"Hemmeraustausch" - das etwas andere Tagebuch zum Mitschreiben

  • Hallo liebe Foris,




    Lisa und ich haben uns überlegt einen speziellen Thread zum Thema "Hemmer" anzulegen. Wir denken, dass es interessant wäre uns über Antihormontherapien auszutauschen.



    Wir beide nehmen den „Hemmer“ seit zehn bzw. fünf Tagen und
    liegen sozusagen auf der Lauer, welche Symptome sich nun im Körper zeigen.




    Es wäre schön, wenn sich noch mehr „Hemmer“- Frauen an der
    Gestaltung dieses Threads beteiligen würden. Dabei können wir uns gegenseitig
    Mut zu sprechen, das Ganze durchzuhalten, unsere Erfahrungen schildern, das
    kann realitätsnah und wenn ihr wollt sogar humorvoll mit dem einen oder anderen
    Erlebnis geschehen.



    Also traut euch, wir hoffen, dass sich die eine oder andere angesprochen fühlt und mitschreibt!



    Liebe Grüße von



    Lisa und Angie






    PS. Wir haben nachgeschaut, welches Geschlecht Thread hat
    (männlich!) und was dieser Begriff auf Deutsch übersetzt bedeutet. Wikipedia
    definiert Thread so:



    Im deutschen Sprachraum bedeutet Thread [θɹɛd]
    (vom englischen thread für den „Faden
    oder das „Gewinde“), auch Diskussionsfaden
    oder Gesprächsfaden genannt, eine Folge von Diskussionsbeiträgen
    beispielsweise im sogenannten Usenet, in einem Blog oder Forum. Das trifft doch auf uns zu oder nicht?
    Wir freuen uns schon jetzt auf weitere „Fäden“! :D

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Inhaltliche Erweiterung des Themas von Nutzerinnen gewünscht

  • Hallo liebe Foris,
    hier nun mein 1. Eintrag in unserem neuen "Mitschreibtagebuch" über Anastrozol (einen dieser "Hemmer")
    Gleich nach meiner 2. OP am 2. August erfahre ich dass ich KEINE Chemo brauche (ich schwebe im 7. Himmel, denn davor hatte ich riesen Angst!) - ich sollte "nur" Anastrozol nehmen für 5 Jahre! WAS???!!! Da war sie wieder die Angst...


    Welche Nebenwirkungen gibt es, was passiert wenn ich sie nicht nehme???
    Wahrscheinlich in der Hoffnung, dass ich einen Arzt finde, der mir sagt: "Die brauchst Du nicht", habe ich mir eine Zweit-, Dritt- Viert- und Fünftmeinung geholt... Was soll ich sagen, hier bin ich... Der Strahlendoc meinte ich solle erst nach den Bestrahlungen damit beginnen, damit die Belastung für den Körper nicht noch größer wird. Ohh, das müssen ja "Hämmer" sein und jetzt heissen sie auch noch so, nur mit "e" geschrieben... nach der Einnahme von "Biest Nummer 7" (so nenne ich das Anastrozol momentan noch, kennt Ihr "die Schöne und das Biest" da hat sich das Biest auch erst zum Schluß verwandelt ;-) , habe ich hier Angie kennengelernt und sie hat mich nach Nebenwirkungen gefragt. Bis jetzt sind es nur Schlafstörungen. Ich, die schon fast geschlafen hatte, bevor der Kopf das Kissen berührte, sitze nun mitten in der Nacht im Wohnzimmer und werfe, sehr zur Freude unseres Katers, der zu dieser Zeit meine ungeteilte Aufmerksamkeit hat, mit kleinen Mäuschen...
    Fortsetzung folgt...
    Ihr Lieben, Angie und ich freuen uns über jeden von Euch der sich hier einen "Faden schnappt" und uns Euere Erfahrungen mitteilt.
    Ganz herzliche Grüße
    Lisa

