"Hemmeraustausch" - das etwas andere Tagebuch zum Mitschreiben

  • Liebe Mariechen54 , das Brennen hatte ich auch, aber ich merke, mit jedem Mal wird es besser. Nehme jetzt heute das 4. mal sehen. Das Erste hat ganz doll gebrannt so die erste Stunde, das Letzte war nur noch minimal. Ich nehme Mittwoch und Sonntag Oke...p und an allen anderen Abenden Deli...a Fe...in und äußerlich noch Remifemin im Spender. Ich beobachte das jetzt mal, ob ich an den anderen Abenden jetzt reduzieren kann. Also bis jetzt merke ich eine deutliche Besserung. Ich kann es nur so beschreiben, als wenn eine vertrocknete Blume Wasser bekommt. Wir werden sehen und ich werde berichten.

  • Hat denn hier schon einmal jemand beim Wechsel der AHT eine signifikante Verbesserung der Beschwerden bemerkt? Das Letrozol wirkt ja bei mir sehr gut. Nur leider habe ich auch Probleme seit dem mit manchen Gelenken an der Hand und Elle und die Schleimhäute sind oft entzündet und sehr trocken. Möchte ungerne wechseln. Nicht das es dann schneller zu einem Progress kommt, da ich ja die seltene Form den Lobulären habe und Letrozol/Anstrazol da wohl besonders gut wirkt.

  • Hallo Mädels,

    ich habe mal eine Frage zum Beginn der Einnahme des Aromatasehemmers nach der Diagnose. Dass Chemo und OP vorweg kommen, ist mir klar. Nun ist aber bei mir am Horizont das Ende der Chemo in Sicht, und ich würde gern so schnell wie möglich mit der Einnahme beginnen, da ich den Hemmer noch für meine wirksamste Waffe gegen den Krebs halte. Bestrahlung steht aber auch noch an - wie war es bei Euch: erst Bestrahlung, dann erst Hemmer oder Beginn gleich nach der Chemo? Bevor ich meine Onkologin zu Gesicht bekomme, wollte ich erst einmal ein paar Erfahrungsberichte sammeln...

    Freue mich über jede Antwort!

  • @Charlotta2 Chemo und Aromatasehemmer werden nicht zusammen gegeben, aber im Anschluss während der Bestrahlung dürfte nichts dagegen sprechen. Vielleicht eine kleine Pause nach der Chemo bis sich die Werte etwas erholt haben, aber das kann dir dann der Onkologe sagen.

  • Hallo Carlotta2 ,


    ich stehe momentan direkt vor den Bestrahlungen und hatte vor ein paar Tagen ein Gespräch mit meinem Onkologen. Er plädierte dafür, mit der AHT erst nach den Bestrahlungen zu beginnen. Generell ist es aber auch möglich schon während der Bestrahlungen damit zu beginnen. Die Leitlinien legen sich dahingehend nicht fest. Beides ist möglich. Erstmal wünsche ich dir noch ein schnelles Ende der Chemo mit wenigen Nebenwirkungen. Viele liebe Grüße

  • Liebe Carlotta2 ,

    ich habe etwa nach der Hälfte der Bestrahlungen - also schon während der Bestrahlung - mit der Einnahme von Letrozol begonnen. Das war mit meinen Ärzten so besprochen, um zu schauen, ob es nennenswerte Nebenwirkungen durch die Bestrahlung gibt, und um mögliche Nebenwirkungen zuordnen zu können.

  • Hallo in die Runde,


    ich war eine ganze Weile nicht mehr im Forum, da ich nach der Akutphase etwas Abstand zum Thema Krebs brauchte. Nun möchte ich aber doch wieder den Austausch mit euch suchen, insbesondere mit anderen prämenopausalen Frauen, die Aromatasehemmer nehmen bzw. diesen gewechselt haben.


    Seit Oktober 2018 bin ich in der AHT mit Letrozol und Zoladex (weil prämenopausal). Zoladex bekam ich schon während der Chemo (seit März 2018) zum Schutz der Eierstöcke wegen Kinderwunsch.

