Stärkung des Immunsystems

  • Hallo ihr Lieben,


    gerade neu hier und nun drängt es mich schon wieder zum Schreiben :) . Ich denke, Stärkung des Immunsystems ist ein gaaanz wichtiges Thema. Ich finde, wenn man an Krebs erkrankt, ist man erstmal ein hilfloses Opfer. Man harrt der Dinge, die da kommen und ist den Ärzten ausgeliefert. Was ich aktiv tun könnte, gabs von "meinen" Ärzten wenig Tipps: ja, gesunde Ernährung ist immer gut - und eine positive Lebenseinstellung auch. Das wars.
    Aber wie viele von euch wissen, gibt es vieles zwischen Himmel und Erde, das wir AKTIV tun können, wir können vom Opfer aufsteigen zu einer "handelnden Person". Und ein fittes Immunsystem ist unser bestes Hilfsmittel und dafür kann man ja bekanntlich einiges tun und darum geht es hier.
    Ein Vorschlag für dieses Thema, wenn es euch recht ist, schreibt in die Überschrift gleich kurz was ihr empfehlt, z.B. Grüntee, dann findet man die Empfehlungen schneller wieder.


    Ich wünsche uns viele tolle Empfehlungen,
    eure Wölfin

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Hallo ihr Lieben,
    ich merke gerade, wie schwierig es ist, Empfehlungen zu geben! Was heute als Gut erkannt ist, können neuere Forschungen wieder in Grund und Boden trampeln oder geradezu als gefährlich einstufen. Wenn ich euch also den Lapacho vorstelle, ist es "meine" Meinung, zusammengesetzt aus Buchwissen und eigener Erfahrung. Ich betone, ich bin kein Arzt, HP oder Wissenschaftler! Nun aber los, sonst gibt es ja keine Empfehlung :) .


    Ich möchte euch heute den Lapachotee vorstellen, er soll –zig positive Wirkungen haben, auf die ich hier nicht näher eingehe. Ich denke, ihr findet im Internet die passenden Seiten. Ich stelle ihn also nur als Immunstärker vor.
    Lapachotee kommt aus Südamerika und wird aus der roten Rinde des Lapachobaumes gewonnen. Er hat einen hohen Mineraliengehalt und hohen Gehalt an Gerbsäure.
    Bei der Zubereitung nimmt man 1 Eßl. Tee auf 1 l Wasser, bringt das Wasser im Topf zum Kochen, köchelt dann 5 Min. leicht, Topf vom Herd
    und noch ca. 20 Min. ziehen lassen. Tee durch ein Sieb abseihen und in die Thermoskanne. Kur mäßig soll man 4 Wochen tägl., über den Tag verteilt, 1 l Tee (aber nicht mehr!) trinken. Ansonsten werden täglich 1-2 Tassen empfohlen, aber das nicht „non stop“. Lapacho ist ein Heiltee und man soll da auch mal länger pausieren, gilt ja auch für viele Kräutertees. Schon Paracelsus sagte: allein die Dosis entscheidet, ob ein Stoff heilsam oder giftig ist!


    „Meine“ eigenen Erfahrungen mit Lapacho:
    1. Eine Freundin hat einen gutartigen Tumor am Finger und in das Gewebe blutet es immer mal wieder rein und der Finger ist dann dick geschwollen, schmerzt und lässt sich kaum bewegen. Wenn sie dann täglich ca. 2 Tassen Lapacho trinkt, bessert sich schon nach 2 Tagen der Finger und das Blut/Lymphflüssigkeit resorbiert sich schneller, der Finger schwillt ab - sie ist zufrieden.


    2. Ich hab ihn meiner Hündin zur Unterstützung bei ihrem Mamma-Ca gegeben , ca. 1 Tasse Tee ins Trinkwasser (und der gesunde Hund hat das auch mitgetrunken). Ich fand, es hat der Hündin lange Zeit geholfen.


    Ich selber bin noch ein Teemuffel, habe mir aber jetzt schon Lapachotee aus der Apotheke besorgt und will ihn im Wechsel mit Grüntee trinken.


    Ach ja, achtet auf die Tee Qualität und kauft nicht zu billig. Ich hatte damals Tee aus der Apo, der hat einen ganz leichten Vanillegeschmack und war top. Als ich günstig im I-Net eine Großpackung kaufte, war er sehr lasch (schlecht gelagert, schlechte Qualität?), ich war davon nicht überzeugt, wirkte auch nicht so gut.


