KV will mich in Altersrente schicken.

  • Ich habe am 31.03.2019 meine Altersrente erreicht und habe mit meiner Firma vertraglich vereinbart, dass ich bis 31.03.2020 weiter arbeitet ohne Rente zu beantragen, so kann ich die Altersrente um 6% steigern (habe zwar 50 Jahre Berufstätigkeit, davon allerdings 15 Jahre Selbständigkeit, also keine Beiträge in die GV einbezahlt). So nun ist die Krankheit dazwischen gekommen, jetzt verlangt die KV, dass ich bis 29.09.2019 einen Rentenantrag wegen Altersrente stelle. Können die das fordern? Ich habe doch einen gültigen Arbeitsvertrag und hoffe, dass ich auch bald wieder in den Beruf zurückkehren kann. Kennt sich da jemand aus? Oder soll ich mich bei Rentenversicherung erkundigen, bevor ich Widerspruch einlege? Vielen Dank für eure Hilfe.

  • Liebe Dorca ,

    wenn du in die reguläre Altersrente gehst, darfst du soweit ich weiß unbeschränkt hinzuverdienen!

    Bei vorzeitigem Ruhestand, Schwerbehindertenrente etc. gilt soweit ich weiß die 450€ Grenze.

    Lass dich von der Rentenkasse beraten.

  • Liebe Dorca ,


    Wie lange wirst du das Krankengeld noch benötigen. Wenn du keinen Antrag auf Rente stellst, streichen sie dir das Krankengeld, also wirklich zwingen können sie dich nicht.

    Rechne durch was dich mehr kostet, 6 % weniger Rente od ein paar Monate kein Krankengeld...

    Lg JP

  • Liebe @kat58, das ist richtig, aber ich wollte ja noch die Rente erhöhen. Bis dato hatte ich immer gerechnet, dass ich so alt wie meine Urgroßmutter und Oma werde. Die sind beide über 95 Jahre geworden. Liebe J.P.Lustig, das hat die KV mir schon angedroht, das Krankengeld zu streichen. Bis zum 29.09.2019 werde ich wohl mit den Therapien nicht fertig sein. Nach der Chemo kommt dann die Bestrahlung. Das ist dann eine Rechnung mit einer großen Umbekannten - meiner Lebenserwartung.8o Ich werde mal der RV sprechen. Vielleicht haben die nach eine Idee. LG Doris

  • cat58   Dorca , es gibt aber für Schwerbehinderte zwei Möglichkeiten.

    A: man kann fünf Jahre früher mit Abschlägen in Rente gehen, dann ist der Zuverdienst gedeckelt.

    B: Regulär kann ein Schwerbehinderter 2 Jahre vorher in Rente gehen, ohne Abzüge.

    Natürlich hat man dann auch etwas weniger, weil einem zwei Jahre Einzahlung fehlen. Vorteil ist, dass man unbegrenzt dazuverdienen kann.


    LG

    Milli

  • Liebe Dorca ,

    soweit ich weiß, kann man in der Zeit nach Rentenbeginn trotzdem freiwillig Rentenbeiträge einzahlen, die dann die Gesamtrente erhöhen.

    Besprich alles mal mit einen Rentenberater und lass dir die verschiedenen Varianten durchrechnen.

    reguläre Rente + unbegrenzter Zuverdienst + freiwillige Einzahlung in Rentenkasse könnten durchaus attraktiv sein.

  • Liebe cat58 ,

    ich hatte mich schon mal bei der GV beraten lassen. Daraufhin habe den maximalen Betrag, den ich einzahlen konnte, geleistet. Es waren zirka EUR 8000,00 das hat mir eine Rentensteigerung von mtl. EUR 35,- gebracht. Ich werde mich nochmals beraten lassen, ob es sich lohnt gegen den Bescheid Widerspruch einzulegen, denn ich hab ja auch einen gültigen Arbeitsvertrag, den ich gerne erfüllen würde.

