Leiomyosarkom G2/3 in Schwangerschaft

  • Hallo Ihr Lieben,


    Ich bin gerade ziemlich am Boden und weiß gar nicht was ich denken soll.

    Vor zwei Wochen musste unsere Tochter in der 26 SSW als extremes Frühchen auf die Welt geholt werden.

    Ich hatte von Anfang an ein kleines Myom in der Gebärmutterwand, welches in der Schwangerschaft plötzlich anfing zu wachsen.

    In der 21 SSW kamen Blutungen hinzu und so einige körperliche komische Verhaltensweisen, dass ich schon selber Angst hatte und tatsächlich googlete, ob sich ein Myom verändern kann.

    Als ich las, dass die Wahrscheinlichkeit bei 1% und dann hauptsächlich in den Wechseljahren der Fall ist, tat ich den Gedanken ab.

    Am 02.08. war es dann so, dass wir auf einen Kaiserschnitt bestanden um die Maus zu retten, da das Fruchtwasser blutig war.

    Dank einer lieben Oberärztin, die sich uns annahm, wurde es durchgesetzt. Die Gebärmutter wurde direkt mit entfernt weil bei der OP das Myom schon so seltsam aussah.

    Eine Woche nach der OP dann der Schock, es handelte sich nicht um ein Myom, sondern ein Leiomyosarkom.

    Laut der Pathologie G2, aber eben in der Schwangerschaft auf 10cm gewachsen.

    Heute bekamen wir die Werte der zweiten Pathologie und demnach lautet das Grading G3.

    Ich verstehe nicht, wieso es mal G2 und dann mal G3 ist.


    Es wurde schon ein CT gemacht, welches unauffällig ist.

    Lymphknoten alle unauffällig und ob es Gefäßeinbrüche gab, ist laut Pathologie fraglich.


    Wenn man sich den Bericht des Pathologen durchliest, brauche ich nicht weiter an ein Leben denken.

    Natürlich habe ich viel gegoogelt und auch das macht einen nur depressiv und lässt einen nicht positiv in eine Zukunft schauen.


    Ich habe jetzt 10 Kinder mit der Kleinen und die Vorstellung diese nicht aufwachsen sehen zu können, macht mich wahnsinnig.

    Die sind alle noch so klein und brauchen doch ihre Mama.


    Betroffene oder Erfahrungen findet man nicht viel online, was auch nicht wirklich hilfreich ist.


    Momentan bin ich einfach verwirrt, wie im Film und habe mir Mischungen oder Höhe der Hochhäuser angesehen, die einem Leid ersparen würden.

    Ich könnte nur heulen, vor allem wo wir in die zweite Histo noch soviel Hoffnung gesteckt hatten.

  • Hallo liebe Mompeli


    Willkommen hier im Forum , sicher hätten wir uns lieber auf eine andere Art kennengelernt .


    Wie sieht denn deine weitere Behandlung aus?


    Hochhäuser oder Züge sind keine Option das war auch mein erster Gedanke ich wollte vom Parkhaus springen oder vor die U-Bahn habe diese Gedanken schnell verworfen und mich für das Leben entschieden, ich hab keine Kinder .

    Aus deinen Beitrag lese ich das du 10 Kinder hast und die sind dein Motor zu kämpfen😘


    Es wird sicher nicht einfach , aber hier sind wundervolle Frauen die auch kämpfen und immer für einen da sind und mit Rat zur Seite stehen.


    Nimm den Kampf auf für dich und deine Familie .

    Kannst mir immer schreiben .

    Viele liebe Grüße


    Susi

  • Liebe Mompeli


    Herzlich willkommen, ich bin auch von einem Sarkom betroffen, allerdings ein Angiosarkom G3. Es gibt hier einige mit einem Leiomyosarkom, die sich sicher gleich melden werden (!) wir sind eine eingeschworene Truppe hier. Dein CT ist frei und die Lymphknoten unauffällig, das ist schon mal SUPER als Voraussetzung.


    Auch ich habe Kinder und es hat mich fast innerlich zerfressen, darüber nachzudenken, dass sie ohne mich aufwachsen werden. ich habe dann nach ca. 1 Jahr Hilfe geholt, und das hat meine Lebensqualität wirklich stark verbessert. Google bitte nicht mehr, denn Sarkome sind sehr vielschichtig. Was wirklich wichtig wäre meiner Meinung nach ist, dich an ein Sarkomzentrum zu wenden. Nimm dir die Zeit zu heulen, aber dann aufrichten und in die Zukunft blicken, denn mit einem sauberen CT und unauffälligen Lymphknoten startest du gut in deine Zukunft nach der Diagnose.


