Mama hat Lungenkrebs

  • Hallo zusammen, aktuell mache ich mir wieder große Sorgen. Meine Mama hatte heute Chemo und dort meinten die Ärzte, dass sie viel zu dünn sei. Jetzt soll sie hochkalorische Nahrung zu sich nehmen. Das Zeug aus der Apotheke schmeckt echt widerlich. Man sagte uns dann eben Baby Gläschen. Problem sie verträgt keine Laktose. Ich mache mir wirklich Sorgen, denn sie wird von Tag zu Tag schwächer. Aber sie mag auch nicht wirklich etwas essen. Irgendjemand einen Tipp was ich tun kann?

  • YBERION

    Hallo es tut mir sehr Leid das es deiner Mama zur Zeit so schlecht geht, wir haben den gleichen Zustand gerade bei meiner Freundin, sie hat auch zu wenig Gewicht und keinen Hunger, bei ihr kommt jetzt abends die Caritas und hängt ihr über den Port so eine Flüssignahrung an damit sie so alles bekommt was sie braucht, letztes Jahr wurde das auch schon mal gemacht wo es ihr sehr schlecht ging. Vielleicht könnte man das bei deiner Mama ja auch machen.

    LG Manuela

  • YBERION


    hey, also meine Mama nimmt täglich johannisbrot Sirup einen Löffel. Dem sagt man viel gutes nach. Und noch ein Zeugs das nennt sich Tahini. Sonst fällt mir nicht viel ein dieses fre... oder wie es heißt ist glaub ich mit Laktose und schmeckt jetzt auch nicht so mega. Das mit dem Gewicht ist echt immer schwierig

  • YBERION

    Ja das Cortison ist auch eine Überlegung wert hatte meine Freundin auch eine Zeitlang, aber es ist halt auch nicht unbedingt gut wenn man es zu viel zu lange nimmt, darum hat ihr Arzt immer zugesehen es schnell wieder abzustufen

  • Hallo zusammen,


    ich wollte mal wieder ein kurzes Update geben. Ich war ja vor 2 Wochen übers Wochenende bei meiner Tante, wie ich in einem vorherigen Post bereits erwähnt hatte. An diesem Wochenende hatte meine Mama sich mehrfach übergeben. Das besserte sich aber die als bald und das mit dem Essen klappt aktuell bedingt besser. Viel isst sie nach wie vor nicht. Darauf bekam sie dann die nächste Chemo und diesmal nicht mit 50% sondern mit 75%. Seitdem ist sie so schwach, dass sie nur noch liegen kann, selber laufen klappt auch an Krücken nicht mehr. Sie nutzt jetzt auch in der Wohnung den Rollstuhl. Heute kamen noch Halzschmerzen und Schmerzen beim Schlucken hinzu. Auch das Sprechen scheint ihr schwer zu fallen. Laut ihrer Aussage aber alles nicht sehr schlimm. Mir gefällt das alles gar nicht, alleine schon wegen Thrombose gefahr. Zum Glück haben wir Freitag (also übermogen) einen Termin beim Onkologen. SIe wirkt schwach, müde und ihr Gesicht ist recht eingfallen und die Augen ganz dunkel (vorher hatte sie hellblaue Augen). SIe ist mit 73kg in die Chemo gestartet und wiegt nun 61kg auf 1,75cm. SIe sagt aber, dass der Husten fast weg sei und die Schmerzen auch fast weg sind. Auch ist mir aufgefallen, dass ihre Atemnot sich sehr gebessert hat und die Atmung sehr klar ist, kein rascheln oder Pfeiffen mehr. Sie hat auch nach wie vor noch keinen Sauerstoff. Sie kam bis jetzt zum GLück immer ohne aus. Über Tag ist sie alleine zu Hause und schafft es wohl auch mit Rollstuhl alleine auf die Toilette und in der Küche sich essen warm zu machen. Wenn ich übertag anrufe habe ich das Gefühl es geht ihr ganz gut, komme ich Abends nach Hause liegt sie auf dem Sofa und ist das komplette Gegenteil. Da kann sie dann auch nichts mehr alleine. Ich will gar nicht so denken, aber irgendwie fühle ich mich veräppelt?


    Ich mache mir große Sorgen, auch wegen der Halsschmerzen, nicht dass der Tumor in den Hals eingewachsen ist und diese Beschwerden verursacht? Oder habe ich gerade nur panisches Kopfkino?

    Ich merke gerade, dass ich an meine persönliche Belastungsgrenze stoße und beginne mich zurück zu ziehen, was ich eigentlich gar nicht will.


    Alles was man ihr geraten hat, vor allem Bewegung und Physiotherapie hat sie unter "Ausreden" abgelehnt. Auch ihr Onkologe hat ihr mehrmals gesagt, dass sie sich bewegen und essen soll. Zu Hause will sie davon nichts mehr wissen, wenn man sie drauf anspricht wird sie recht schnell, sehr ungehalten. Bin ich zu hart zu ihr? Ich will gar nicht so von meiner eigenen Mama schreiben, aber ich weiß überhaupt nicht mehr weiter....


    LG YBERION

  • Hallo zusammen,


    seit Mittwoch Nacht ist meine Mama wieder im Krankenhaus. Wir sind in die ZNA gefahren, weil sie blutige Durchfälle und Erbrechen hatte. Dort wurd noch ein CT gemacht, wegen verdacht auf erneute Lüngenentzündung. Dabei kam raus, dass sie einen Pneumothorax hat, und der eine Lungenflügel komplett kollerbiert ist. Dies wurde sofort mit einer Drenage versogt und seit dem liegt sie auf der Überwachungsstation (Zwischending zwischen Normal und Intensivstation). Leider bessert sich der Pneumothroax wohl nicht so wirklich und evtl. muss dieser Operativ versorgt werden. Weiterhin hat sie nun wieder Husten und kann das Bett gar nicht mehr verlassen.


    Ich selber liege mit dicker Grippe und Fieber auf dem Sofa und darf so nicht zu ihr. Ich mache mir große Sorgen und habe mächtig Angst.

    Kann mich jemand etwas beruhigen?


    LG

    YBERION

  • YBERION


    Hallo und ja, bin schon da und drück dich mal ganz fest! Du bist so engagiert und so bemüht mit deiner Mutter, du musst ein gaaanz Lieber sein. Betreffend Pneumothorax kann ich dir nur sagen, dass diese meist sehr schlecht erkannt werden, aber da haben die Ärzte mal prompt geschaltet und schon Drainage gelegt. Und wenn sie jetzt unter Kontrolle im Spital ist, das ist mal schon der richtige Weg. Sie ist dort gut aufgehoben und es wird sicher alles getan damit es ihr bald besser geht.
    Mir wurde ein Pneumothorax im Zusammenhang mit der Portsetzung gestochen und mir ist ganz langsam die Luft aus einem Lungenflügel ausgegangen. Nach Verklebung und Drainage 3 Tage lang war dann alles wieder in Ordnung.
    Ich wünsche Dir baldige Besserung und bitte, halte dich von deiner Mutter fern, mit Grippebazillen ist nicht zu spassen!


    Alles Gute für Euch 2

  • pupi1230


    danke. Ich bin total unruhig. Mein Vater und meine Schwester waren heute bei ihr und nachdem ich die beiden heute gesehen habe, habe ich das Gefühl, dass es sehr schlecht um meine Mutter steht. Ich war Donnerstag das letzte mal bei ihr und da hatte ich eigentlich das Gefühl, sie trägt es mit Fassung. Die Ärzte mit denen ich vor ein paar Tagen gesprochen habe meinten, dass sowohl der Pneumothorax als auch das akute Nierenversagen gerade nicht lebensbedrohlich und reversiebel wären. Auch war meine Mama ganz gefasst. Jetzt wo ich 2 Tage nicht da war, sondern nur meine Schwester und mein Papa geht sie nicht ans Telefon wenn ich sie anrufen, entweder weil sie keine Lust hat oder weil sie zu müde ist. Mein Vater meinte, es ginge ihr sehr schlecht, ich habe das bisher nicht so empfunden, habe sie jetzt aber auch 2 Tage nicht gesehen.


    Ich hoffe das es ihr bald wieder besser geht. Vielleicht bin ich auch einfach zu naiv, weil ich den letzten Funken Hoffnung eigentlich nicht aufgeben möchte.

    WIe lange hat das von der Portsetzung bis zum Pneumothorax bei Dir gedauert? Frage nur, weil bei der PortOP meiner Mama, wurde wohl ausversehen, die falsche Vene angestochen und sie wäre fast verblutet. Das ist aber schon ein paar Monate her, kann das trotzdem noch in Zusammenhang stehen?

    LG

    YBERION

  • YBERION


    Portsetzung war bei mir gegen 14 Uhr, gegen abends ging es mir sehr schlecht, ich war grau im Gesicht und hab nur raschelnd Luft bekommen. Am nächsten Tag gegen 10 Uhr lag ich auf dem OP Tisch.

    Ich glaube nicht dass bei deiner Mutter die Portsetzung da Probleme gemacht hat. Es wird nach der Portsetzung ein Lungenröntgen gemacht. Bei mir war es dadurch dass es im Liegen gemacht wurde optisch in Ordnung.

    Bitte vergiss nicht, es ist alles sehr anstrengend für deine Mutter, auch das Sprechen und das Konzentrieren bei Telefonaten. Sie ist müde und es ist gut wenn sie jetzt ruht und sich ihr Körper wieder erholt.

    Bitte, gib die Hoffnung nicht auf.... und halte mich auf dem Laufenden.

    Und jetzt für dich....Tee trinken und Decke über den Kopf und auskurieren.

    Schlaf gut

  • pupi1230


    dann hoffe ich, dass sie keine Ursache finden, denn der Arzt meinte, dass es unter umständen sein könnte, dass der Pneumothorax auch durch Tumorwachstum entstehen kann, aber zuzeit sieht er keinen Grund zu dieser Annahme, da sich die Lunge halt nicht gut auf dem CT darstellen lässt, weil sie ja komplett kollabiert ist.


    Sobald die Lunge wieder in Ordnung ist, wird ein CT gemacht und zu schauen ob die Chemo angeschlagen hat.


    Werde mal versuchen etwas zur Ruhe zu kommen und mich auszukorieren. VIelen Dank, für dein offenes Ohr.


    LG

    YBERION

  • Lieber YBERION


    Es tut mir leid, dass es deiner Mama so schlecht geht. Und wenn du nicht selbst nach ihr sehen kannst, bist du erst recht unruhig.

    Kannst du nicht vielleicht mit Mundschutz kurz zu ihr hinein, dass du selbst ein Gefühl für ihren Zustand bekommen kannst.


    Meiner Freundin haben sie diese Woche einen Lungenflügel rausoperiert. Biopsie Ergebnisse weiß ich nicht, ich glaube, die will sie erstmal für sich behalten.


    Liebe grüße

    Caro

  • Lieber YBERION , es tut mir leid, daß es deiner Mama so schlecht geht und du gerade nicht zu ihr kannst. Ich denke, wenn du sie sehen könntest und dir selbst ein Bild machen könntest, ginge es dir besser. Deine Mutter ist sicher sehr müde, und alles wird sie vermutlich anstrengen, auch ein Telefonat mit dir. Bitte habe dafür Verständnis. Ich hoffe ganz feste, daß sich ihr Zustand wieder bessert.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Hallo zusammen,


    aktuell sieht es nicht gut aus. Meine Mama hat auf gegeben. Sie sagt es hätte alles keinen Sinn mehr. Die physio soll nicht mehr kommen, wobei diese gestern zu ihr meinte sie wäre die fitteste auf Station. Aber auch das hat ihr nicht gepasst. Sie wollte nicht mal auf der bettkante sitze. Weil es bringt ja nix mehr. Die Ärzte sollen am liebsten auch nicht mehr kommmen...


    Zu mir meidet sie auch den Kontakt wobei das gerade auf Gegenseitigkeit beruht. Weiß halt gerade nicht damit umzugehen.


    Aktuell ist die Informationsübertragung recht schwer. Da ich mit Lungenentzündung im Bett liege. Ich habe mit dem Arzt gestern telefoniert und der war gar nicht so negativ wie meine Mutter. Ich weiß halt nicht wo sie die Informationen her nimmt. Meine Schwester und mein Dad glauben auch das man nicht mehr machen kann. Als ich meine Schwester fragte meinte sie das hätte ihr ein Arzt gesagt.


    Der Pneumothorax ist wohl durch Tumor Wachstum entstanden und das unter Therapie.


    Erneut punktieren geht nicht weil der Tumor so fragil ist das er anfängt zu Bluten sobald man in die nähe kommt.


    Bin total verzweifelt weil jeder was anderes sagt. Habe meine Mama jetzt auch nicht mehr angerufen weil ich auch nicht weiß was ich da jetzt sagen soll.


    Morgen gibt es ein Gespräch mit den Ärzten, meiner Mutter, meinem Vater und meiner Schwester. Ich kann leider nicht dabei sein. Nur weiß ich dass keiner der 3 richtig zu hören wird.


    Ich bin recht verzweifelt, weil ich nichts machen kann.


    LG YBERION

  • Lieber YBERION ,


    du musst dir nicht die Last auferlegen, eine Lösung für die Situation zu finden.

    Weder was die Behandlung angeht, noch dass du deine Mam zur Therapie nötigen sollst.


    Es ist schwer, so eine Situation auszuhalten, ich weiss das aus eigener Erfahrung.


    Das Wichtigste war damals für meine Mutter, dass ich einfach bei ihr war.

    Wir wussten, dass sie den Lungenkrebs nicht überleben würde. Sie nahm nur eine Chemo, die sie überhaupt nicht vertrug, dann brach sie ab. Rückblickend war ihre Entscheidung wohl tatsächlich sinnvoll, denn sie hätte auch mit der Chemo keine reelle Chance auf längeres Überleben MIT Lebensqualität gehabt.