    Liebe Grüße
    Wölfin


    P.S. Achtet bitte darauf, ob das Mittel zu "eurer Behandlung gerade passt", es kann ja ggf. auch die Wirkung von Medikamenten usw. abschwächen!

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Hallo Foris,


    nachdem es hier im Forum immer wieder um das Thema "Stärkung des Immunsystems" geht, stelle ich mir die Frage nach dem Hintergrund.


    Ich denke, mit entsprechender Bewegung an der frischen Luft und einer ausgewogenen Ernährung können wir - gerade hier in Mitteleurpa, wo uns Nahrung und damit auch Mineralien und Vitamine ausreichend zur Verfügung stehen - genug für unser Immunsystem tun.


    Es lohnt sich, darüber nachzudenken, dass alles, was eine "Wirkung" hat auch "Nebenwirkungen" (also unerwünschte Effekte) haben kann.


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Hallo zusammen,


    also für mich gehört ein guter Tee, auch ein Heiltee, durchaus zu gesunder Ernährung ;) !
    Natürlich in Verbindung mit dem gesunden Menschenverstand hinsichtlich der Dosis, der Wechsel-u. Nebenwirkungen und in Absprache mit meinen Ärzten, aber darauf ist ja hier schon mehrfach deutlich hingewiesen worden.


    Mutter Natur hält eine Menge Schätze an Kräutern und Pflanzen für uns bereit. Es geht nur darum, diese klug zu nutzen. Und dafür brauche ich gute Informationen. Deshalb bin ich dankbar, wenn hier im Forum auch mal über solche Themen diskutiert wird.


    Und Wölfin, "Empfehlung" ist tatsächlich das falsche Wort. Wir sind keine Mediziner und geben keine Empfehlungen. Aber wir können von unseren "eigenen Erfahrungen" berichten, die natürlich nicht auf andere zutreffen müssen.


    Liebe Grüße von der Jo

  • Ich persönlich habe bis jetzt sehr gute Erfahrungen mit Kanne Brottrunk gemacht.In der Nhk Tagesklinik in der ich war waren sie auch eher zurückhaltend mit generellen Empfehlungen der komplementären Seite, aber der Brottrunk wurde uns wirklich wärmstens empfohlen.


    Er enthält einfach ganz viele gute Baktereien, und der Gedanke dahinter ist: ein gesunder DArm mit gesunder Darmflora führt zu einem gesunden Körper.
    Zudem wirkt er damit auch gut gegen Durchfälle.
    Und durch die Säuerung des Darmmilieus wird die Leber entlastet.
    Zudem bildet er im Darm ein krebzellhemden Stoff.


    (So und diese Weisheiten habe ich nicht von der Frau am Brottrunk-Stand auf der Gesundheitsmesse, sondern von einem namenhaften integrativen Doktoren Team. Bei Nachfragen kann ich gerne auch die Quellen angeben. Das unterlasse ich gerade aber weil ich keine Werbung für Kliniken, Ärzte oder Bücher machen möchte ^^ ).



    Zu Beginn kann das Zeug für einige eine geschmackliche herausforderung sein, aber in der Mischung ein Teil Apfelssaft, ein Teil Wasser, ein Teil Brotrunk schmeckt es sehr lecker erfrischend. Man beginnt allerdings am besten mit einem Esslöffel und steigert sich dann langsam. Er ist auch nicht einmal besonders teuer, man kommt mit einer Flasche so um die Woche hin.Wie gesagt enthält dieses Getränk die höchste Anzahl von diesen guten BAktereien. Aber wer es nicht mag kann auch andere milchsauer vergortenen Produkte nehem -Sauerkraut, oder das koreanische Kim Chi.


    Vorsicht:

    • Bei einer Neutropenie - Leukozyten unter 1,5 pro Mikroliter eher nicht anwenden. Aber wenn ihr die habt werdet ihr es auch von eurem Onkologen erfahren.
    • Daraus ergibt sich: nicht während einer Hochdosischemo anwenden, weil es da eher mal zur Neutropenie kommen kann
    • Bei Chemo mit dem Wirkstoff Irinotecan

    Wie gesagt man kanne s ja mal ausprobieren.


    viele liebe Grüße
    Madita

    „Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“ Franz von Assisi

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  • hilft mir ehrlich gesagt am meisten. Also auf mich achten, versuchen rauszufinden, was ich gerade wirklich fühle und wenn ich traurig bin ein wenig weinen und wenn ich wütend bin die Wut zu lassen und wenn ich verzweifelt bin verzweifelt sein. Das hilft mir nicht in ein Loch zu fallen, das passiert bei mir eher, wenn ich versuche positiv zu sein, wenn ich mich gerade nicht so fühle.


