"Hemmeraustausch" - das etwas andere Tagebuch zum Mitschreiben

  • @ Liebe Hemmerlinge,
    auch ich freue mich, dass ich wieder hier mitlesen und -schreiben kann. Und darüber, dass es euch gibt! :hug:
    Also die Hitzewallungen sind geblieben, ab und zu kommt nun ein Kälteschauer, der mich zwingt ganz schnell etwas Warmes überzuziehen. Und ich habe den Eindruck, dass mir der Rehasport (sanft, stärkend und überhaupt nicht powermäßig) sehr, sehr gut getan hat. Zum einen habe ich meinen Körper wieder positiv gespürt und mich darüber gefreut, welche Übungen doch noch alle gehen. Habe nun endlich auch mit der Narbenpflege begonnen und komme mit der Optik ein bisschen besser zurecht. Aufbau geht bei mir überhaupt nicht, wegen des aggressiven Angiosarkoms und der R1 Resektion des DCIS. Aber ich komme mit den sehr leichten Prothesen recht gut zurecht.
    Ganz besonders gut hat mir das "Onkoyoga" getan, in dessen Genuss ich zweimal kam und natürlich auch die Einzekrankengymnastik nach Brust-Op. Da habe ich wirklich einige sehr gute Übungen mit nach Hause genommen - aber bei keiner steht die Kondition im Mittelpunkt, sondern eben nur die Beweglichkeit und der Präventionsgedanke, dass einzelne Teile meiner Muskulatur entweder verbessert oder besser gestützt werden. Und damit komme ich viel besser zurecht und merke, wie gut mir diese speziellen Übungen, sei es mit Theraband oder mit kleinen Sprudelplastikflaschen, die ich mit Wasser fülle und so jeweils 500 g schwere "Gewichte" in der Hand habe, mit denen ich dann Schwungübungen durchführe. Sanfter Sport, das ist es, was ich für mich etndeckt habe und den möchte ich in meinen Alltag einbauen. Ab morgen geht es mit der Yogamatte auf meinen Teppich im Wohnzimmer! :D
    @ Lisa :hug:
    Gut, dass du Lymphdrainage hast, aber sie darf NICHT wehtun. :thumbdown: Rede da auf jeden Fall mit deiner Physiotherapeutin, denn du hast ja von der Bestrahlung her noch eine so empfindliche Haut. Lymphdrainage hat anfangs einfach nur mir vorsichtiger Bewegung des Narbengewebes zu tun und die Betonung liegt auf vorsichtig!!! Weh tun darf da gar nix!!!! Ein weiteres Ziel ist es, neue Lymphwege einzuleiten, da sich durch die OP und durch die eventuelle Entnahme von Lymphknoten einiges am Lymphabfluss verändert hat.
    So, jetzt bin ich ziemlich ko, weil ich mit meiem Pflegehund Buddy heute zweimal ausgiebig spazieren war.
    Seid alle ganz lieb gegrüßt von
    Angie

  • Hallo,


    habe heute erst den Tröd heute gefunden und bin sehr froh darüber das es ihn gibt.
    Bei mir war zwar der Tumor Östrogenfrei aber Progesteron war 2/12. Am Anfang hiess es noch ich bräuchte kein Tamoxefin, aber nach der Chemo und dann OP entschieden sie sich doch dafür. Sie sagten nach neusten Studien gilt der Tumor auch Hormonsensibel wenn nur Progesteron anzeigt.
    Sie sagten mir auch das es sehr gut ist, das ich davon profitiere.
    Gut da sagte ich mir wenn es so ist, dann hilft sie mir.
    Zwar war die erste Einnahme schon mit einem mulmigen Gefühle verbunden, aber ich sagte mir auch, das sie gut ist für mich und somit habe ich mich mit ihr angefreundet.
    Nehme Tamoxefin seit Anfang Okotber und ich habe festgestellt, das mich ein ziemlicher Juckreiz begleitet. Am Tag geht es noch, aber wenn ich sie abends genommen habe, dann ca 1 Std danach geht es los, an den Fussfesseln, Schienbeinen, Knien und Innenseiten der Arme, besonderst schlimm wird es dann mit Wärme.


