Noch keine klare Diagnose

  • Hallo, bin neu hier. Eigentlich hab ich noch gar keine klare Diagnose. War erst beim Screening. Aber da ich in den Wechseljahren einen enorm großen Hängebusen bekommen habe, überlege ich mir jetzt schon, daß ich gern eine Amputation hätte. Ich will nicht nur eine Verkleinerung. Sondern diesen falschen „Rucksack“ endlich ganz los werden. Wie ich danach aussehe ist mir ziemlich egal. Es stört niemand mehr, und ich möchte mit Hemdchen auskommen,

    Aber die Op selber, und v.a. das Danach. Kann mir jemand aus seinen Erfahrungen berichten, ob man längere Zeit arge Schmerzen hat, und wie das mit dem Herz-Kreislauf danach ist. Sind da Beschwerden durch die Größe der Wunde zu erwarten? Was mein Herz angeht reagiere ich immer etwas ängstlich. Sonst bin ich hart im Nehmen.

    Ganz lieben Dank für eure Aufmerksamkeit.

    Und euch allen Genesung und alles Gute!

    Norisflower🥀🌹

  • Liebe Norisflower ,

    ich hatte Anfang letzten Jahres das volle Programm: OP (auf eigenen Wunsch Mastektomie ohne Aufbau), Chemo, Bestrahlung und nun Antihormontherapie. Die Mastektomie war mit Abstand der leichteste Teil der ganzen Behandlung. OK, Vollnarkose hat niemand gerne, aber kaum bis keine Schmerzen, nur die Drainage war lästig. Die Länge der Narbe hatte nichts mit Beschwerden zu tun. Mit meiner Blinddarmnarbe hatte ich genausowenig Probleme. Also mach dir keine Sorgen, die OP ist gegen den Rest ein Kinderspiel.

    LG, Moni13

  • Hallo Norisflower,

    ich hatte eine Mastektomie ohne Aufbau und ich war ca. eine Woche im Krankenhaus. Ich hatte so lange Drainagen liegen (mit denen ich nicht nach Hause wollte). Ich bin nach dem Wachwerden sofort auf Toilette gegangen. War umständlich wegen Tropf und Drainagen, aber ging alles. Schmerzen hatte ich schon, aber ich konnte Schmerzmittel haben und damit ging es gut. Auf dem Rücken schlafen musste ich leider solange die Drainagen drin waren und für mich war das sehr blöd...also geschlafen habe ich wenig. Aber alles gut verheilt und ich hätte jetzt kein Problem wenn ich das nochmal machen müsste.....Ich sass am nächsten Tag im Krankenhauscafe bei Kaffee und Kuchen und weder mein Herz, noch mein Kreislauf hatte ein Problem. Ich bin aber auch fit und sportlich und ich weiß nicht, ob das bei allen Menschen so ist.

    Aber wie gesagt, es würde mir keine Schwierigkeiten machen, wenn ich das alles wiederholen müsste. Aber ohne Diagnose nimmt Dir eigentlich auch niemand sofort die Brüste ab......Du wirst abwarten müssen was Du als Ergebnis bekommst und dann mit Deinen Ärzten sprechen und verhandeln.

    Grüsse

    Alys

  • Liebe Alys,

    Danke für deine Beschreibung. Erstmal freut es mich natürlich auch für dich, daß das so gut bei dir verlaufen ist! Und mir macht es sehr viel Mut! Ich hoffe du hast keine weiteren Behandlungen mehr nötig!🙏🏻

    Hast du denn jetzt auf Dauer nicht manchmal Narben - oder Nervenschmerzen, z.B. bei Wetterumschwüngen? Das hört man doch immerwieder. Ich habe so schon manchmal Intercostalneuralgien, und Extrasystolen, und krieg fast jedesmal einen Schreck, das könnte jetzt ein Herzinfarkt sein. Dabei zieht es mir manchmal einfach nur wie kleine Messerstiche durch die große Brust.

