Brustkrebs hormonell mit 32ig jahre und wieder schwanger

  • Hallo,


    das ist ein sehr schwieriges Thema... aber ich möchte nochmal betonen, dass ihre Schwangerschaft die Genesung nicht behindert und das Kind wird im Normalfall auch keinen Schaden davontragen. Es gibt sogar hier im Forum schwangere Frauen bzw. Frauen, die während der Schwangerschaft Brustkrebs bekommen haben. Warum sollte man dann ein Kind abtreiben, wenn es für die Behandlung und Prognose keinen Unterschied macht. Hier wird das so dargestellt als ob das Kind sie umbringt...:rolleyes:

  • Hallo cat58 ,


    dann ja, aber die Bestrahlung erfolgt ja erst nach der Geburt und sie hat doch mit keinem Wort gesagt , dass sie die Therapie ablehnt. Chemo geht auch während der Schwangerschaft. Ärzte sind verpflichtet, darüber aufzuklären, dass es in so einem Ausnahmefall wie Brustkrebs die Möglichkeit zu einem Abbruch gibt, dies zu tun ist aber überhaupt nicht notwendig. Früher hat man einen Abbruch dringend empfohlen, heute weiß man es besser...

  • Liebe AnnaMaus84 ,


    ich sage ja auch nicht, dass das Kind sie umbringt, sondern nur, dass es hinterher Vollidioten/Unwissende geben wird, die das Kind mit derart haltlosen Vorwürfen konfrontieren werden, selbst wenn der Supergau erst in ein paar Jahren eintritt. Du solltest die Vorurteile doch selbst erlebt haben und wissen, wie die Umwelt reagiert.

    Wenn ich richtig gelesen habe, ist die Chemo durch und war nicht erfolgreich und als nächstes war die Bestrahlung geplant. Die Ärzte wollen sicher keine 30 Wochen bis zur Entbindung damit warten. Somit muss erst mal eine Alternativbehandlung gesucht werden. Nicht ideal, aber hoffentlich machbar.

  • Hallo, liebe Dschini , ich kann Deine Handlungsweise schwanger zu werden, obwohl Du die Krebsdiagnose bereits hattest, leider überhaupt nicht verstehen. Und das Ganze nicht als unerfahrener Teenie, sondern als doch schon lebenserfahrene Frau. Von einem Mann, der angeblich nicht in der Lage sein soll, für seine eigens mitgezeugten Kinder zu sorgen, wenn man als Mutter ausfällt - und damit meine ich die schlichte Tatsache, dass jeder damit rechnen kann/muss plötzlich aus dem Leben gerissen zu werden - da fällt mir nichts mehr zu ein. Es gibt schließlich auch auch ein Recht auf Nichtverstehen.:).


    Aber für Vorwürfe sich selbst zu machen ist es jetzt zu spät. Das bindet nur unnütze Energien, welche Du besser für die Kinderinvestieren kannst und musst. Du musst nun mit Deinem Mann und professioneller Hilfen die

    Versorgung Deiner vier bzw. bald fünf Kinder abdecken. Auf Versprechen von der Freundin a la: "Ja, wenn..., dann sorge ich schon irgendwie für die Kinder..." kannst Du nichts geben. Es sei denn, sie macht mit Euch beiden amtlich beglaubigte konkrete Absichtserklärungen, wie sie die plötzlich in ihr eigenes Leben eintretende Kinderschar bewältigen und organisiren können glaubt. - keine Ahnung, wie das aussehen könnte. Ist sie selbst auch Mutter?


    Du willst eine offene und ehrliche Meinug bezüglich Abtreibung oder nicht: Wenn das ungeborene Leben für Dich genauso schützenswert ist, wie die vier bereits geborenen - das scheint bei Dir ja der Fall zu sein - dann ist doch klar, dass kein Abbruch stattfinden sollte, denn Du wirst die vier anderen Kinder ja auch nicht töten lassen aus Furcht, dass sie Dich viel zu früh verlieren können. Immer vorausgesetzt, es stimmt, dass das Kind keinen Schaden durch Deine vorherige Behandlung genommen hat. Das wiederum können Dir nur Mediziner prognostizieren.