    Hier hatten gerade alle Magen-Darm-Grippe. Meine Ärztin hatte Angst, dass sie bei mir sehr schlimm wird, weil mein Immunsystem ja noch nicht so toll ist. Ich habe mich gleich bei den ersten Anzeichen hingelegt und ganz auf mich gehört, darauf was ICH jetzt brauche. Und es war nach einem Tag gut. Oder es ging mir zumindest viel besser.


    Aber vielleicht machen das die meisten ja automatisch ... keine Ahnung.


    Ich mache das auch bei der Ernährung so oder bei Bewegung. Ich mache so viel wie mir gut tut. Und quäle mich nicht wenn ich etwas tue, was ein Ratgeber für nicht toll hält.


    P.S. Madita . Ich denke bei einer Hochdosischemo ist man immer unter 1,5 Leukos? Bei mir wurde das "Aplasie" genannt, dauerte unterschiedlich lange, wurde aber ständig Blut abgenommen um das zu testen. In den meisten Kliniken ist man bis 1,5 Leukos auch isoliert und bekommt besondere Nahrung sog. Aplasie-Kost (so ungefähr das Gegenteil von dem, was man sonst gesund findet - also nix Frisches z.B.)

  • Wollte gerade was anderes hier reinschreiben und sehe, dass ich wolke noch gar nicht geantwortet habe :huh: schäm, schäm.


    Du hast recht, der Satz muss heißen, dass es bei einer Hochdosischemo zur Neutropenie kommt, nicht: kommen kann. Also wie gesagt bei einer Hochdosis chemo würde ich eh darauf verzichten.
    Aber auch ohne Hochdosischemo gibt es manchmal eine Neutropenie. Ich hatte das z.B. bei meinen ganz "normalen" Brustkrebschemos, das war dann immer so eine Phase von 2-4 Tagen, wo dann die Leukos nicht mehr nachweisbar waren. Isoliert wurde ich dann zwar, habe aber keine spezielle Kost bekommen.


    viele liebe Grüße
    madita

    „Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“ Franz von Assisi

  • Ich kann ja mal aufzählen was ich so gemacht habe, und wie ich es empfunden habe. Das sind allerdings alles Dinge, die ich mit meinem integrativen Onkologen Team, oder mit meiner anthroposophischen Hausärztin besprochen habe. Außerdem sind solche Dinge immer auf die spezielle Person und Behandlung zugeschnitten und lassen sich nicht so einfach auf jeden übertragen. Also auf keinen Fall so nachmachen, nur weil es madita (oder sonst wer im Forum gemacht hat). Trotzdem finde ich es nach wie vor sehr nützlich sich über diese Themen auch hier im Forum auszutauschen, damit man dann als mündiger Patient all diese Dinge mit seinem/einem Arzt besprechen kann und dann gemeinsam abwägen kann.


    Ohrakkupunktur an verschiedenen Punkten (während Chemo, integrative Onkologie):
    hat gegen Ängste, zur körperlichen Entlastung und zur Stabilisierung beigetragen


    Akkupunktur zwischen den Schwimmhäuten der Finger (während Chemo integrative Onkologie)
    hat gegen die tauben Fingerspitzen geholfen


    L-Carnitin (kurz nach Chemo, integrative Onkologie):
    weil ich ziemlich viel Gewicht verloren habe, zum Zusetzen und zur Stärkung der Muskulatur, damit man mehr Kraft bekommt


    Homöopathie (während Chemo, integrative Onkologie):
    bessere Konstitution, gegen Ängste (Bryophyllum), zur Wundheilung (Arnika)


    Gua Sha (nach Op, integrative Onkologie):
    dabei wird mit Z.b einem Alete-Deckel über die Haut am Rücken geschabt, das tut zwar ein wenig weh hat aber sehr gut gegen Schulterverspannungen nach der Op geholfen


    Vitamin-D (nach der Chemo,integrative Onkologie):
    vom Onkologen empfohlen nachdem der Spiegel zu niedrig war


