Mammographie Screening, Tomosynthese und dann?

  • Hej an alle Forumsmitglieder,

    ich bin ganz neu hier. Ich habe noch keine Diagnose und trotzdem gehe ich bereits jetzt "am Stock". Hut ab an alle Betroffenen, dìe bereits eine lange und anstrengende Zeit der Erkrankung hinter sich haben und gleichzeitig vielen anderen so viel Mut machen.

    Zu meinem Anliegen: am 17.9.18 hatte ich einen Vorsorge- Mammographietermin im Rahmen des Screenings. Heute Vormittag rief das Screeningzentrum an und bat mich, am Montag morgen zu einer weiteren Untersuchung zu kommen. Auf meine Frage, was denn gemacht werden soll, wurde mir gesagt, es soll ein Ultraschall und eine Tomosynthese gemacht werden. Zur Tomosynthese konnte ich im Forum nichts finden. Ich mache mir gerade wahnsinnige Sorgen ( das ist eigentlich untertrieben - ich heule nur noch ) und versuche, die Äußerungen der Sprechstundengehilfin zu interpretieren. Sie wollte mir partout nichts sagen. Jetzt ist Wochenende. Mir bleibt nichts anderes übrig, als bis Montag zu warten. Hat jemand von euch schon mal eine Tomosynthese gemacht und wenn ja, in welchen Fällen wird die angeordnet :/?

    Liebe Grüße

    Calendula67

  • Liebe Calendula67 , ich hatte schon 2x eine Tomosynthese. Läuft genauso ab wie eine Mammographie, arbeitet aber mit Schichtaufnahmen (3D-Bilder).

    Pass aber auf, was sie Dir abknöpfen wollen, denn die KK zahlt das in der Regel nicht. Ich habe aber damals zugestimmt und habe 100 Euro für eine Tomosynthese gezahlt.

    Angst vor der Untersuchung brauchst Du also nicht zu haben, nur vorm leeren Geldbeutel. 😊

  • Liebe Milli,

    warum wurde bei dir die Tomosynthese gemacht? War im Vorwege auch ein auffälliger Befund beim Screening?

    Und: ist es normal, dass man bei einem auffälligen Screeningbefund angerufen wird und ohne weitere Infos zu Zusatzuntersuchungen gebeten wird? Mich macht es fast wahnsinnig, dass mir am Telefon partout nichts gesagt wurde. Ich habe riesengroße Angst vor dem, was kommen könnte...

    Liebe Grüße,

    Calendula67

  • Liebe Calendula67 , das kann ich nicht beantworten, da mein Krebs nicht beim Screening entdeckt wurde, ich habe ihn selber getastet.

    Aber eine Tomosynthese und US wird angeboten bei dichtem Brustgewebe, weil man dann mehr sehen kann.

    Der Anruf bei Dir ist ja dumm gelaufen, die Sprechstundenhilfe darf Dir auch keine Auskunft geben.

    Ich denke, sie wollen sich das nur näher ansehen, da auch Du ein dichtes Drüsengewebe hast.


    LG

    Milli

  • Liebe Calendula67

    Ich kann dir nur von meiner Erfahrung berichten. Hatte im Juni 19 die Einladung, meine 1.!!, im Rahmen des Vorsorgescreenings. Danach hat die Schwester gleich gesagt, dass es bei Erstaufnahmen wahrscheinlich Ist, dass man eine erneute Einladung evt auch zur 3D Schichtmammografie erhält, weil es noch keine Vergleichsaufnahmen gibt. Also war ich auch nicht erstaunt oder verwundert, als ich dann tatsächlich eine Woche später eine erneute Einladung erhielt. Danach bzw im Gespräch danach bestätigte die Ärztin eine Auffälligkeit. Gleich Biopsie usw... ja und nun bin ich auch schon ne Weile hier.

    Ich möchte dich nicht verunsichern, genauso gut kann es sein, dass die Bilder bei der ersten Mammografie nicht deutlich genug waren.

    Bald hast du Gewissheit. Bis dahin drück ich dir die 🤛🤛🤛🤛🤛 für ein gutes Ergebnis für dich. Und ich bin dann mal auch im Garten...

    LG ☀️☀️

  • Liebe Sonne69 ,


    vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Ich habe mir dein Profil angeschaut. Hach, wir haben viel gemeinsam. Ich habe auch Katzen. Inzwischen nur noch 2. Und meinen Hund:love:.

