Everolimus (Afinitor) und Exemestan

  • Hallo ihr Lieben,


    In diesem Threat möchte ich um eure Erfahrungen mit Everolimus oder auch Afinitor als MTor Inhibitor bitten.


    Zu dieser Kombi findet man nicht all zu viele persönliche Zeilen.

    Am Donnerstag habe ich einen Termin im Brustzentrum und soll damit starten.


    Dazu hat man, wie vor jeder anderen Therapie ja einige Bedenken.


    Exemestan ist ein Aromatasehemmer, wie auch Letrozol oder Anastrozol.

    Unter Letrozol bekam ich ein Lymphknoten Rezidiv, warum kann dann Extemestan trotzdem erfolgreich sein?

    Es ist eine Tablette am Tag, wie auch Everolimus eine orale Therapie ist mit 1 Tablette am Tag.


    Wie oft werden bei euch die Blutwerte kontrolliert?

    Welche NW tauchen bei euch auf?

    Danke Grüße Eli

    Glaube, Liebe, Hoffnung...

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  • Elenear

    Liebe Eli!

    Auf Deine Frage zum Exemestan 🤷🏼‍♀️.. kann ich Dir nix schlaues antworten..


    Meine Blutwerte werden 1x im Monat kontrolliert...dabei wird mir dann noch Faslodex gespritzt!

    Bei mir wird das Medikament mit 5mg „ eingeschlichen“ ... OTon Ärztin: sonst würde man zu schnell abbrechen! Aber mein Motto.. ist immer: alles kann nix muss!! 🤷🏼‍♀️ Höchstdosis ist wohl 10 mg ! Da werde ich mich vorsichtig hin tasten !

    Im Moment ist alles noch im grünen Bereich!

    Meine Ärztin meinte: wenn es mich im Urlaub umhaut ( fahre am Wochenende nach Südtirol) .. soll ich eine Pause einlegen!

    Aber momentan sieht es nicht danach aus!

    LG 😘

  • Liebe Mogli65 , lieben Dank für dein Feedback. Da hast du natürlich Recht. Alles kann und von uns auch, braucht auch nix kommen.


    Für deinen Urlaub wünsche ich dir wundervolle Tage und Null Einschränkungen. Tolles Wetter, gute Laune und was noch dazugehört 🌞🍫🌺.


    Drück dich lieb und wünsche mir, das das so gut weiterläuft bei dir.


    Liebe Grüße Eli

  • Hallo Mogli65 ,


    ja Everolimus 5mg zum Start und Extemestan 25mg.

    Die hätte Donnerstag Abend anfangen sollten, die Apotheke hat nur 3,5 Stunden benötigt, um die Tabletten anliefern zu lassen.

    Aber die Bestrahlungswunde am Hals hatte sich von Tag zu Tag verschlechtert, obwohl die Bestrahlung ja schon letzte Woche abgeschlossen war. Da sieht man mal, wie stark die ultraharten Photonen noch Nach wirken.


    Donnerstag war schon die Oberhaut aufgerissen und Freitag Morgen sah es so bizar aus, das ich sofort in die Strahlenpraxis gefahren bin. Dort wurde die Oberhaut vorsichtig entfernt und alles steril verpackt. Jetzt dauert es wohl ne Woche, bis es verheilt. Und wenn es nicht mehr nässt. Dann starte ich, jetzt ist mir die Infektionsgefahr noch zu hoch.


    Wie geht es bei dir? Diese Woche auch noch alles gut?


    Schönes WE. Liebe Grüße Eli

  • Oh je 😮 liebe Elli

    Elenear

    Das hört sich ja gemein an 😖 Dann drücke ich mal die Daumen, dass sich die Wunde schnell verschließt 🙏🙏 So eine Bestrahlung ist schon ne Hammer Nummer für das Gewebe! 🥺 Hoffe, dass die miesen Zellen mausetot sind!!

    Ich liege gerade in Kempten auf dem Hotelbett... sind auf dem Weg nach Südtirol!

    Musste mich ein bisschen mit Immod..dopen!! Mein Darm ist etwas beleidigt!! Aber momentan geht es noch ganz gut.. Also alles im Rahmen!! Ganz liebe Grüße 😘

  • Hallo,


    nachdem die Nebenwirkungen von Letrozol stark aufgetreten sind, hat mein Dok. mir Exemestan vorgeschlagen. Komme ich hier vom Regen in die Traufe? Mein Blut wurde weder bei Letrozol noch jetzt vor der Einnahme von Exemestan getestet.