    Die Hitzewallungen :hot: sind sehr stark, bin dann wie geduscht. Zwiebellook ist ein Muss, denn wenn das vorbei ist, kommt wieder die Kältewelle, wie schon hier beschrieben. Habe aber auch gemerkt, wenn mich mehr anstrengen muss, dann bekomme ich viel schneller die Hitzewallungen. Auch sind sie mal Tageweisse besser und dann kommen Tage wo sie laufend auftreten.
    Nachts mit dem Schlafen ist auch net das Wahre. seit meiner 4 Chemo ist nicht mehr an Durchschlafen zu denken. Kaum das ich dann im Bett liege, fängt die Unruhe in den Beinen an, die Hitze steigt auf und im ca 2STD Rythmus werde ich plötzlich wach, mir ist heiss, muss aufs WC, dann lege ich mich wieder aufgedeckt ins Bett und fange kurz danach an zu frieren und so geht es dann in diesem Rythmus weiter. :wacko:
    Gelenk und Knochenschmerzen sind schwankend, je nach Wetterlage habe ich schon festgestellt, aber sie sind ertragbar und ich nehme sie wie sie kommen. Denn ich habe auch festgestellt wenn ich sie besonderst beachte sind sie schlimmer also versuche ich denen keine Beachtung zu schenken und tue dann was mir gut tut.
    Wie zum Beispiel radel ich auf meinem Heimtrainer auf dem Balkon in der Sonne ca jeden Tag 25 Minuten. Sollte das Wetter schlecht sein, dann radel ich vor einer Lichtlampe im Zimmer. So kann ich mich gleich umziehen wenn ich durch die Hitze klatschnass bin.
    Gelingt aber auch nicht immer. :S
    Ich soll die Tamoxefin jetzt 2 Jahre nehmen und dann auf Aromatashemer umgestellt werden.Was mir noch etwas Bauchschmerzen bereitet, ist das ich schon gehört habe, dass wenn man sie nimmt, ein erhöhtes Risiko bei der Gebärmutter besteht.
    Hatte mir schon überlegt vorsichtshalber sie rausnehme zu lassen.
    Wie denkt ihr darüber?
    liebe :hug: Grüße
    Strandnixe

  • Ups habe noch was vergessen in Bezug auf Alkohol und Tamoxefin.
    Ich hatte in der AHB mal versucht ein Gläschen Rotwein mit Wasser zu trinken und ich hatte dann in der Nacht sehr starken Juckreiz, also denke ich mir das der Rotwein den Juckreiz verstärkt.
    Silvester habe ich ein halbes Gläschen Sek und vorher nach dem Essen ein halbes Gläschen Rotwein mit Wasser nochmal versucht, diesemal war der Juckreiz nicht stärker geworden, aber die Hitzewallungen waren extrem.
    Meine Frauenärztin meinte auch, das Alkohol die Hormonproduktion anregt, sollte man nicht zu oft was trinken.
    Mal ein Gläschen ist ok.
    Da es mir nichts ausmacht auf Alkohol zu verzichten, denn es gibt so leckere alkoholfreie Getränke ist das für mich so ok.
    LG Strandnixe

  • Hallo Strandnixe,
    schön dass Du in unser aller Tagebuch mitschreibst :thumbsup:
    Jeder von uns reagiert auf "unsere Hemmerleins" anders und doch haben wir die gleichen Beschwerden. Dieses Wissen hilft zwar nicht die Beschwerden zu lindern, aber es hat doch etwas "beruhigendes".
    Bei den Knochenschmerzen hab ich auch gemerkt dass Bewegung hilft, dass sie jedoch bei Anstrengung stärker sind.
    Beim Alkohol kommt bei mir jetzt einer meiner Vorsätze ins Spiel: Bis Fasching/Karneval ist er schon mal ganz gestrichen 8) Ist schon mal ein gewisser Zeitraum um herauszufinden ob es in welcher Hinsicht auch immer eine Verbesserung bringt (bin mir fast sicher dass es hinsichtlich "Gewicht" was bringt, denn der Alkohol bremst den Stoffwechsel)
    Das mit dem Juckreiz solltest Du schon Deiner Ärztin erzählen, oder hast Du das schon? Was sagt sie dazu? Und die Gebärmutter zur Vorsicht entfernen zu lassen????? Es ist ein Organ und es ist schon ein größerer Eingriff! Bei mir wurde sie vor 11 Jahren entfernt und es war nicht ganz einfach danach. Sprich mit Deiner Ärztin darüber, vielleicht kann man ja "engmaschiger" kontrollieren.
    Alles Liebe :hug:
    Lisa