    Wie geht es dir inzwischen? Hast du starke Nebenwirkungen von der Chemo? Wie eingeschränkt ist man in seinem Alltag unter der Behandlung? Ich mache mir große Sorgen um die Bewerkstelligung unseres Alltagslebens, da zur Zeit alles auf meinen Schultern lastet. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Mann hatte Anfang des Jahres einen schweren Unfall ( mehrere Frakturen der BWS, eine davon instabil und in einer Not-OP versteift ) und kann und darf nicht viel machen. Wenn ich nun auch noch ausfalle....

    Darf ich dich um eine ehrliche Antwort bitten? Wie schlimm war die Biopsie? Ich habe Todesangst davor. Ich kann kaum mit dieser Angst umgehen.


    Liebe Grüße vom Plöner See an die Müritz,

    Calendula67

  • Liebe Calendula67

    Ich kann sehr gut verstehen u nachvollziehen, dass du Angst hast. Aber bitte mach erst einen Schritt nach dem anderen. Erst deine Biopsie und dann siehst du weiter. Denk immer erst positiv. Sollte dann doch der Supergau eintreten, reden wir über die Chemo. Einverstanden? Und glaub mir, dir wird hier jede ehrlich antworten. Alles andere macht auch keinen Sinn.

    Du fragst, wie die Biopsie war. Also ich empfand sie als nicht schlimm. Es war bei mir eine Stanzbiopsie. Die Ärztin hat alles genau erklärt. Die Geräte sehen gewaltiger aus, also nicht verunsichern. Es wird örtlich betäubt u dann ging es recht zügig. Auf dem Monitor konnte ich alles verfolgen. Bei der Stanze knallt es, davor wird man vorgewarnt. Tut aber überhaupt nicht weh, ganz ehrlich. Einfach entspannt liegen und nicht verkrampfen. Danach bekommst du einen Druckverband, ich glaub für 24 h, BH kannst du anziehen. Wenn die Betäubung nachlässt, zwickt es bisschen. Am nächsten Tag leichter Druckschmerz, wie gestoßen. Es ist wirklich nicht schlimm. Schlimmer fand ich dann das Warten auf das Ergebnis.


    Bitte beruhige dich und lenk dich ab. Wie geht es aktuell deinem Mann? Ich wünsche gute Besserung u dich drücke ich dann mal vorsichtig... bitte melde dich dann.

    LG 🤗☀️

  • Calendula67

    Ich wurde im juli 17 auch 50 und war da das erste mal zum screening.nach 1,5 wochen hab ich nen brief bekommen,dass ich zu ner kontrolluntersuchung kommen soll,da sie was gesehen haben.dort wurde dann noch mal mammo und gleich ne stanze gemacht.mir hat es nicht weh getan,nur etwas gezwickt.hab auch nur ein pflaster drauf bekommen..🤗🤗🤗


    Lg frankenlady

  • Guten Morgen,

    ich habe vor vielen Untersuchungen Angst. Als Kind habe ich traumatische Erfahrungen machen müssen, die leider dazu geführt haben, dass ich bei medizinischen Eingriffen und Untersuchungen übergroße Ängste habe. Dort, wo es machbar ist, wähle ich stets eine Narkose oder den Dämmerschlaf. Ich fürchte, dass ich diese Möglichkeit bei der Biopsie nicht haben werde. Wenn sich etwas Bösartiges herausstellt, werde ich so oder so lernen müssen, mich den Untersuchungen zu stellen. Kann ja vermutlich nicht für jeden Pieks sediert werden :|. Aber wie sieht es bei einem Port aus? Bekommt man den in Vollnarkose?

    Meinem Mann geht es inzwischen etwas besser. Zur Zeit versuchen wir, die noch sehr hohe Schmerzmitteldosierung langsam zu reduzieren. Leider steht auch bei meinem Mann eventuell noch eine größere OP an. Seit dem Anruf am Freitag vom Brustzentrum ist auch mein Mann in großer Sorge. Verständlich! Hinzu kommt, dass wir aufgrund des Unfalls uns gerade in dem Prozess des Verkaufes unseres Resthofes befinden, da ich dauerhaft nicht alles alleine bewerkstelligen kann. So ein Hausverkauf mit Umzug ( wir wollen dann zurück nach Kiel ziehen ) ist wohl nicht möglich, wenn ich auch noch krank bin und mich in einer anstrengenden Behandlung befinde. Ich fürchte, dass ist nicht zu schaffen, weiß aber auch gerade keine Alternative.

    Ich hoffe inständig, dass sich morgen herausstellt, dass es nur ein Routinekontrolltermin ist, weil beispielsweise die Bilder nicht so gut geworden sind. Andererseits sagte die Helferin auf mein Drängen hin, es gehe um die linke Brust ( die schönere meiner Brüste - meine sehen sehr unterschiedlich aus ?().

