lymphödem nach Chemo

  • Hallo!

    Wer kann mir einen Rat geben.

    bei mir wurde im März 19 Brustkrebs festgestellt .ich hatte nun 6 Monate Chemo.

    nach der 12.Taxol die letzte Chemo vor 10 Tagen, bekam ich danach schwere Arme und Beine sowie auch geschwollen.Bewegung eingeschränkt.mir passt fast keine Hose mehr.

    kann mir jemand einen Rat geben was ich tun kann.laut Brustzentrum legt es sich wieder.das sind Nebenwirkungen.

    hätte das jemand auch von euch???

    Liebe Grüsse line

  • Hallo Line ,


    das kommt leider häufiger vor, ich hatte/habe das auch und es fing erst 1-2 Wochen nach der letzten Chemo an.


    Wurden Deine Blutwerte nach Abschluss der Chemo komplett gecheckt? Leber, Nieren, Eiweiß im Blut usw.? Das sollte vorsichtshalber gemacht werden, um Ursachen ausschließen zu können.

    Ich hatte bspw. viel zu wenig Eiweiß, was zusätzlich zu den Wassereinlagerungen zu Müdigkeit usw. geführt hat.


    Ansonsten: Wechselduschen, Entwässerungstees, allgemein sehr viel trinken. Gurke, Melone und Ananas können auch helfen.


    Bei mir ist es jetzt nach knapp vier Wochen nach der letzten Chemo schon deutlich besser geworden.

  • Liebe Tempi ,

    Danke für deine schnelle Antwort.

    ich muss jede Woche zur Blutabnahme bekomme aber erst am Montag die Ergebnisse.

    werde es gleich schildern.

    es fühlt dich gerade nicht gut an, kann mich schlecht bewegen und hab null Kondition.

    6 Monate Chemo fast ohne NW und jetzt das...

    Wünsche dir auch alles Gute . bist du schon operiert?

    LG line

  • Hallo Line ,


    wenn es sehr schlimm ist, kann auch mit Medikamenten unterstützt werden. Niemand sollte das Gefühl haben, ein Michelin-Männchen zu sein. Aber es wäre gut, wenn vorher über das Blutbild alles abgecheckt wird. Und wenn Du eh wöchentlich da bist, sollten sie das ggf. erweitern.


    Ich hatte zwar auch viele NWs während der Chemo, aber dann eben auch die Hoffnung „endlich vorbei, jetzt geht es aufwärts“. Die ersten zwei Wochen nach Ende der Chemo waren schlimm, Muskelschmerzen am ganzen Körper, schlapp, müde, Wassereinlagerungen, Kurzatmigkeit, hoher Puls, immer tat irgendwo etwas weh usw. Ich war wirklich frustriert. Aber ab der dritten Woche ging es dann gaaaaaanz minimal aufwärts.


    Ja, operiert bin ich schon. Die OP fand zuerst statt, da die Stanze einen G2-Tumor ergeben hat und nach der OP „nur“ Bestrahlung und AHT folgen sollte. Die Pathologie des Tumors hat dann leider G3 ergeben und dann doch Chemo.

    Montag geht es nun mit der Bestrahlung los, ich hoffe einfach, den schlimmsten Teil der Therapie - Chemo - hinter mir zu haben und dass es trotz Bestrahlung nun körperlich weiter aufwärts geht.


    Ich drück Dir die Daumen, dass es auch bei Dir schnell aufwärts geht. :)

  • Hallo@Tempi.

    ich habe auch einen G3 Tumor , der hat sich jetzt unter der chemo völlig aufgelöst!

    wie geht das denn erst G2 und dann G3? darf ja auch nicht sein. Für dich ist das ja übel gewesen diese Ungewissheit!

    ja so wie es dir ging nach der Chemo geht's mir jetzt echt bescheiden.

    ich werde jetzt am 01.10.operiert und hab echt schiss wieder :(....wie lange hat man nach der OP Zeit bis die Bestrahlung anfängt? ich bekomme auch eine AHT auch Hormon abhängig war mein Tumor!