    Darf ich mal fragen, ob du auch eine sehr große Brust hattest, die auch gesund unangenehm war? Viele von euch hier haben ja schon sehr viel durchgemacht wegen Brustkrebs. Ich wünsche mir die Diagnose nicht, aber denke ernsthaft darüber nach, daß wenn das Screening auch nur eine Verdachtsdiagnose ergibt, ich wohl mit entsprechenden Ärzten eine beidseitige Amputation durchsprechen würde. Wahrscheinlich müßte ich einen Teil, oder gar alles selbst bezahlen, aber das wäre es mir wert, diese schwere Last loszuwerden. Ich krieg dadurch schon schlechter Luft, fühle mich wie in einem Korsett, und kann überhaupt keine Kleider tragen.

    Auf der Straße werde ich immer angeschaut, als wären die Dinger nicht echt, weil sie nicht zu meinem restlichen Körperbau passen.

    Daher einerseits die Sehnsucht sie los zu werden, und andererseits nichts durchzusetzen was ich danach doch bereuen könnte, weil ich dann vielleicht immer Schmerzen im Brustkasten hätte, und dauernd Angst damit verbinde. Und natürlich verstehe ich auch, daß wenn einem der Krebs keine Wahl läßt, und man unter dem Verlust der Brüste leidet, daß mein Problem schwer nachvollziehbar ist.

    Ich wünsche dir gaaaanz viel Gesundheit.

    Liebe Grüße

    Norisflower🥀🌹

  • Hallo Norisflower,

    ich habe keine weiteren Behandlungen nötig, da ich nicht an Krebs erkrankt bin, sondern prophylaktisch habe operieren lassen.

    Ich hatte keine richtig große Brust (so C Körbchen), sodass ich da keinen Leidensdruck aufgrund großer Brüste kenne....

    Ich kann Dir nur sagen, dass ich schmerzfrei bin, allerdings zieht es hier und da schon mal wenn ich lange drauf gelegen habe. Und die Gegend um die Narben sind noch ein wenig taub (ist aber auch schon stellenweise besser geworden). Ich wünsche Dir verständnisvolle Ärzte und gute Ergebnisse der Untersuchungen.

    Alys

  • Danke Alys 🤗

    Das macht mir echt Mut. Nun muß ich mal abwarten, was letztlich das Beste für mich ist!

    Dir wünsche ich weiterhin Gesundheit, Freude und Gottes Segen!

    Danke nochmal. Die positiven Rückmeldungen haben mir echt geholfen! Ich hätte Schlimmeres erwartet!

    Ich melde mich, wenn ich Konkretes weiß!

    Alles Liebe

    Norisflower🙏🏻🙋🏼‍♀️

  • Hallo, Norisflower


    ich kann nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Aber meine Mutter hat sich beide Brüste entfernen lassen. Sie war damals ungefähr in Deinem Alter. Sie hatte bereits ca. 10 Jahre vorher ein festgestelltes Fibroadenom. Daher wurde sie engmaschig - jährlich - kontrolliert. So wurde der kleine Tumor früh entdeckt. Da sie auch noch viele Kalkablagerungen in beiden Brüsten hatte, entschloß sie sich, beide Brüste entfernen und nicht wieder aufbauen zu lassen. Sie hatte übrigens auch "Hängebrüste", Körbchengröße C - D.

    Die feststellende Klinik wollte ihren Wunsch nicht akzeptieren, aber bei der nächsten fand sie einen Arzt, der sie auch gegenüber der Krankenkasse unterstützte, so daß keine Kosten auf sie zukam (außer den auch sonst üblichen Kosten für den KH-Aufenthalt). Kommt also auch auf den Arzt an.


    Meine Mutter hatte auch damals schon ein Herzproblem. Trotzdem gab es keine großen Probleme. Natürlich gab es den üblichen Wunschmerz, gegen den die Medikamente aber gut halfen. Eine knappe Woche hatte sie Drainagen. Man muß auch bedenken, daß es ja 2 grössere Wunden und dementsprechend später Narben sind. Diese waren noch ca. 1/2 Jahr berührungs- bzw. druckempfindlich. Danach war die Sache ausgestanden.

    Und seitdem genießt sie es, sich keine Gedanken um passende BH´s oder Oberteile machen zu müssen. ;)


    Vorteil war auch, daß sie lt. Aussage des Arztes durch die Total-OP keine weitere Behandlung wie Bestrahlung oder gar Chemo brauchte, da der Wächterknoten ohne Befund war.