  • Hallo Lisa,


    ja wegen dem Juckreiz habe ich mit meiner Ärztin gesprochen, sie hat mir dann ein Präparat von einer anderen Firma verschrieben, es wurde zwar etwas besser, aber sie meinte wenn ich es ertragen kann, würde sie es bei dem gerne lassen. Sie möchte auf jedenfall das ich Tamoxefin weiter nehme, ich ja auch.
    Es tut wirklich sehr gut hier über alles schreiben zu können und man weiss die Anderen verstehen ganz genau was man sagen will und wie man sich fühlt, es ist ein sehr wohliges vertrautes Gefühl was ich hier bei Euch habe und es stärkt mich, zu wissen man ist nicht alleine. :)
    :hug: Grüße
    Strandnixe

  • Hallo Strandnixe,


    die Gebärmutter `rausnehmen zu lassen, "nur" weil man eventuell an Gebärmutterschleimhautkrebs erkranken KÖNNTE ist meiner Meinung nach schon viel zu weit im voraus gedacht.


    Hast Du jetzt schon "Bauchschmerzen" bei dem Gedanken, daß das bei der Einnahme von Tamoxifen passieren könnte, oder (auch) bei den Aromatasehemmern? Ich glaube, das kann bei beiden Medikamenten passieren und Du müßtest ja dann auch für sämtliche anderen Begleiterscheinungen/Nebenwirkungen Vorsorge betreiben, was schier unmöglich ist.


    Wie "alt" ;) bis Du denn? Daß Dein Arzt/Ärztin eine Entfernung der Gebärmutter aus diesen Gründen befürworten, bezweifel ich.


    Mir hat die Einnahme von 1,5 Jahren Tamoxifen und 3,5 Jahren Aromatasehemmern ein Gefühl von Sicherheit gegeben und die Einnahme hatte ich niemals zur Diskussion gestellt; ebenso die Durchführung der Chemo- und Strahlentherapie - wenn diese für mich auch die Hölle hin- und zurück bedeutet hatten.


    Wie Lisa auch schon sagte, jede(r) reagiert auf die Nebenwirkungen verschieden.


    Mach Dir nicht einen zu großen Kopf und versuche positiv zu denken - das hilft schon enorm, glaube mir :thumbup:


    LG
    TochterT

  • Hi Tochter T,


    ich hatte das Thema schon mal bei meiner Gyn. angesprochen und sie sagte auch, davon würde sie mir abraten.
    Ich bin 52 und hatte mich kurzweilig mit dem Thema beschäftigt gehabt, mich hat Eure Meinung dazu interessieet, ob das schon Jemand gemacht hat usw.
    Bei dem Tamoxefin und auch die Chemo wie Bestrahlung habe ich das positiv gesehen, denn ich konnte/kann aktiv was gegen die Bestie mache und so waren die Nebenwirkungen die schon bei der Chemo heftig waren, aber besser auszuhalten und es hat sich gelohnt, nach der 6.Chemo war er weg und dann bei der OP konnte man im Gewebe nichts mehr nachweissen. Vollremision nennt man es und ich war glücklich.
    LG Strandnixe