    Ich danke euch allen für eure lieben Antworten und hoffe, dass ihr den schönen, sonnigen Sonntag genießen könnt.☀️🌤☀️

  • Liebe Calendula ,

    ich wurde 2017 nach dem Screening-Termin zur weiteren Untersuchung "vorgeladen", gleich mit Termin ohne vorherige telefonische Kontaktaufnahme. Das kannte ich schon vom Screening-Termin 2015. Damals bestätigte sich der Krebsverdacht nicht. Den Unterschied zwischen "normaler" Mammographie und Mammographie mit Tomosynthese merkt man nicht. Das Ergebnis 2017 war, dass der Arzt eine sofortige Vakuumbiopsie für erforderlich hielt. Meine Mutter lag zu dieser Zeit im Hospiz im Sterben und eigentlich wollte ich die Biopsie vertagen. Er ließ aber nicht locker und lag mit seiner Vermutung leider richtig: Zwei Tage später hatte ich das Resultat der Histologie: DCIS Grad 3. Nochmal Glück im Unglück gehabt, weil "nur" DCIS. Über den Port solltest Du jetzt wirklich nicht grübeln. Da bist Du noch weit von weg. Im Nachhinein muss ich sagen, dass das Überfallartige an der Biopsie gar nicht schlecht war. Ich hatte gar keine Gelegenheit, mir Deine Gedanken zu machen. 2018 hatte ich dann wegen Auffälligkeiten in der contralateralen Brust eine Stanzbiopsie. Die professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt empfinde ich als unangenehmer. Belastend sind nicht die Biopsien sondern das Warten auf die Ergebnisse.

    Du schaffst das!

    Lavara18

  • Hallo an Alle,

    meinen Untersuchungstermin habe ich nun hinter mir.

    Minimale "Auffälligkeit" , Größe ca. 5 mm. Laut Radiologin zur Zeit kein Handlungsbedarf. Kontrolle in 6 Monaten.

    Ich war mehr als erleichtert nach diesem Ergebnis.

    Nun allerdings überkommen mich erste Zweifel....erste Stimmen wurden laut, ich solle trotzdem eine Biopsie machen lassen.

    Was meint Ihr?

    Liebe Grüße,

    Calendula67

  • Liebe Calendula67,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Du könntest jetzt mit dem Krebsinformationsdienst Kontakt aufnehmen, gut wäre es, wenn Du denen das genaue Ergebnis mitteilen kannst: https://www.krebsinformationsdienst.de/. Hier beantworten Fachleute Deine Fragen. Ich wünsche Dir alles Gute und schicke Dir ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Liebe Calendula67

    das Ergebnis bzw die Aussage der Ärztin ist in meinen Augen nix Halbes u nix Ganzes.

    Wenn Auffälligkeiten vorhanden, sollten Ärzte in der Lage sein zu sagen, ob gutartig oder nicht. Selbst bei nur 5 mm.

    Aber das ist nur meine Meinung. Meine Auffälligkeit war auch "nur 9 mm.

    Also ICH würde es durch eine Biopsie abklären lassen u auf keinen Fall 6 Monate warten.

    Wie gesagt, nur meine Meinung.

    Ganz sicher werden sich andere Frauen auch noch melden.

    LG 🌼

  • Hallo Calendula67,

    ich würde nachfragen, warum die Radiologin keinen Handlungsbedarf sieht. Das nur eine engmaschigere Kontrolle und keine Biopsie für erforderlich gehalten wird, ist nicht ungewöhnlich. Wenn die Auffälligkeit Mikrokalk ist, kann man an Hand der Struktur erkennen, ob eher bösartig oder (noch) unverdächtig. Ich bin wegen kleiner Mikrokalkherde in BIRADS 3 eingestuft, d. h mit einer Wahrscheinlichkeit von 98% gutartig. Wegen des Restrisikos von 2 % soll ich alle halbe Jahr eine Mammographie machen lassen. Damit auch die operierte und rekonstruierte Brust, die nicht mehr mammographiert werden kann, genauer als im Ultraschall angeschaut wird, ersetze ich auf Anraten meines Gyn die 2. Mammo im Jahr durch ein MRT. Da werden dann beide Brüste untersucht. Im MRT letzten Herbst wurde außer dem Mikrokalk dann noch eine Auffälligkeit entdeckt, die der Radiologe für ein muzinöses Karzinom hielt, sich in der Stanzbiopsie dann aber als gutartiges Fibroadenom entpuppte. In diesem Fall hatte der Radiologe den Befund als BIRADS 4 - wahrscheinlich bösartig - eingestuft und die Biopsie für erforderlich erachtet.

    LG

    Lavara18