  • Hallo liebe Foris,
    nun möchte ich kurz meine bisherigen Erfahrungen zur Einnahme meines "Hemmers" schildern.
    Ich habe gestern die sechste Tablette geschluckt und merke, wie Lisa, dass ich abends sehr unruhig bin. Durchschlafen gelingt, aber das Einschlafen ist so eine Sache.
    Wer von euch kann ähnliches berichten?
    Vielleicht spielt hier ja auch meine Angst eine Rolle, die diese dritte Tumorerkrankung einfach mit sich bringt.
    Was die gefürchteten Knochenschmerzen betrifft, so habe ich mir überlegt, dass ich ab sofort regelmäßig spazieren gehe und zwar in einem Park, der ganz in der Nähe meiner Wohnung liegt. Und um mich anzutreiben, nehme ich vor jedes Mal eine Parkbank mehr zu schaffen, sodass ich bei gutem Training irgendwann einmal wieder den Park,der nicht allzu gorß ist, umrunden werde. Mal sehen, wie weit ich heute mit meinem "Parkbank-Hopping" kommen werde.
    Die Sonne scheint jetzt ein bisschen und es spricht also nichts dagegen raus an die frische Luft zu gehen, allerdings ist es ziemlich kalt geworden!
    Einen schönen Tag wünscht euch allen
    Angie

  • Sie sind da - die HITZEWALLUNGEN! ich kenne sie ja schon von der Tam-Einnahme und trotzdem haben sie sich heute nacht überfallartig in meinem Körper breit gemacht. Das heißt wohl, dass ich in den besonderen "Genuss" kommen werde, die Wechseljahre drei Mal durchleben zu dürfen:
    - 2005 als 47 Jährige (das war heftig, ich vergleich den Entzug meiner weiblichen Hormone mit dem "Cold-Turkey-Effekt" Heroinsüchtiger)
    - 2010 nach Beendung der Tam-Behandlung kamen die "natürlichen"
    - 2013 darf ich also jetzt mit meinen "Hemmern" alles nochmals durchleben.
    Das Zwiebelprinzip ist wieder angesagt. :thumbsup: Ich erinnere mich, dass ich zu Tam-Zeiten auch im Winter immer ein Top getragen habe und dass ich , sehr zum Erstaunen meiner Arbeitskolelgen, von einem Moment auf den anderen die gesamte Oberbekleidung bis aufs Top ausgezogen habe. Wenn dann der Schüttelfrost wenig später kam, war ich ganz schnell wieder in allen Klamotten "drin".
    Kann also wieder heiter werden! :D
    Liebe Grüße an alle!


    @ Lisa: Wie geht es dir heute, die du mir um einige "Einnahmetage" voraus bist????

  • Liebe Angie,
    kann Dir leider keine Hoffnung machen dass die "Wallungen" in ein paar Tagen besser werden :-( Mein Mann hat mir gestern "geraten" ich solle mich doch "bis es wieder vorbei ist" vor den Ventilator stellen... Obwohl, hab' kurz darüber nachgedacht ;-)
    Wir haben den Luxus einer Sitzheizung im Auto, um diese Jahreszeit ein Segen, ich stelle immer gleich auf "volle Pulle". Ab sofort mache ich das nicht mehr, denn wenn Dich da eine Wallung erwischt wird es richtig heiß...
    Wenn wir schon mal bei "heiß" sind, gestern wurde auf dem Münchner Marienplatz der Christbaum aufgestellt und da kam mir die Frage: Müssen wir jetzt wirklich auf Glühwein mit Alk verzichten und wenn ja warum???
    Wäre schön wenn jemand dazu mehr wüsste.
    Ganz liebe Grüße

  • Ja, diese Hitzewallungen werden uns eine lange Zeit, also mindestens fünf Jahre, begleiten.
    Und dass München schon einen Weihnachtsbaum hat, ist ja "hemmerhart"! Bei uns steht so etwas noch nicht, vielleicht, weil es in der Pfalz noch einige Grade wärmer ist.
    Tja und die Frage, wie es die anderen Foris mit dem echten Glühwein auf den Weihnachtsmärkten halten, würde mich auch interessieren. Seid ihr alle aufgrund einer Antihormontherapie auf den Kinderglühwein umgestiegen?
    Liebe Grüße aus der heute morgen noch sonnigen, jetzt aber wieder "wolkenergrauten" Pfalz
    von Angie

  • Hallochen,


    für mich als "alten Hasen" (ähm, "alte Häsin" :P ) ist dieses Tagebuch ja nicht zum Mitschreiben gedacht.