    Wem geht´s besser mit Exemestan?

  • Hallo ihr Lieben, die Therapie mit Extemestan und Everolimus hab ich angefangen und tatsächlich Merke ich noch nix.


    Ein klein bisschen mehr Hitze am Morgen an Tag 2, aber heute wieder alles ganz normal.

    Die Knochenschmerzen an Tag 2 hatte ich sofort mit dem Magnesium Biole**** 400 extra bekämpft und die sind deutlich weniger, als bei Letrozol.

    Auch die Calcimag*** extra hab ich wieder raus geholt.


    Habe auch gelesen, das Extemestan besser verträglich sein soll im Vergleich zu den nicht-steroidalen Aromatasehemmer.


    Werde weiter berichten. Das Letrozol war nach 3 Monaten Einspielzeit aber auch deutlich besser!

    Liebe Grüße Ele

  • Liebe Elenear ,

    ich wünsche mir/Dir sehr, dass die Therapie anschlägt und Du mit möglichst wenigen (gar keinen?) NW durchkommt.

    Dass Du mir im Oktober erzählst, alles ist stabil und Dir geht es gut dabei :hug::hug:

    GlG Kirsche

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Liebe Elenear ,

    wassermann ,

    im Laufe der Jahre hatte ich das Vergnügen mit allen 3 Aromatasehemmern. Exemestan (jetzt seit ca 3 Jahren) habe ich am weitaus besten vertragen. Probleme mit den Nägeln und Morgensteifigkeit sowie trockene Schleimhäute mit verstärktem Nasenlaufen

    waren meine NW, alles lästig und überflüssig, aber akzeptabel.

    Ich wünsche euch ebenso wenig oder am besten gar keine Nebenwirkungen!

    LG Katzi64

  • Liebe Katzi64 , lieben Dank für dein Feedback. Wie war der Urlaub?


    Ja, die Schleimhäute sind trocken, merkt man sehr deutlich im Mund und an der Nase. Mit den üblichen Calzium/ D3 und Magnesium Präparaten sind die Knochenschmerzen noch im akzeptablen Rahmen. Auch Extemestan hat im Moment als Nebenwirkung nur "Mutation" zum hellwachen Duracelhäschen morgens um halb 5 bin ich noch Top Fit.

    Bin mal gespannt, wie es weitergeht. Bin ja eh eine Nachteule und so gut durch diese Woche gekommen und freu mich darüber.


    Wie läuft es bei dir?

    Liebe Grüße Eli

  • Liebe Elenear,


    Ich drück dir die Daumen in deinem schweren Kampf.


    Eine Frage, bekommst du tatsächlich die 10fache Menge Extemestan im Vergleich zu Letrozol ? Dann hättest du die Erklärung warum das Medikament gewechselt wurde.


    Sil

  • Hallo Ihr Lieben,


    Da wir nun schon einige PMs haben zu Everolimus, schreibe ich einfach mal ein kleines Update hier, da ich gesehen hab, es gibt noch weitere Mädels, die diese Therapie machen,

    wie es mir in den letzten Wochen so ergangen ist.


    Gestartet war ich sanft mit 5mg Tabletten, nach dem CT Ende September gab es neue Metas in Pleura (also im Lungenfell) im Mediastinum und leider auch in der Lunge, Hals und Axillar waren durch die Bestrahlung besser.

    Die Bestrahlung war deutlich heftiger, als die im letzten Jahr und ich hab 8 Wochen benötigt und wieder halbwegs zu alter Form zurück zu kommen.


    Immer noch ärgere ich mich etwas, das ich nicht schon im Oktober 2018 die Lymphabflußwege lokoregionär hab bestrahlen lassen, sondern Zeit und Ressourcen verloren hab durch Palbociclib und Fulvestrant. Ok, niemand weiß, wie die Situation dann jetzt wäre. Für mich das Buch zu, für andere vielleicht eine Option, doch auf den Strahlenarzt zu hören.


    Seit fast 10 Wochen nehm ich die volle Dosis von 10mg und die Nebenwirkungrn summieren sich nun schon sehr auf.

    Wie bei den Pacli sind die Schleimhäute angegriffen, Nasenbluten da hilft die bekannte Creme oder das Öl, wie bei den EC schmeckt das Essen entweder nach Pappe oder Ceranfeldreiniger.

    Fade und zu salzig wechseln sich ab im 15 Minutentakt, immer wieder zu meiner Verwirrung, wenn mein Mann dann sagt, schmeckt ganz normal.

