DCIS mit oder ohne Mastektomie

  • Hallo Kati,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Ich hatte Dcis High Grade und habe im Januar 2018 eine Mastektomie mit sofortigem Wiederaufbau vornehmen lassen. Mein Dcis war sehr ausgeprägt von der Brustwarze ausgehend war die ganze Brust verkalkt.

    Ich glaube nicht, dass die Ärzte bei 15 mm eine Mastektomie machen. Bei mir war es über 10 cm. Nach der Mastektomie hatte ich noch Bestrahlungen und jetzt nehme ich Tamoxifen. Bestrahlungen war notwendig, weil in den Sektionsrändern immer noch Dcis vorhanden war.

    Meine rechte Brust ist in Ordnung.

    Letztendlich ist es Deine Entscheidung, ob Du Dich operieren lässt. Ich wollte nicht mit einer Zeitbombe im Körper leben. Auch die Ärzte haben mir zur Mastektomie geraten.

    Mein Arzt hat zu mir gesagt, dass er erst ab 5 cm zur Mastektomie rät.

    Hast Du Mastektomie schon mal angesprochen?

    Ich wünsche Dir alles Gute.

    LG Nani

  • Hallo nani, ja hatte es erwähnt. Aber er meinte das man Verhältnismäßig vorgehen sollte. Es sei denn der Gentest fällt positiv aus. Dann wäre er auch für ein radikaleres Vorgehen. Mir geht es wie dir. Ich sehe es als Zeitbombe. Hab einfach die Sorge das nicht alles an Gewebe entfernt wird und der Mist wiederkommt. Evtl dann auch nur die betroffene Seite abnehmen lassen wie du es gemacht hast. Ist nicht so einfach die Entscheidung. Lg

  • Hallo KatiP ,

    mein Tumor / DCIS war auch "nur" ca. 15mm groß. Nachdem jedoch noch beide Brüste voller Mikrokalk waren, habe ich mich für eine beidseitige Mastektomie mit sofortigem Wiederaufbau entschieden. Ich wollte die OP lieber großzügiger, da ich nicht für den Rest meines Lebens in Sorge leben wollte. Meine Ärztin hat das Kanonen-Spatzen-Prinzip auch unterstützt.

    VG Möhrchen 🥕

  • Hallo,

    so sind die Ärzte verschieden. schon ab 15 mm Mastektomie und mein BZ hat zwei Biopsien gemacht, bevor sie sich zur Mastektomie entschlossen haben (5/2017 4 cm Mikrokalk, 10/2017 10 cm Mikrokalk). Der Operateur hat zu mir gesagt, er versucht alles, um brusterhaltend zu operieren.

    Warum hört man von drei Ärzten verschiedene Optionen?

    Aber am Wichtigsten ist, dass das DCIS entfernt wird, ob durch eine Mastektomie oder durch eine brusterhaltende OP.

    KatiP letztendlich musst Du alleine die Entscheidung treffen, was gemacht werden soll. Wenn Du den Gentest machst, wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt?

    Bei mir hat sich innerhalb von 5 Monaten der Mikrokalk verdoppelt. Meine Ärzte haben regelrecht zur Mastektomie gedrängt.

    Ich wünsche Dir alles Gute:hug:

    LG Nani

  • nani ich habe ihnen die Dringlichkeit geschildert und das erst operiert wird wenn ich das Ergebnis habe. Ich hoffe sehr das es schnell geht. Wobei ich nicht vor Ende September mit einer OP rechne. Mein Arzt sagte mir ein paarmal das wir zeit haben. Aber ich will es auch so schnell wie möglich hinter mich bringen. Und mit ner tickenden Zeitbombe lebt es sich auch nicht grade entspannt 🙄😬.

    Moehrchen Bauchgefühl sagt eindeutig Mastektomie der betroffenen Seite. Beide Seiten wäre vielleicht dann doch überreagiert?? Da rechts noch rein gar nichts auffälliges ist.

    Aber ich will die Sorge um mich auch weghaben. Habe zwei Kinder. Eins davon Herzkrank. Da ist jedes halbe Jahr auch gebibber was bei der Untersuchung wieder rauskommt. Ich kann nicht noch Sorgen um mich gebrauchen, mal ganz einfach gesagt

  • Hallo KatiP ,

    wenn bei dir rechts keinerlei Auffälligkeiten sind dann würde ich es auch nicht machen lassen ... bei wir war der Verdacht durch Sono und MRT gegeben + der viele Mikrokalk, deswegen habe ich beide Seiten machen lassen.

    Letztendlich musst du für dich entscheiden was du willst ... kann dich aber echt gut verstehen.

