Wahrscheinlich Gebärmutterhalskrebs bei meiner Mutter

  • Hallo Zusammen!


    Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, da es 1. nicht um mich geht, sondern um meine Mutter und es 2. noch keine gesicherte Diagnose gibt. Aber meine Angst um meine Mama übermannt mich gerde derart, dass ich keine Luft mehr bekomme. Ich muss mir das von der Seele schreiben, da ich sonst niemanden habe.


    Es geht also um meine liebe Mama. Sie ist jetzt 70 und hat 7 sehr schwere Jahre hinter sich bzw. ist immer noch mittendrin. 2012 bekam sie plötzlich Probleme mit ihrem Herzen. Man stellte fest, dass eine Herzklappe nicht dicht ist und sie evtl. irgendwann einmal operiert werden muss. Es folgten immer wieder Krankenhausaufenthalte, weil sie dadurch an Herzrhythmusstörungen litt. Das Ende vom Lied war, dass sie schon im November 2012 am offenen Herzen operiert wurde. Die OP ist soweit auch gut gelaufen und die Klappe ist dicht. Aber ihr Herz ist schon so geschädigt, dass sie trotzdem immer wieder Herzrhythmusstörungen bekommt, die von alleine auch nicht wieder verschwinden mit denen sie aber auch nicht leben kann, weil sie dann überhaupt nicht mehr belastbar ist. Es gibt zwar Medikamente, aber die belasten sie ebenso stark. Sie hat überhaupt keine Lebensqualität mehr.


    In den letzten 7 Jahren hatte sie noch mehrere kleinere Eingriffe am Herzen, die den Rhythmus dauerhaft wiederherstellen sollten. Auch im Septemer wäre wieder so ein Eingriff geplant. Seitdem kümmer ich mich um sie.


    So und heute bricht dann plötzlich alles zusammen. Sie hatte sich nachmittags hingelegt und als sie aufstand und auf das WC ging, war alles voller Blut. Vor lauter Panik sind wir ins Krankenhaus gefahren, da sie auch Blutverdünner nimmt.


    Ich muss dazu sagen, dass ihre letzte Gynäkologische Untersuchung leider auch 7 Jahre her ist, da sie die letzten Jahre nur mit ihrem Herz beschäftigt war. D.h. es gab keine jährliche Vorsorgeuntersuchung. Das ist das, was mich mit am meisten an der Sache beunruhigt.


    Untersucht wurde sie von einer sehr jungen, sehr netten Nachtschicht-Ärztin. Sie hat getastet und einen Ultraschall gemacht. Mehr erstmal wohl nicht. Dabei hat sie festgestellt, dass die Gebärmutter "gewaltig" ist und sie ihr eine Ausschabung empfiehlt. Und dann meinte sie noch, dass der Gebärmutterhals "verdächtig" ist. Alles Nachfragen half nichts, sie wurde nicht konkreter, was mir noch mehr Angst macht. Sie hat nur rumgedruckst. Allerdings meinte sie auch, dass Blutungen bei Patientinnen mit Blutverdünnern nicht ungewöhnlich seien. Das passt dann für mich aber nicht zu dem verdächtigen Gebärmutterhals. Wahrscheinlich wollte sie uns nur beruhigen, weil sie die Panik in unseren Augen gesehen hat. Es war ihr aber klar, dass wir beide direkt von Gebärmutterhalskrebs ausgehen, was sie nicht entkräftet hat und mich wiederum bestätigt.


    Im Bericht habe ich jetzt nur gelesen "Portio mit auffälligem kontaktblutenden Areal" und "Portiooberfläche uneben mit körniger Erhabenheit an der vorderen Muttermundslippe". Wir sollen morgen nochmal wiederkommen, dann untersucht der Oberarzt nochmal und nächsten Freitag soll die Ausschabung plus Biopsie erfolgen. Dazwischen soll sie noch zu ihrem Hausarzt, weil sie dafür den Blutverdünner absetzten soll und sich einen Frauenarzt suchen, der dann die Überweisung ins KH schreiben soll. Das ist echt zu viel für sie.


    Ich bin total geschockt und wie gelähmt. Sie will darüber nicht reden, lieber verdrängen. Ich weiß, ihr könnt hier keine Diagnose stellen, aber vielleicht kann mir doch jemand ein paar Fragen beantworten, die die Ärztin nicht beantworten konnte oder wollte.