    Wie auch immer Deine Entscheidung im Fall der Fälle aussieht: Ich wünsche Dir alles Gute!


    marita

  • Liebe Marita,

    Oh, wie toll, daß du mir die Erfahrung deiner Mutter so anschaulich geschildert hast! VIELEN DANK DAFÜR! Es macht mir so Mut den Schritt zu gehen. In meiner Blutsverwandtschaft gab und gibt es keinen Brustkrebs, und ich denke somit nicht, daß ich zur Hochrisikogruppe gehöre.

    Vielleicht mache ich meine Entscheidung letztlich auch nicht von dem Screeningbefund abhängig, - sollte er keinerlei Verdachtsmomente zeigen. Und notfalls würde ich das Ganze auch selbst bezahlen. Ich bin mir sicher, ich würde meine Brüste nicht vermissen. Hab sie echt lang genug mit mir rumgetragen. Als ich jung war, und ich noch C-Körbchen hatte ging es noch. Sie waren auch sehr schön fest. (Mancher Schönheitschirurg hätte sie nicht besser hingekriegt😂) Aber ab ca. 45 wuchsen und wuchsen sie auf Körbchengröße E. Und sie hängen schwer.

    Ich hatte nie Kinder, hab nie gestillt, und hab deshalb nicht so den Bezug zu meinen Brüsten.

    Sie haben anderen mehr Freude gemacht als mir...🙃

    Ihr helft mir so in diesem Forum, denn ich stellte mir die Amputation/OP bisher doch eher gefährlich vor. Daß eine OP immer ein Risiko ist, weiß ich als Krankenschwester natürlich sowieso, aber mit eurer Hilfe wird es kalkulierbarer und das Ganze greifbarer für mich.

    Mein Mann ist übrigens 80, und ihm ist mein Wohlbefinden und meine Gesundheit auch das Wichtigste. Er würde mich unterstützen.

    Ich freue mich sehr, daß deine Mama nun auch wieder Freude am Leben haben kann, und die Freiheit von BH‘s etc. sogar genießt. Ich denke, so werde ich auch fühlen!

    Herzliche Grüße an deine Mama!

    Und dir auch ganz liebe Grüße und nochmal Danke!

    Bleib gesund und behütet!🙏🏻

    Norisflower🌷

  • Ich kann Dir auf jeden Fall sagen dass ich mich sehr "befreit" fühle und jeden Tag sehr glücklich darüber bin meine Brüste nicht mehr in einen BH quetschen zu müssen. Ich trage wunderschöne (für mich) Hemdchen, die mit Brust immer blöd aussahen (und ohne BH drunter auch gar nicht schön anzusehen waren). Ich bin aber vor dem Ergebnis der erblichen Belastung nicht auf die Idee einer OP gekommen. Warte Dein Ergebnis ab, sprich mit Ärzten......Du wirst Deinen Weg finden. Mein Brustzentrum hat diese OP als für sie "Routine" angesehen und da ich denen vertraut habe kam es auch so bei mir an....Alles gute und melde Dich doch, wenn Du Deine Ergebnisse hast und Gespräche geführt hast. Manchmal hilft schriftliches Sortieren ja ganz gut. Und mit Fakten ändert sich vielleicht auch Dein Weg.

    Grüsse

    Alys

  • Liebe Alys,

    Seit einpaar Jahren trage ich auch keine BHs mehr. Da bin ich auf die sog. Leichttops von Schlankstütz gekommen. Die sind aus 92% Polyamid und 8% Elasthan, und sitzen ganz leicht wie eine zweite Haut, und stützen die Brust trotzdem. Da sind mit bes. Stricktechnik elastische Körbchen vorgeformt. Hätte ich eine kleine Brust, wäre ich mit der Lösung sicher auf Dauer zufrieden. Nichts kneift mehr im Umfang. Aber auch bei diesem Modell wird mir die Brust im Lauf des Tages immer schwerer. Es ist eben grade das Anheben der Brust, - das u.a. auch auf Schultern und Rücken geht.

    Bist du sehr schlank, daß es gar nicht auffällt, wenn du völlig ohne leichte Prothesen unter Leuten bist? Ich habe gelesen der Brustkorb kann sich sogar leicht nach innen wölben.