    Aber Ihr habt die Frage nach Alkohol während der AHT-Zeit gestellt. Deshalb mal kurz ein Einwurf von mir.


    Also: ich hatte Chemo, ich hab mal ne Zeitlang Tam genommen und auch ne Zeitlang Aromatasehemmer. Und ich oute mich jetzt einfach mal dahingehend, dass ich trotzdem während der ganzen Zeit nicht auf Alkohol verzichtet habe (alle, die möchten, dürfen jetzt zusammenzucken :D ). Viel hab ich nie getrunken (hab ich vorher nicht getan und tue ich auch heute nicht), aber so ab und zu mal ein Gläschen Sekt, ein Gläschen Wein, ein Tässchen Glühwein - und das jeweils über den ganzen Abend verteilt -, das war dann einfach lecker. Ich hab nicht bemerkt, dass es mir geschadet hätte (die Docs hatten es ja auch nicht verboten). Und ich fand immer, dass die Therapien mir schon genug Einschränkungen bringen und ich mich nicht noch zusätzlich "kasteien" muss.


    Man sagt allerdings, dass Alkohol unter Antihormontherapie ggf. die Hitzewallungen verstärkt. Aber hier ist's wie mit allen Nebenwirkungen: es kann so sein, muss aber nicht. Da heißt es: ausprobieren. Und wenn der Alkohol wirklich schlimmere Hitzewlallungen auslöst, dann verzichtet man sowieso freiwillig darauf, oder?


    Vielleicht hilft Euch mein Beitrag ja weiter.


    Auf jeden Fall sende ich Euch viele Grüße



    Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Hallo liebe Flora,
    hab' vielen Dank für Deine Antwort.
    Doch, doch, doch, dies ist das "etwas andere Tagebuch" also für "ALLE HASEN", Häschen, Häsinnen!
    Wir sind über jeden Rat, Tipp oder auch Erfahrung sehr dankbar!!!!!!!!!!!
    Und über diese Antwort hab ich mich besonders gefreut :-)) Auch mein Gyn sagte bevor ich eine "Antidepri" nehme ... denke auch alles in Maßen kann nicht schaden, oder ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren oder...
    Einen schönen Abend und ganz liebe Grüße
    Lisa

  • Hallo Flora
    Auch von mir an dieser Stelle vielen Dank für deinen Beitrag zum Thema Alkohol denn ich denke an diesem Thema in der Tat schon ziemlich lang rum(eigentlich von Beginn der AHT an).
    Ich habe mich bisher nicht getraut auch nur einen Tropfen Alkohol zu trinken obwohl der doc gesagt hat ab und zu ein glässchen würde nix ausmachen Natürlich habe ich nicht die Absicht mir ständig die Kante zu geben aber 5 Jahre ganz ohne wäre schon hart.
    Ich werde es jetzt so halten wie du es gesagt hast Flora ich werde es einfach mal ausprobieren!!!
    Auf das sich bald mal die Gelegenheit ergibt das Glas zu heben.
    LG Fanny

  • Liebe Mitleserinnen,
    liebe Flora und Fanny,
    schön, dass ihr euch an unserem "Diskussionsfaden" beteiligt. Ob efahrene oder "frische" Bk-Patientinnen, das ist doch völlig egal. Und vor allem ist der "Hemmerstrang" ja nicht nur auf die Aromatasehemmer beschränkt, Tamoxifen ist ebenso ein "Hemmer", der eben bei BK-Patientinnen eingesetzt wird, die noch nicht in der Menopause sind.
    Ich freue mich, ebenso wie Fanny, über Floras Beitrag zu mäßigem Alkoholgenuss. Das handhabe ich ebenfalls so. Im Moment sind aber die Nebenwirkungen meines "Hemmers" schon so massiv, dass da gar keine Lust aufkommt. :P Leichter Schwindel, Trittunsicherhiet, weil sich meine Arthrose in den Fußgelenken nun wieder voll zurückmeldet (kann auch am feucht-kalten Wetter liegen) und massive Kopfschmerzen am frühen Morgen sind vorhanden. Aber alles in allem betrachte ich sie eher als "Zipperlein", doch die Aussicht fünf Jahre lang jeden Tag das Medi einzunehmen, sehe ich schon als Dauerbelastung für meinen Körper an.
    Was die Tam-Einnahme betraf, so war sie, nachdem die Zoladexphase abgeschlossen war, erträglich. Aber ich denke Grauer Star und Arthrose wurden bei mir durch die Tam-Einnahme beschleunigt. Und trotzdem bin ich der Überzeugung, dass ich die Hemmerphase durchziehen muss. :D
    Einen schönen Tag wünscht euch allen
    die Angie