    Sollte es sich tatsächlich um Gebärmutterhalskrebs handeln, müsste der doch schon im fortgeschrittenen Stadium sein, weil Blutungen erst spät auftreten und sie ja etwas tasten konnte. Spätes Stadium bedeutet doch keine Heilung, oder? Bei ihr kann übrigens kein MRT gemacht werden, weil sie einen nicht MRT-fähigen Herzschrittmacher trägt. Dann meinte die Ärztin noch, dass dieser Krebs sehr selten streut, hier lese ich aber das komplette Gegenteil.


    Mir wächst das alles gerade über den Kopf. Ich glaube, nicht, dass meine Mama das alles übersteht. Sie ist durch die Herzgeschichte so geschwächt. Leider ist sie auch übegewichtig. Und wenn ich dann hier von kompletten Bauchschnitten lese, weiß ich, dass das alles nicht gut ausgehen wird. Das macht mir so unglaubliche Angst und ich habe niemanden, mit dem ich darüber reden kann. Durch die Pflege meiner Mutter habe ich keine Freunde mehr (meine eigene Schuld) und einen Partner habe ich auch nicht. Es hat keiner Verständnis dafür, dass ich mich um sie kümmer und ich mochte mich irgendwann nicht mehr rechtfertigen. Und jetzt stehe ich da und merke, wie allein ich bin.


    Entschuldigt bitte, dass ich mich selbst so bemitleide. In erster Linie mache ich mir riesige Sorgen um sie. Ich wünschte, es wäre nur ein böser Traum, aber wer von euch wünscht sich das nicht.


    Ich werde jetzt durchmachen und lesen lesen lesen. Mal sehen, was der Oberarzt morgen sagt. Ach ja, ich versuche verzweifelt im Internet eine Seite zu finden, die mir sagt, wo in NRW eine gute Klinik für eine Gebärmutterentfernung ist. Ich weiß, dass man hier keine Namen nennen darf, aber gibt es denn solche Seiten mit spezialisierten Zentren?


    Ich wünsche euch allen eine gute Nacht

    LG Nini

  • Hallo liebe Nini78


    ich kann Dir viele deiner Fragen sicher nicht beantworten , aber ich kann dich zumindest hier mal in den Arm nehmen und dich einen Moment halten und Dir etwas Ruhe und Zuversicht geben :hug:

    Sollte sich deine Befürchtungen bewahrheiten , dann bekommst du hier https://www.krebsinformationsdienst.de/kontakt.php

    fachlich erst einmal die kompetentteste Auskunft..... oder du rufst vorab dort an!


    Hier im Forum wird es mit Sicherheit <3 Frauen geben, die Dir ab morgen früh aus eigener Erfahrung berichten und damit unterstützen werden.:thumbup:


    Kliniksuche .....auch da würde ich die oben genannte Adresse kontaktieren.


    Was deine Panik und das "Durchmachen" angeht : Frau Google hilft in manchen Situationen eher nicht!

    Wenn DU übermüdet und kurz vor dem Zusammen klappen bist.....hilft es niemandem, Dir nicht - und deiner Mama schon gar nicht!

    Den erneuten Termin morgen würde ich dazu nutzen , dem "Oberarzt" zu erklären ,das es deiner Mama aufgrund der Vorerkrankung und des schlechten Allgemeinzustandes nicht möglich ist, Hausarzt aufsuchen und Gyn.suche zu betreiben......das es Überforderug bedeutet.


    Ich schicke Dir einen riesen Topf Kraft ( deiner Mama natürlich auch!) und vielleicht stellt sich die Diagnose nicht so schlimm dar,wie du gerade befürchtest.


    LG

    Sturmstina

  • SturmStina ,

    ich danke dir für deine lieben Worte. Hätte nicht gedacht, dass um diese Zeit noch jemand wach ist. Ich mache auch nicht krampfhaft durch, ich kann in solchen Situationen einfach nicht schlafen.


    Dieser Krebsinformationsdienst kann uns dann auch eine gute Klinik nennen, falls es zum Äußersten kommt? Die müssen während einer OP ja auch ihr Herz im Auge behalten können.


    Sollte sie eigentlich die Ausschabung besser auch in einer Klinik machen lassen, die das öfter macht und nicht im KH vor Ort. Ich weiß nicht, ob ich sie dazu überreden könnte. Das würde dann ja auch wieder länger dauern. Ich finde die Ungewissheit jetzt schon unerträglich. Am liebsten wäre es mir, dass die Ausschabung morgen ist und das Ergebnis 2 Stunden später da ist.

