Beide Partner an Krebs erkrankt (oder sonstige schwere Erkrankung) ... gibt es noch mehr Betroffene?

  • 12/2018 wurde bei mir ein Rezidiv eines Endometriumkarzinoms und 02/2019 Metastasen in der Lunge festgestellt, Therapie: palliative Behandlung mit Steroidhormon Megestat.

    Diese Diagnose zu verkraften und die Lebensplanung umzustellen hat viel Kraft gekostet und richtig verwunden habe ich das Ganze immer noch nicht.

    Heute dann eine erneute Hiobsbotschaft: nachdem mein Mann wegen anhaltender Magenschmerzen im KH durchgecheckt wurde, erhielt er die Diagnose fortgeschrittener Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Metastasen in der Leber. Nächste Woche soll eine palliative Chemo beginnen.

    Das Einzige, das mir bisher Kraft gab, war die Vorstellung, dass mein Mann an meiner Seite stehen wird, mich bis zum Ende begleitet und weiterhin für unseren psychisch kranken Sohn und unsere Tiere sorgt. Jetzt bricht für mich alles zusammen, ich weiß nicht, wie es weitergehen soll.


    Gibt es hier betroffene Paare, bei denen beide krank sind (es muss ja nicht Krebs sein, aber beide Partner mit einer lebensbedrohenden Krankheit) ... wie schafft ihr es, das zu bewältigen, psychisch wie auch physisch?


    Bitte schreibt, wenn ihr betroffen seid, ich bin für alle Ratschläge dankbar, denn im Moment verliere ich den Boden unter meinen Füßen.;(

  • Liebe Kratzekatz


    Es tut mir sehr leid für dich /euch.

    Ich mag mir garnicht vorstellen wie es euch nun geht, ich glaub ich würde durchdrehen.


    Mein Mann hat nur noch an kleineren folgen seines Schlaganfalls zu kämpfen, aber das ist ja mit eurer Situation überhaupt nicht zu vergleichen.

    Hast du mal beim Hausarzt nachgefragt oder im Netz unter Selbsthilfegruppen?

    Ich kann dich nur kurz :hug: und hoffen das ihr Unterstützung findet.


    Liebe Grüße

    Biggi

    Liebe Grüße

    Biggi

    _______________________________________________________


    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Liebe Kratzekatz ,

    auch mein Mann und ich gehören zu den Betroffenen.:(

    Er bekam 2006 im Alter von 50 Jahren die Diagnose "Parkinson" und bei mir wurde 2015 "Lymphogen metastasiertes Mammacarcinom" festgestellt.;( Es ist zwar keine lebensbedrohliche Erkrankung bei meinem Mann, aber er hat doch starke Einschränkungen.

    Ich wünsche Dir und Deinem Mann viel Kraft.:*

    Ganz liebe Grüße Kylie 💙

  • Liebe Kratzekatz .


    Ich bin mal wieder fassungslos. Mir fehlen die Worte. Was macht das Leben mit uns, mit euch, mit dir?

    Ich habe für mich und uns die Erfahrung gemacht, dass solche Schicksale uns einerseits enger zusammen scheißt, aber andererseits reicht es auch irgendwann. Man stumpf ab. So traurig das auch ist. Ich schotte mich nach außen hin ab. Bin vermeintlich hart und ungerecht gegenüber anderen.

    Kaum zu glauben, was man alles mitmacht - - -

    2003 Hodenkrebs bei meinem Mann.

    2006 Schwiegervater stirbt mit 67 an Alzheimer

    2007 1. Schub MS

    2011 2. Schub

    2014 3. Schub

    2015 Schlaganfall bei meinem Mann

    2017 Mutter Demenz

    2018 Vater Schlaganfall

    2018 MammaCa bei mir


    Was soll das alles? Und was kommt noch?

    LG S

    Gibt dir das Leben Zitronen, dann frag nach Salz und Tequila! 8)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: gem. Forumsregeln geändert.

  • Oje, liebe Silly 75 , da hast Du ja auch schon einiges hinter Dir.;(

    Bei mir waren es auch viele Schicksalsschläge. Meine ältere Schwester starb mit 43 Jahren an Brustkrebs und 2006 ist mein Bruder mit 46 Jahren gestorben. Auch meine kleine Nichte starb mit 9 Monaten an Leukämie.

    Aber wir lassen uns nicht unterkriegen, oder?

    Ganz liebe Grüße Kylie 💙

  • ach ihr lieben, mir fehlen die Worte. In dem "palliativ-Thread" da fragte sich jemand, warum sie nicht einfach einen "einfachen" Krebs haben kann. Ich bin so eine mit - bislang - unkompliziertem Verlauf und bin unendlich dankbar dafür. Überhaupt habe ich den Eindruck, es kommen immer mehr schlimme Fälle in das Forum. Das Leben ist nicht gerecht. Auch ich frage mich was das soll. Es gibt keine Antwort. Kein Mensch hat das verdient. Bitte lasst euch nicht unterkriegen. Ich wünsche euch Stärke und Kraft. <3

  • Ich danke euch allen für eure lieben Worte.

    Letztlich ist es für uns Erwachsene schlimm, sicher, aber wir kommen irgendwie damit klar.

    Aber was ist mit unseren Kindern?

    Wie verkraften die das?

    Vielleicht auch irgendwann das Schlimmste?

    Mal davon abgesehen. Wir haben den beiden Mäusen richtig "tolle" Gene mit auf den Weg gegeben.

