksrum hab ich das gleiche Problem, allerdings in der Hüfte;(

    Ich merke auch, dass es besser ist, wenn ich aktiv bin und mich viel bewege. Ich war einige Tage erkältet und lag viel, die Tage danach waren die Schulterschmerzen extrem. Und manchmal will ich auch einfach mal faul sein und nix tun. Das werd ich dann wohl nicht mehr ohne Reue machen können...

    Ich muss sagen, dass ich das Letrozol trotz NW jeden Abend gerne runterschlucke und dankbar bin, dass es das Medikament gibt. Ich hoffe, dass bleibt noch lange so:saint:

  • Liebe nurichundderHimmel ,


    ich werde mir das mit dem dankbar sein, dass es diese Medikamente gibt, gerne noch einmal zu Herzen nehmen.

    Ja, das vergesse ich manchmal.

    Heute habe ich mit einer Freundin telefoniert. Sie hatte 2 Jahre Tamoxifen und dann 3 Jahre Letrzozol. Sie meinte sie sei in dieser Zeit auch mehr gealtert. Nun ist sie fertig mit der Therapie. Leider hat sie nicht den Eindruck, dass sich das seit dem Absetzen wieder rückwärts entwickelt hätte. Allerdings ist sie nun auch bereits 70 Jahre alt. Da hat man ja eh schon die ganzen Altersbeschwerden.


    Dann machen wir halt das Beste draus und probieren einfach die Nebenwirkungen irgendwie zu minimieren.


    Viel Erfolg wünsche ich dir und auch den vielen anderen Frauen, die unter den Aromatasehemmern zu leiden haben.

    Vielleicht trifft ja auch hier zu: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Und: Wir können voneinander lernen!

    Ingrid

  • Hase

    Guten Morgen, Ingrid

    Ich kann dich gut verstehen. Ich hadere auch im Moment mit Therapie, Kontollen und Nebenwirkungen 🙈

    Genau, wir machen das Beste daraus die Nebenwirkungen zu minimieren.

    Ganz liebe Grüße

    Karin<3

  • guten Morgen Hase,


    mein letzter Satz bezog sich darauf, dass ich das (noch) so empfinden kann. Ich bin ja noch relativ am Anfang... 5 Jahre Einnahme sind lange und ich habe auch ein wenig die Befürchtung, dass dieses Dankbarkeitsgefühl nachlässt und der Frust über die NW mit der Zeit grösser wird.

    Meine BK-Diagnose ist ja weniger als ein Jahr her, da nimmt man vielleicht noch mehr in Kauf, weil alles noch frisch ist und die Angst noch so tief sitzt.

    Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende:hug:

  • Guten Morgen liebe Mitstreiter,


    ich nehme seit einem Jahr Letrozol. Leide auch sehr darunter. Mit den Hitzewallungen kann ich leben. Die Gelenkschmerzen

    in dem Handgelenk/ Fingern u. in den Beinen werden immer unerträglicher. Auch bin ich schon etwas depressiv.

    Von den Enzymen bekomme ich Magenschmerzen. Bin auch beim Überlegen mal eine Pause einzulegen.


    Auf ein anderes Produkt zu wechseln trau ich mich auch nicht. Unterschiedliche Hersteller habe ich auch schon ausprobiert.

    Hadere momentan auch sehr. Die Lebensqualität ist schon sehr eingeschränkt. Kann eigentlich nur mit Schmerzmitteln in die Arbeit gehen.

    Bei mir lautet die Empfehlung 5 jahre Letrozol 2 Jahre Tam.

    Hat jemand Erfahrung mit einer Tabletten-Pause?

  • Hallo 18-09-Sonnenschein,


    Bisphosphonate wurden mir nicht empfohlen, da ich noch (!) keine Osteoporose habe. Ich habe meine Gyn aufgrund einer Therapiempfehlung zur Vorbeugung von Metastasen aber überredet, sie mir off Label aufzuschreiben. Habe aber noch nicht damit angefangen, weil erst eine umfassende Zahnsanierung anstand. Mal gucken, was das dann wieder für Nebenwirkungen macht....