Metastasierter Ovarial-Ca bei meiner Mutter

  • Hallo ihr lieben,


    Ich glaube, ich muss mir mal alles von der Seele schreiben ...😱


    Es geht um meine liebe Mutter. Sie kĂ€mpft schon lĂ€nger gegen Krebs und ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wo sie all die Kraft her nimmt.

    Angefangen hat das ganze im Jahr 2001 mit Brustkrebs. Nach einer Op wurde Chemo und Bestrahlung erfolgreich abgeschlossen. Sie ist ganz schnell wieder in ihr Alltagsleben zurĂŒckgekehrt . Wir haben das Leben als eine glĂŒckliche Familie genossen und uns gefreut , dass der Krebs fĂŒr Mama Geschichte war.. so dachten wir. Bis 2015...

    Das Jahr 2015 hat wieder alles auf den Kopf gestellt. Mama kam mit Bauchwasser ins Krankenhaus und nach mehrere Untersuchungen wurde Eierstockkrebs FIGO VI diagnostiziert.

    Schock. Wieder Krebs! Wieder trifft es meine Mama.


    Doch fĂŒr sie und fĂŒr uns alle war es klar, dass wir weiterkĂ€mpfen. Und das haben wir die ganze Zeit getan. Nach mehreren Rezidiven in den 4 Jahren kam sie immer wieder auf die Beine. Alle haben sie bewundert, wie sie es schafft.

    Doch jetzt ist leider gar nichts mehr so wie es frĂŒher war. Sie kommt nicht mehr aus dem Loch raus. Seit August 2018 hat sie Hirnmetastasen, wurde bestrahlt und seit dem geht es nur noch berg ab. 😰


    Da eine erneute Bestrahlung nicht mehr möglich ist, versuchen die Ärzte mit Chemo gegen die Metas zu kĂ€mpfen.

    Die Chemo macht sie aber nur noch kaputt. Ihr geht es mit jedem Tag schlechter. Sie kann sich nicht mehr selbststĂ€ndig bewegen, stĂŒrzt die ganze Zeit . Morgen kommt sie auf die Palliativstation. Als ich das gehört habe, wurde mir schwarz vor Augen. Denn „Palliativstation“ verbinde ich leider gleich mit Sterben. Kenne leider mehrere Personen, die bereits auf der Station verstorben sind. Die Ärztin wollte mich aber beruhigen und sagte, dass sie sie da nur fĂŒr die weitere Therapie aufpĂ€ppeln wollen. Und sie wieder entlassen wird. Aber ich finde einfach keine Ruhe, kann nicht schlafen.

    Bitte sagt mir, dass man aus einer Palliativstation wieder rauskommen kann und das Fortsetzen der Therapie möglich ist. Oder ist es schon der Anfang vom Ende? Ich habe fĂŒrchterliche Angst😓


    Sorry fĂŒr den langen Text.

    LG

  • Hallo liebe Xena

    Herzlich willkommen im Forum. Also ich finde den Kampfgeist deiner Mutter beneidenswert. Sie hĂ€ngt am Leben und gibt alles. Hast du noch nie drĂŒber nach gedacht dass sie an ihrem Krebs versterben könnte? Auch nach einer Heilung ist das ja jederzeit in Form von Metastasen möglich. Woher kommt deine Panik? Vielleicht versuchst du einfach per Heilmeditation deiner Mutter Kraft zu senden.

    WĂŒnsche dir ganz viel Gelassenheit und Kraft. PALLIATIV ist bei schweren ERKRANKUNGEN ABER KEIN HOSPIZ. Die PALLIATIV Station muss man irgendwann wieder verlassen.

    LG Bella

  • Liebe Xena ,


    das Wichtigste ist im Augenblick, dass Deine Mutter gut versorgt wird. Krebskranke haben spezielle BedĂŒrfnisse und auf Palliativstationen kann darauf eingegangen werden. Ich bin sicher, dass fĂŒr Deine Mutter alles getan wird, um sie fĂŒr die weitere Therapie fit zu machen.


    Du begleitest Deine Mutter schon ein lange Zeit und das kostet sehr viel Kraft. <3Auf Palliativstationen wird auch UnterstĂŒtzung fĂŒr Angehörige angeboten, vielleicht wĂ€re das eine Möglichkeit fĂŒr Dich, um ĂŒber Deine Ängste zu sprechen und etwas zur Ruhe zu kommen.