    Mistel (nach der Chemo, mit Einverständnis meines Onkologen und skeptischem Blick meines Gynäkologen):
    HAbe mit der 0-Serie begonnen, und hatte am Ende eine doch sehr starke Reaktion, daher werde ich jetzt erstmal mit meiner anthroposophischen Ärztin eine Pause machen und danach ein auf ein anderes Präparat umsteigen)


    Maria Treben Tee (nach Chemo, anthroposophische Rehaklinik):
    zur allgemeinen Stärkung, 6 Tage trinken, einen Tag aussetzen




    Was ich zusätzlich auch sehr wichtig finde sind Dinge die z.B bei der TCM oder auch bei "den Anthros" berücksichtigt werden:


    Wärmehaushalt berücksichtigen:


    z.B. Trinkkur mit warmen Wasser oder Ingwer Tee
    mit einer warmen Speise das Frühstück beginnen
    Nierenregion warm halten
    warme Wickel


    besseres Körpergefühl entwickeln:

    Qui Gong und Heileurythmie um Körper und Seele wieder zu verbinden
    Iyengar yoga gegen Verspannung für mehr Beweglichkeit
    Meridiane klopfen um mehr Energie zu bekommen
    Synchronisierung von Herzschlag und Atmung indem man eine Hand aufs Herz und die andere Hand auf den Bauch legt


    Psychische Hygiene/gute Gedanken fördern:
    Hab mich da mal so durchprobiert und empfand Traumreisen als sehr angenehm um auf andere Gedanken zu kommen
    Meditationen (insbesonder über Mitgefühl) sehr wichtig um nicht immer nur um mich, meinenKörper, mein Leiden zu Kreisen, und auch um mit den Schicksalsschlägen von Leuten die ich in der Zeit kennengelernt habe klarzukommen
    Diese "think positive" um jeden preis war nicht so meins


    Bochumer Gesundheitstraining


    In eine höhere Macht vertrauen:
    bedeutet für mich zum Beispiel Gebete an wen auch immer zu richten, Hoffnung zu bekommen


    Was ich bei allem sehr wichtig empfinde ist es als "Kur zu betreiben". Also nicht alles immer dauerhaft durchgehend. Sondern immer nur etwas sozusagen als Impuls zur Selbstheilung. Und dann dem Körper wieder eine Ruhe Phase geben um "den Rest" selber zu regeln ^^. Und mittlerweile frage ich mich auch zuerst: warum möchte ich das machen? Mache ich esweil ich gerade in einer Angsrt-Phase stecke? Und wenn die Antwort ja ist verschiebe ich das "Projekt" bis die Angst wieder weg ist und schaue ob das dann immer noch aktuell ist das nehmen zu wollen.


    Und ich habe bei aller "Experimentierfreude" immer den Rat befolgt: nichts immunsstärkendes während der Chemo. Die Argumentation erschien mir einleuchtend und so habe ich mich dran gehalten. Die Chemo samt Nebenwirkung möglicherweise umsonst zu machen erschien mir doch ein zu großes Risiko.

    „Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“ Franz von Assisi

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  • wow - hast du schon viel Erfahrungen mit komplementären Therapien :thumbsup: . Finde ich toll!!! Wo ich wohne ist alles sehr konservativ - ärztlicherseits :( , die guten Ausnahmen muss man erst finden. Aber wer suchet, der findet, oder :) ? Wälze derweil meine "schlauen" Bücher :) . Übrigens habe ich mir schon den Brottrunk gekauft, den hier eine gewiße Person empfohlen hat :D , ab dem 1.1. geht es damit los.


    Danke, danke,
    für deine ausführlichen Beiträge,
    lese ich immer gerne :thumbsup: ,


    Wölfin

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Hallo,


    Tut mir leid, aber mir sträuben sich die Haare.
    Ich glaube auch, dass die komplementäre Medizin unsere konventionelle Medizin unterstützen kann.
    Wie Madita empfiehlt, habe ich aber immer zuerst mit meinem Onkologen darüber gesprochen.
    Manches wurde abgelehnt, manches erlaubt.


    Aber Geistheiler und Schamanen? Es gibt hier keine Qualitätsstandarts, nach denen ich diese Personen auswählen kann. Es gibt keine reellen Maßstäbe, nach denen ich ich suchen kann, also lasse ich es lieber sein. Wer sagt mir, dass es nichts schadet? Vielleicht geht die Wirkung, wenn es überhaupt eine gibt, nach hinten los?