  • Liebe Nini78,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Gut, dass Du uns gefunden hast und Deine Last mit uns teilst. Diese Wartezeit bis zu dem Untersuchungstermin ist echt furchtbar, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Diese Erfahrung mussten wir alle hier machen, aber den Weg mussten wir alle gehen. Der Krebsinformationsdienst ist eine super Adresse, zertifizierte Kliniken findest Du unter: https://www.onkozert.de/organ/gyn/. Ich wünsche Deiner Mutter und Dir alles Gute und schicke Euch ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Hallo Nini78

    herzlich Willkommen hier und natürlich bist Du hier richtig. Es tut mir sehr leid, was Du und Deine Mutter gerade durchmacht.

    Die Ungewißheit ist immer das Schlimmste, aber so lange ihr keine gesicherte Diagnose habt, mach Dich bitte nicht verrückt.

    Das hilft auch Deiner Mutter nicht. Lasst jetzt erstmal die Biopsie auf Euch zukommen und Finger weg von Google.

    Ich habe gerade mal wegen einer Klinik nachgefragt, da diese hier nicht genannt werden dürfen, schicke ich Dir gleich noch eine PN.

    Liebe Grüße

    Tanja

  • Hallo Nini78 willkommen hier bei uns im Forum. Lass dich mal drücken. Was du und deine Mutter gerade durchmachen tut mir sehr leid.

    Ich bin auch aus der Cervix Ecke. Eines kann ich dir gleich sagen, bitte lass das Googles. Da steht teilweise soviel Blödsinn. Wenn würde ich mich immer nur an die Leitlinien halten.

    Bitte sag Bescheid was der Oberarzt heute sagt. Lg

  • Hallo ihr Lieben,


    wir sind zurück vom Ärztemarathon und beide total erschöpft. Vielen Dank für eure aufbauenden Worte.


    Alice wo genau finde ich denn auf der Seite die zertifizierten Kliniken? Ich glaube, ich bin blind. Ich finde da nur Erhebungsbägen und Fallzahlen.


    Also der Chefarzt nicht der Oberarzt hat sie auch nochmal untersucht und ebenfalls festgestellt, dass der Gebärmutterhals auffällig aussieht. Genaues kann er natürlich auch nicht sagen, deswegen soll ja die Ausschabung und eine Biopsie gemacht werden. Wenn ich dass richtig verstanden habe auch eine Spiegelung? Die Blutung kann tatsächlich vom Marcumar kommen. Allerdings ist eben der Gebärmutterhals verdächtig. Zudem hat er noch einen Polypen im Gebärmutterkörper und eine Zyste an einem Eierstock gefunden. Die soll alle 3 Monate beobachtet werden. Der Polyp kommt wohl auch in die Pathologie.


    Und jetzt wird es problematisch. Sie soll eine woche vor der Ausschabung das Marcumar absetzen und dafür Heparin spritzen. Gegen Heparin reagiert sie allerdings allergisch, das wurde im Zuge ihrer Herz-OP festgestellt. Es gibt nur eine Sorte, die sie 2014 mal bekam, die sie verträgt, da wusste sie den Namen nicht. Also mussten wir zum Hausarzt und das erfragen. Zudem wollte der Oberarzt, dass sie mit ihrem Kardiologen spricht, ob der Eingriff kardiologisch zu riskant ist. Nach dem Hausarztbesuch sind wir dann also noch zum Kardiologen. Der meinte, das Problem sei die Narkose. Die könne bei ihrer Vorgeschichte und aktuellem Problem Herzrhythmusstörungen auslösen (die von alleine ja nicht mehr verschwinden s.o.). Der Anästhesist könne die aber nicht so leicht erkennen, da sie einen Herzschrittmacher trägt. Da sehen Rhythmusstörungen wohl anders aus, als ohne Schrittmacher. Er hat 2 EKG's von ihr ausgedruckt, das eine mit, das andere ohne Rhytmusstörungen und einen 2-Zeiler für den Anästhesiten geschrieben.


    Der Termin steht noch nicht ganz fest. Sie soll ja eine Woche Heparin spritzen. Sie kann aber erst mit dem Spritzen anfangen, wenn ihr Gerinnungswert unter einen bestimmten Wert gefallen ist. Das kann ein paar Tage dauern. Wenn es nach ihr geht, würde sie den Eingriff übernächsten Montag oder Dienstag machen lassen. Da ist der Chefarzt allerdings im Urlaub. Es würde dann der leitende Oberarzt machen. Bei der Aufklärung erzählte er noch was von Perforation der Gebärmutterwand. Da diese in ihrem Alter nicht mehr ganz so dick sei, könne das passieren, aber es sei selten. Wenn dann allerdings Krebszellen in der Gebärmutter wären und diese in den Bauchraum kämen... Da dreht sich mir schon wieder der Magen um. Überhaupt ist diese Warterei nichts für mich. Aber wem erzähl ich das.