    Ich sagte zu ihr: "Egal wie du dich entscheidest, ich gehe deinen Weg mit."

    Also besuchte ich sie täglich, erzählte ihr was grad bei uns so los war, habe ihr beim Abendessen in der Klinik Gesellschaft geleistet, ihr winizge Brot-Canapes gemacht (damit sie überhaupt isst), ihr vorgelesen, kleine Übungen mit ihr gemacht wegen ihrer Halbseitenlähmung, ihr die Füße eingecremt..

    Das hat ihr gut getan. Einfach dass ich bei ihr war und mit ausgehalten habe.


    Könntest du via Telefon bei dem Arztgespräch dabei ein? Wenn z. B. Deine Schwester dich mittels Handy "dazunimmt"?


    Ich wünsche Euch alles Liebe.


    MoKo

  • Lieber YBERION


    Das tut mir sehr leid. Lass deine Mama jetzt nicht innerlich fallen. Sie ist eine riesen Kämpferin, möglicherweise ist ihr nur grad die Puste ausgegangen, oder wirklich.

    Vielleicht kannst du ihr sagen, dass du sie sehr liebst hast und du sie auf all ihren Wegen begleiten wirst.


    Wenn es dir möglich ist, nimm einen Mundschutz und geht mit Vater und Schwester. Wenn du mit Schweißausbrüchen und Fieber im Bett liegst, dann geht es nicht anders, mach dir deswegen keine Vorwürfe.


    :hug::hug:


    Liebe grüße

    Caro

  • Hallo zusammen,


    die Therapie hat wieder nicht angeschlagen. Der Tumor ist weiter gewachsen. Medizinisch kann man nichts mehr für meine Mama tun. Vielleicht können wir noch Weihnachten zusammen feiern. Sie wird jetzt mit palliativ Dienst zum Sterben nach Hause kommen. Die Ärzte sagen es sind nur noch Wochen bis es so weit ist.


    Weiß nicht mehr weiter...

  • Das ist eine schlimme Nachricht für dich und deine Familie. Es ist sicher gut, daß deine Mama nach hause kann. Ihr könnt es ihr so schön wie möglich machen, Zeit mit ihr verbringen, als Familie da sein. Wenn möglich, nimm Urlaub oder lass dich krankschreiben. Das würde ich machen.


    Zum Punkt nicht mehr weiterwissen...wenn möglich, gib deiner Verzweiflung nicht soviel Raum. Deine Mama ist noch da, und du kannst jetzt bestimmt noch einige Dinge für sie tun. Das ist sehr schwer, ich weiß. Wichtig ist, daß deine Mama ruhig sterben kann. Ich wünsche dir und deinen Angehörigen viel Kraft.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Lieber YBERION


    es tut mir so leid. es mag jetzt echt seltsam klingen meine Mama hatte auch Lungenkrebs. Stadium IIIA wurde sogar noch Kirstin behandelt und Mitte November Zack bumm Schlaganfall weg... genieße bitte die Zeit noch mit ihr. Sag ihr alles was du noch sagen wolltest. Versuche jeden Tag der euch noch bleibt zusammen zu verbringen ! Natürlich weißt du trotzdem nicht wann es so weit ist aber du kannst dich vorbereiten. Falls das dir ein Trost ist. Ich wünsche dir viel Kraft und drücke dich ganz ganz fest

  • Lieber YBERION


    jetzt schreibe ich doch mal. Ich lese schon länger Deine Beiträge und bewundere Dich für Deine Stärke, und wie sehr Du Deine Mutter unterstützt. Insgeheim habe ich gehofft, daß ein Bericht kommt: "Meiner Mama geht es wieder besser!" Daß Du jetzt traurig und erschöpft bist, ist verständlich, so lange habt ihr gekämpft. Kümmere Dich jetzt erstmal darum, selber gesund zu werden, so daß Du die letzte Zeit mit Deiner Mama nutzen kannst, um in Ruhe Abschied zu nehmen. Auch wenn Du es jetzt wahrscheinlich nicht glauben magst, ich habe die Erfahrung gemacht, wenn der Kampf verloren ist und eine gewisse Akzeptanz eingetreten ist, kann den letzten Wochen noch ein gewisser Frieden innewohnen, an den man sich im nachhinein gern erinnert.


    Ich wünsche Dir erstmal eine schnelle Genesung - Du darfst Dich erstmal nur um Dich kümmern, um dann für Deine Mama dazusein!

    Alles Liebe, in Gedanken bin ich weiterhin bei Dir!


    marita