    Die anfänglichen Hitzewallungen/Schweißausbrüche werden gefühlt stärker, insbesondere nachts kämpfe ich damit und kann oft nur schlecht schlafen. Ansonsten habe ich Probleme mit den Schleimhäuten (insb. vaginal, seit neuestem auch extrem trockene Augen) und die Libido ist irgendwie komplett flöten gegangen. Unser Kindewunsch, der mit 34 gerade Thema war, ist durch die Therapie erstmal vom Tisch. Hier kommt auch immer mehr die Angst, dass sich nach mehreren Jahren mit ausgeschalteten Eierstöcken doch nicht mehr alles normalisiert.

    Mit all dem konnte ich mich irgendwie arangieren, aber seit einiger Zeit merke ich, dass ich mich nun oft an Kleinigkeiten aufhänge, vor allem Negatives um mich herum sehe. Früher war ich ein fröhlicher Mensch. Jetzt krittel ich selbst an Menschen, die mir sehr wichtig sind, rum. Ich erkenne mich nicht wieder und mag mich so selbst nicht. In der Beschreibung von dir Angel12 finde ich mich auch ganz gut wieder.


    Ich möchte jetzt mit dem Onkologen besprechen, ob ein Wechsel des Aromatasehemmers oder ein kompletter Wechsel zu Tamoxifen (d.h. auch kein Zoladex mehr) helfen könnte, diese Nebenwirkungen zu reduzieren. Hat da eine von euch Erfahrungswerte?


    Heute habe ich auch einen Termin bei der Gyn gehabt, die hat mir probeweise Remi...PLUS mitgegeben. Traubensilberkerze scheint ja erwiesenermaßen ok zu sein, auch während der AHT. Aber Johanniskraut? Vielleicht hat sich da auch schon mal jemand von euch schlau gemacht?

  • Liebe Lighthearted , ich bin auch erst 40 Jahre und seit der Entfernung der Eierstöcke nehme ich Letrozol. Genauer seit September 2018, also ähnlich wie du, deine genannten Nebenwirkungen kenne ich nur allzu gut. Ohne Rem... wäre ich wahrscheinlich vor Hitzeattacken wahnsinnig geworden, durchwachte Nächte, mit 5-6 mal Wechsel der Schlafanzüge, auch tagsüber sehr unangenehm. Ich habe viel gelesen und auch mit dem KID telefoniert. Das Rem..., ohne Johanneskraut bekam ich an allen Stellen als ok rückgemeldet. Ich nehme es jetzt seit fast einem Jahr und die Hitzewellen sind deutlich weniger und nicht so stark. Ich merke jedoch direkt, wenn ich eine vergessen habe. Es gibt sie in unterschiedlichen Stärken, für 2x tgl und 1x tgl, je nach Dosierung. Ich hatte mal versucht, auf die 1x tgl zu wechseln, aber es wurde nochmal richtig schlimm damit. Mir helfen nur die Rem..., die man 2x tgl nimmt. Ich nehme sie morgens und abends, mittags dann das Letrozol.

    Vaginal wurde es bei mir jetzt tatsächlich so schlimm, dass ich mit den niedrig dosierten Hormonzäpfchen eine Behandlung begonnen habe und merke nun nach ca 3 Wochen deutliche Verbesserungen. Augentropfen nehme ich auch mit Hyaluronsäure, aber diese Stimmungstiefs sind mir auch gut bekannt, da habe ich auch noch nicht das Richtige gegen gefunden. Liebe Grüße

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Lieselotte () aus folgendem Grund: freiverkäufliches Arzneimittel verschleiert

  • Hallo Lighthearted , ich bekomme auch Letrozol und bekam Enantone bis zu meiner Eierstockentfernung. Ich vertrage es eigentlich ganz gut, Schleimhäute sind mit der Zeit wieder besser geworden, Hitzewellen hatte ich allenfalls leicht.
    Die kurze Zündschnur kennen viele, es liegt auch einfach an unserer Situation mit so einer Krankheit konfrontiert zu sein. Ich bin in einer komplementärmedizinischen Tagesklinik, wo uns erläutert wurde, dass der Sympathikus bei uns so hochgefahren ist, dass Kleinigkeiten ausreichen, um direkt auf 180 zu sein. Um dem Parasymathikus wieder auf die Beine zu helfen, solle man über einen langen Zeitraum möglichst jeden Tag eine Entspannungsübung machen, um das Level runterzufahren, irgendwann reiche es 2x pro Woche. Ich bin gerade dabei und manchmal, denke ich, reagiere ich schon souveräner. Ist natürlich Zeit, die man einplanen muss... und andere entspannende Sachen wie Sauna, Badewanne, Buch lesen sollen nicht den gleichen Effekt haben. Einen Versuch ist es vielleicht wert...