    Ich schicke dir und deiner grossen Familie viele liebe Grüsse und für eure kleine Tochter einen guten Start!

    Alles Liebe, Viviane

  • Liebe @ Rebecca,


    Bisher wissen wir noch nicht was gemacht werden soll.

    Die kompletten Unterlagen werden nun an den Sarkom-Papst weitergeleitet und dieser soll dann sagen was sinnvoll ist.

    Ich möchte gerne leben, lese dann soviele Geschichten von Leuten, die überzeugt gekämpft haben und dann doch..... .

    Daher hatte und habe ich oftmals den Gedanken, es gar zu lassen.


    Viviane1968


    Ist das CT so ausschlaggebend? Ich dachte viele hätten beim ersten CT unauffällige Bilder.

    Laut Patho war das Ding auf die Gebärmutter beschränkt und nicht hormonabhängig.

    Aber warum ist es ausgerechnet nach einigen Wochen in der SS dann immer mitgewachsen?

    Abpumpen für die Kleine ist demnach möglich.

    Ich kenne mich mit den ganzen Dingen nicht aus. Was heißt dein Sarkom genau?

    G3 ist doch ein „k . ck“ Grading oder? Oder spielen hier mehrere Faktoren zusammen? Dann das Risiko Frührezidiv was in der einen zweiten Patho stand. Muss das denn immer eintreffen? Zumal das Ding ja in der Gebärmutter beschränkt war.

    Ich frage mich seit einer Woche, wie kannst du normal essen, duschen, shoppen gehen?!

    Geht das irgendwann wieder mit klarem Kopf?

  • Liebe Mompeli,


    ich möchte dich ganz herzlich bei uns willkommen heißen, auch wenn ich wünschte, du hättest keinen Grund hier zu sein!


    Ich kann verstehen, dass du gerade total geschockt bist, ein Sarkom ist nicht ohne. Aber es gibt auch Hoffnung und vielleicht kann ich ein bisschen dazu beitragen, dass du etwas positiver in die Zukunft blickst :).

    Ich hatte auch ein Leiomyosarkom zwischen großen Myomen, entdeckt zufällig als ich mir wegen den großen Myomen die Gebärmutter entfernen lassen mußte. Als ich die Diagnose hörte, war ich auch total fertig, leider habe ich auch gegooglet, was mir natürlich schlecht bekommen ist. Die Prognoseangaben waren ja gar nicht toll... Auftrieb gab mir dann meine Gyn, die in ihrer Praxis eine Patientin hatte, die vor über 30 Jahren ein Leio hatte und noch ohne Rückfall lebte. Also gibt es immer Hoffnung!!! Auch wenn die Überlebensrate bei anderen Krebserkrankungen vielleicht höher ist, entscheidend ist doch immer auf welcher Seite du stehst und nicht wie groß die Seite ist.


    Ach ja, meine Diagnose ist jetzt fast 5 3/4 Jahre her, das Sarkom war G2 und mir geht es gut :). Ausser der OP hatte ich keine Therapien, ich gehe nur alle 3-4x/Jahr zur gyn. Untersuchung und 1x im Jahr zum Lungen-CT.


    Ich sende dir Kraft und vorallem Zuversicht und natürlich alles Gute, auch für das kleine Würmchen,

    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Liebe Mompeli


    Wenn beim ersten CT bereits auffällige Bilder da wären, dann wäre das Sarkom eben nicht auf das Organ beschränkt. Und bei einem Sarkom ist die OP der erste sehr wichtige Schritt, dass alles entfernt wurde. Dass es nur auf die Gebärmutter beschränkt war, ist somit sehr gut!


    Während der Schwangerschaft ist dein Immunsystem verändert, es muss sich anpassen, da du ja die Hälfte der DNA deines Partners dabei hast, vielleicht ist das der Grund, warum es in der Schwangerschaft mitgewachsen ist, obwohl es nicht hormonabhängig ist?