  • Ich will auch! ^^
    Ich bin damals mit Tamoxifen angefangen und nach ca. 1,5 Jahren hat der Doc auf Aromasan umgestellt ("die nehmen Sie jetzt mal, die sind besser als Tamoxifen");später war dieses Mittel als Exemestan auf dem Markt, in dessen Genuß ich dann ungefähr ein halbes kommen durfte.


    Heute weiß ich gar nicht mehr, wie ich diese 5 Jahre `rumgekriegt habe, aber eigentlich - mal abgesehen von den Nebenwirkungen, die aber auch nicht bei jeder Frau auftreten müssen - war das wie mit der täglichen Einnahme bei der Pille.
    Und ihr könnt mir glauben: Ich habe sie nicht einen Tag vergessen einzunehmen (5 Jahre = 1.825 kleine "Helfer").


    Die Nebenwirkungen äußerten sich in Gelenk- und Knochenschmerzen, die bis heute noch anhalten (oder ist es das Alter? ;) Auch Gangstörungen gehörten dazu und seit einiger Zeit habe ich ein Karpaltunnelsyndrom, das auch eine Folgeerscheinung sein kann, obwohl ich die letzte Tablette im Januar 2012 geschluckt habe. Hitzewallungen ist noch der harmlose Ausdruck dieser Hitze-Dampfwalze, die mich fast den ganzen Tag überrollt hatte und ich dachte zu der Zeit des Tragens einer Perrücke: Hoffentlich verrutscht sie nicht 8| . Unter Hitzewallungen leider ich heute noch, obwohl ich nicht mehr in den Wechseljahren bin (das ist lt. meines Docs das vegetative Nervensystem).
    Hinzu kamen noch Wortfindungsstörungen, die mich ans "Sprechenlernen" erinnerten.


    Die Brust-, Hals- und nun auch noch die Lendenwirbelsäule klopfen seit ca. 1,5 Jahren an und fragen ständig, ob es noch ein bißchen mehr sein dürfe.
    Die schlimmsten Schmerzen äußern sich durch eine Intercostalneuralgie (Schmerzen durch Reizung/Entzündung der aus den Rippen austretenden Nerven); diese werden durch die Schädigung der Brustwirbelsäule verursacht. Auch die Nerven, die neben der Wirbelsäule austreten, verursachen einen quälenden Juckreiz, der mich trotz Salben etc. um dem Verstand bringt (ich habe durch das Kratzen schon einige Löcher in die Bekleidung gestanzt).
    Schmerzen habe ich auch in bzw. auf den Füßen, so daß ich manchmal nicht richtig gehen kann und Montag werden mir Einlagen verpaßt.
    Der Orthopäde hat mir nun 50 Einheiten Rehasport verordnet (hatte ich schon mal bevor ich erkrankt war) und ich hoffe, daß ich die Schmerzen dadurch einigermaßen in den Griff bekomme, denn bis jetzt haben sie mich im Griff und das kann ich auf Dauer nicht zulassen.
    Ein Vorhofflimmern, das eine lebenslange Einnahme von Marcumar notwendig macht, kommt noch hinzu. Haarausfall ist hier eine der Nebenwirkungen (aber ich habe ja noch meine Perrücke) 8)


    Eigentlich wollte ich Euch nicht von meinen Nebenbaustellen erzählen, aber manchmal denke ich, ob so einiges nicht auch mit der Krebserkrankung zusammenhängt und deshalb mein "Krankenbericht".
    Ist ja schon ein "Zufall", daß alles danach aufgetreten ist.