  • Hallo zusammen, ich nehme seit Februar 2019 Anastrozol. Habe auch die ein oder andere Nebenwirkung dadurch wie z.B.

    Probleme mit den Gelenken (extrem morgens beim gehen und in den Fingern) und trockene Schleimhaut.

    Aktuell spielt mein Blutdruck verrückt. Ich hatte immer sehr niedrigen Blutdruck, aber heute war er zum Teil und auch über

    den Tag verteilt über 140/90. Das kann einen schon nervös machen. Meine Hausärztin meinte ich solle mal drei Tage den Blutdruck

    3-4mal am Tag messen und mich dann nochmal melden.

    Kennt jemand diese Nebenwirkungen durch Anastrozol? Und was kommt noch auf einen zu durch das Medikament?

    Nehme ja erst seit ca 9 Monaten. Hat jemand Langzeiterfahrungen.

    Zu meiner Person, bin 60 Jahre alt und nach 20 Jahren zum zweiten Mal an Brustkrebs erkrankt. Das erste mal (1999) und jetzt

    auch wurde ich Brusterhaltend operiert. 1999 bekam ich Chemo und Bestrahlungen.

    Im November 2018 wurde ich wie gesagt wieder Brusterhaltend operiert und habe mich dann ein zweites Mal für Bestrahlungen

    entschieden (keine einfache Entscheidung für mich).

    Nun soll ich wie gesagt 5 Jahre Anastrozol nehmen.

    Hat jemand von Euch durch Anastrozol erhöhten Blutdruck? Was macht Ihr dagegen und geht der wieder weg?

    Und das mit dem Sympathikus kann ich voll und ganz unterschreiben. Ich bin zur Zeit sehr angespannt und komme nicht runter.

    Ich find das ganz schlimm und hab ständig noch ein schlechtes Gewissen das ich meine Familie damit belaste.

    Nicht so einfach alles im Moment und das obwohl ich eigentlich vom Grunde her ein optimistischer Mensch bin. Aber

    den Optimist gehe ich zur Zeit suchen.

    Ich hoffe das alles für uns besser wird.


    Lg

  • Hallo tinibini ,


    Bist du an der selben Brust erkrankt?


    Ich habe 2 Jahre und 4 Monate Anastrozol genommen. Mein grösstes Problem waren die Schleimhäute,natürlich neben Gelenkschmerzen, sehr starkem Haarausfall usw. Bei mir ist nicht der Blutdruck, sondern das Cholesterin so hoch. Das ist bei jedem alles etwas anders. Und diese kurze Zündschnur(schnell auf der Palme) , wie mein Mann das nennt, ist schwer in den Griff zu kriegen.


    Ich habe wegen der Schleimhäute 3 Monate Pause gemacht u jetzt auf einen anderen Aromatasehemmer gewechselt.


    Mal sehen, ich hoffe das klappt besser.


    LG. Mariechen

  • Hallo tinibini ,

    Ich nehme seit Ende Juli Anastrozol.

    Langsam bekomme ich Probleme mit den Schleimhäuten. Die Haare sind sehr fein , Hitzewellen kommen und gehen, durchschlafen geht gar nicht mehr, hoher Cholesterinwert

    und die Gelenkschmerzen.....

    All das kenn ich, aber ich kann damit leben...

    Während der Chemo bekam ich Auch erhöhten Blutdruck und einen sehr hohen Puls. Da habe ich angefangen einen Betablocker zu nehmen . Erst nur morgens 2,5 , dann 5,0 aber es wurde nicht besser.

    Bis ich auf die Idee kam morgens 2,5 und abends 2,5 zunehmen.

    Jetzt habe ich trotz Anastrozol die perfekten Werte! Frag mal deine Ärzte!

    Herzliche Grüße Narja