    Die Waage zeigt mittlerweile 5kg weniger an, zumindest etwas.


    Die Woche Bad Schandau und das Wandern in den tollen Wäldern hat mich sehr nach vorne gebracht.


    Leider hab ich mich schon in der 2. Woche in der Rehaklinik im Schwarzwald mit einer ? Bronchitis/Grippe infiziert, an der ich noch immer herum bastel und es wird nicht besser.

    Von der langen Husterei schmerzt mittlerweile der komplette Brustkorb.

    Ich hoffe ich bekomme es nun mit einer neuen Kombi von Hustenlöser und Nachts Hustenstiller in den Griff, die mein Hausarzt mir heute angeraten hat.


    Hoffe es ist keine weitere Nebenwirkung von Everolimus, denn das würde eine Zwangspause bedeuten und meine persönliche Meinung zu Dosisreduzierungen und/oder Pausen kennt ihr ja.

    Beim letzten CT waren alle Metas stabil, bis auf die Lunge. Also freue ich mich auf weitere Wochen mit Everolimus (und Extemestan als Aromatasehemmer).


    Melde mich wieder, wenn der Infekt weg ist, da sich so Nebenwirkungen nicht von Erkältungs

    Symptomen unterscheiden lassen.

    Nichts desto trotz braucht man für diese systemische Therapie wohl einen langen Atem.

    Liebe Grüße Eli

  • Liebe Elenear ,

    ich sende Dir ein großes Paket mit frischer Luft aus den Wäldern der Sächsischen Schweiz und drück die Daumen, dass der Husten verschwindet :hug:

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Hallo liebe Elenear ...Ich wollte mich hier einreihen...nehme Afintor 10 mg und Exesmestan nun schon seit August 2017...bis jetzt sind meine Knochenmetastasen stabil...keine Veränderung also...Am Anfang der Therapie bekam ich einen heftigen Hautausschlag am ganzen Körper, da musste ich einmal pausieren...Ansonsten haben sich meine Geschmacksnerven auch verändert (ist aber nicht mehr so schlimm wie am Anfang)...das Nasenbluten hat sich auch irgendwann verflüchtigt...Ich komme also jetzt ganz gut damit zurecht...LG Khira

  • Hallo Elenear , habe mir gestern deine Posts durchgelesen und freu mich, dass du einigermaßen mit Everolimus zurechtkommst. Ich nehme es seit Februar d.J.
    Habe leider auch eine Pleurametastasierung , Leber- und Knochen-Metastasen.

    Unter 17 Zyklen Ibrance sind die Lebermetastasen dazugekommen und deswegen

    Therapieumstellung auf Everolimus. Die Pleura- und Knochenmetastasierung ist lt.letztem CT Anfang November stabil , die Lebermetas lassen sich aber nicht beeindrucken und sind

    tendenziell wohl sogar etwas größer geworden. Trotzdem wurde die Dosierung auf 7.5 mg

    reduziert, da sich im CT entzündliche Lungenveränderungen gezeigt haben und ich wirklich starke NW habe, vor allem da ich Diabetiker bin, sind meine Blutzuckerwerte unterirdisch und ich muss jetzt neben Langzeitinsulin auch noch vor jedem Essen Humaninsulin spritzen.

    Gewichtsabnahme von 12 kg ist auch heftig und ein unerträglicher Juckreiz von Kopf bis zu den Füßen ist leider bei mir auch da und obwohl ich sehr diszipliniert bin und sogar nachts Handschuhe trage ist die Haut mir Kratzspuren übersät. Jetzt unter der Dosisreduktion ist es etwas besser aber die Frage ist natürlich, reicht das aus um die Metastasierung im Zaum zu halten, bin auch kein Freund von Dosisreduktion. Erkältungssymptome habe ich unter der Therapie nicht, also könnte es bei dir ein ganz normaler Infekt sein. Nasenbluten immer wieder mal, aber nicht mehr so schlimm wie zu Beginn.Dass du liebe Khira Afinitor schon so lange nimmst, macht mich zuversichtlich, dass es bei mir auch noch ein wenig weitergehen könnte. Da ich eine sog. PIK3CA-Mutation habe gibt es ja noch die Möglichkeit auf Alpelisib umzuswitschen, allerdings ist das Medikament in Deutschland noch nicht zugelassen und es würde einige Anstrengungen kosten um es zu bekommen. Freu mich dass ich jetzt dieses Thema hier gefunden habe und ich mich ein wenig austauschen kann. Für euch beide alles Gute unter der Therapie und liebe Grüße

    Margarete