    Zum Alkohol kann ich weiter nichts sagen, weil ich keinen trinke und scharfe Gewürze sind auch nicht mein Ding, die evtl. die Hitze auslösen könnten.


    So, das wars :hot:

  • Liebe Angie,
    bei mir kommt heute das 15. Biest "d'ran" :hot:
    Die Kopfschmerzen und Schmerzen im Knie sind bei mir auch da. Schiebe das aber auch aufs Wetter. Habe seit Kreuzband OP und Arthrosebehandlung immer mal wieder Schmerzen wenn sich das Wetter ändert. Und in Bayern schieben wir mal schnell Kopfschmerzen auf den "Föhn" Ich möchte auch nicht dass es schon nach so kurzer Zeit Nebenwirkungen des Hemmers Sind! Macht die Schmerzen nicht leichter, klingt aber positiver ;) Eine Dauerbelastung wird es wohl werden, aber hey, das stehen wir gemeinsam durch :thumbsup: Heißt es doch gemeinsam sind wir stark :!:
    Hab einen schönen Tag :!:
    Luebe Grüße
    Lisa

  • Oooooooohhhhhh, Tochter T das klingt nicht gut, aber: Wir ziehen uns da jetzt durch. Bei mir liegen die Biester genau da wo "damals" die Pille lag. Manchmal ertappe ich mich dabei dass ich lächle wenn ich sie nehme... In memorium... ;)
    Liebe Grüße, schön dass Du mitschreibst!
    Lisa

  • ... :) ...Auch ich möchte meinen Senf doch jetzt mal dazu tun. Ich lese eure Berichte, und finde es gut, das ihr euch austauscht.... :thumbsup: ... Zu meiner Zeit mit Brustkrebs 2003 hatte ich niemanden, der zur Zeit betroffen war, den ich ansprechen konnte. Zum Thema Hemmeraustausch, auch mir wurde 5 Jahre die Tabletten zur Therapie verordnet. Nachdem ich mir drei Meinungen eingeholt hatte, habe ich gar nicht mehr überlegt, ob ich eventuell Nebenwirkungen bekomme. Ich nahm die Tabletten auf anraten eines Arztes nicht 5 Jahre, sondern acht. Es ist ja ein Zell - Schutz.An Nebenwirkungen hatte ich alles, was dazu gehört, Hitzewallungen, Kopfdruck bis in die Ohren, Arthrose, Knochenschmerzen, Schwindel u.s.w.... :hot: ... Heute nach 10 Jahren sehe ich es für mich so, der Aromatasehemmer war mein Freund, und hat die Zelle gut versorgt. Ich wünsche euch auch einen erfolgreichen Verlauf bei der Einnahme, Alles Gute, und das ihr in 10 Jahren auch so positiv über eure Krankheit sprechen könnt. Eine gute Zeit
    Eure Lilli... :P ... :thumbup: ....

  • :) ein herzliches Hallo in die Runde,


    dann traue ich mich jetzt auch mal von meinem - Hemmer - zu erzählen. BK 2002 hormonunabhängig, also wurde mir damals freigestellt, Tamoxifen zu nehmen. Der Arzt sagte mir: Wenn sie meine Frau wären sollten sie das nehmen. Auf eine oder zwei Falten mehr im Gesicht käme es ihm nicht an. 8| :S 8|


    Ich habe mir eine Zweitmeinung eingeholt die besagte, keine hormonabhängigkeit also keine Tamoxifen. Diese Aussage passte ganz prima zu meiner Stimmung und ich habe das Rezept zerrissen.