    Ja G3 ist ein schlechtes Grading, aber manche Sarkome werden per se schon nur als G3 eingestuft, da sie eben hoch aggressiv sind. Deshalb stand auch das Risiko Frührezidiv in deinem Befund. Nein, das muss nicht eintreffen! Ich bin in Kontakt mit Angie F, sie hatte ein Angiosarkom G3 und ist völlig gesund nach 10 Jahren! ZEHN JAHREN!


    Ja, die Todesangst war bei mir nach der Sarkomdiagnose omnipräsent, nach der Brustkrebsdiagnose praktisch nicht vorhanden. Ich musste irgendwie aus dem Loch wieder rauskrabbeln, da es ohnehin keinen anderen Weg gab für mich. Was wäre denn die Alternative gewesen? Mich einweisen zu lassen in die Psychiatrie? Das wäre für die Familie noch schlimmer gewesen. Also habe ich einen Schritt nach dem anderen gemacht, stur meinen Alltag durchgezogen ab ca. 8 Wochen nach der OP bin wieder arbeiten gegangen und habe mich so gut es ging abgelenkt. Nach ca. 1 Jahr musste ich mir trotzdem professionelle Hilfe holen. Glaub mir, auch du schaffst das. Für dich und deine Kinder, für deinen Partner. Und ich habe mir immer gesagt, wenn ich schon nur noch wenig Zeit übrig haben sollte, dann will ich diese wenige Zeit wenigstens heiter mit unseren Kindern verbringen. Geweint habe ich dennoch viel, abends, alleine, im Bett. Aber, ich hatte jeden Morgen wieder vor, aus dem Loch rauszukrabbeln und zu leben. Denn das Leben ist schön. Heute geht es für mich, mit klarem Kopf meine Tage zu verbringen.


    Du kommst zu einem Sarkompapst, das ist super! Jeder von uns ist anders und du wirst das schaffen! In deiner aktuellen Situation gibt es gute Voraussetzungen, CT frei, Lymphknoten frei, Sarkom entfernt. Du startest in der ganzen Misere mit guten Karten. Und das musst du dir vorsagen, jeden Tag! Gib dir Zeit, dein Kopf wird auch wieder klarer werden, du wirst zu einem Alltag zurückfinden, glaub mir!


    Alles Liebe und hoffentlich geht's eurer kleinen Maus gut!

    Viviane

  • Mompeli

    Sind deine Unterlagen zur zweitmeinung nach Greifswald gegangen ?


    Ich hatte auch eine zweitmeinung von dort , habe ganz vergessen habe ein high Risk endometriales stromasarkom .


    Lasse mich jetzt in essen behandeln!

    Bei mir stand auch frühes rezidiv und ich hab die Frauen wahnsinnig gemacht weil keiner weis was ist früh 1monat oder 1 Jahr .

    Mir wurden ct Aufnahmen in essen von einer Patientin gezeigt die seit über 10 Jahren Tumorfrei ist mit einem sarkom .


    Warte ab wie der behandlungsplan ist 👍

    Susi

  • Mompeli herzlich Willkommen hier im Forum! Ich hoffe deinem Baby geht es den Umständen entsprechend gut. Und genau für deine Tochter und deine anderen Kinder musst du kämpfen! Ich kenne mich mit deiner Krebsart leider nicht aus. Meine Daumen sind für deine weiteren Therapien fest gedrückt!!!

  • Rebecca

    Ja, es wird nun alles nach Greifswald gesandt und dort soll dann gesagt werden, was nun sinnvoll ist.

    Momentan sind wir noch in der Gyn wo der KS gemacht worden ist vor zwei Wochen.

    Das mit der Narbe steht natürlich jetzt völlig hintenan.

    Bin ja nur auf den Beinen. Habe an der Naht nun ein Hämatom, nur 2-3cm aber eben organisiert und hart, weil wir nur on the road waren.

    Bei jedem Zipperlein kommt immer direkt wieder diese Angst. War dabei nun auch. Oder beim Reizhusten oder was auch immer.

    Ist Essen gut?

    Das wäre von der Entfernung für uns das, was gut zu erreichen ist.

    Wie lange musst du mit dem Mist schon klarkommen?

    Danke, dass ihr da seid! Es hilft schon enorm mit Euch zu reden



    Wölfin


    Danke, dass Du sich gemeldet hast.

    Jemanden kennenzulernen, der ebenfalls betroffen ist und sich so wacker schlägt, motiviert einen selbst sich nicht nur hängen zu lassen.