    Alles Gute fĂŒr Deine Mutter und Dich. :hug:


    Lilyrose



  • Liebe xenia


    Herzlich willkommen hier im forum auch wenn dein Anlass ein trauriger Anlass ist, denn der Krebs ist fĂŒr alle in der Familie grauenvoll nicht nur fĂŒr deine Mutti.


    Beim lesen hab ich einen Eindruck bekommen, was fĂŒr eine tolle KĂ€mpferin deine Mutti ist und du eine tolle UnterstĂŒtzung fĂŒr sie.


    Deine Angst find ich verstÀndlich und so gut nachvollziehbar, und kann dir auch sagen das PALLIATIV nicht bedeutet das sie dort verstirbt.


    Palliativ leitet sich von lateinischem Pallium = Mantel ab. Der Gedanke dahinter bedeutet, Schutz und Geborgenheit, wie ein warmer Mantel an einem kalten Wintertag.

    Die Palliative Versorgung kann schon frĂŒh im Krankheitsverlauf unterstĂŒtzend und begleitend zu sonstigen Therapievermittlung eingesetzt werden. Wenn Heilung nicht mehr möglich ist, steht Linderung von schmerzen und anderen Symptomen im Mittelpunkt und Linderung von seelischen Nöten.

    Alle Maßnahmen die ergriffen werden, zielen auf LebensqualitĂ€t zu erhalten oder zu verbessern. Dies kann und soll auch den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen.


    Eigentlich soll es so möglich sein, uns so lange wie möglich in unserem zuhause leben zu lassen und aktiv und selbstbestimmt wie möglich gestalten zu können.


    Bei uns in DĂŒsseldorf gibt es z.b. ein Netzwerk das sowohl betroffenen oder Angehörigen und nahestehenden anbietet sich Hilfe zu holen. Dazu gehört auch die Beratung von Angehörigen.

    Gibt es das bei euch in Hannover vielleicht auch?


    Hol dir Hilfe von den Ärzten oder Psychologen die auch dir helfen mit der Angst im deine Mutti umzugehen.


    Und ich wĂŒrde an deiner Stelle genauso geschockt, traurig und wĂŒtend sein. Und ja, irgendwann werden wir alle sterben, einige mit Krebs und genauso viele auch ohne. Unsere Zeit hier ist fĂŒr alle begrenzt. Es ist Kein Trost fĂŒr einen Verlust der irgendwann kommt.


    Wir haben hier einige so tolle Töchter die ihre MĂŒtter begleitet haben. Es werden sich bestimmt welche melden.


    Liebe GrĂŒĂŸe und alles gute fĂŒr euch

    Biggi


    Die auch als „Palliativ“ eingestuft wurde. Ich sag aber lieber „chronisch“ 😉

    Liebe GrĂŒĂŸe

    Biggi

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    Das Wesentliche ist fĂŒr manche Augen unsichtbar!

  • Danke fĂŒr eure lieben und unterstĂŒtzenden Worte! Mir ist bewusst , dass ihre Krankheit nicht mehr heilbar ist und dass sie auch an ihr sterben wird. AN Wunder glauben wir nicht mehr. Aber man will das trotzdem alles nicht glauben, wenn es um eigene Mutter geht. 😱 ihr wurde damals vor 4 Jahren gesagt, dass sie nur paar Monate schafft. Und sie ist trotzdem immer wieder aus dem tiefsten Loch rausgekommen.


    bella777 woher meine Panik kommt.. es liegt wahrscheinlich daran, dass ich leider letztes Jahr zusehen musste wie eine mir sehr nahe Person auf solch einer Palliativstation sterben musste. Und jetzt kommt meine Mama auf diese Station.


    Lilyrose   BiggiL dass UnterstĂŒtzung auf der Station auch fĂŒr Angehörige angeboten wird, ist mir bewusst. Vielleicht muss ich die wirklich in Anspruch nehmen. Aber soweit bin ich noch nicht, um ĂŒber den Tod meiner Mutter zu sprechen. Das tut so weh...😱😱

    LG

  • Meine Mutter kam letztes Jahr auch auf die Palliativstation. Egal was kommt liebe Xena. Auf der Palliativ ist Deine Mutter wunderbar aufgehoben und auch Ihr. Sie wird dort aufgepĂ€ppelt, es wird dafĂŒr gesorgt das sie keine Schmerzen hat. Und es ist kein weißes Krankenhauszimmer sondern schön und wohnlich eingerichtet. In der Palliativ kann man kochen, sich den ganzen Tag aufhalten ohne das man krumm angesehen wird. Die Krankenschwestern haben da wesentlich mehr Zeit fĂŒr Deine Mutter und auch fĂŒr Euch.