  • Hallo Strandnixe,
    schön, dass du unseren "Fred" gefunden hast. Ja, unsere Hemmer sorgen für ein erhöhtes Wäscheaufkommen und führen zu höheren Strom- ud Wasserrechnungen! :D Aber, wenn sie uns helfen, dann nehmen wir eben die hier beschriebenen Nebenwirkungen in Kauf. Und dass sie ihre Arbeit tun, merken wir immer dann, wenn wir wallen (heiß oder kalt). Das ist die Meinung der mich betreuenden Ärztin in der AHB gewesen. Und ich denke, dass sie da Recht hat.
    Auch Lisa hat beschlossen, die Hemmer als Freunde anzusehen und da schließe ich mich doch glatt an! :)
    Bin heute etwas groggy, da ich schon den ganzen Tag auf- bzw. umräume und natürlich so nebenbei auch noch dies und das putze. Aus diesem Grund ist mein heutiger Beitrag auch ziemlich kurz.
    Ich grüße ganz herzlich alle anderen "Hemmerlinge".
    Angie

  • Ich bekomme jetzt schon seit 06.2011 Tamoxifen , meine Tumore waren Östrogenhaltig und Progesteronhaltig ( sehr hoch) und hatte Metas. in der Leber und in den Lymphknoten. Am Anfang hatte ich noch Hitzewallung etwa 1 Jahr lang und Gelenkschmerzen sonst nichts, habe diese aber in kauf genommen, den wir haben die Metas damit in den Griff bekommen , sie sind zwar nicht weg aber weniger, nach 1 Jahr haben wir eine Ablatio der betroffenen Brust gemacht, da das Tamoxifen dort nicht geholfen hatte, die Hitzewallung sind damit auch weggegangen und der Eiszapfen ist gekommen, selbst im Sommer ziehe ich einen Pullover an.


    Zum Thema Eierstockentfernung kann ich nur sagen, das meine Ärzte damit solange abwarten bis das Tam ihre Wirkung verliert, heisst wir reizen das Tam aus solange bis nichts mehr geht, aber es wird sowohl vom Gyn als auch vom Brustzentrum immer gründlich kontrolliert. Denn auch die Entfernung kann Nebenwirkung haben.


    LG Michi

  • Liebe Michi,
    gut zu lesen, dass bei dir die Antihormontherapie das Metastasenwachstum eingeschränkt hat - bei Phönix, siehe Beitrag auf Seite 3 dieses "Freds", sind sie sogar verschwunden! Und ich wünsche dir, liebe Michi, von ganzem Herzen, dass diese Wirkung noch lange anhält. :thumbsup: Es tut gut zu lesen, dass die Hemmer gut wirken, auch wenn die Nebenwirkungen oftmals nicht sehr erfreulich sind!
    Nachdem ich zwei Tage ohne nennenswerte Wallungen gelebt habe, kommt es heute besonders dicke- und das obwohl ich mich körperlich noch fast gar nicht betätigt habe.
    Die Sonne scheint und jetzt geht's erst einmal raus. Da muss ich mich ja aufgrund der gefühlt erhöhten Körpertemperatur gar nicht dick einmummeln!


    Liebe Grüße an alle Hemmerlinge von
    Angie :hot:

  • Hallo Angie,


    erkälte Dich nicht!


    Ich war heute noch einmal zur Bestimmung des Tumormarkers, da dieser im Oktober angestiegen war.


    Das Ergebnis bekomme ich Dienstag; auch eine Überweisung zum Knochenszintigramm habe ich mal wieder in der Tasche :rolleyes:


    Na ja, wir werden sehen.......


    Übrigens leide ich momentan wieder unter den "vegetativen Hitzewellen" ;) und ich dachte, das hätte ich endlich hinter mich gebracht.

