Chemo Nebenwirkungen

  • Hallo!

    Wer ist denn eigentlich zuständig für das Nebenwirkungsmangement meiner Chemotherapie?

    Ich bekomme meine Chemo stationär in der Klinik, habe bislang die erste hinter mir. die Nebenwirkungen kamen prombt als ich dann zuhause war.

    Im Moment macht mit eine Schlaumhautentzündung im Mund zu schaffen, sodass Essen unerträglich schmerzt. Zur Kontrolle meines Blutes gehe ich zum Hausarzt.

    Ich weiß aber nicht, ob ein Allgemein-Mediziner da jetzt so versiert ist, mit den Nebenwirkungen und ob die Wahl der Medikation auch wirklich mit der Chemotherapie kompatibel ist.

    einen Onkologen habe ich zur Zeit nicht. Mein Lungenfacharzt traue ich nicht mehr so wirklich, denn eingentlich hätte er den neuen Tumor im röntgenbild erkennen können, denke ich. Sollte ich mir einen Onkologen suchen? bin bloß auch so müde und ausgeknockt, dass mir jeder zusätzliche Termin sehr schwer fällt.

    Überhaupt finde ich es auch sehr seltsam, dass ich mich um die Komplementierung meinesStagings (Hirnmetastasen?) selbst kümmern muss. Ich bekomme nämlich keinne Termin, frühestens im Dezember. Das Ergebnis soll aber schon bei meiner nächsten Einweisung zur zweiten Chemo am 15.11. vorliegen....?

    Von meinen drei Krebsen ist dies die härteste Erkrankung, in der es mir auch körperlich am schlechtesten geht aber die Betreuung, oder das Mangement der Erkrankung ist diesesmal die/das Schlechteste! Jedenfalls fühle ihc mich ganz schön allein gelassen. Ist das bei euch anders?

    L.G. Tulip

  • Tulip dort wo du die Chemo machst, sind sie auch für die Nebenwirkungen und sonstige Probleme die mit der Chemo kommen zuständig. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass dies im Krankenhaus immer etwas schwierig ist. Deshalb habe ich mir einen Onkologen gesucht, der ist sogar in meiner Nähe. Dort in der Praxis bekam ich meine Chemo und hab immer den gleichen Arzt zur Ansprache. Ich hab die Handynummer von meinem Onkologen/ 24 stunden erreichbar☺️. Auch wenn es mir nicht gut ging, ich war gleich bei ihr in der Praxis, keine lange Wartezeit.


    Auch meine vierteljährliche Kontrolle mach ich dort. Die wissen, welche Blutwerte wichtig sind zu beobachten von der Chemo oder was zu tun ist bei Nebenwirkungen oder Spätfolgen. Sono kann ich dort auch machen lassen und wenn es um weitere Termine geht, wird das von dort aus organisiert. Für mich ist das der Arzt für Krebs und Behandlung und zum Hausarzt geh ich wenn ich Schnupfen habe 😊


    Schleimhautentzündung im Mund mit Salbei spühlen. Dein Arzt kann dir auch ein Mundwasser verschreiben.

    Einen Lungenspezialisten wirst du trotzdem weiterhin brauchen, aber wenn du nicht mehr das Vertrauen hast, kannst du dir vom Arzt, Krankenkasse oder Krebsinformationsdienst weiter Spezialisten nennen lassen.


    Ich habe damals auch nach meiner ersten Chemo im Krankenhaus zum Onkologen gewechselt- war kein Problem. Solltest du dich das vielleicht noch fragen.

    Liebe Grüsse Baybsie

  • Hallo ihr lieben. Hat jemand ähnlich Erfahrungen?

    3 Tage nach meiner 3.ec habe ich starke Atemnot bekommen. Ab zum onkologen der hat mich sofort zum ct geschickt. Dann hätte ich 2x ct, da das kontrastmittel aber immer schneller als das ct war, konnte nur eine große lungenembolie ausgeschlossen werden sonst war es nicht aussagefähig. Dann müsste ich zum herzecho ,auch ob. Dann Labor: leuko 65000 Ddimere 3000. Crp 16.Ratlosigkeit bei allen. Ich bin immer noch mit Atemnot nach Hause. Abends dann plötzlich keine Atemnot mehr.... am nächsten Morgen laborkontrolle. Leuko 30000 Ddimere 5000 crp 16. Mir geht's gut. Nochmal Vorstellung beim pulmologen.

    Keiner weiß was das war. Lungenembolie peripher ist fraglich aber lt Ärzte nicht nachweisbar. Ein Arzt glaubt es ist eine Reaktion auf die lonquex Spritze.....

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  • Hallo Claudia.s. , mir ging es genauso wie Dir. Ich war auch ganz verzweifelt, war schon bei einfachen Hausarbeiten völlig atemlos. Ich kam in die Notaufnahme, um eine Lungenembolie auszuschließen. Es war aber zum Glück keine. Die Atemnot blieb aber. Mein Hausarzt hat mir "Pan.....zol 40 mg verschrieben, das ist ein Magenschoner. Nach 2 Tagen war die Atemnot weg. Ich habe dann den Säureblocker während der ganzen Chemo genommen und mich dann langsam "ausgeschlichen". Ich wünsche dir, dass es dir auch bald besser geht, denn Atemnot ist ganz furchtbar.