    Wir durften den Hund meiner Mutter mitbringen. In einem normalen Krankenhaus ist das nicht möglich.

    Es gab schon einige Patienten die auch aus der Palliativ wieder rauskamen. Nicht alle Patienten versterben. Ich selbst konnte mir nie vorstellen das meine Mutter stirbt. Ich bin immer zu ihr gegangen und habe von ihrer Zukunft gesprochen, sie motiviert und aufgebaut. Aber als es dann doch soweit war, dass ich sie gehen lassen musste, konnte ich mich von ihr verabschieden. Und ich bin unheimlich froh das ich bis zum Schluss bei ihr war.


    Ich wĂŒnsche Dir viel Kraft. Egal wohin Euer Weg geht. Du bist stĂ€rker als Du denkst.

  • Liebe Xena


    Bei den Psychologen bekommt man Hilfe wie man mit den Situationen umgeht. Da muss nicht nur vom Tod gesprochen werden, sondern auch wie du oder der Rest der Familie sie unterstĂŒtzen können. Auch wie ihr sie zum Lachen bringt und sie ablenken könnt.


    Es ist schwer aber vielleicht hilft es dir?

    Liebe GrĂŒĂŸe

    Biggi

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    Das Wesentliche ist fĂŒr manche Augen unsichtbar!

  • positiv_denken   BiggiL danke euch fĂŒr die lieben Worte. Wir versuchen sie so schön immer wieder zum Lachen zu bringen. Und auch sie versucht , so zu tun, als ob nichts wĂ€re. Sie will uns einfach nicht damit belasten...😱 so war sie schon immer. Egal wie es um sie stand, immer gut drauf, nichts anmerken lassen.

    Lilyrose ich werde auf jeden Fall berichten , wie es ist. Allerdings wissen wir noch nicht wann sie jetzt auf die Station kommt. Gestern hieß es : morgen. Also heute. Nun sagten sie, es wĂ€re kein Platz frei und bis Ende der Woche wird auch kein Platz frei. Na ja, abwarten. Jetzt liegt sie auf einer ganz normalen Station.

    LG

  • Liebe Xena ,

    An Wunder darf man immer glauben. Dass jemand Krebs hat heisst ja nicht dass er daran stirbt. Man kann jeden Tag sterben- an allem möglichen. Und deine Mama ist so voller Lebensenergie dass sie immer noch da ist. Bestimmt auch fĂŒr dich. Ich habe die Heilmeditationen im Internet auf YouTube gefunden und sie helfen gut gehen Ängste und Wechseljahresbeschwerden. Die Hitzewallungen werden jeden Tag besser. Gut gegen Krebs ist auch sich immer wieder vorzustellen was man noch alles erleben will. Stell dir einfach noch ganz vieles vor was du mit deiner Mama erleben willst und sie soll es sich auch vorstellen und das ganze mit so einer Zuversicht und Dankbarkeit als wĂ€re es real. Ich glaube dass das hilft. Und ich wĂŒnsche es euch von Herzen.

    Vor vier Jahren erkrankte meine Mama an Krebs. Ich habe mir immer wieder vorgestellt was wir alles noch zusammen machen wollen und wohin wir noch Reisen wollen. Habe uns Reisen gebucht und sie zum Essen ausgefĂŒhrt. Überall jammerte sie das könnten wir uns nicht leisten. Aber sie ist wieder gesund. Hatte zwei Rezidive und diese auch durchgestanden indem ich immer wieder auf sie ein schrie dass alles wieder wird.

  • Xena mein Papa war 3 Wochen auf der Palliativ Station. Es hĂ€tte jeder Patient eine eigene Krankenschwester. Bei uns in Österreich darf man nur 3 Wochen durchgehend auf der Palliativ Station bleiben. Mein Papa ist dann ein paar Tage spĂ€ter zu Hause verstorben. Aber- es war kein Vergleich zu einer normalen Station. Dort kommen auch Patienten hin um die man sich intensiver kĂŒmmern und wieder aufpĂ€ppeln soll. Ich wĂŒnsche Euch alles Gute fĂŒr die nĂ€chste Zeit! 😘

  • hallo liebe Xena ,

    Ich versteh deine Angst.