    Ich dachte auch an Hemdchen mit ganz kleinen eingenähten Schaumstoffprothesen. Die Stretchhemdchen, die ich jetzt trage wären auch ohne Körbchen eine gute Option.

    Trägst du nun so schicke, lockere glänzende seidige Spitzenhemdchen?

    Ich bin zwar nicht dick, aber mein Bauch würde ohne Brüste schon erstmal auffallen. Aber erstens nimmt man wohl auch etwas ab nach so einer med. Behandlung, und ich träume davon

    endlich mal wieder Kleider zu tragen. Die standen mir seit 25 Jahren nicht mehr. Dann könnte ich aber bes. ausgestellte Kleider wieder tragen. Jetzt trage ich meist enge Hosen und Leggins und lange hübsche Tunikas. Das ist bequem und kaschiert etwas. Auf Taille trage ich nichts mehr. Nicht mein Stil mit dem Busen.

    In welchem Brustzentrum bist du denn operiert worden?

    Für mich wären ja die Brustzentren entweder in der Erlangen oder in München am nähesten. Sie haben auch gute Bewertungen bekommen. Ich möchte natürlich auch zu Chirurgen die diese Eingriffe dauernd machen, und Routine haben.

    Ich warte nun in aller Ruhe auf den Mammo-Befund. Eigentlich wollte ich den Termin gar nicht wahr nehmen. Habe die 2-jährlichen Einladungen meistens ignoriert. Aber grad am Abend vorher hatte ich das Gefühl, ich sollte doch mal gehen.

    Na, schaun mer mal!... Ich melde mich hier ganz bestimmt, wenn ich ein Ergebnis habe und ein nächster Schritt anstehen sollte.

    Sollte meine Posts hier jemand lesen, der schon lange und leidvoll mit Krebs ringt, und sich nur eins wünscht: Gesund zu sein! Dann hoffe ich, daß mir niemand verübelt, daß ich fast hoffe, daß etwas, - möglichst Kleines,- im Röntgenbild gefunden wird, damit ich einen plausiblen Grund habe den Weg zur Amputation einzuschlagen.

    Ihr seid alle so lieb und tapfer hier, auf dieser Platform. Das hätte ich so ehrlich nicht erwartet.

    Auch wenn ich euch nicht kenne, ich bete nun für euch, - und bes. für die die es besonders schwer haben. Ich vertraue darauf, daß Gott euch kennt und helfen kann und will.🕊🙏🏻✝️🕊

    Ansonsten ganz liebe Grüße an euch alle! Und ich würde mich über Kontakt freuen!

    Alys, Danke nochmal, und ich hoffe du schreibst mir noch einpaar deiner Details!

    Liebe Grüße,

    Norisflower


    PS: Wie kann ich denn hier ein Profilfoto posten?

  • Hallo Norisflower ,

    ich kann Dich schon sehr gut wegen Deinen Brüsten verstehen aber sich was -kleines- zu wünschen ist echt nicht normal.......ich hatte was - kleines- und muß seitdem kämpfen :hot:sieh Dir mal mein Profil an,diesen Rattenschwanz kann sich keiner wünschen

    Trotzdem wünsche ich Dir alles Gute

  • Norisflower , vielleicht magst du mal Kylie fragen, die hatte erst eine Brust wegen BK und dann die zweite als Angleichung abgenommen bekommen. Da wurde nicht alles platt gemacht sondern ein Rest erhalten, der wie eine kleine Brust aussieht. Ich hatte die Ehre das Ergebnis begutachten zu dürfen und war vollends beeindruckt, wie gut das aussieht.

  • Liebe Busenwunder :D:*:hug:


    Liebe Norisflower ,

    Busenwunder hat recht, mir wurde auf beiden Seiten ein kleines bißchen Brust gelassen, so daß ich noch ein Dekolleté habe. Brustwarzen wollte ich keine mehr, hätte nur einen weiteren Eingriff bedeutet. Ich hatte vor den OP's Körbchengröße E/F und genieße es, keinen BH mehr zu benötigen. :) Bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

    Wünsche Dir bitte keinen Krebs, auch nicht etwas "Kleines", Du weißt nicht, was für Folgen das haben kann. Evtl. versuchst Du bei der Krankenkasse die Kostenübernahme mit fürchterlichen Rückenschmerzen und Verspannungen auf Grund der Größe Deiner Brüste zu begründen.