    Liebe Grüße aus dem wunderschönen Hessenland, heidih57



    Glück liegt nicht darin, dass man tut, was man mag,
    sondern dass man mag, was man tut.
    James Matthew Barrie

  • Da gibt es ja sehr viele Empfehlungen.


    Ich war vor 15 Jahren schon einmal an Brustkrebs erkrankt. Da wurde mir in einer Klinik bei Leipzig auch Lapachotee empfohlen. Ich habe ihn damals getrunken, bis er mir aus den Ohren lief. Ich muss aber sagen, ich war zu derzeit über Jahre überhaupt nicht mehr erkältet oder anderweitig krank.



    2013 bin ich das zweite Mal erkrankt. Jetzt empfiehlt mein Chemodoktor Ingwertee oder frischen Ingwer einfach mit aufbrühen. Während der Chemo sollte ich viel Salbeitee trinken und den Mund damit spülen, soll gut für Schleimhäute im Mund und für den Rachen sein. Unterwegs, wenn man nichts zu trinken hatte, und der Mund trocken wurde, sollte man Salbeibonbon lutschen.


    Mein Hinweis zu den Dingen, man sollte einfach ausprobieren, was einem hilft. Fahre in den nächsten Tagen ans große Wasser in die Reha, vielleicht kann ich von dort ein paar gute Tipps mitbringen.



    für euch alle von Eisprinzessin

  • Liebe Eisprinzessin,


    Bryophyllum ist eine dickblättrige Pflanze sie heisst auch Keimzumpe. Das Mittel ist ein homöopatisches Pulver und kommt aus der antroposophischen Medizin. Man kann es in der Apotheke bekommen und nimmt davon 4 mal am Tag eine Messerspitze. Ist man allerdings auf die Pflanze allergisch unterlässt man es besser :D , na wie bei allem eben.


    Mir wurde das Bryophyllum von der NAturheilkunde Abteilung meines Krankenhauses während belastenden Krankenhausaufenthalten und nach den OPs gegeben, um mich ein wenig zu beruhigen. In der antroposophischen Medizin wird sie gegen übermächtige Ängste oder auch beunruhigung eingesetzt und dagegen hat sie mir gut geholfen.


    Auf Wikipedia findet sich auch der Hinweis auf mögliche
    anti-Tumorwirkung. Davon möchte ich allerdings deutlich Abstand nehmen
    bzw. schön wärs aber dagegen hab ichs nicht genommen ;) .


    Wie ist es denn im moment bei Dir so mit den Ängsten? Was tust Du denn sonst so dagegen? Ich frag nur, weil ich diese Gefühle durchaus kenne und es Bryophyllum eben nur ein Baustein ist der einem Helfen kann.


    vieleliebe Grüße
    Madita

    „Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“ Franz von Assisi

  • Hallo Medita,




    danke für deine Antwort. Nach all den Op. und Behandlungen habe ich meistens Angst am Vormittag. Ich ertrage es dann einfach nicht, allein zu sein. Es ist ein Angstgefühl, welches im laufe des Tages weniger wird. Ich gehe dann raus an die frische Luft, laufe durch die Stadt oder setze mich in ein Café und beobachte die Leute. Manchmal treffe ich jemanden, oftmals aber nicht. Ich mache für den Landesverband und die Gruppe die Chronik, sitze dann am Computer und das lenkt mich ab. Wenn ich aus der Rehe zurück bin, will ich wieder zu meiner Sportgruppe zurückkehren. Oder ich habe meine eigene Ergo. Bastle oder stricke zur Zeit Schneemänner. Danach kommen die Osterhasen dran. Ich bin seid 4 Jahren allein, mein Mann hat es nicht geschafft. Nach dieser Erkrankung ist mir erst so richtig bewusst geworden, wie schwer es doch ist, alleine zu leben. Im Sommer habe ich dann noch meinen Garten, aber ob ich den noch bewältigen werde, weiß ich noch nicht. Ich habe eine nette Nachbarin, die war jetzt aber einen Monat verreist, sie hat mir sehr gefehlt. Nun ist sie wieder da und wir basteln und stricken gemeinsam.


    Zu diesem Medikament muss ich mal meine Ärztin befragen. Ich nehme zur Zeit Neurexan.


    Vielleicht kannst Du damit etwas anfangen oder hast weitere Tipps parat.


    Liebe Grüße Eisprinzessin