    Als ich 22 war, ist mein Vater urplötzlich erkrankt und innerhalb von 5 tagen verstorben. Nicht an Krebs. Er hatte als junger Mann einen Motorradunfall mit SchĂ€deltrauma. Dadurch hatte er im Kopf eine verletzung, die so ungĂŒnstig verheilte und einen Zugang zum Gehirn hinterließ, dass er durch jeden infekt eine HirnhautentzĂŒndung hĂ€tte bekommen können. Der Unfall passierte in den 60er jahren. Da hatte man noch keine moderne diagnosemöglichkeit... mein vater starb mit 42 an einem dummen schnupfen. Er hinterliess 7 Kinder, davon 4 minderjĂ€hrige. Wir waren alle fassungslos. Am Tag vor seinem Tod teilte uns die Ärztin mit, dass er versterben wĂŒrde. Ich konnte und wollte es nicht glauben. FĂŒr uns alle tat sich ein Abgrund auf.

    Ich will damit nur sagen, dass wir alle zum GlĂŒck nicht wissen, wie lange wir leben. Ich hab jetzt am Ende der Erstbehandlung meines Brustkrebs auch oft die Angst vor Rezidiven.

    Dass deine Mama so krass lange bis zum ersten Rezidiv glĂŒcklich leben durfte, macht mir sehr viel Mut. Und motiviert mich. Danke dass du hier berichtest.

    Es tut mir so leid, dass es ihr jetzt so schlecht geht. Und ich wĂŒnsche total, dass sie auf der Station nochmal Kraft tanken kann. Vielleicht gibt es dann ja doch noch Chemo gegen die Hirnmetastasen.


    Und mach dir nicht zu viel Gedanken um das Sterben. Ich kenne bis jetzt keinen Fall in meinem Umfeld, wo der krebspatient ein schlimmes Sterben hatte. Letztlich werden die Schmerzen weggedimmt. Die Patienten schlafen ein. Mein Schwager verstarb im November. Meine SchwĂ€gerin war nur kurz auf der Toilette. Als sie zurĂŒckkam, war mein Schwager tot. Er lag mit ganz entspanntem Gesicht. Ich mochte ihn sehr. Aber noch ist das bei deiner Mama nicht aktuell.

    Sie ist KĂ€mpferin durch und durch, und wird so schnell nicht aufgeben, auch wenn es ihr jetzt so schlecht geht.


    Ich wĂŒnsch dir Kraft und Zuversicht


    Liebe GrĂŒsse

  • Xena ich kann bestĂ€tigen- mein Papa hatte keine Schmerzen! Die *Reise* dauerte 1,5 Tage, da hat er nur mehr geschlafen. Meine SchwĂ€gerin war in dem Moment bei ihm. Mein Papa hat nochmal tief Luft geholt und ist friedlich eingeschlafen. Deine Mama ist aber am Leben, genieße jeden Moment mit ihr, sei fĂŒr sie da. Wir wussten nicht wie lange mein Papa noch leben wĂŒrde.. Tage.. Wochen.. Monate 😱

  • Schwefelbadhexe ich muss mich noch mal korrigieren: Der Eierstockkrebs war kein rezidiv, also keine Metastase vom Brustkrebs. Das war ein neuer Krebs. Der einzige Zusammenhang zu dem Brustkrebs war nur, dass sie eine BRCA-TrĂ€gerin ist und so was kommt nun mal ganz oft vor, dass man erst an BK erkrankt und dann an EK. Den Brustkrebs hat sie mehr oder weniger besiegt. Auch die Hirnmetas wurden geprĂŒft, woher sie nun stammen und das war definitiv kein BK, sondern EK. Ich wollte dir noch mehr Mut machen, den brustkrebs kann man besiegen. đŸ’Ș😊


    Dani1507 danke fĂŒr die lieben Worte. Das mache ich schon die ganze Zeit. Versuche so oft wie möglich Zeit mit ihr zu verbringen, obwohl dass aktuell mit einem kleinen kind nicht immer möglich ist.

    Als sie noch fit war, haben wir sehr viel zusammen unternommen und ich bin sooo froh, dass wir das alles gemacht haben (da war sie schon erkrankt).