    Bei mir wechseln sich die Gefühle ab, von mit dem Ausgangspunkt schaffst du es super, bis zu .... .

    Das Schreiben hier, habe ich nun eine Woche vor mir hergeschoben, aber jetzt muss ich sagen, soviele liebe Worte und vor allem, Verständnis und das Nachvollziehen können meiner Gefühle, baut schon auf.


    Ich hatte ja in der ersten Histo auch G2 und war da noch voller Motivation, da das CT unauffällig und somit gut ist.

    Nun nach der zweiten Histo mit G3 war für mich heute ein Loch.

    Erstens kann ich den Unterschied nicht verstehen, wie die so verschieden beurteilen können und zum Zweiten war halt G2 irgendwie noch „ok“.

    Warum hast du keine Therapien gebraucht ?

    War das Deine Entscheidung?

    Meine Gyn hat auch eine Frau die schon seit Jahren damit lebt.

    Das gibt auch wieder Mut, ebenso wie deine Geschichte!



    Viviane1968

    Die Kleine macht sich super. Sie hatte 610 Gramm und war 31cm groß.

    Sie atmet fast ausschließlich selbständig, da ich die Lungenreife 3x bekommen hatte vorher.

    Mittlerweile hat sie auch schon zugenommen auf 760Gramm.

    Ich pumpe immer ab und wir fahren die Milch hin.

    Ich muss versuchen positiv zu schauen, du hast vollkommen Recht, die Befunde sind ja gut.

    In der Gyn wo ich betreut werde wurde vieles so platt geredet und uns nicht viel Hoffnung gemacht.

    Ich fühlte mich dort die ganze Zeit platt geredet.

    Daher vllt auch dieses Kopf im Sand.

    Es ist gut, dass ich hier geschrieben habe, auch wenn ich es mich erst jetzt getraut habe, aber Eure Erfahrungen und Zusprüche geben einem einen positiven Gedankenantrieb.


    Dani1507

    Danke!

  • Liebe Mompeli was Du ertragen musst, ist gerade kaum auszuhalten, das kann ich gut verstehen. Aber bitte gib nicht auf und kämpfe, für Dich und Deine Kinder. Prognosen sind nur Zahlen und zu dem ja auch oft veraltet, also schau Dir das bitte nicht an. Ich kann Dir nur raten, dringend auch psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Deine Kinder bekommen die Situation sicher auch mit und können das ebenfalls betreut werden.

    Ich drücke Dich mal ganz fest und halte Dir die Daumen, dass alles gut wird.

    Du wirst hier immer ein offenes Ohr finden.

    Liebe Grüße

    Tanja

  • Die Kleine macht sich super. Sie hatte 610 Gramm und war 31cm groß.

    Sie atmet fast ausschließlich selbständig, da ich die Lungenreife 3x bekommen hatte vorher.

    Mittlerweile hat sie auch schon zugenommen auf 760Gramm.

    Liebe Mompeli

    Wie ich mich freue zu lesen, dass sich eure Kleine gut entwickelt :love:!


    In der Gyn wo ich betreut werde wurde vieles so platt geredet und uns nicht viel Hoffnung gemacht.

    Ich fühlte mich dort die ganze Zeit platt geredet.

    Jetzt mal nicht gleich alles auf einmal anpacken.... Aber, wenn du dann im Sarkomzentrum vom Prof. eine Meinung hast, würde ich irgendwann einmal drüber nachdenken, diese Gyn-Praxis zu wechseln, weil sie dich runterzieht. Mütter werden zu Löwinnen, wenn es um ihre Kinder geht. Wir entwickeln ungeahnte Kräfte und Ressourcen! Und vergiss nicht, die Grenzen, die dir in dieser Gyn-Praxis aufgezeigt werden, sind IHRE Grenzen, an die SIE glauben, nicht DEINE Grenzen, an die DU glaubst.


    Und wir werfen dir die Strickleiter zu, um aus den tiefen Löchern wieder rauszukrabbeln, in die du fällst. Und wir sitzen neben dir in den Befundbesprechungen und wir hören dir zu und sind an deiner Seite.


    Alles Liebe und ein Küsschen für die Kleine,

    Viviane

  • Hallo liebe Mompeli

    Ich bekam meine Diagnose am 6.5. 19

    Und wurde am 13.5 operiert da man mir die fettschürze entfernt hat habe ich 6,5 Wochen im Krankenhaus gelegen und bin weitere 12 mal operiert worden weil ich 2 vac Pumpen hatte .