    Ich hoffe, dass es nicht zu durcheinander ist, was ich geschrieben habe und danke euch nochmal sehr für euer Verständnis!


    VG Nini

  • Liebe Nini78 ,


    Da kommt bei deiner Mutter ja echt einiges zusammen, so ein Mist. Hab ich das richtig verstanden, dass jetzt erst der Gerinnungswert fallen muss, dann muss sie eine Woche Heparin spritzen und dann kann die Ausschabung gemacht werden? Diese Warterei ist ganz furchtbar, vor allem weil ihr jetzt schon vor der Ausschabung warten müsst. Mir hat es bei den Wartezeiten auf die Diagnose meiner Mutter immer geholfen, meine Ängste hier im Forum zu schildern, wo alle die Situation kennen. Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass ihr bald Klarheit hab und einen guten Befund bekommt. :hug:

  • Hallo Nordlicht31 ,


    ja. das hast du leider richtig verstanden. Mir wäre es auch lieber, wenn alles schneller ging. Wir müssen jetzt mindestens 2 Wochen warten bis zum Befund. Mein Problem ist, dass ich ein absoluter Pessimist bin. Ich geh immer vom Schlimmsten aus und interpretiere jede Geste, jede Mimik als negativ. Ich lege jedes Wort auf die Goldwaage und deute alles als verstecktes Signal, dass es nicht gut aussieht.


    Meine Mama ist da ganz anders. Sie will das auch alles nicht hören. Das respektiere ich natürlich, aber in mir steigert sich die Angst und das schlechte Gefühl immer mehr.

  • Dani1507 Xarel... hat sie ganz am anfang mal bekommen, davon war ihr späterer Kardiologe überhaupt nicht begeistert. Das müsste sie wie Marcumar ja jetzt auch absetzen und Heparin spritzen. Es wird glaube ich im körper nur ein bisschen schneller abgebaut, als Marcumar.


    Der Arzt meinte, sie müsse auf jeden Fall 1 Woche Heparin spritzen bevor die Ausschabung stattfinden kann.

  • Nini78 da müsst ihr euch drauf verlassen, was die Ärzte sagen. Immerhin habt ihr das mit denen gut besprochen und habt das denen erzählt, worauf alles geachtet werden muss. Das ist in so einer Ausnahmesituation ja gar nicht so einfach. Ich hoffe, du konntest am Wochenende deinen Sorgen ein bisschen entkommen.

  • Nordlicht31 ,

    was das angeht, mache ich mir auch keine Gedanken. Da wir ja bei ihrem langjährigen Kardiologen waren, der sie sehr gut kennt, vertraue ich da auch. Er hat genau gesagt, worauf der Anästhesist achten muss. Sie hat gerade nochmal einen Termin in der Klinik, um die Unterlagen von ihrem Kardiologen dort abzugeben und einen endgültigen Termin für den Eingriff zu machen.


    Mein Wochenende war schlimm, wenn ich ehrlich bin und heute Morgen wollte ich eigentlich gar nicht aufstehen. Ich muss mich gerade wirklich zusammenreißen. Sie möchte definitiv nicht darüber reden und das respektiere ich. D.h. aber für mich, ich bin alleine mit meinen Sorgen und Ängsten. Und meine Angst ist sogar größer, als damals bei ihrer Herz-OP, obwohl das auch ein heftiger Eingriff war. Aber die Ärzte haben damals so eine Zuversicht ausgestrahlt. Sie wussten, was zu tun ist und waren sicher, dass alles gut gehen würde. Es wirkte wirklich wie Routine, was es ja im Prinzip auch war. Nach der OP wusste man, es ist vorbei und muss jetzt nur noch heilen. Das es dann doch nicht ganz vorbei war, weil sie bis heute immer wieder Probleme hat und einiges an Lebensqualität eingebüßt hat, wussten wir damals ja noch nicht. Aber all das war und ist nichts lebensbedrohliches.


    Wir waren vor gerade einmal 3 Wochen in Köln bei einem Spezialisten, der im September bei ihr noch einmal einen Eingriff machen will/wollte, der meinte "mit ihrem Herzen werden sie 100 Jahre alt". Sowas will man doch hören.


