Aromatasehemmer (Antihormontherapie) — Austausch

  • Lieben Waldmaus52

    da hast du sicher recht...

    Allerdings bin ich gar nicht so sicher, dass ich froh bin, eine AHT machen zu können.

    Ich bin irgendwie zwiegespalten.

    Auf der einen Seite: ja, gut dass es noch Optionen gibt.

    Auf der anderen Seite: wenn ich eine Tumor hätte, der nicht hormonabhängig ist, dann müsste ich nicht über Jahre hinweg Tabletten mit NW nehmen. Meine Hormone könnten mir nichts anhaben, sie würden den Krebs nicht wachsen lassen, es wäre einfach okay so wie es ist. Ich müsste mich nicht vor meinen eigenen Hormonen fürchten.

  • Liebe Albatros , ich glaube mich zu erinnern, dass Taima das "RundumPaket" gekriegt hat, incl. Chemo, Immuntherapie plus Antihormone.


    Taima , ich kann das gut verstehen. Ich kam allerdings mit den Aromatasehemmern nicht klar, nehme deshalb Tamoxifen, bin aber auch nicht so glücklich damit. Das merke ich auch daran, dass ich aufpassen muss, die Einnahme nicht zu vergessen.

    Aber Furcht ist da ein schlechter Ratgeber, wären es nicht die Hormone, dann wäre es etwas anderes.

    Versuch es einfach, vielleicht kommst Du besser damit klar als Du denkst.

    Meine NWs halten sich in Grenzen.

    Und wie gesagt, wenn die NWs bei den Aromatasehemmern zu stark sind, dann gibt es immer noch Tamoxifen.

  • Albatros

    ich hatte/habe beides: Chemo und AHT und natürlich auch Bestrahlung, OP und 12mal Infusionen mit Kadcyla

    Ich hab gedacht: wenn schon, denn schon! Da kann ich überall mitreden! :)

  • Ich schlafe auch sehr schlecht und wenig, kann aber nicht sagen ob es von den Letrozol kommt. Ich liege einfach wach. Das finde ich echt grauenvoll. Manchmal habe ich Hitzewallungen, aber auch das kann ich nicht zu hundert Prozent sagen ob es wirklich davon kommt oder weil es an manchen Tagen ziemlich warm in der Wohnung ist und wirklich schlimm finde ich es nicht, da ich vorher eher schnell gefrohren habe.

  • Liebe Frauen, ich soll ja nun mit Letrozol starten.

    Ich bin etwas beunruhigt, weil ich kürzlich diesen dollen Infekt hatte und meine Leberwerte stark erhöht waren. Besser gesagt informierte mich mein Arzt nach seinem Urlaub, dass die Leberwerte seit Chemo dauerhaft stark erhöht waren und nicht mehr im.Normalbereich.

    Ja, meinte er, ich sollte jetzt beginnen.....bei all meinem Glück bezüglich Nebenwirkungen habe ich echt Angst, denn Letro kann auf die Leber gehen.

    Heute wurde auch klar, dass meine Bauchspeicheldrüse nicht so recht will. Ich habe die Diagnose Diabetes bekommen.

    Und jetzt liegt da die nächste Chemiekeule auf meinem Nachttisch. Gibt es hier Diabetikerinnen, die Erfahrungen mit Letrozol haben?

    Ich glaube, ich muss es wohl einfach probieren und das Zeug Schlucken. Mein Tumor war hoch Hormonpositiv.

    Fällt euch etwas zu meinem Problem ein?

    Viele Grüße

    Amanda

  • Liebe Amanda68,


    meine Leberwerte sind seit meiner Chemo 2004 erhöht, haben sich also nie regeneriert.


    Ich bin auch sehr skeptisch an das Letrozol ran gegangen, weil ich hier schon so viel negatives gelesen habe. Meine Gynäkologin sagte mir dann ich hätte schon so viel „Chemie“ bekommen, das wären für meinen Körper eher Bonbons, aber welche die verhindern können, dass es ein Rezidiv gibt.

    Sie hat ganz vereinzelt mal Frauen mit stärkeren Nebenwirkungen, der Rest verträgt es ohne nennenswerte Probleme.

    Sie meinte auch die Einstellung zum Medikament kann dazu beitragen , ob man es gut oder schlecht verträgt.


    Ich habe leichte Nebenwirkungen, bei denen ich noch hoffe, dass sie wieder verschwinden und nehme sie nun relativ unbedarft wie auch meine Tablette gegen den Bluthochdruck.


    Ich habe für mich beschlossen, dass sie mir mehr nutzen als schaden.


    Wie es sich bei Diabetes verhält weiß ich nicht, aber wenn das eine Kontraindikation wäre, hätte man es dir doch sicher nicht verordnet, hoffe ich zumindest mal.

    Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen :)

  • Liebe Lexa67

    Danke für deine Ermutigung!