    Alles Gute für dich - LG Möhrchen 🥕

  • Hallo KatiP ,

    Eigengewebe wollte ich persönlich absolut nicht. Bin recht schlank, sportlich aktiv aber auch am Bauch schon mehrfach operiert (somit fällt Diep Flap weg). Alles andere wäre eine Entstellung des Körpers (da ich ja auch alles x2 benötige), so sieht es auch mein Arzt. Der Eigengewebsaufbau hat für mich viel zu viele Risiken (OP-Dauer, Risiken, Wundheilung, usw. usw.) + habe ja auch einige Vorerkrankungen ... somit würde ich es nie machen.

    Das muss aber jeder für sich entscheiden - alles hat Vor- und Nachteile.

    Wichtig ist fest hinter seiner Entscheidung zu stehen.

    LG 🥕

  • hallo,

    seit dem 26. August steht fest das bei mir die linke Brust abgenommen werden muss, da der Tumor 4 cm Durchschnitt hat. Lymphdrüsen scheinen auch betroffen, sollen deshalb auch entnommen werden. Heute hatte ich gedacht den Termin zur OP zu bekommen. Nein, ich soll jetzt noch eine MRT mit Biobsie machen, da in der rechten Brust (an der ich vor 26 Jahren erkrankt war und ein Teil abgenommen wurde) wieder ein 4mm grosse Auffäligkeit gefunden wurde. Erst danach soll ich jetzt opperiert werden. Langsam wird es immer mehr, das geht ganz schön an meine Substanz. Nach OP sollen dann Chemo, Hormone und Bestrahlung folgen. Im Dezember dann noch Gentest. Meine Frage, gibt es hier auch Betroffene, die ohne Aufbau der Brust damit zurecht kommen? Nach all den Infos und immer wieder neuen Neuigkeiten bin ich jetzt noch mehr verunsichert.

    LG

  • Hallo !

    Im BRCA Forum findest Du einige Erfahrungsberichte zu Amputation ohne Aufbau.

    Ich selbst habe mich so entschieden (allerdings prophylaktisch und nicht erkrankt) und ich bin unglaublich

    froh über diese Entscheidung. Es war die "leichteste" OP die im Angebot war, alles ist schnell und schön verheilt

    und ich lebe brustlos ziemlich gut. Ich würde mich jederzeit wieder so entscheiden und ich hätte mit allem anderen

    einen größeren Fehler gemacht (weiß ich natürlich jetzt erst in Nachhinein). Aber"ohne Brust" passt sehr gut zu mir und

    meinen Leben und es ist so unauffällig dass es niemand bemerkt (hat). Aber jede Frau ist anders und ebenso die

    Entscheidungen. Den Gentest würde ich aber sofort machen lassen, denn sollte dieser positiv ausfallen, dann fällt Deine

    Entscheidung ja möglicherweise auch wieder anders aus....

    Grüsse und alles Gute !

    Alys

  • Liebe Juni2019


    Ich bin beidseitig von Brustkrebs betroffen und habe mich dafür entschieden, mir beide Brüste abnehmen zu lassen. Silikon war bei mir nicht möglich, die einzige Alternative war ein beidseitiger Aufbau mit Eigengewebe.

    Ich habe mir lang überlegt, welche von beiden Varianten für mich in Frage kommt und habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Nach einer ausführlichen Informationsrunde in der plastischen Chirugie und einer Woche mit vielen Gesprächen (Familie, Lebensgefährte und Ärzte im BZ) habe ich mich für eine beidseitige Ablatio entschieden. Meine Ärzte im BZ haben mir immer gesagt, dass ich mich auch später noch für einen Aufbau entscheiden könnte, wenn ich ohne Brüste nicht zurecht käme.

    Seit zwei Monaten lebe ich jetzt ohne Brüste und mir geht es sehr gut damit. Privat trage ich noch nicht einmal Prothesen und draussen auch nicht immer. Im offiziellen Rahmen, wie z.B. im Job, trage ich einen Prothesen - BH mit Schaumstoff-Prothesen und komme damit gut zurecht. Da ich vor der OP B-Körbchen hatte, bin ich eh' nie mit sehr viel Ausschnitt durch die Welt gelaufen und wirklich niemanden fällt es auf, wenn ich mit 'Schaumstoff' unterwegs bin. Der Vorteil bei einer beidseitigen Ablatio ist ja, dass Frau symmetrisch ist 😊 und je nach Laune entscheiden kann, was sie tragen möchte.

    Aktuell bin ich mit meiner Entscheidung im Reinen und glaube nicht, dass ich mich für einen Aufbau entscheiden werde.