  • Liebe cat58 , liebe Milli ,

    heute habe ich mit der deutschen Rentenanstalt telefoniert und mein Problem geschildert. Die freundliche Mitarbeiterin hat sich schlau gemacht und sofort zurück gerufen. Die KK kann mich nicht in Altersrente schicken, eventuell in EU. Ich habe einen Arbeitsvertrag bis 31.93.2020, den ich gerne erfüllen möchte. Sie wird mit der Krankenkasse sprechen und mich dann wieder informieren. Das ist ein toller Service, da bin ich echt erstaunt. Jetzt bin ich auf das Ergebnis gespannt!

    Ich wünsche Euch einen guten, schmerzfreien Tag. Liebe Grüße Doris

  • Liebe Foris,

    den Antrag auf Altersrente habe ich in dieser Woche gestellt. Mit der Krankenversicherung hatte ich zuvor nochmals gesprochen, die meinten, dass ich, nach Abschluss der Krebsbehandlung, ja wieder arbeiten gehen kann. Also werde ich meinen Arbeitsvertrag vorläufig nicht auflösen.

  • Liebe Foris,

    Heute hab ich einen Anruf der KK erhalten, die Mitarbeiterin wollte sich erkundigen, wie weit ich mit meiner Behandlung bin, Dauer usw. Ich bin geschockt und verwirrt!:cursing: Was bedeutet das? Ich hab sie aufs Krankenhaus verwiesen??<X

  • Liebe @Foris,


    Ich schildere hier mal mein Problem:

    Mein regulärer Rentenbeginn wäre 01.04.2019. Ich habe aber mit meiner Firma einen Arbeitsvertrag bis 30.03.2020 abgeschlossen.

    09.05.2019 habe ich die Krebsdiagnose erhalten. Nach 6 Wochen Lohnfortzahlung habe ich Krankengeld erhalten. Gleichzeitig hat die GKV verlangt, dass ich bis 30.09.2019 den Antrag auf Altersrente stelle. Den Antrag habe ich Ende August 2019 zum 01.10.2919 gestellt.

    Heute ruft mich die Deutsche Rentenversicherung an und teilt mir mit, dass die GKV verlangt, dass ich rückwirkend zum 01.08.2019 in Rente gehe. Die MA der DRV sagt, die hätten das Recht dazu, allerdings könnte ich eventuell nochmal mit der GKV sprechen.

    Wenn das Recht auf der Seite der GKV ist, dann habe ich eigentlich keine Argumente weshalb die GKV den Rentenbeginn zum 1.10.2019 akzeptiert sollte. Jetzt die Frage:

    Soll ich mit der

    1. GKV sprechen oder schreiben und um Kulanz bitten oder

    2. Beratung durch einen Sozialverband oder

    3. die Forderung akzeptieren, dann werden sie die Krankengeld für August und September 2019 zurück fordern.

    Ich fühl mich so machtlos und ausgeliefert. Hat eine von Euch Argumente oder eine Idee, wie ich vorgehen könnte?

    Danke fürs Lesen!

    Grüße Doris

  • Liebe Dorca ,


    lohnt es sich wirklich wegen 4 Monaten so viel Energie zu verschwenden?

    Krankengeld und Rentenanspruch für August und September werden miteinander verrechnet. Du würdest vermutlich sogar eine Nachzahlung bekommen.

    Mit deinem Arbeitgeber kannst du einen neuen Vertrag aushandeln, denn da du in reguläre Rente gehst, darfst du (soweit ich weiß) unbegrenzt hinzuverdienen.

  • Liebe cat58 ,

    Du hast wahrscheinlich recht. Es sind so pie mal Daumen für August und September zirka 1200 Euro, die die KV zurück fordern wird. Das ist ein Betrag der sich für mich schon lohnt. Außerdem hat mich die Krankenversicherung seit dieser Krankheit schon mehrmals verärgert. Und einfach aufgeben will ich nicht.

    Liebe Grüße Doris

  • Liebe Dorca ,

    berücksichtige dabei, dass du dann aber ab August Rente bekommst, obwohl du ab Oktober (sozusagen zusätzlich zur Rente) gearbeitet hast. Das Einkommen wird nicht mit der Rente verrechnet, nur das Krankengeld - und diese Verrechnung machen Krankenkasse und Rentenversicherung miteinander aus, du musst nichts an die Krankenkasse zurückzahlen!