  • Liebe Tochter T,
    mit Tumormarkern kenne ich mich leider nicht aus. Also drücke ich dir die Daumen, dass da nix ist!!!! Und das mit dem Knochenszinti und dem Bibbern kennen wir Foris leider ebenfalls allzu gut. :(
    In der Nachsorgesituation hilft mir das Motto: Augen zu und durch! :pinch: Und wenn sie dann hinter uns liegt und alles o. B. ist, können wir uns wieder einmal ein bisschen zurücklehnen und entspannen. In der Zwischenzeit sind sie bei mir, trotz aller Angst die ich davor verspüre, auch positiv belegt, denn sie sind sozusagen meine "Lebensversicherung".
    Schreib uns doch deine Termine und dann können wir für dich den "Daumen-drück-Strang" aktivieren! :D
    Mir ging es heute auch nicht so dolle und deshalb bin ich spazieren gegangen und siehe da, jetzt sieht die Welt wieder ein bisschen besser aus. Frische Luft, eine schöne Flusslandschaft, meine altersschwache Hündin, die mich einmal wieder auf einem längeren Spaziergang begleitet hat, Nachbarskinder, die ich getroffen habe - das hat mir sehr, sehr gut getan!
    Du weißt bestimmt, was dich aufmuntert und dir gut tut - gönne dir trotz all der Ängste, die da einfach ungefragt auftauchen, einfach etwas Gutes!
    Liebe Grüße :hug:
    Angie

  • Liebe Angie,


    ganz lieb von Dir - danke :)


    Weißt Du, bald (im Mai) sind es schon 8 Jahre her seit meiner Diagnose und bis jetzt war ich immer positiv denkend bei all den Untersuchungen (Mammo, Knochenszintigramm, BLutuntersuchungen, Leber, Lunge und alles, was dazugehört).


    Ich habe von Anfang an die Augen zugemacht und bin da durchgegangen, ohne groß zu überlegen oder zu hinterfragen und damit bin ich ganz gut "gefahren". Heute wünschte ich, daß ich damals auf die Idee gekommen wäre, mich nach einem Forum wie diesem umzusehen - aber die Zeit ist eben vorbei (Gott sei Dank!)


    Nächsten Monat werde ich 62 Jahre alt und ich freue mich, daß ich es bis hierhin geschafft habe; natürlich habe ich vor, noch älter zu werden ;)


    Ich drehe jeden Tag meine kleinen Runden und ich höre gerne Musik - das tut mir gut.


    Also am Dienstag nachmittag erfahre ich den Wert des Tumormarkers und am Freitag habe ich das Knochenszintigramm. Ich gehe mal davon aus, daß alles im grünen Bereich sein wird. Der Arzt meinte, es könne auch mal am Marcumar liegen, daß der Marker steigt.


    Ja bitte, aktiviert mal den "Daumen-drück-Strang" für mich und dafür schon vorab ein DANKE an alle :hug:


    LG
    TochterT


    Übrigens: Woran warst Du noch mal erkrankt? Ich kann mir das manchmal nicht alles so merken...sorry

  • Ich lese mich gerade mit Interesse durch eure Beiträge.
    Das Tamoxifen nehme ich im Rahmen der ADAPT-Studie seit knapp drei Wochen und stelle tatsächlich relativ wenig Nebenwirkungen fest. Zwei Tage waren mal heftig, aber ansonsten sind die Kopf-, Fersen- und Gliederschmerzen auszuhalten. Hmm, vielleicht bin ich auch nach drei heftigen Krankheitsjahren (SchilddrüsenKnoten- Verdacht auf Karzinom, Lipödem, 3 BSV, Skoliose, erweiterte Hirnwasserkanäle) und all den verbundenen Schmerzen etwas unsensibler und abgehärtet Schmerzen gegenüber, aber dass ich die Tabletten so gut vertrage- da bin ich total dankbar! (Und bitte erzählt mir jetzt nicht, dass sie sich langsam einschleichen...


    Nanu?? Wo ist denn der Rest des Textes hin???