    Liebe Grüsse, Ardnas

  • Liebe Ardnas


    Ich habe gerade deinen Bericht gelesen u wollte dich fragen, wie schwierig war deine OP ohne Wiederaufbau.

    Ich bin TN u warte noch auf das Ergebnis meines Gentests u informiere mich doh schon mal vorab.

    Ich weiß, immer erst ein Schritt nach dem anderen....


    Danke u LG 😊☀️

  • Liebe Sonne69 ,


    Ja, du darfst gern fragen!


    Meine OP habe ich als nicht so schwer empfunden. Ich bin Donnerstags nüchtern ins Krankenhaus eingerückt und meine OP hatte ich noch am selben Tag. Nach der OP bin ich gut mit Schmerzmitteln versorgt worden. Ich hatte auf jeder Seite 2 Drainagen, für die ich jeweils ein kleines Umhängetäschchen bekommen habe, so dass ich recht schnell wieder mobil war und am Tag nach der OP allein auf die Toilette gehen konnte. Eigentlich hätte ich am Sonntag wieder aus dem KH raus gekonnt, aber ich habe noch bis Dienstag verlängert, weil ich nicht mit drei Drainagen nach Hause gehen wollte. Mit einer Drainage habe ich mich dann nach Hause getraut. Sechs Tage nach der OP bin ich die letzte Drainage los geworden und dann gleich zwecks Erholung sechs Stunden mit dem ICE an die Ostsee gefahren. 😊 Die Reise ging gut, da ich im KH einen Brustgurt bekomme habe, der mich wie ein "Panzer" geschützt hat. Insgesamt musste ich 10 Tage Schmerzmittel nehmen (drei I** 400 pro Tag) und dann ging es gut ohne. Insgesamt war die OP und die Zeit danach gut auszuhalten und im Vergleich zu einer Mastektomie mit Sofortaufbau sicherlich ein eher leichter Weg. Ich durfte nach der OP für sechs Wochen nicht mehr als 5 kg heben und keine Arbeiten über Kopf ausführen. Ich habe mir für diese Zeit für die Einkäufe einen Hackenporsche besorgt, eine kleine Trittleiter zum Erreichen der Hängeschränke und eine fahrbare Kleiderstange auf 1 m Höhe. Vor der OP habe ich mir alle wichtigen Teile in der Küche auf Hüfthöhe runter geräumt. Eine Woche nach der OP war ich im Haushalt mit den o.g. Einschränkungen und Umbauten wieder völlig selbstständig. Mein Freund war sogar ein klein wenig enttäuscht darüber, wie wenig er helfen musste 😊 . Arbeitsfähig (Bürojob) war ich nach 2,5 Wochen. Was für mich persönlich etwas nervig war: ich konnte vier Wochen nur auf dem Rücken schlafen und musste dabei die Arme hoch lagern..


    Heute würde ich sagen, dass ich nach acht Wochen ca. 80% meiner Beweglichkeit wieder zurück habe. Ich bin ganz zuversichtlich, dass ich auch wieder auf 100% komme, aber da muss ich noch etwas daran arbeiten. Meine Narben spannen auch noch etwas, was aber normal sein soll. Es fühlt sich so an, als hätte ich einen engen Sportbustier an.


    Liebe Grüsse, Ardnas

  • Hallo !

    Bei mir lief es noch etwas leichter als bei Ardnas. Ich bin nach der OP sofort zur Toilette gegangen und sobald die Drainagen draußen waren (eine Woche) habe ich auch wieder auf der Seite geschlafen. Am Tag nach der OP sass ich im Krankenhaus Cafe und lief den Weg dahin zu Fuß (vierter Stock). Schmerzmittel habe ich einige Tage genommen. Ich trug auch keinen Brustgurt o.ä. Eine Woche war ich "gewickelt" im Krankenhaus und danach nichts mehr. Kommt aber vielleicht auf den Verlauf an, oder Patientenwunsch oder die Philosophie des Krankenhauses, da gibt es ja Unterschiede. Ich hab einige Zeit darauf geachtet keine Wasserkästen zu tragen, aber das tut man eher automatisch nicht. Ich lese hier seit einem Jahr auch die Berichte zu den OPs mit Aufbau. Ob mit Silikom oder Eigenfett. Und ich finde das alles so unfassbar viel krasser und komplizierter. Die Amputation ohne Aufbau ist die "leichteste" OP, aber eben trotzdem schon mehr als "nur Blinddarm". Es sind große Wunden/Narben und die müssen auch heilen. Und das Körperbild und Körpergefühl ist anders. Bei mir ist es nun Monat 9 nach der Op und "fertig" bin ich nicht mit dem Vorgang. Es spannt auch hier und da noch, ist stellenweise noch taub (wird aber besser). Also alles auch keine "Lachnummer" und mit links zu machen, ich fand es belastete psychisch trotzdem. Also mich zumindest. Auch wenn ich meine Entscheidung jederzeit wiederholen würde. Ich bin also noch nicht im Stadium "abgehakt", obwohl ich wirklich gut klar komme. Grüsse, Alys