    LG Jonna

  • Hallo Zusammen

    Mal wieder eine Frage habe meine Chemo hinter. Mir und in 6 Wochen OP. Was habt Ihr gemacht um wieder fit zu werden? Also welche Mittel genommen Vitamine Trinkkuren, Selen da es mir aktuell einfach schlecht geht würde ich gern selber noch was machen (Ärzte zu weit weg)

  • Tolea Erstmal Glückwunsch zur überstandenen Chemo!!


    Was Du tun kannst um wieder fit zu werden? Mein Hausarzt sprach von Geduld (wer hat die schon), gesunder ausgewogener Ernährung und Bewegung, gerne an der frischen Luft, da das gut fürs Immunsystem sei... Er ist der Auffassung das alle Mittelchen (z.B. Or..mol) nur Geld kosten, solange kein Vitamin-Mangel nachgewiesen ist, schaffe der Körper das selber...


    Und rückblickend muss ich sagen, er hatte recht. Ich war Mitte Februar fertig mit der Chemo und bis zum Beginn der Bestrahlung im März habe ich schon Fortschritte gemerkt. Ich bin z.B. während der Chemo auch immer gewalkt und konnte da dann relativ schnell merken, dass ich bei gleicher Strecke weniger kaputt war. Ich bin dann während der Bestrahlung noch mit Reha-Sport angefangen und irgendwann merkt man einfach, dass die Müdigkeit nachlässt und man sich irgendwie fitter fühlt. Ich hatte dann im Mai meine Angleichungs-OP und da ging es mir eigentlich schon wieder richtig gut. Aber jetzt, nach der Reha im September habe ich fast das Gefühl fitter zu sein, als vor der Erkrankung ;-)


    Also, nimm das Selen einfach weiter (hatte ich auf Empfehlung meiner Onkologin auch die ganze Chemo genommen) und dann mach Sachen die Dir gut tun und versuche jeden Tag ein bisschen Bewegung (reicht ja auch Spaziergang) zu integrieren und langsam zu steigern. In der Reha hat man uns gesagt, dass man als Richtpuls 180 - Alter - 20 (die 20 wegen der Erkrankung) rechnen soll.


    Ich schicke Dir also ein Portion Geduld (warum es die noch nicht intravenös gibt ist mir ein Rätsel ;-) ) und Du wirst sehen, ganz langsam wird es besser!!


    Alles Liebe
    Alltagsheldin

  • Ich hatte am 14.11. meine letzte Chemo. Seit etwa der 8. Pacli hatte ich dauerhaft mit Neuropathien (kribbeln in den Armen und Beinen, sowie "Zahnarzt-Gedächtnislippe"😉) zu kämpfen.

    Aus diesem Grund wurde mir dann auch die 12.Pacli erlassen und ich bekam nur noch das Carbo. Ich stellte für mich fest, dass ich die Neuropathien ganz gut mit Bewegung im Griff habe/ hatte. Deshalb

    bin ich auch bis zu meiner KH-Einweisung jeden 2.Tag ins Fitnesstudio und habe im "Senioren-Modus" meine Kraft-Ausdauer weiter trainiert. An den Tagen dazwischen bin an der frischen Luft spazieren gegangen. Ich habe zudem auf eine ballastoff- und vitaminreiche Ernährung geachtet, täglich mindestens einen Liter heißer Ingwer mit Zitrone getrunken (um mein Immunsystem zu stärken) und mich für diesen "Etappensieg" mit vielen schönen Erlebnissen verwöhnt.

    Am 25.11. bin ich dann so gestärkt ins KH "umgezogen". Am 26.11. war meine OP, welche ich sehr gut überstanden habe. Am nächsten Tag bin ich schon wieder auf der Station spazieren gegangen. Ab dem 28.11. habe ich dann das ganze Krankenhaus erobert😉💪🏻. Ab dem 30.11. durfte ich auch draußen spazieren gehen, was ich ab da täglich gemacht habe. Meine Station war im 4.OG und bin während meines ganzen KH-Aufenthaltes nicht ein einziges Mal mit dem Lift gefahren. Obwohl🤔...stimmt so nicht ganz. Die Schwestern haben mir je eine Fahrt zum OP und wieder zurück im Bett mit dem Lift gegönnt🙈😜.

    Meine Ärztin meinte mal bei einer Visite zu mir, dass es gut war das ich während Chemozeit weiterhin sportlich so aktiv war und auch bis zur OP weiter am Ball gebliebenen bin. Das nennt sich wohl "PREHA"🤔.


    Ich bin mir dessen sicherlich bewusst, dass es hier Kämpferinnen gibt, die nicht so viel Glück mit ihrer Fitness während der Chemo haben und bei denen die Chemo bis zum Limit alles abverlangt.


    Aber habt Geduld 🤗 ... nach Ende der Chemo erholt sich der Körper schneller als ihr vielleicht denkt.

    Ich bin mittlerweile am Tag 20 nach Chemoende. Und mir geht es immer besser. Meine "Zahnarzt-Gedächtnislippe" ist Geschichte und auch das Kribbeln in den Händen und Füßen wird weniger.

    Gestern wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen und habe zu Hause gleich ne Runde gedreht. Einfach herrlich ... die Kondition wird von Tag zu Tag besser😊👍🏻.


    In diesem Sinne ... Mädels, ihr schafft das!!!😉💪🏻

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup: