Mama hat AML

  • Hallo zusammen,


    vor einem Jahr habe ich die Diagnose Brustkrebs bekommen. Mittlerweile bin ich gesund und der Alltag kehrte wieder ein. Meine Mama hat sich in dieser Zeit sehr liebevoll um mich gekümmert.


    Seit gestern weiß sie jedoch, dass sie Leukämie (genauer AML) hat. Sie ist 56 Jahre alt. Weiß jemand Näheres zu den Heilungschancen?


    Ich bin so traurig. ;(


    LG

    Anna

  • Liebe AnnaMaus84 , das tut mir sehr leid.


    Meine Kollegin hatte es und Glück, das ein geeigneter Spender gefunden wurde!

    Es war ein mühsames Jahr, vor allem die Kopfbestrahlung setzt arg zu.


    Der Körper nahm die Stammzellen des Spenders an und mittlerweile arbeitet sie seit 2 Jahren wieder. Sie erkrankte 2015 und brauchte 1,5 Jahre ca. Bis sie wieder normal Leben und Arbeiten konnte.


    Über die Ängste und die ganze Prozedur mit Chemo und schwierige Zeit, die Isolation im KKH (das haben wir BK Patienten ja nicht) brauch ich wohl nicht näher schreiben.

    Drücke Euch die Daumen, das es auch klappt.

  • Hallo Elenear ,


    danke für deine lieben Worte.


    Ja, der Krankenhausaufenthalt wird sehr lang. Sie hat mindestens 4 Wochen gebucht, wurde ihr gesagt. Es stehen noch die Ergebnisse der Knochenmarkpunktion aus und dann soll die Chemo starten. Ob sie eine Stammzellenspende braucht, steht soweit ich weiß nicht fest. Darüber haben Die Ärzte noch kein Wort verloren. Es würde mir das Herz brechen, wenn ich als Spenderin infrage käme, wegen Brustkrebs aber nicht darf. Warum musste der Kopf bestrahlt werden?


    LG

    Anna

  • Liebe AnnaMaus84


    Das tut mir leid mit deiner Mutti und schön wenn die Prognose positiv ist ✊🏻

    Wie nimmt sie es auf?

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

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  • Hallo BiggiL ,


    der Hammer war ja, dass sie erst vom Überweisungsschein ins Krankenhaus von dem Verdacht auf Akute Leukämie erfahren hat. Ihr Hausarzt hat nur was von schlechten Blutwerten gefaselt. Sie hat dann einen großen Schreck bekommen.


    Sie wirkt sehr gefasst und optimistisch, wenn wir bei ihr sind. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die bösen Gedanken dann kommen, wenn man alleine ist. Kontraproduktiv ist, dass ihre Zimmergenossin (32 Jahre alt) wohl mit einem Bein im Grab liegt.

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  • AnnaMaus84


    Oh Gott, das es auch noch so was gibt 😳 hatte der Hausarzt Angst ihr den Verdacht zu sagen?


    Das ist wahrscheinlich so das sie das genauso belastet wie uns selbst und dich trifft es nun doppelt so hart.

    Kann sie das Zimmer nicht wechseln? Das muss doch in der Klinik auch bekannt sein das man jemanden mit neuer Diagnose nicht neben eine Frau (so jung 😭 und wie nett auch immer) legt die so eine schlechte Prognose hat.


    Ich drücke dir und deiner Mutti beide Daumen das sie schnell wieder auf die Beine kommt und die Prognosen weiterhin gut bleiben ✊🏻✊🏻

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Hallo BiggiL ,


    ich weiß auch nicht, was den Hausarzt da geritten hat. Er hat auch nur müde gelächelt als meine Mutter erzählte, dass ihr Zahnarzt sie schickt (Sie hatte eigentlich eine Zahnfleischentzündung, aber Antibiotika halfen nicht), um die Blutwerte untersuchen zu lassen. Ihr Hausarzt wollte nicht so richtig, hat es dann aber auf ihr Drängen hin getan.


    Meine Mutter hat eigentlich einen Sonderstatus in dem Krankenhaus, weil sie selbst dort arbeitet und vor einigen Jahren sogar auf der Station gearbeitet hat, wo sie jetzt liegt. Sie wird quasi von ihren Kollegen betreut. Daher denke ich, dass das mit dem Zimmer nicht anders zu machen ist im Moment.


    Danke für deine lieben Worte :hug:!

  • AnnaMaus84


    Was es nicht für Ärzte gibt, unfassbar.


    Ich freu mich aber das deine Mutti dann mit dem sonderstarus bestimmt immer nur liebe Worte von den Kollegen bekommt und sich hier nicht auch noch in so komischen Situationen wiederfindet.


    Ich hab deinen Werdegang jetzt nicht noch schnell gelesen, bin gerade unsere Rebecca am trösten und aufbauen, daher die Frage bist du noch selbst mitten in Therapie oder schon soweit das du ihr gut helfen kannst?

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Liebe AnnaMaus84 , es tut mir sehr leid, daß deine Mama nun auch den Mist hat. Ich drücke ihr die Daumen für die Therapie. Der Hausarzt ist ja wohl ein feiger "Scherzkeks", man redet doch mit seinen Patienten, auch wenn man "nur" einen Verdacht hat...geht gar nicht. Doch gut, daß sie im Kampfmodus ist. Wenn man im eigenen Krankenhaus liegt, ist das Verwöhnprogramm sicher ausgezeichnet, auch wenn die Umstände nicht so gut sind. Damit meine ich die Bettnachbarin. Ich hoffe, Deine Mama kann sich mit dieser Situation arrangieren. Ich würde scheint euch beiden alles Gute. Du brauchst jetzt auch ganz viel Kraft.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Hallo BiggiL ,


    ich bin zum Glück mit allem durch. Ich hatte eine PCR, habe wieder Haare auf dem Kopf und arbeite seit Februar wieder. Während meiner Therapie hat sich meine Mutter ganz viel um mich gekümmert und auch im Haushalt und Garten geholfen. Jetzt kann ich ihr helfen. Ich bin zwar noch lange nicht so fit wie vor meiner Erkrankung und habe das alles noch nicht ganz verarbeitet, aber ich werde alles geben, was ich kann.

  • Hallo Bonny und Frieda ,


    danke für deine liebe Worte! Seit heute weiß sie, dass sie leider einen AML-Typ mit hoher Rückfallrate hat und daher eine Stammzellenspende braucht. Ihr Bruder und ihre Schwester werden demnächst getestet und wir hoffen sehr, dass einer von beiden spenden kann. Ansonsten müssen wir auf einen fremden Spender hoffen.

  • Dann hoffe ich mit und drücke ganz feste meine Daumen. Ihr werdet das schaffen. Ich bin sicher, du bist deiner Mama eine ganz große Hilfe, einfach, weil du den Mist ebenfalls mitmachen musstest.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Liebe AnnaMaus84


    Ich freu mich das du es gepackt hast und bereits wieder arbeiten kannst.

    Am meisten freut mich euer familiärer Zusammenhalt und das ihr euch gegenseitig so toll unterstützt.


    Das ist bei uns zuhause auch so, meine Geschwister stehen zur Zeit hinter meiner Mutter (79) die in den letzten Monaten stark gebeutelt wurde durch leichter Herzinfarkt mit Schlaganfall in der Klinik, dann Reha mit schwerer und zuerst unerkannter Influenza B zurück, dann wieder Herzattacken es ist ein ständiges auf und ab und manchmal kaum zu ertragen wie ein Mensch so stark in kurzer Zeit abbauen kann.

    Und dann stehen auch alle noch hinter mir und helfen wenn ich jemanden zusätzlich zu meiner eigenen kleinen Familie brauche. Es ist schon schön zu wissen das immer jemand für uns da ist.


    Und wenn es die starke Tochter schafft wird deine Mutti Dir in nichts nachstehen. Das wünsche ich euch von Herzen 💕


    ✊🏻✊🏻 Für die erfolgreiche spenderübereinstimmung in der Familie

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Ja, der Zusammenhalt von Familie und Freunden ist in solchen Zeiten das Wichtigste überhaupt...neben den ganzen Behandlungen. Ich bin sicher, man steht das alles viel besser durch, wenn wenn die wichtigsten Menschen eng zusammenrücken.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Hallo zusammen,


    ich war gestern meine Mama besuchen und das Bett neben ihr war leer. Die andere Patientin wurde in eine andere Klinik gebracht. Im Laufe des Vormittags hat sie eine andere Zimmergenossin bekommen, etwas älter als sie und mit Lungenkrebs.

    Gestern ist auch die Chemo gestartet. Am Abend hat sie mir geschrieben, dass sie die Chemo bisher gut verträgt.

    Es muss alles gut werden. 🙏