    Sind zusammen als Familie in Urlaub geflogen, der so toll war. Bin mit ihr ganz oft ausgegangen, essen, Kaffee trinken. Jetzt ist es leider nicht mehr möglich. Ich kann sie nur im Krankenhaus besuchen... ich hoffe, dass ihr Zustand sich noch wenigsten bisschen verbessern wird.. 🙏

  • Hallo liebe Xena ,


    Achso, ich hÀtte genauer lesen sollen. Danke, dass Du mir das noch mal erklÀrt hast.

    Krass, dass es der zweite Krebs ein ganz anderer ist. đŸ˜„

    Man fragt sich eh immer, wodurch Krebs in einem ausgelöst wird.

    Es wÀre so cool, wenn ich wie deine Mama den Krebs lange Jahre los wÀre. Jeder Fall in dieser Art macht mir Mut. Danke.


    Ich schliesse dich, deine Mama in meine Abendmeditation mit ein und bitte fĂŒr Sie um das kleine bisschen Kraft, die es braucht um nochmal aufzustehn.


    In lieber Umarmung💞

  • Xena


    Ich drĂŒcke dir die Daumen, dass sich der Zustand deiner Mutter wieder verbessert.


    Ich kann gut verstehen, dass es dir schwer fĂ€llt ĂŒber den möglichen Tod deiner Mutter zu sprechen und sei es mit einem Profi. Ich muss bei dem Thema auch regelmĂ€ĂŸig weinen, weil ich mir nicht vorstellen kann und will, was ich ohne meine Mutter machen soll.


    Deiner Mutter wĂŒnsche ich alles Gute!

  • Nordlicht31 danke schön fĂŒr die guten WĂŒnsche. Sehr lieb von dir. đŸ€—


    Meine Mutter ist immer noch nicht auf Palliativ, wir warten auf einen Platz. Sie hat noch grosse Hoffnung, dass auf der Station viel mit ihr gemacht wird und sie wieder fit wird, so dass sie weitere Therapien machen kann. Ich wĂŒnschte mir so sehr, dass es auch klappt. Gestern ging es ihr ganz gut. Sie ist sogar kurze Wege selbststĂ€ndig gelaufen. Ich war so happy. Heute geht’s ihr wiederum nicht so gut. Es ist ein Auf und Ab. .😣😱 ich traue mich schon gar nicht zu freuen , weil sich im nĂ€chsten Moment alles Ă€ndern kann.

    LG

  • Hallo ihr lieben,


    ich wollte mich mal zwischen durch mal melden. Meine Mutter ist nun auf der Palliativstation, ihr geht’s ganz ok. Nur das Laufen bereitet ihrProbleme und sie macht sich deswegen natĂŒrlich große Sorgen. Wir auch.đŸ„ș

    Heute wurde ein MRT vom Kopf gemacht, um zu sehen in wie weit sich die Metas verĂ€ndert haben. Das Ergebnis war, wie bereits erwartet, schlecht. Die Metas sind zwar minimal gewachsen (obwohl sie Chemotherapie bekommen hat), das Schlimme ist aber, dass sich im Hirn eine FlĂŒssigkeit (auch Liquor genannt) befindet, die Druck auf bestimmte Hirnregionen ausĂŒbt. So habe ich das jetzt verstanden. Somit können bestimmte Funktionen des Hirns beeintrĂ€chtigt werden, wie z.B das Laufen, Essen, sprechen. 😓 ich bin so fertig. Zu wissen, dass die eigene Mama bald gelĂ€hmt sein wird oder nicht selbststĂ€ndig essen kann, das macht mich nicht nur traurig, sondern auch wĂŒtend. Warum trifft es meine Mama? Die Frage stelle ich mir immer wieder und wieder.


    Die Station an sich ist super. Das Personal ist super nett und auch „anders“ als man es von den normalen Stationen kennt. Jeder kĂŒmmert sich um sie. Sie ist dort auf jeden Fall in guten HĂ€nden. Der Arzt hat sich auch viel Zeit fĂŒr mich genommen, um mir nochmal deutlich zu machen, dass Mama da nicht zum Sterben ist, sondern, dass sie versuchen wollen, sie irgendwie auf die Beine zu bekommen. Das will ich so gerne hoffen. Aber irgendwann verliert man einfach die Hoffnung...


    sorry fĂŒr mein Rumgeheule, es mĂŒsste einfach raus...đŸ„ș