    Auch ich wünsche Dir vom ganzen Herzen eine vor allem für Dich tragbare Entscheidung, Denn Du kannst dem Krebs nur die Stirn bieten, wenn Du nach Deiner innersten Überzeugung handelst.


    Auch wenn ich hart angefangen habe, so hoffe ich doch, Dir zu etwas mehr Klarheit zu helfen.

    Ganz lieb grüßt Dich Mary, die sich letztlich meist an realistischen Lösungswegen orientiert,

  • Liebe cat58 , das sind doch alles ungelegte Eier, was das Kind vielleicht einmal an Anschuldigungen,Vowürfen, Verurteilungen vielleicht erfahren. Das lässt sich doch nicht aufrechnen mit der Tatsache, dass Dschini das Kind im Grunde nicht abtreiben will. Gegen die Boshaftigkeit unserer Mitmenschen können wir nur allzuselten etwas ausrichten, aber deswegen gar nicht erst das Leben zu wagen?


    Liebe Grüße, Mary

  • sehr schwierige Situation, in der du bist, da möchte sicherlich niemand mit tauschen.


    Meine Gedanken: 4 Kinder sind schon da, die brauchen dich. Deine Aufgabe als Mutter ist es, dich so gut es geht um die Kinder zu kümmern, die du schon hast. Sie brauchen alle Zeit und Liebe, die du hast.


    Was in der Schwangerschaft sicherlich nicht geht, ist eine Antihormon Therapie. Wenn das eine gute Möglichkeit für dich wäre, könnte dies wegfallen. Frage bitte deine Ärzte genau danach. Eine Schwangerschaft kann glaube ich schon einen Einfluss auf die möglichen Behandlungen haben.


    Wenn diese Schwangerschaft deine einzige Möglichkeit wäre, ein Kind zu bekommen, dann sollte man sie vielleicht nutzen. Aber es ist nicht deine einzige Möglichkeit, du hast ja schon eine Familie.


    Hast du mit dem Vater darüber gesprochen? Er hat vielleicht auch eine Meinung, die du bei deiner Entscheidung berücksichtigen kannst.

  • ich kenne mich medizinisch nicht so genau aus, aber die Bestrahlung erfolgt ja an der Brust / Brustbein..nicht am Bauch? Ich hätte eher gedacht eine weitere Chemo oder Antihormontabletten könnten dem Kind schaden. Die Bestrahlung erfolgt doch recht punkt genau.


    Natürlich sollte sie dies mit den Ärzten besprechen, aber wenn dem Kind nichts im Wege steht.


    Man könnte auch ihr vorwerfen sie hätte ihr Kind umgebracht weil sie egoistisch war, wenn sie abtreiben würde. Die Umwelt ( und deren Leute) können grausam sein, da wird alles kommen, und man kann sich schlichtweg nicht vor allen Äußerungen der Leute schützen.


    Denke in unseren Äußerungen spielt oft die eigene Angst mit. Natürlich hat jeder Angst die Kinder stehen ohne Mütter da, aber ich kenne Kinder die ihre Mutti an Krebs verloren haben, das Leben geht irgendwann einfach weiter, es geht ja schlichtweg nicht anders. Und wir wollen alle hoffen, dass Mutter und Kind noch für lange Zeit unter uns weilen. Und nicht jede Krebsdame hat den perfekten Hintergrund mit fürsorglichem Mann und toller Familie. Es trifft alle und jeden, auch alleinstehende Frauen.

  • Bitte, schreibt (und urteilt) nicht über Dschini in der 3. Person, so, als sei sie gar nicht anwesend und man würde nur über sie diskutieren.


    Dschini hat uns um unsere Meinung gebeten in einer sehr schwierig zu lösenden Situation - und deshalb sollten wir Dir, Dschini, wenn wir Dir antworten, zugewandt antworten.