    Und jetzt? Mir fehlen die Worte dafür. Keine Zuversicht, alles unsicher , kein "nach der OP ist alles vorbei". Mir schwirren so viele üble Gedanken in meinem Kopf herum, die trau ich mich gar nicht aufzuschreiben. Vielleicht werde sie dann ja auch wahr.


    Was mich am traurigsten macht ist, dass es meine Mama in ihrem Leben eigentlich immer nur schwehr hatte. Mit eigentlich allem. Mit ihren Eltern, meinem Vater, mit mir leider auch, mit ihrem Beruf. Sie war noch nicht einmal in Rente, da ging die Herzgeschichte los. Sie hat doch auch mal ein kleines bisschen Glück verdient.

  • Nini78 Das Gefühl kenne ich, meine Eltern hatten es in den letzten Jahren auch nicht leicht. Zuerst immer wieder gesundheitliche Probleme meiner Großeltern in Hannover, die dann beide verstorben sind. Dann ist meine andere Großmutter dement geworden und meine eltern waren jedes Wochenende da, um zu verhindern, dass sie nachts stiften geht und im Winter im Nachthemd durchs Dorf läuft (war so schon passiert). Jetzt ist sie im Heim und direkt daran schließt sich die Krankheit meiner Mutter an. So eine kleine Atempause dazwischen wäre nett gewesen.


    Wie entwickeln sich denn die Werte deiner Mutter? Ist schon absehbar, wann die Ausschabung gemacht werden kann?

  • Nordlicht31 , lieb, dass dur fragst!

    Ich versteh dich genau. Man fragt sich wirklich manchmal, wo ist der Pauseknopf!

    Bei uns war es fast genauso, wie bei dir. Meine Oma (meine anderen Großeltern leben schon länger nicht mehr) ist vor 5 Jahren gestürzt und hat sich den Oberschenkelhals gebrochen. Davor kam sie uns schon eigenartig vor, aber nach der OP war klar, dass sie dement ist. Sie hatte durch die Narkose einen richtigen Schub. Sie lebte immer noch allein in ihrem Haus und wollte da auch nicht raus. Also sind wir jeden zweiten Tag hin (1 Std. Fahrt). Leider äußerte sich ihre Demenz mit hoher Aggressivität uns gegenüber. Das war nicht mehr meine Oma. Nach ca. 1 Jahr hat sie die Narbarschaft derart terrorisiert, dass sie unter Zwang ins Heim kam. Dort ist sie dann nach einem Jahr mit 91 gestorben.


    In der ganzen Zeit hatte meine Mama immer noch mit ihrem Herzen zu tun. War noch mehrmals im Krankenhaus und hatte sogar nochmal einen riskanten Eingriff.


    Man geht irgendwann wirklich auf dem Zahnfleisch.


    Leider ist ihr Wert immer noch nicht so, dass sie spritzen kann. Eigentlich steht der Termin am nächsten Mittwoch. Sie soll aber ja eine Woche lang Spritzen. Ihr Gerinnungswert soll unter 2 sein, war heute aber immer noch bei 2,1, gestern bei 2,3 und vorgestern bei 2,6. Morgen wird es wohl soweit sein. Wenn nicht muss sie nochmal anrufen und fragen, ob das dann überhaupt noch mit nächstem Mittwoch klappt. Sie misst ihren Wert übrigens selber, sonst müsste sie jetzt auch noch jeden Tag zum Hausarzt zum Messen.

  • Es ist Gebärmutterkrebs!


    Wir haben gestern die Diagnose bekommen. Er hat irgendwas von mittel- bis geringradig laut Pathologin gesagt. Verstanden habe ich das in dem Moment alles nicht. Zum Abschied sagte er "das ist machbar" oder so ähnlich, aber ich glaube gerade nichts mehr.


    Theoretisch könnte sie nächste Woche hier vor Ort schon operiert werden, wir wollen aber nach Essen. Da habe wir aber erst nächsten Freitag einen Termin zum Gespräch bekommen. Was ich nicht verstehe, es soll kein CT zwecks Metastasen vor der OP gemacht werden. Was ich hier lesen konnte, ist das doch üblich. Gerade weil man bei ihr ja nicht weiß, wie lange dieses Sch...-ding schon in ihr wächst. Wir haben extra gefragt, aber er meinte, dieser "K" streut wenn überhaupt sehr spät. Da habe ich hier auch Gegenteiliges gelesen.


    Meine Omi ist noch nichtmal 3 Jahre tot und jetzt muss meine Mama schon zum zweiten Mal um ihr Leben kämpfen.