    Liebe Grüße


    Susi

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Alice () aus folgendem Grund: Bitte keine Konversation zu PNs

  • Lieb Mompeli,


    nach meiner OP empfahl die Tumorkonferenz noch eine Lapraskopie und Entfernung der Eierstöcke zu machen, leider konnte die Oberärztin, die mich operiert hatte nicht dabei sein und ihren "Senf dazu geben". Sie versprach sich nämlich keinen Vorteil von einer Lapraskopie gleich nach der OP und zur Eierstocksentfernung gab es gegensätzliche Meinungen wie sie mir sagte. Da ich der Oberärztin sehr vertraute (sehr empathisch!), lehnte ich Lapraskopie und Eierstocksentfernung ab, ich wollte auch nicht schon wieder unters Messer bei fraglichem Vorteil.


    Als weitere Maßnahmen waren dann nur die Nachsorgen angedacht. Chemo und Bestrahlungen wirken ja bei Sarkomen schlechter und ich nehme mal an, dass deshalb als reine Prophylaxe eine Chemo wegen den Nebenwirkungen (Schäden) keine Verhältnismäßigkeit zu fraglichem Nutzen hat. Aber vielleicht bin ich da nicht up to date?

    Ich werde übrigens von keinem Sarkomzentrum betreut, ich gehe nur in eine normale Gyn-Praxis. Ach ja, und nach dem ersten Googlen (nach der OP) habe ich nie wieder nach Sarkomen gegooglet ... ;)


    Ich wünsche dir alles Gute und denke nicht soviel über G3 nach, wenn alles weg ist, hast du doch auch gute Karten :thumbup:!


    Liebe Grüße

    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Wölfin


    Ich finde es echt Mega, dass Du für dich alles entschieden hast.

    Hattest du von Anfang an dieses Gefühl, dass es so richtig ist?

    Ich habe auch gelesen, dass die beste Voraussetzung die OP ist und wenn ansonsten alles frei ist, man wirklich gute Karten hat.

    Das sage ich mir täglich mehrmals auf und baue darauf .

    Wir warten noch auf die Auswertung von Greifswald, aber wie ich höre rät der Professor wohl immer von Chemo und Bestrahlung ab erstmal.

    Bei Dir war das wohl dann auch richtig.

    Bestrahlung kann ja auch andere Dinge beeinflussen.

    Was mit meinen Eierstöcken gemacht wird, werden wir sehen.

    Das Ding war jedenfalls nicht hormonabhängig.

    Daher weiß ich nicht was es für einen Vorteil bringen würde?

    Aber wir werden hören, was man vorschlägt.


    Wolltest du nicht in ein Zentrum?

    Ja dieses blöde G3 hat mich echt genervt, denn warum müssen zwei Pathologen zwei unterschiedliche Ergebnisse haben ? Sollte ja eigentlich identisch sein, denn wem glaubt man nun?


    Momentan versuche ich so zu sein, als wenn alles ganz normal ist.

    Neige nur gerne dazu die Narbe dabei zu vergessen und mache mehr als man sollte.

    Aber das tut mir gut, nur rumhängen und dann wieder grübeln ist doof.


    :hug:

  • Liebe Mompeli,


    nach der Diagnosestellung war ich ja auch in Schockstarre und ich fand es gar nicht lustig, dass es zwei verschiedene Meinungen gab, Tumorkonferenz und Oberärztin. Hinzu kam dann sogar noch, dass meine normale Praxis-Gyn sich auch nach der Tumorkonferenz richten wollte. Da saß ich nun zwischen zwei Stühlen und war echt sauer und fühlte mich auch recht überfordert :(, dass man sich nach so einer Diagnose auch noch mit 2 verschiedenen Meinungen rumschlagen = entscheiden mußte.


    Da ich vor OPs (Narkose = ausgeliefert sein) relativ viel Angst habe, tendierte ich schon zu der OP freien Variante, war aber unsicher und brauchte auch einsichtige, fachliche(!) Argumente für diesen Weg. Daher holte ich mir dann noch einmal einen Gesprächstermin bei der Oberärztin, die sich viel Zeit für mich nahm und ihre Auffassung auch gut erklären konnte, z.B. dass auch jede OP Risiken birgt (Nutzen-Nachteil-Abwägung), aber sie betonte auch, dass sie mich operieren würde, wenn ich das wollte.