    Nur zur Info: Die Abnahme einer Brust ohne Aufbau koste ca. € 4.000,00.

    Liebe Grüße Kylie 💙

  • Hallo, liebe Giecher 71 und liebe Kylie❣️

    Du hast völlig recht, - und Kylie auch! Man sollte sich niemals eine Krankheit wünschen.

    Nicht nur wegen allem was da auf einen zukommen könnte, sondern in meinem Fall, weil ich vielleicht meinen Busen als von Gott gegeben ansehen sollte, - solange er eben gesund ist.

    Wir haben alle unser „Päckchen zu tragen“, und ich denke da auch an schwerkranke Menschen denen durch eine OP gar nicht zu helfen ist.

    Es hat mit meinem Glauben zu tun, daß ich alles aus Gottes Hand nehme, und vertraue, daß ER am Besten weiß was letztlich gut für mich ist. Ich hatte als Kind schon eine schwere Krankheit, und bin auch jetzt nicht ganz gesund. Hatte auch lange Angstzustände. Mich hat es als Kind aber gerade deswegen zu Jesus gezogen, und so erfahre ich mein Leben stets als sinnvoll. Mit allen Höhen und Tiefen.

    Ich habe keine Gebärmutter mehr, und die Eierstöcke haben ihren Dienst inzwischen eingestellt. Dein Leidensweg, liebe Giecher, tut mir leid, und ich wünsche es keinem, - auch nicht mir. Deshalb hab ich den Satz gestern geschrieben. Ich kann da jeden verstehen.

    Meine konkrete Situation ist die, daß ich seit einpaar Jahren sogar die Möglichkeit hätte die Kosten für eine Komplett OP selbst zu tragen. Das hieße ich könnte mir auch meine gesunden Brüste abnehmen lassen. Davon könnte ich die Ärzte auch überzeugen. Natürlich würde ich alle üblichen Vorgespräche mitmachen. Als Krankenschwester hab ich den Vorteil das „System“ zu kennen. Sollte also jetzt ein Befund kommen, würde ich diesen Weg gehen. Damit würde ich auch künftigen OP‘s vorbeugen. Mit Ausnahme von Lymphen und Eierstöcken vielleicht. Das weiß man vorher nicht. Aber je nach pathologischem Befund, würde ich nach einer Total-OP keine VORSORGLICHEN Bestrahlungen oder Chemos mit mir machen lassen. Das ist ein Automatismus, der inzwischen umstritten ist. Da würde ich erstmal abwarten. Also, wie gesagt, nur wenn es so möglich wäre.

    Ob ich möchte, daß ein kleiner Teil der Brust stehenbliebe? Nicht wenn es sich um Brustgewebe handelt, das wieder erkranken könnte. Den Brustmuskel würde ich nach Möglichkeit natürlich gern behalten.

    Eigentlich „wünsche“ ich mir kein positives Ergebnis. Es ist eher so eine Ahnung, daß etwas sein könnte, wegen des Wegs der mich grad jetzt zur Mammographie geführt hat. Ich wollte es nämlich eigentlich schon ignorieren, wie die Jahre zuvor. Aber das ist nur ein Gefühl. Manchmal bestätigt sich so eine Ahnung, und es hat so sollen sein, manchmal auch nicht.

    Jedenfalls ist es wichtig für mich daraus zu lernen was Gott mich lehren will. Das kann auch sein, daß ich meine Brust akzeptieren sollte.

    Mir ist in Entscheidungssituationen immer wichtig so viel Informationen wie möglich im Vorfeld zu sammeln, deshalb interessieren mich eure Erfahrungen natürlich mit der OP selbst, und wie es euch danach damit geht. Ich hatte tatsächlich eher erwartet, daß für die Meisten die OP rein medizinisch gesehen sehr schlimm gewesen wäre. Also mit monatelangen schlimmen Schmerzen danach etc. Daß keine OP ein Spaziergang ist, ist mir klar. Hatte ja auch schon einige andere. Aber, daß die Wundheilung doch meist „normal“ verläuft, und es wohl nicht schlimmer ist als zu erwarten, hat mich hier verwundert.