    Ich denke, ich werde es probieren.

    Ich sehe es auch als Lebensversicherung.

    Zumal ich die Chemo absetzen musste....


    Mit dem Diabetes war das ja noch nicht. Die Diabetes Diagnose habe ich erst seit gestern und bin etwas geschockt.

    Letrozol wurde mir vorher verordnet.

    Der Arzt meinte gestern, ich sollte anfangen . Aber seit meinem Behandlungsmarathon mit den vielen Nebenwirkungen, die keiner für möglich hielt, bin ich etwas skeptisch. Und gucke lieber 2 mal hin.

    Die Leukozytopenie vorletzte Woche hielt auch niemand für logisch. Trotzdem war sie da....

    Vielleicht mal den KID anrufen....


    Ich drücke dir auch die Daumen!

    Viele Grüße

    Amanda

  • Amanda68 Du darfst nicht vergessen, dass die meisten Erfahrungsberichte im Netz negativ sind. Die, die es gut vertragen, leben ihr Leben und haben ja nicht viel Spannendes zu den Nebenwirkungen zu erzählen. Ich nehme Tam und habe nur sehr wenig Nebenwirkungen. Ich sehe es wie Lexa67 : es nutzt mir sehr und ich bin dankbar, dass ich es nehmen darf!

  • Amanda68

    ich nehme Letrozol jetzt seit 4 Wochen.

    Ich habe auch panische Angst vor der AHT und mich mit Händen und Füßen gewehrt.

    Mein Tumor ist zu 80% hormonbedingt. Also führt kaum ein Weg vorbei daran - zumindest lt Standard nicht.

    Jedenfalls mache ich das jetzt so: ich nehm das Zeug. Wenn ich es nicht mehr packe, höre ich auf.

    Bislang habe ich noch keinerlei Nebenwirkungen.

  • Liebe Taima

    das ist ein gutes Konzept....anfangen, beobachten und aufhören, wenn es nicht mehr ginge, bzw. Präparatwechsel.

    Danke dir für die Antwort.

    Ja, es verändert den Körper doch ganz beträchtlich.....der Hormonhaushalt wird umgekrempelt.Es ist ja angemessen, davor Respekt zu haben, finde ich.

    Dir alles gute und weiterhin keine NW!

    Viele Grüße

    Amanda

  • Taima ....so hier geht's weiter 😉.

    Ich habe auch wie du gehörigen Respekt vor der Therapie. Aber wie du auch schon gesagt hast, bei 80% und Resttumor gibt es eigentlich keine andere Option, als diesen Weg einzuschlagen. Ich zumindest will mir irgendwann nicht vorwerfen müssen nicht alles versucht zu haben. Dafür bin ich noch zu jung und meine Kinder (3 und 5) ebenso.

    Ich habe nur halt auch schon gelesen, dass die Nebenwirkungen verstärkt auftreten können, wenn man bisher noch nicht in den Wechseljahren war. Und da wäre ich ja dann voll dabei. Ich werde auf jeden Fall berichten, wie es mir damit geht. Aber erstmal kommen ja noch die Bestrahlungen.....


    Seit wann nimmst du die Tabletten? Ich wünsche dir weiterhin keine Nebenwirkungen und falls sie doch kommen, sollen sie genauso schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind.


    Liebe Grüße

    Sali

  • Liebe Armanda 68


    Ja, es ist sehr blöd, wenn Frau die Diagnose Diabetes bekommt. Ich selbst habe DB Typ1,spritze seit 23 Jahren Insulin, nehme Letrozol.. und es hat sich nichts geändert.

    während den Bestrahlungen hat meine Brust stark mit Verbrennungen und Entzündungen reagiert. Da ich mit Diabetes kein Cortison einnehmen sollte, habe ich Salbe mit Cortison erhalten.

    Wie geschrieben: Letrozol ist für mich nur ein Medi mehr und Nebenwirkungen wie Schweissausbrüche habe ich wie viele andere.

    Ich wünsche Dir viel Glück und dass sich Dein Diabetes wieder zurückbildet (kann sein bei Typ2, wenn die Bauchspeicheldrüse einfach durch die Behandlungen oder neue Lebenszyklen überfordert ist --> Schwangerschaftsdiabetes....

    Herzliche Grüsse und Daumen hoch für Dich

    Bengston

  • Liebe Taima und MoOnLight

    und alle anderen mit wenigen NW,

    ihr macht mir viel Mut!

    Habe gestern beim Abschlußgespräch mit dem Prof. mein Rezept für Zoladex und Letrozol bekommen. 🙈

    Werde erst noch meinen Tam-Vorrat sichten und dann den Beginn planen.

    Nach der Zoladex-Spritze muss man ja 10 Tage mit der Einnahme warten.

    Da war bei euch auch nichts Auffälliges, oder?

    VG Blume18