  • Hallo Lilli,
    schön dass Du hier mitschreibst! Jeder reagiert anders auf die "Hemmerleins" (so nenne ich mein Anastrozol inzwischen) und ich denke dass jeder Körper auch unterschiedlich lange braucht um sich darauf einzustellen. Du mußt nicht zwingend alle Nebenwirkungen bekommen die auf der Packung stehen. Ich habe hier einige "Hemmerfrauen" kennenlernen dürfen die es ganz gut vertragen und wenig Nebenwirkungen haben. Ich freu' mich für Dich dass Du dazugehörst und wünsche Dir dass es so bleibt! Du hast schon soviel geschafft!
    Es wäre schön wenn Du uns hier auf dem Laufenden halten würdest wie es Dir weiter mit Deinem "Tam" geht. Sicher nimmt es einigen Mitleserinnen ein wenig die Angst und macht auch Mut sich auf die Behandlung ein wenig positiv einzulassen.
    Alles Liebe
    Lisa

  • Hallo Lilli Jorinde,


    damit der Text nicht "flötengeht", mußt Du beim Anmelden einen Haken bei "angemeldet bleiben" machen - dann kannst Du Romane schreiben ;)


    Ich habe auch ein Lipödem (beide Beine), welches sehr schmerzhaft ist und bis dato konnte mir kein Arzt sagen, warum meine Oberschenkel so dick und schmerzhaft geworden sind. Erst der Gefäßchirurg hat das festgestellt.


    Was machst Du dagegen, wenn man überhaupt was dagegen machen kann (?) Mir hat man von Lymphdrainagen abgeraten, da ich Marcumar nehmen muß, was ich gar nicht so richtig verstehe (muß noch mal nachfragen).


    Da es sich ja um eine Fettstoffwechselerkrankung handelt, verstehe ich auch nicht so recht, warum da Lymphdrainagen helfen sollen ?(


    Würde mich auf eine Antwort freuen....


    LG
    TochterT

  • Hallo liebe Tochter T,
    ich trage flachgestrickte Stützkniestrümpfe Mediven Mondi CCL2. Also Stützklasse 2. Die trag ich IMMER! Zusatzlich hab ich CapriStützhosen. Das lässt sich zusammen gut kombinieren und wer halbwegs schöne Beine hat kann die Kombi wie ne Leggings tragen. Ohne Strümpfe halt ich's nicht aus. Lymphdrainage hab ich auch bekommen. Half nach 45 Minuten Drainage fur ca 2 Stunden... Also lass ich jetzt eher eine vernünftige manuelle Therapie mit Triggerpunktbearbeitung machen. Das lässt die Lymphe auch sehr gut fliessen.
    WAssergymnastik wäre perfekt für uns...
    Trägst du die flachgestrickten Strümpfe auch?
    LiebGruß. Lilli

  • :) :) Hallo zusammen,


    zuerst wünsche ich allen Forum-Mitgliedern, Leserinnen und Lesern ein gutes neues Jahr 2014, viel Glück und natürlich viel Gesundheit und viel Kraft für die Bewältigung der div. Krankheiten und Therapien.


    Nach längerer "Abstinenz" habe ich gestern mal wieder im Forum gestöbert und gelesen. Und siehe da, es gibt eine Menge Neues zum Thema Aromatasehemmer, das hat mich natürlich sehr interessiert. Die Einnahme von ANASTROZOL hat mich damals im Juni 13 veranlaßt mich hier zu melden um von anderen Betroffenen dazu etwas zu erfahren. Ich hatte starke Nebenwirkungen nach Einnahme dieses Medikaments - anfangs eher leichte, nach etwa einem halben Jahr fast unerträgliche Schmerzen (Muskel- und Gelenkschmerzen in den Oberschenkeln, den Beinen und vor allem in den Knien, starkes Kribbeln in den Füßen und den Fußsohlen, stechende Gelenkschmerzen in den Handgelenken und Fingern bis zu sog. "Schnappfingern". Beim Aufstehen kam ich ganz schlecht in die Gänge und wenn ich aus dem Auto ausstieg, kam ich mir vor wie eine 80jährige. Auch konnte ich keine Nacht mehr gut schlafen, bin oft aufgewacht und wurde eine richtigte Nachtwandlerin.