  • Guten Morgen ☀️

    Liebe Ardnas und liebe Alys


    habt vielen Dank für eure ausführlichen Schilderungen. Auch, wenn es bei mir noch nicht so weit ist und auch noch nicht im Raum steht, sind solche Infos immer hilfreich im Kopf zu haben, wenn man dann vorm Arzt sitzt u die Möglichkeiten der OPs aufgezeigt bekommt.


    Erstmal bin ich mitten in der Chemo, mein kleiner TN Tumor hat sich zum Glück bereits nach der 4. EC weiter verkleinert auf 2x3x5 mm 💪 und ich habe ab 18.9. auch erst meine 12 Paclis vor mir.

    An diesem Tag wird wahrscheinlich mein Gentest da sein. Ist er negativ, wird ja brusterhaltend operiert, ist er positiv, werde ich an diesem Tag gleich über die möglichen OP Verfahren informiert.


    Und deshalb sind eure Schilderungen für mich so wertvoll. Habt vielen Dank dafür u ich wünsche euch weiterhin einen guten Behandlungs- und Genesungsverlauf. 🍀🤜💪🙏


    Liebe Grüße von mir ☀️

  • hallo,

    danke für diese Antworten, damit kann man sich eher vorstellen wie es weiter geht. Denn bei mir die Ärzte sind sehr nett, aber die Erklärungen sind nur ein Teil, was nach der OP passiert, wurde ausgelassen. Ich bin jetzt echt am überlegen, mir direkt beide Seiten operieren zu lassen.

    Und auf noch einer Biopsie zu verzichten.

    LG

  • hallo,

    bin wieder hier. OP kann jetzt am 12. September los gehn. Die wollen erst mal eiligst linke Seite operieren ( amputieren) und sich um die rechte Seite erst später kümmern (Knoten 4mm) , da kein vorheriger Termin für MRT mit Biopsie frei ist. Beidseitige amputation wäre z. Zt. nicht notwendig. Sollte sich aber später doch herausstellen, das in der rechten Seite gleiche Tumorart ist wie links, dann wäre auch Amputation notwendig.

    Jetzt sprach der Arzt von eiligst operieren.

    Anfang August wurde mir gesagt ich sollte nicht so gestresst sein, den der Tumor rechts würde ja nicht so schnell wachsen. Bei der Besprechung mit dem Onkologen am 26. Aug. hiess es sogar das es nicht so schlecht aussehen würde, noch 2x nachgefragt und er bestätigte das. Jetzt redet er von lebenserdohlich. Es ist jetzt so belastend, wie soll ich mich da auf eine OP konzentrieren. Langsam geht mir die Luft aus.

    LG

  • Liebe Juni2019 , das ist voll nervig, wenn Ärzte so widersprüchliche Aussagen treffen. Zur OP kann ich dir und Sonne69 nur sagen: ich hatte mich, bei ausgedehntem DCIS mit kleinem invasiven Anteil, für beidseitige Ablatio ohne Wiederaufbau entschieden, und es nie bereut. Die OP verlief reibungslos, kein Problem mit Lymphe oder der Wunde, und ich konnte nach ca. 14 Tagen die Erstversorgungsprothese in die Ecke schmeißen und die "richtige" Prothese tragen. Vorteil von der OP war im Nachhinein, dass ich den für meine Figur etwas zu großen Busen durch etwas optisch Angemesseneres getauscht habe 😉. Alles Gute!

  • Liebe Haselinchen


    Danke für die Infos 😊. Wie lange hat deine OP gedauert? Nach ersten Überlegungen, sollte BET aufgrund pos. Gentests, nicht ausreichen, würde ich mich entwèder für Ablatio ohne Wiederaufbau entscheiden oder für die skin sparing Methode, die mein Arzt vorschlägt. Ich bin mir nicht sicher. Habe eh nur Körbchen B u die Sturm u Drang Zeit ala Baywatch sind vorbei 😉. Bedenken sind da bzgl Bestrahlung mit Implantaten usw.

    Wurdest du nach deiner Ablatio noch bestrahlt? Sorry falls ich es überlesen habe, wenn du es bereits erwähnt hast.

    LG ☀️