    Danke Euch

  • danke an alle für die meinungen und danke auch für die die mir mut schenken.es war sch... ja leider und es ist passiert aber ich versuche nun damit klar zu kommen mich zu entscheiden und weiter zu leben

  • Dschini , Oh Mann, was für eine schwierige Situation! Du fragst, wie wir entschieden hätten: Als ich die Diagnose bekam, bestand die Möglichkeit, dass ich schwanger war, wir wollten gerade ein drittes Kind. Ich war es dann Gott sei Dank nicht, aber ich hätte mich zu diesem frühen Zeitpunkt (bei weiter fortgeschrittener Schwangerschaft nicht) höchstwahrscheinlich für eine Abtreibung entschieden, um die bestmögliche Therapie zu erhalten, um für meine Kinder da sein zu können. Und ohne die Diagnose hätte ich niemals im Leben abgetrieben, nicht, weil ich grundsätzlich dagegen bin, sondern weil ich ganz persönlich nicht gut damit leben könnte. Aber bei so einer Diagnose besteht eine völlige Ausnahmesituation und ja, ich hätte unendlich unter der Abtreibung gelitten, aber die Chancen zu erhöhen, für meine Kinder da zu sein und sie aufwachsen zu sehen wäre mir wichtiger gewesen. Jetzt hast Du die Chemo schon hinter Dir, sie war nicht so erfolgreich, wie erhofft, aber Dein Tumor ist hormonsensitiv. Das heißt, Du hast noch Optionen. Ich würde diese jetzt nutzen wollen, und Bestrahlung und Antihormontherapie geht wahrscheinlich nicht während der Schwangerschaft, das müsstest Du mal genau erfragen. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung (aber nach der hattest Du ja gefragt) und man kann sich natürlich auch anders entscheiden. Das ist eine Entscheidung, die Du zusammen mit Deinem Mann und im engen Kontakt mit Deinen Ärzten fällen musst. Dafür wünsche ich Dir alle Kraft der Welt!

  • Liebe Dschini , es geht nur um dich und deine Familie, was wir hier sagen, ist eigentlich völlig unerheblich. Du steckst im GAU, denn du musst für dich entscheiden - und für deine Kinder / Familie.


    Ich hoffe sehr, dass die geschriebenen Worte dir helfen, dich selber zu sortieren.


    Könnte es sein, dass dein letzter Satz nicht schon genau auf den Punkt bringt, was du am meisten fürchtest? Dass möglicherweise alle deine Kinder eher ohne dich leben werden müssen?


    Das wäre allerdings wahrscheinlich sehr schlimm. Und letztlich geht es auch darum, wie viele Kinder du mutterlos zurück lassen würdest, falls du sterben solltest. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob du nicht vielleicht doch noch Chancen hast, das müsstest du genau mit deinen Ärzten entscheiden. Möglicherweise sind deine Chancen besser, als du denkst. Und vielleicht mit einem Therapeuten.


    Ich möchte dir nahe legen, ganz stark dein Herz zu befragen. Ich kenne auch Berichterstattungen, die haben sich für ihr Kind entschieden und gegen ihr eigenes Leben. So wie es dargestellt war, fand ich auch diese Entscheidung nachvollziehbar. Ich glaub, es gab allerdings keine Geschwisterchen.


    Für mich wäre beides richtig, gleich-gültig , wie oder was. Hauptsache du stehst ganz hinter deiner Entscheidung.


    Es tut mir sehr leid, was dir passiert ist. Schau nicht zurück, schau nach vorne. Wir haben die Dinge leider eigentlich nie wirklich ganz selber in der Hand und deswegen kann niemand sagen, was die Zukunft dir bei dieser Entscheidung anders bringen wird als mit der anderen Entscheidungund es gab einen Vater, dem man vertraute, dass er sich für sein Kind einsetzt, über die Jahre.


    Es tut mir sehr leid, dass ich dir nicht raten kann. Aber das kann leider niemand. Ich kann vielleicht sagen, dass ich wahrscheinlich versuchen würde, mein Leben zu verlängern. Aber sicher bin ich mir nicht. Es käme darauf an, was die Ärzte mir sagen würden, was in etwa mit einer Therapie auf mich zukommen würde.


    Ich umarm dich mal virtuell

    :hug: Und wünsche dir von Herzen die Kraft, eine Entscheidung zu treffen, die ganz dir entspricht..


    LG Sonnenglanz

  • rollimary Ich danke dir für deine unglaublich ehrliche Art. Du sagst Dinge, die ich mir aus Höflichkeit nur denke. Ich find dich großartig :D


    AnnaMaus84

    Ich glaube, der hier dargestellte Fall ist tatsächlich ein anderer als das was in vielen Studien analysiert wurde.