    ich wünsche dir für morgen alles Gute gib mir mal Info wie du alles verträgst?.

    wo kommst du denn her? ich komme aus Stuttgart!

    ganz liebe Grüsse

  • Hallo Ihr Lieben,

    han jetzt echt mal eine doofe Frage. Bis jetzt habe ich bis auf die Neuropathien und Wassereinlagerungen (ständiges auf und ab ... komme mir vor wie bei Ebbe und Flut) und die Wundheilungsstörung (das eigentlich größere Übel wegen der daraus resultierenden Beeiträchtigungen) ganz gut überstanden. Meine Blutwerte waren am Chemotag immer tippitoppi.

    Was sollte nach der letzten Chemo anders sein, dass es dann erst richtig los geht mit Wassereinlagerungen? Ich habe gehofft, der ganze faule Zauber ist dann vorbei und nach 2 Wochen kann ich die Chemo abhaken und die Bestrahlung angehen. Da ich ja vorher operiert wurde, ist kein Tumor mehr da, an dem der Chemoerfolg messbar wäre. Bin ich doch zu optimistisch?

  • Liebe Line ,


    Ungewissheit hatte ich in dem Sinne ja nicht. Dass mir nach der OP und Tumorkonferenz eröffnet wurde, dass ich doch eine Chemo machen sollte, war eher ein Schock. Eben, weil es vorher keine Ungewissheit gab, sondern ich von Bestrahlung und AHT ausging. Dass das Grading nach der OP anders ist, kommt gelegentlich vor. Hab ich hier auch schon von anderen gelesen. Eine Biopsie erfasst eben nie den ganzen Tumor. Aber das ist Geschichte, Chemo ist durch und jetzt kommt der nächste Schritt. :)

    Vor der OP brauchst Du keine Angst haben. Das ist - finde ich - der leichteste Teil. :)

    Je nach Wundheilung beginnt die Bestrahlung 4-6 Wochen nach der OP.

    Klar, ich berichte, wie die Bestrahlung läuft. Aber im Bestrahlungs-Thread kann man ja lesen, dass die meisten das gut überstanden haben. Ich mach mir da keine Sorgen und finde es jetzt erst einmal nur lästig, da täglich hin zu müssen. ;)

    Ich komme von der Nordseeküste, also praktisch von Dir aus vom anderen Ende Deutschlands. ^^



    Liebe ratlos ,


    doofe Fragen gibt es nicht. :) Aber Du solltest Dir keine Sorgen machen, vielleicht nur einige Punkte bedenken.


    1. Viele Medikamente bilden bei Dauergabe oder längerer Gabe Depots. Werden die abgesetzt, muss der Körper erstmal wieder daran arbeiten, das nicht mehr zu bekommen. Was da so alles in uns rein gepumpt wurde, ist nicht wenig. Ich denke die Umstellung auf den Normalzustand ohne Cocktails und Pillen, mach5 sich eben auch bei dem ein oder anderen bemerkbar.


    2. Ich hatte noch nie in meinem Leben vorher Wassereinlagerungen. Aber ich hab Zusatzerkrankungen und musste auch da in den letzten zwei Wochen wieder Anpassungen vornehmen. Das, die Hitze, das „Ausspülen“ der Chemo, Reset des Körpers und vielleicht auch Abfallen einer unterbewussten Anspannung haben bei mir eben zwei Wochen Nachwirkungen gehabt, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Aber wie schon geschrieben, aber der dritten Woche nach Chemoende ging es aufwärts. Gestern bin ich locker-flockig den Deich hoch gelaufen, ohne zu schnaufen wie ein Walross oder ein Sauerstoffzelt zu brauchen. :D


    3. der wichtigste Punkt: Das muss bei Dir alles nicht so sein. :) Bleib optimistisch. :)

  • Liebe Tempi ,

    ich bin so der Typ, ich will wissen, was kommen könnte, damit ich keine Panik bekomme und mich freuen, wenn NW an mir vorbeigehen. Wassereinlagerungen kannte ich so vorher auch nicht. Derzeit ändert sich das von Stunde zu Stunde. Das sehe ich an den "Ausbeulungen" am Handgelenk, spüre die straffen Arme, die bei leichtester Berührung weh tun und dann wieder die Schrumpelfinger, wenn es weggeht.