    Nachdem ich ca. 10 Monate die Tabletten pünktlich geschluckt hatte, hat mein Gynäkologe mir dann einen Abbruch der Anastrozol-Einnahme "genehmigt" - für zunächst 1/2 Jahr - um zu sehen wie sich das auswirkt; dann will er die weitere Vorgehensweise mit mit besprechen. Ca. 30 % der betroffenen Frauen würden die adjuvante Therapie mit den "Hämmern" wegen der erheblichen Nebenwirkungen abbrechen, hat mir mein Arzt erklärt. Natürlich habe ich jetzt im Stillen auch ein wenig ein schlechtes Gewissen, und denke immer: Hoffentlich taucht da nicht wieder irgendwo was auf ! Und bei jedem kleinen Zipperlein bekomme ich fast ein bisschen Panik.


    Im Februar ist das halbe Jahr nun um und ich bin gespannt was mein Arzt mir dann vorschlägt. Die Beschwerden haben sich gebessert, ja sind fast alle verschwunden, ich kann auch wieder gut schlafen, nur die Schmerzen in den Kniegelenken sind geblieben. Ich bewege mich sehr gerne draußen, gehe fast jeden Tag eine gute Stunde spazieren, auch meine wöchentliche Gymnastikstunde mit der Gruppe macht mir wieder richtig Spaß, was vorher eher zur Qual wurde. Hoffe wir bekommen noch Schnee, damit ich meine Langlaufskier rausholen und auf die Loipe gehen kann.


    Ich lasse mich nicht hängen und auch nicht unterkriegen - ich hoffe auf einen guten Weg für die weitere Behandlung und grüße alle ganz herzlich aus dem zur Zeit ziemlich milden und noch schneefreien nördlichen Schwarzwald !

  • Hallo Schwarzwaldrose,
    Deine Beiträge über Anastrozol hatte ich schon gelesen. Jetzt bin ich froh dass Du uns hier an Deinen Erfahrungen teilhaben lässt, obwohl die Nebenwirkungen bei Dir schon hart waren bzw. sind. Bin schon gespannt zu hören wie es bei dir ab Februar weitergeht!
    Ganz liebe Grüße
    Lisa :hug:

  • Hallo ihr lieben Mitstreiterinnen,
    wollte mich mal wieder hier melden. Bisher haben mir meine Hemmer nur zu starken Hitzewallungen "verholfen" und ich habe sie, wie von meiner AHB-Ärztin vorgeschlagen, als positives Zeichen angesehen, dass die Antihormontherapie wirkt.
    Seit gestern kommen aber nun Gelenkschmerzen hinzu: im Oberschenkel (spürt sich an, als ob dort mein Lymphkonten rebelliert), in den Waden und Fußgelenken. Ja, ich bin z.Zt. gefühlte 80 Jahre alt. Und dazu kommen noch Depressionen, denn ich habe das Gefühl, dass mir meine letzten weiblichen Hormone endgültig "flöten gehen". Die Tatsache, dass ich außer der Hemmertherapie nichts mehr machen kann und die Phase des "Aktionismus" also beendet ist, beunruhigt mich natürlich auch. Nun steht Alltag an, zum Glück noch nicht in Form der Wiedereingliederung in meinen Beruf, sondern mit unzähligen Nachsorgen, die momentan nicht wirklich Ruhe ins Leben bringen.
    Aber vielleicht jammere ich ja auch auf "sehr hohem Niveau", denn obwohl ich drei Tumorerkrankungen innerhallb von nur acht Jahren hatte, wurden bisher, zum Glück, keine Metas festgestellt. Also, werde ich nun wie Münchhausen, der mit seinem Pferd im Sumpf eingesunken war, alle Kraft aktivieren, damit ich mich an meinem Haarschopf aus dieser Situation wieder herausziehen kann. Wenn es dem Lügenbaron Münchhausen sogar gelang sein Lieblingspferd mit aus dem Sumpf zu ziehen, dann müsste es mir doch auch gelingen mit diesen depressiven Verstimmungen fertig zu werden! :D
    Einen Tag mit nur wenig Nebenwirkungen wünscht euch die
    Hemmerling-Angie :hot:


    PS. Schwarzwaldrose, ich fand deinen Beitrag sehr beeindruckend und hoffe, wie Lisa, dass du dich ab und zu bei uns in diesem "Tröd" (Danke Strandnixe für diese tolle Wortfindung) melden wirst.