  • Kratzekatz , ich habe in der Nacht schon deinen Thread gelesen, aber ich musste mich erst mal sammeln. Was für eine Schei.....;( Lass dich mal in den Arm nehmen:hug: Bin gerade bissl sprachlos. Vielleicht solltest du die Psychoonkologie um Hilfe bitten, und wie hier schon geschrieben mit deinem Hausarzt sprechen. Ich wünsche dir, euch, von Herzen alles Gute und ganz viel Kraft! Liebe Silly 75 , du musstest ja auch schon so vieles verkraften. Alle meine guten Wünsche auch für dich und ganz liebe Grüße an euch Alle

  • Ich habe auch gestern deinen Beitrag gelesen und war zu fassungslos und sprachlos um zu antworten ....bin es noch immer ...es ist so ungerecht und grausam und ich bin traurig 😔

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Liebe Kratzekatz , es tut mir von Herzen leid, dass das Schicksal es euch so schwer macht. Das Leben kann wirklich grausam sein.


    Mein Mann ist vor 7 Jahren mit 21 an Multipler Sklerose erkrankt. Nicht unbedingt tödlich. Aber die mögliche Aussicht, blind oder gelähmt zu sein oder mit schweren motrischen oder kognitiven Schwerigkeiten leben zu müssen, ist mit Anfang 20 auch nicht wirklich einfach zu verarbeiten gewesen.

    2016 wurde dann bei mir ohne jegliche familiäre bzw genetische Vorbelastung mit 26 Brustkrebs im fortgeschrittenerem Stadium (groß + befallene Lymphknoten) diagnostiziert.


    Während andere in unserem Alter Familien gründen und Häuser bauen, sind wir also damit beschäftigt, unsere geschundenen Körper irgendwie funktionstüchtig zu halten.

    Ein Haus, das können wir vergessen. Wir bekommen keine Lebensversicherung. Und ohne die sieht es mit dem Kredit mau aus. Kinder? Nein. Das können wir nicht verantworten. Er ist dauerhaft schwerbehindert, es wird niemals mehr besser, höchstens viel schlechter werden. Und bei mir? Wenn ich Glück habe, darf ich weiter leben. Aber das steht noch einige Jahre in den Krebs-Sternen. Und mal ehrlich: die Gefahr, in meinem Leben nochmal zu erkranken, ist vergleichsweise riesig. Und mit jedem Tag, an dem ich älter werde, wächst mein Risiko nur.

    Welchem Kind sollen wir sowas also als Eltern zumuten?


    Tja, wie damit umgehen?

    Wir leben einfach unser Leben. Es nützt ja nichts. Sicher haben wir nur die Zeit, die jetzt ist. Dieser Moment, genau jetzt. Was in ein paar Stunden ist, kann niemand sagen. Deswegen versuchen wir einfach, es uns schön zu machen. Dass es uns so gut geht, wie eben möglich.


    Manchmal erwischen wir uns noch dabei, wie wir zu viel gleichzeitig wollen. Aus Angst, es später nicht mehr zu können. Aber wir versuchen, das besser in den Griff zu bekommen.



    Du liebe, tapfere Frau. Das einzige, was ihr machen könnt, ist füreinander da zu sein. Euch Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Euch zu entlasten, wo es nur geht, um den Kopf und den Terminplan frei zu haben.


    Wir leben vielleicht nur einmal. Aber dafür jeden einzelnen Tag. Wie viele man davon am Ende hat, weiss niemand. Aber im Gegensatz zu gesunden Leuten sind wir Erkrankten uns dieser traurigen Tatsache viel bewusster. Nutzt das als Chance. Und genießt wenn möglich den einzelnen Augenblick doppelt und dreifach.



    Nur das Beste für euch ♡

  • Hallo Ihr Lieben,

    vielen Dank für Eure Antworten und lieben Nachrichten.

    Es klingt schon fast unglaubwürdig, aber mein Mann hatte jetzt (offenbar krebsbedingt) auch noch einen Schlaganfall. Wenn jemand mir so eine Geschichte noch vor einem halben Jahr erzählt hätte, beide Krebs, palliativ und dann noch Schlaganfall ... ich hätte Mühe gehabt, das zu glauben. Durch den Schlaganfall wurde die Port OP nicht gemacht und ob er noch ein Kandidat für die (recht heftige) Chemo ist, muss geprüft werden, wenn alle Untersuchungen durch sind und er entlassen werden kann. Ich verstehe schon, dass es keinen Sinn macht, ihn frühzeitig zu entlassen mit erhöhtem Risiko, sehe aber die Zeit davonlaufen für die Chemo. Es ist tatsächlich alles noch schwieriger geworden.

    Ich habe deshalb im Moment einen ziemlichen Durchhänger und meine Gedanken drehen sich wirr im Kreis. Ich hoffe, wir wissen bald, wie es weitergehen wird und kann.


    Liebe Grüße und Wünsche für Euch :hug:

  • Liebe Kratzekatz ,

    Dein/Euer Schicksal berührt mich sehr und ich wünschte, ich könnte helfen ;(

    Leider bleibt mir nur, Euch ein riesiges Paket mit Kraft, Zuversicht und jede Menge Glücksstaub zu senden. Ich wünsche Euch trotz allem noch einige schöne gemeinsame Momente.

    Ich :hug: Dich und halte Dich eine Weile.

    GlG Kirsche

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Liebe Kratzekatz ,

    es tut mir so leid, daß Dein Mann nun auch noch einen Schlaganfall erlitten hat. ;( Ihr habt ein sehr schweres Päckchen zu tragen.||

    Wenn es ein bißchen hilft, nehme ich Dich mal in den Arm und halte Dich eine Weile.:hug:

    Ich sende Dir und Deinem Mann ein ganz dickes Kraftpaket zu.:*

    Ganz liebe Grüße Kylie 💙