    Eine BK-Diagnose in der Schwangerschaft bedeutet für die werdende Mutter natürlich nicht direkt einen Behandlungsnachteil. Zumindest dann nicht, wenn sie so liegt, dass sie die zwingend notwendigen Therapien nicht beeinflusst. Eine Chemo ist z.B. nicht mit einer Frühschwangerschaft vereinbar, soweit ich weiß. Erst ab einem gewissen Entwicklungspunkt kann die Chemo bedenkenlos parallel zur Schwangerschaft gegeben werden, ohne dem Fötus zu schaden. Es gibt mehrere Leute hier, die schweren Herzens abgetrieben haben, weil sie sonst ihre Chemo hätten um Wochen verschieben müssen...


    Eine notwendige Strahlentherapie hat nur ein gewisses räumliches Zeitfenster nach der OP. Unanhängig vom Verzögerungsgrund (Schwangerschaft, Krankheit, Unfall usw) gibt es viele viele Statistiken die klar sagen: verspätet sich die Bestrahlung, steigt die Gefahr für ein Rezidiv. Man kann also nicht einfach 9 Monate damit warten.


    Wie es mit der dringend erforderlichen Antihormontherapie aussieht, das weiß ich leider nicht genau. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es da egal ist wann man anfängt und wie lange man sie nimmt. Dann könnte man sich den ganzen "Spaß" ja direkt sparen, wenn es eh wurscht wäre.


    Der hier aufgezeigte Fall ist extremst selten. Die meisten Schwangerschaften bestehen schon bei Diagnose oder entstehen nach der akuten Behandlung. Nicht mittendrin.

    Es kann alles gut laufen. Oder auch eben nicht. Man kann es leider nicht vorhersagen.




    Dschini

    Auch, wenn ich persönlich absolut nicht nachvollziehen kann, wie einem sowas passieren kann, sehe und verstehe ich deine Zwickmühle.


    Am Ende musst du bzw ihr als Familie einfach entscheiden, womit ihr am besten leben könnt. Würdest du im Zweifelsfall für dieses Kind dein Leben opfern? Kannst du/ihr das vor euren 4 bereits vorhandenen Kindern verantworten?

    Was, wenn alles bei dir gut geht, aber das Kind ggf doch Schäden durch die Medikamente davongetragen hat? Auf deinen Partner und Vater deiner bald 5 Kinder kannst du nach eigener Aussage nicht zählen. Wer kümmert sich? Schafft ihr das alles?

    Ein furchtbar komplexes Thema.


    Das Kind in deinem Bauch kann, genauso wenig wie die anderen 4, etwas für diese große große Misere. Das hat vor allem der Krebs und ja, leider auch die Fahrlässigkeit von dir und deinem Partner, euch allen eingebrockt.

    Aber irgendwie sind es vorallem auch die Kids, die am Ende einen bitteren Preis zahlen könnten. Und die vollkommen abhängig sind von eurer Entscheidung.

    So schlimm und unglaublich traurig. Es tut mir leid, dass deine Familie nun in dieser furchtbaren Situation gelandet ist.


    Guter Rat ist teuer. Ich kann dir leider keinen geben. Es kann alles klappen. Es kann alles schief gehen. Ich wünsche dir gute Ärzte an deiner Seite und hoffe, dass ihr mit eurer Wahl am Ende alle irgendwie leben könnt. Wie auch immer diese dann aussehen mag.


    Alles alles Gute dir/euch.

  • Kleiner Nachtrag:


    Meine Aussage zur Bestrahlung oben und dem Zeitraum zur OP bezog sich ausschließlich auf das neoadjuvante Therapieschema (was hier ja angewendet wurde).


    Bei adjuvanter Therapie sollte die Bestrahlung dafür ebenso zeitnah an die Chemo anschließen.

  • Sorry für die 3te Person, war nicht bös gemeint Dschini, fühle mich eher als müsse ich dich verteidigen. Wäre ich schwanger während Therapie, ich könnte auch nicht abtreiben, außer es gäbe keine Möglichkeit das Kind am Leben zu erhalten. Ich denke die Ärzte können dir vielleicht auch viel helfen, da diese eher wissen welche Therapie geeignet ist und welche nicht.


    Man muss im Endeffekt das tun mit dem man sich am wohlsten fühlt.


    Ich hoffe du findest die richtige Therapie für Dich und bleibst tapfer.