    Es macht mir Mut, die OP ansich nicht zu scheuen, wenn alle Umstände etc. letztlich tatsächlich dafür sprechen sollten. Schmerzen kann ich aushalten, nur die Belastung für mein Herz wäre meine größte Sorge. Selbst bei eher harmlosen Rhythmusstörungen oder Herzrasen bekam ich früher Panik, und es fällt mir auch heute noch nicht leicht dabei ruhig zu bleiben.

    Aber diese Sorge lege ich auch bei Jesus ab, wenn die Situation da sein sollte.

    Heute denke ich eher, daß ich mit meinen Brüsten weiterleben werde, falls sie gesund sind. Auch wenn ich anders könnte. Das kann morgen schonwieder anders sein.

    Aber eure Erfahrungen sind auf alle Fälle eine Bereicherung für mich, und ich bin berührt von euch auf dieser Platform, und wie ihr euch untereinander unterstützt.

    Wenn irgendeine hier gern möchte, daß ich für sie bete, laßt es mich wissen.

    Und wer denkt, die hat doch einen an der Waffel, laßt gut sein, und ignoriert mich. Oder denkt auch nochmal drüber nach, ob an „der Sache mit Gott“ nicht doch was dran ist.

    Wir Methodisten haben einen Leitspruch: Denken, und denken lassen!

    Auch ist es verständlich, an allem zu zweifeln und vielleicht auch wütend zu werden, wenn es einem nicht gut geht, und man mit dem Tod konfrontiert wird.

    Seid alle unbekannterweise umarmt🤗, und Danke für alles!

    Übrigens: mit den Bezeichnungen und Kürzeln für die Diagnosen und Behandlungen kenne ich mich noch nicht aus. Verzeiht mir also bitte meine Naivität in dem Bereich!


    Liebe Grüße von Norisflower🥀🌹

  • Hallo, ihr Lieben

    Heute kam der Befund vom Mammographiescreening.

    Sie haben nichts Auffälliges gefunden! Sollte dankbar dafür sein.

    Bin nun am Überlegen ob und wie ich dennoch meine Brüste loswerde.

    Habe in den letzten Tagen einige eurer Beiträge im Forum gelesen.

    Für euch ist das wirklich ein Kampf um Leben und Tod, ich muß mich fasst schämen, wieviel ich dennoch von euch für mich mitnehmen kann. Und danke euch von ganzem Herzen.😍

    Auch seit ihr mir unvergeßlich, und ich muß euch einfach in meine Gebete packen 🤗🙏🏻🤗

    Ich wünsche jeder Einzelnen von euch, daß es bei euch gut aus geht und ihr wieder gesund werdet!

    Ob ich meine Brust nun doch so annehmen muß wie sie ist, wird sich zeigen.

    Ich habe heute total überraschend auch Kontakt zu einer Frauenärztin gefunden, die lange in zwei großen Brustzentren gearbeitet hat, und im selben Haus praktiziert wie meine Hausärztin und mein Kardiologe. Die Ärzte kennen sich alle untereinander, und können mich sicher gemeinsam von ihrer Fachrichtung her bestens beraten wo für mich Chancen und Risiken einer solchen OP wären. Im September habe ich meinen großen Check Up beim Kardiologen, und bei der Frauenärztin bekam ich heute einen Termin für den 2. Oktober. Besser hätte es erstmal nicht laufen können.

    Ich will euch mit meinem „harmlosen Schicksal“ nicht die Ohren/Augen vollquatschen, und werde mich erstmal nicht mehr melden.

    Sollte es aber definitiv auf eine OP rausgehen, würde ich mich gern nochmal melden!

    Besonderen Dank an Alys, Moni13, Kylie, und Marita! Ich werde euch nie vergessen!

    God bless you all!🕊🙏🏻✝️🕊💜💜💜💜💜💜 Eure Norisflower🙋🏼‍♀️🥀🌹

  • Liebe Norisflower ,

    es freut mich sehr für Dich, daß nichts Auffälliges gefunden wurde.:)

    Ich drücke Dir die Daumen, daß es eine Möglichkeit gibt, damit die KK die Kosten für eine Brustverkleinerung bzw. Brustabnahme übernimmt und wünsche Dir alles Gute.:thumbup::thumbup:

    Ganz liebe Grüße Kylie 💙