    Für mich war dann mein Weg klar, wo natürlich die Unsicherheit blieb, ob das der richtige Weg ist. Im Nachhinein war es für mich richtig!


    Warum ich in keinem Sarkomzentrum bin?

    Weil die OP bei Sarkomen ja 1. Wahl ist und das Sarkom komplett entfernt wurde und ich mir daher in einem Zentrum keinen weiteren Vorteil versprach und ich wollte mit dem Thema auch schnell abschließen... ;) , abgesehen davon, dass man noch in den Nachsorgezyklen ist und eine Restangst bleibt.

    Ich denke, bei Metastasen usw. sind die Sarkomzentren unbedingt 1.Wahl, denn sie kennen sich mit den darauf folgenden Therapien am besten aus!


    G2/G3 ? Weg ist weg!

    Prognosen sind nur Zahlen auf dem Papier und das Leben kann man nicht auf Zahlen reduzieren, denn es gibt immer sooo viele Variablen, kein menschlicher Körper gleicht dem anderen! Hier im Forum gibt es so Viele, die ihre schlechte Prognose schon um ein Vielfaches überlebt haben! Think positive :)!


    Und ablenken/beschäftigen ist immer gut und bei 10 Kindern sollte es dir bestimmt nicht langweilig sein. Ich habe nur 4 Kiddys, die aber jetzt schon erwachsen sind :).


    Liebe Grüße und gute Entscheidungen, wenn ihr Antwort aus Greifswald habt!

    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Wölfin

    Viviane1968


    Heute kam das Schreiben des Professors.

    Es ist wohl folgendermaßen:

    Pt1b PNX M0 V1 R0

    CT unauffällig

    Prognose 49% Überlebensrate


    Dann haben die wohl bei dem Kaiserschnitt den Tumor angeschnitten, welcher zerfallen war und riesige Nekroseherde hatte.

    Daher Prognose nochmal Kackwurst.


    Er will nur eine Bauchspiegelung machen in 3-6 Monaten um zu sehen ob alles sauber bleibt.

    Man kann auch CT machen.

    Mehr will er nicht machen.


    Wir wissen nicht was wir davon halten sollen.

    Wir gehen davon aus, dass die Ärzte sauber gearbeitet haben, zudem der Operateur selber gyn. Onkologe ist und direkt erkannt hat, dass das Ding kein normales Myom war.


    Zudem haben wir natürlich die Hoffnung, dass es definitiv positiv ist, dass das Ding bereits zerfallen und nekrotisch war, denn unvitale Zellen sind unvital.

    Demnach sehen wir das als etwas Positives an.

    Das Ding ist also während der Schwangerschaft noch verkackt.

    Da hat unsere Tochter ihm den Gar ausgemacht.

    Aber ob wir mit der Behandlung so zufrieden sind?

    Wir haben halt keine Ahnung von dem Ganzen.


    Wölfin

    Wie war denn Dein Befund?

    G2, aber die anderen Details?

    Hattest Du auch Prognosen bekommen?


    Für heute heißt es nun den Brief aus dem Kopf kriegen und mit gutem Gefühl nach vorne schauen.

  • Liebe Mompeli


    Unauffälliges CT, super.

    Operateur ist selber Gyn, super. Er hat das Problem schon bei der OP erkannt.

    Überlebenschance 49% ist für ein G3 Sarkom gut, es steht fifty fifty.


    Die Therapie erster Wahl und somit die Strategie beim Sarkom ist erstmal eine möglichst weiträumige saubere OP, wenn möglich mit R0, und dann kontrollieren, ob was kommt. Das ist das was sie machen wollen. Halte ich für absolut korrekt und kannst du auch für korrekt halten meiner Meinung nach.


    Und ab jetzt, liebe Mompeli, wird das Glas halb voll gesehen! Versprochen? Und ja, es wird Phasen geben, in denen du das Glas halb leer sehen wirst und dann werfen wir dir die Strickleiter zu, um aus dem Loch wieder rauszukrabbeln! Un dann schaust du nach vorne, denkst an deine 10 Kinder, an deine Kleine, die sich prächtig entwickelt, was für ein Glück. Deine Kleine will leben, sie ist stark und das bist du auch!


    Alles Liebe,

    Viviane