    Ich versuche derzeit alles, um die Entwässerung natürlich zu unterstützen. Aber ok, eigentlich habe ich damit gerechnet, dass das ca. 14 Tage braucht, bis der Mist halberwegs raus ist. Bekomme auch bald LD .... nicht, dass ich noch als gefährlicher Restmüll behandelt werden muss. 🤣😂🤣

  • Liebe Frauen, ich bin neu, habe aber eine Frage und bitte um Tipps: Seit 2 Tagen habe ich in meiner Hand eine starke Schwellung. Sieht aus wie Ödem, aber es hat auch Knubbel, fest wie ein Tumorgewebe, keine Dellen, wenn man reindrückt. Erst war der Knubbel am Unterarm, dann wanderte dieser zusätzlich in den Handrücken, ist rot, tut weh, wenn man drauf drückt. Weiß nicht was das ist. KEnnt sich jemand damit vllt. aus? Was tun? Finger kann ich zwar beugen, ist aber unangenehm. Heute am 3. Tag ist es besser, abgeschwollen, Knubbel aber noch da. Ich sollte zum Arzt gehen. Aber ich habe derzeit keine vernünftige Frauenärztin mit Onko/Brustkrebs Erfahrung. Bin in der Nähe von HEidelberg und/oder Frankfurt angesiedelt. Habt ihr vllt. einen Tipp? Ich wurde im Brustzentrum in Frankfurt behandelt/Chemo und jetzt noch 1x Antikörper (hatte es fast geschafft) , aber die dortige Ärztin ist für mich eine Ktastrophe. Hat nie ZEit, ist immer gestresst und berät mich so gut wie nicht. Ich fühle mich immer als Störfaktor. Ich brauche nun endlich mal eine Ärztin, die mal 3 Minuten zuhören kann und allgemein kompetent in Sachen Brustkrebs ist. Danke für eine Antwort.

  • Liebe TinaHoff , bekommst du Taxol? Ich hatte unter Nab-Paclitaxel einen Hautausschlag an den Armen und Händen und dadurch verursacht ein Ödem an der Hand. Es wurde daraufhin die Dosis verringert und der Ausschlag ging weg. Gegen das Ödem hatte ich ein Rezept für Lymphdrainage bekommen, das ich aber nicht eingelöst habe, da es besser wurde durch Übungen mit einem weichen Ball, den ich mit erhobenem Arm gedrückt habe (ja, es sah bescheuert aus😂). Ich wünsche dir gute Besserung! Liebe Grüße

  • Hi Mataika, du bist in Heidelberg? Wo denn da genau, denn ich bin in die Nähe gezogen und suche dringend dort jemanden zur Nachsorge und Folgebetreuung. Kannst du mir vllt. einen kompetenten Kontakt nennen? Zu deiner anderen Frage: ich nehme Perstuzumab und Testuzumap (Antikörper-Therapie nach Chemo , Bestrahlung und OP (das Ganze Theater 1,5 Jahre).


    Meine Hand ist auch wieder abgeschwollen, aber ich habe noch immer Schmerzen in der Hand und immer noch diesen kleinen Knubbel (bin langsam panisch, dass es wieder ein Tumor sein kann). Ich mache auch täglich Übungen, streiche meinen Arm, wenn sich die Lymphe bemerkbar machen, das hilft ganz gut. Arm immer hoch, ich pumpe und greife - alles Reha-Übungen ;-) das muss man ab sofort wohl jetzt immer wieder machen. Ich hatte gedacht, dass das alles besser wird, aber offensichtlich bleibt der Mist wohl?


    Ich hoffe auf deine Rückmeldung bzgl. Afresse, Kontakt, liebe Grüße