    2011 hatte ich eine Lymphknotenmetastase am Schlüsselbein, 2 cm groß. Die Biospie ergab: hormonabhängig. Also jetzt aber!!!
    Ich bekam meinen Hemmer, habe ihn brav in den Adelsstand der Schutztablette erhoben und nehme sie regelmäßig. :thumbsup:
    Die erste Kontrolle nach 3 Monaten hat die Ärztin und dann mich fast umgehauen. Der Tumor von 2 cm war weg. Komplett weg. 8| :thumbsup:
    Und so ist es noch heute, über 2 Jahre danach. Also, meine königliche Tablette heißt jetzt Glückspille und so hilft es mir auch prima.
    Ich möchte dazu sagen, dass ich eine Placebo-Gläubige bin. Wenn ich weiss es gibt ein Mittel das hilft, reicht mir das manchmal schon. Aber meine Glückspille nehme ich jeden Tag.
    Nebenwirkungen: keine. Echt nicht. Nicht mal ein kleines bisschen. So, jetzt habe ich mich geoutet als eine, die verschont blieb. Ich wünsche mir dass es so weiter geht. Und ich wünsche euch gute Lösungen für all die unangenehmen Begleiterscheinungen. ^^
    ganz liebe Grüße von
    phönix

  • Guten Morgen,
    es tut sich ja einiges hier! Das ist :thumbsup: ! Schön, dass ihr euch "getraut" habt.
    Phönix Beitrag hat mich sehr berührt, denn er zeigt, dass Tam ganz inidivduell sehr gut wirken kann. Dass sich dabei sogar eine Meta zurückentwickelt hat, ist wirklich eine unfassbar gute Nachricht. Logisch, dass das Tam dann sogar zu einer Glückspille wird!
    Das zeigt aber wieder, wie unterschiedlich unsere Körper auf die "Hemmer" reagieren und dass wir trotz der Diagnose "hormonabhängiger" BK ganz individuell auf sie reagieren.
    Lillis, Tochter Ts und Lisas Reaktionen sind meinen schon sehr viel ähnlicher. Aber ich denke, es ist wirklich nützlich sich daran zu erinnern, dass auch altersbedingte "Verschleißerscheinungen" in unserem Körper wirken, die diese Beschwerden mit hervorrufen können. X(
    Da ich einen absoluten Horror vor Knochenschmerzen habe, bin ich z. Zt. äußerst motiviert mich viel zu bewegen. Im Park, der sich in Wohnungsnähe befindet, schaffe ich zusammen mit meinem Pflegehund schon einige Bänke weiter. Da er sehr jung ist, läuft er fast wie an einer Schnur aufgezogen, Nase nach unten gerichtet, wie ein kleiner Staubsauger. :D Meine eigene Hündin ist mit über 14 Jahren einfach nicht mehr an langen Spaziergängen interessiert. Mit einem Hund an meiner Seite aber, macht mir das alles natürlich doppelt so viel Spaß und so bin ich froh, dass ich den MO-DIE-MI-DO-Hund bei mir habe! Heute Nachmittag kehrt er wieder zu meiner Tochter zurück.
    Außerdem benutze ich auch noch einmal wöchentlich den Stepper, der bei meiner Physiotherapeutin steht, um ganz langsam zu laufen - so schaffe ich in 15 Minuten zwar nur einen Kilometer, aber meine Gelenke werden schonend bewegt. Und vielleicht überwinde ich demnächst meinen inneren "Schw. ... hund" und fange wieder mit Yoga an.
    So, der Park ruft, es regnet nicht, was sollte mich also daran hindern an die frische Luft zu gehen und meine körperliche Kondititon weiter zu verbessern? :)
    Einen schönen Tag wünscht euch allen
    Angie

  • Hallo Ihr Lieben!


    Ich bin nun mittendrin mit der Einnahme von Anastrozol.
    Da bei mir 14 Lymphknoten entfernt wurden und 12 davopn befallen waren,
    möchte mein Onokologe, dass ich das Mittel nun für immer nehme.
    Ich hatte mächtige Ängset davor, denn alles ,was ich darüber gelesen hatte, war nicht gut.
    Schon vor der Krebserkrankung leide ich an Depressionen und bekomme Antidepressiva - eine für den Tag und eine für die Nacht.
    Ich konnte jahrelang nicht schlafen und habe auch eine Venenerkrankung,
    auch die Knochen waren schon vor dem Krebs kaputt, Bandscheibenvorfall mit Spinalkanalverengung, die Wirbelkörper beginnen sich aufzulösen
    und ich habe Arthose in allen Gelenken, besonders in den Knien.
    Das ist nun durch die Krebserkrankung nicht besser geworden.
    Ich kann allerdings nicht sagen, ob jetzt, diese Knochenerkrankungen durch das Medikament verstärkt wird
    oder ob es sich einfach so verschlechert.


