• Liebe Sonne69 ,

    meine Diagnose war dieses Jahr Herbst. Mammakarzinom 2,5 cm ,ein Wächterlymphknoten befallen,Hormonrezeptoren beide positiv ,her2neu positiv ,MIB 5,%.

    Habe die OP gehabt,dann Chemo mit Antikörper . Antikörper werden noch bis April gegeben und seit Juli Tamoxifen+Zoladex.

  • Ich nehme auch Tamoxifen.

    Ich finde auch das psychisch sehr belastend.

    Ich weiß, man soll sich die NW nicht durchlesen und es ist kein Muss, sondern kann auftreten.

    Trotzdem denke ich mir oft, es soll mich vor Brustkrebs schützen.

    Aber was nützt es mir, wenn ich dann einen Gebärmutterhalskrebs entwickele, oder einen Schlaganfall bekomme.

    Zudem weiß ich noch nicht einmal, ob das Tamoxifen überhaupt wirkt.

    Es gibt zwar Tests, mit denen das geprüft werden kann, aber meine Ärzte sagen, diese Tests haben keine große Aussagekraft :-(

  • Ihr Lieben,


    ich kenne die Angst. Vor fast 10 Jahren habe ich die Prognose Brustkrebs bekommen. Ich hatte das Gefühl, dass mir der Boden unter den Füßen wegezogen worden ist und vor allem hatte ich Angst. Angst davor, dass ganze nicht zu überleben, Angst nicht mit zu erleben, wie meine Kinder groß werden und Angst vor dem was auf mich zu kommt. Auch in der Zeit nach der Brustkrebsbehandlung (Chemo, OP, Strahlentherapie) habe ich vor jede Kontroll-Termin Angst gehabt. Heute - 10 Jahre - gelte ich was den Brustkrebs betrifft als geheilt. Und ihr könnt das auch schaffen.

    Allerdings ist die Angst jetzt zurückgekehrt. Ich habe hochaufgebauten Gebärmutterschleim (wahrscheinlich bedingt durch Tamoxifen) und muss jetzt eine Ausschabung machen lassen. Dann wird das Ganze histologisch untersucht und ich hoffe auf ein negatives Ergebnis.


    Liebe Grüße

    Tilly70

  • Hallo Tilly70

    10 Jahre krebsfrei,woooow das ist toll.Kann dir nur feste Daumen drücken das das mit der Gebärmutter was harmloses ist.

    Das die Tamoxifen diese Nebenwirkungen haben können finde ich sch....e und genau dasselbe mit Bestrahlungen.Daher habe ich keine gemacht.

    Aber Tamoxifen können halt vor Metastasen schützen ,da ist der nutzen halt größer .Hoffe es klärt sich bei dir im Guten auf.

  • Violet_

    Die Tamoxifen empfinde ich als sehr wichtig ,denn sie können vor Metastasen schützen.Ja,die Nebenwirkungen können heftig sein .Aber auch Chemo und diese Bestrahlungen können später schlimme Sachen auslösen.Auf Bestrahlung habe ich daher verzichtet.Sie würde sowieso nicht vor Metastasen schützen,daher sehe ich darin ein zu großes Risiko.

  • Liebe Jule39 ,

    Ja dann melde ich mich mal! Meine Diagnose ist jetzt über 7 Jahre her und ich genieße das Leben!

    Auch bei mir war ein Wächterlymphknoten befallen. Mehr dazu kannst du in meinem Profil lesen.

    Ich hatte sehr große Angst damals und las recht viel zu dem Thema. Sogar im Bericht von der AHB stand, dass ich unter Rezidiv-Angst leiden würde!

    Aber die AHB in Bad Waldsee hat mir sehr gut getan und ich konnte neue Kraft schöpfen.


    Zu Hause bin ich viel gelaufen, habe mich mit Freunden getroffen und mir eine Selbsthilfegruppe vor Ort gesucht. Da war kein Gejammere sondern viel Fröhlichkeit und Lachen. Es gab interessante Vorträge und gemeinsane Unternehmungen.

    Dann habe ich auch dieses Forum entdeckt und so nette Frauen gefunden. Wir blödelten oft im Chat, den es damals hier noch gab und so lenkten wir uns auch ab. Mit einigen habe ich noch immer regen Kontakt und wir treffen uns seit 6 Jahren mindestens 1x jährlich irgendwo in D.

    Mir half also wirklich die Zeit und Ablenkung... in welcher Form auch immer.


    Ich habe gerade entdeckt, dass du auf der Suche nach Kontakten oder einer SH-Gruppe in deiner Nähe bist! ✊✊🍀

    Viel Erfolg und alles Gute wünsche ich dir!

    Liebes Drückerle

    von Mohnblume

    Eine Tür ist selten ganz verschlossen.
    Manchmal muss man nur den passenden Zeitpunkt zum Anklopfen finden!

  • Ach ja, ich hatte Bestrahlungen und nehme seit 7 Jahren Aromatasehemmer! Und hab vor, das noch 3 Jahre durchzuziehen. Jedenfalls fühle ich mich dadurch geschützt!

    Eine Tür ist selten ganz verschlossen.
    Manchmal muss man nur den passenden Zeitpunkt zum Anklopfen finden!

  • Hallo Jule39 .

    Auch ich hatte vor 9 Jahren Brustkrebs und schreckliche Ängste. Daher habe ich Chemo und Bestrahlungen gemacht. Danach sollte ich Tamoxifen nehmen. Ich hatte grosse Vorbehalte, weil eine Mitpatienten unter Tam eine Thrombose im Auge bekam. Ich habe mich innerlich so gesträubt, dass ich tatsächlich das Tam überhaupt nicht vertrug.

    Zu der Zeit war ich 45, und ein Arzt schlug vor, meine Eierstöcke entfernen zu lassen, so dass ich im Anschluss sofort mit Anastrozol loslegen konnte.

    Dass dabei der Zufallsbefund Eierstockkrebs herauskam, ist eine andere Geschichte.

    Das Anastrozol habe ich fast 6 Jahre genommen und gut vertragen.

    Aber die Entscheidung für oder gegen ein Medikament muss jeder für sich selbst entscheiden. Nebenwirkungen hat man bei jedem Medikament. Ich nehme seit Jahren etwas gegen Rhestless Legs. Die Nebenwirkungen sind auch nicht ohne, aber ohne das Medikament könnte ich nicht normal leben.

    LG Naticatt

  • Hallo ihr Frauen,


    ob jung oder älter. Ich melde mich um euch Mut zuzusprechen. Meine Diagnose hatte ich vor 12 Jahren, ich hatte das volle Programm und habe über neun Jahre AHT gemacht. Ich war 55 Jahre und habe danach noch vier Jahre gearbeitet bis zur Rente für Schwerbehinderte.


    Die Angst haben mir der Radiologe bei der Biopsie genommen, indem er sagte, dass damals 90% wieder gesund werden. Meine Schwester, die damals schon den Krebs 8 Jahre hinter sich hatte und meinte, wir sterben eher an Herzkreislauf.

    Am Anfang hatte ich tierische Angst bei jeder Mammografie, es wurde mit der Zeit weniger.


    In der AHB habe ich viele kennengelernt, die trotz Metad und Rezidiven Lebensmut ausgestrahlt haben. Eine sate, dass sie jeden Abend sich über irgendetwas erinnert, dass ihr gut getan hat, sei es ein Blümchen am Wegesrand oder der Regenbogen am Himmel.


    Zwischenzeitlich habe ich einen Herzstillstand überlebt und es geht mir körperlich und seelisch gut. Meine Kinder haben Schule, Studium, Ausbildung beendet, ich bin Oma geworden und kann mit Mann die Rente genießen.


    In der Reha nach dem Herzstillstand meinte der Psychologe, dass ich sehr stabil sei.


    Euch alles Gute, versucht die Ängste nicht übermächtig werden zu lassen.


    Gruß Geli

  • Jule39

    Wenn Du dauernd solche Angst hast, dass Du nichts Schönes mehr am Leben finden kannst, könnte es sich um eine ( wahrscheinlich reaktive) Depression handeln- und die sollte nicht nur mit einer Therapie bei einem Psychologen, sondern auch mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden. Dieses sollte ein damit erfahrener Hausarzt oder ein Psychiater machen.


    Ich hatte zweimal im Leben- im Abstand von ca. 25 Jahren- eine schwere Depression mit Panikattacken, für die wir keinen Auslöser gefunden haben. Beide Male halfen Antidepressiva. Beim zweiten Mal wollte ich gerade mit dem Ausschleichen beginnen, weil es mir gut ging- aber dann kam die Krebsdiagnose. Ich habe mit meiner Hausärztin gesprochen und wir sind uns einig, dass ich unter diesen Umständen das Medikament weiter nehme. Mein Psychiater ist inzwischen leider in Pension.


    Natürlich war ich von der Diagnose erst einmal geschockt- aber weniger ängstlich als wütend auf "das Biest". Nicht einmal, als eine junge Ärztin auf der Onkologie CT-Veränderungen in der Lunge als Metastasen interpretierte ( es war eine "kalte " Lungenentzündung, wie dann eine Pulmonologin feststellte) bekam ich Angst, sondern dachte darüber nach, was ich noch an Therapie über mich ergehen lassen will.


    Bei der adjuvanten (vorbeugenden) Gabe weiß man nie, ob das etwas bringt, die Studienergebnisse und Erfahrungen sind unterschiedlich. Wie es bei Deinem Tumor ist, weiß ich natürlich nicht. Ich würde das Tamoxifen einfach einmal ausprobieren- von heute auf morgen bekommt man keine gravierenden Nebenwirkungen wie Gebärmutter-Carcinom oder Schlaganfall. Übelkeit u.ä. gehen ja nach dem Absetzen zurück. Ich vertrage Tamoxifen gut, die adjuvante Chemo habe ich allerdings abgebrochen.


    Alles Gute wünscht Dir Gerda

  • Bei mir sind es 5 Jahre seit Diagnose, aktuell nehm ich noch Exemestan. Das vertrag ich ganz gut. Ich kenn das auch, die Angst vor dem Rückfall. Ich hab da auch hoch und Tiefs. Und vor jedem nachsorge Termin ist man nervös. Momentan hab ich diese Ängste ganz gut im Griff. Mir hat da eine Freundin sehr geholfen. Sie hatte Eierstock Krebs und hat zu mir gesagt als ich sie gefragt hab, wie sie mit dieser Angst zurecht kommt. Sie hat gesagt indem sie es annimmt, das sie jetzt mit diesen Ängsten umgehen muss. Der Angst ihr recht geben, aber sich nicht von ihr übermannen lassen.Das find ich ganz richtig, manchmal beschäftigt mich das mehr, mal weniger.