    Richtig leiden tue ich unter den Schwitzatacken.
    Ich werde ganz rot im Gesicht und der Schweiß läuft aus allen Poren.
    Vor allem die Haare werden ganz nass, was bei dem Wetter nicht gerade toll ist.
    Und ich kann nur schwer einschlafen, wenn ich dann aber schlafen, dann richtig.
    Und ich leide unter Mundtrockenheit, überhaupt sehr trockene Haut, auch im Intimbereich.
    Der Doktor hat mir zwar dafür Zäpfchen mitgegeben, aber ich habe mich noch nicht getraut, sie anzuwenden.


    Ich bin richtig froh, dass das Thema "Alkohol" hier mal angesprochen wird.
    Nicht, dass ich das unbedingt brauche, aber ich mag nun mal gerne ein Gläschen Sekt oder Wein oder auch ein gutes Bier.
    Und dass genehmige ich mir auch.


    Sollte mir noch mehr einfallen, schreibe ich es.


    Liebe Grüße


    Gabriele

  • Hallo Sonja,
    diese Medikamente bekommen nur Frauen, die einen hormonabhängigen Tumor haben. Tamoxifen ist das Medikament für Frauen, die noch nicht in der Menopause sind und die Aromatasehemmer sind für Frauen, die sich schon in der Menopause befinden.
    Aber bitte schließe nicht ausgehend von unseren Erfahrungen auf dich. Solltest du eine Antihormontherapie benötigen, so kannst du weniger Nebenwirkungen verspüren, als hier geschildert wurde.
    Und lies dir doch bitte noch einmal Phönix Beitrag durch - er ist sehr positiv, denn auch ich habe noch nie gehört, dass Tamoxifen eine Metastase zum Rückzug bringen kann!
    Und natürlich haben wir hormonabhängigen Brustkrebsfrauen gar keine Alternative: Wir müssen diese Medikamente einnehmen um die Chance auf ein rezidiv- und metastasenfreies Leben wahrzunehmen. Es bleibt uns schlichtweg nichts anderes übrig, als zu versuchen die Nebenwirkungen in den "Griff" zu bekommen oder mit ihnen eben zu leben. Und das ist manchmal ein echter "Drahtseilakt".
    Erst wenn deine Ärzte die genaue Histologie deines entnommenen Brustgewebes kennen, werden sie besprechen, welche Therapie für dich die sinnvollste ist.
    Ich bin mir sicher, dass am Montag und am Dienstag ganz viele von uns an dich denken und dir die Daumen drücken werden. Wichtig ist, dass du jetzt erst einmal viel Vertrauen in deine Ärzte hast - aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das ungemein beruhigt.
    Ganz liebe Grüße
    Angie

  • Ihr Lieben,
    nach den Beiträgen von Lilli und Phönix bin ich "in mich gegangen" (jetzt wieder aufgetaucht) und habe beschlossen meine Biester nicht mehr so zu nennen sondern ihnen einen positiven Namen zu geben. Ihr habt Recht, und wie auch Angie schreibt haben wir ja keine Wahl. Ich glaube es ist nicht nur Angst sondern auch Unsicherheit weil man nicht weiß was auf einen zukommt. Man hat ja nur diesen "Waschzettel" auf dem mehr Nebenwirkungen als positive Auswirkungen stehen.
    Einmal mehr habe ich gemerkt wie wertvoll dieses Forum hier ist und wollte einfach mal danke an Euch sagen.
    Und Sonja, mach Dir jetzt noch keine Gedanken wie die Behandlung nach der OP ausschaut. Jeder reagiert anders auf die verschiedenen Methoden und Medikamente.
    Ganz liebe Grüße und gute Nacht
    Lisa