Krebsdiagnose als Chance dem Leben mehr Sinn zu geben?!

  • Hallo liebe Foris,


    nachdem ich nun seit einigen Wochen hier angemeldet bin und auch schon einige nützliche und Mut machenden Beiträge von Euch gelesen habe, möchte ich die heutige Ruhe des Feiertags nutzen und mich hier vorzustellen.


    Ich heiße Katharina, bin 30 Jahre alt und komme aus Gummersbach (50 km von Köln entfernt). Mitte August habe ich die Diagnose Brustkrebs bekommen, nachdem ich zuvor selbst einen Knoten in meiner linken Brust getastet habe. Wie für alle hier war das ein großer Schock für mich und vor allem die anfängliche Ungewissheit, bis die genaue Therapie steht waren sehr zermürbend für mich. Mittlerweile bin ich operiert (hautsparende Mastektomie links mit Silikonaufbau) und seit 1.10. bekomme ich Chemotherapie und anschließend noch Bestrahlung, sowie AHT für 10 Jahre. Das volle Programm, da viele Lymphknoten befallen waren (8/9) und die Krebszellen bereits in die Lymphbahnen eingebrochen sind.


    Ich versuche die Krebsdiagnose als eine Art Chance zu sehen, sich neu zu orientieren und sich bewusst zu werden, was einem gut tut und was nicht. Prioritäten neu setzen. Die Jahre vor der Diagnose waren bei mir durch meinen Job (Krankenschwester auf einer psychiatrischen geschlossenen Station) und einem langen Arbeitsweg (3h/Tag), Hauskauf und Sanierung in Eigenleistung und ein berufsbegleitendes Studium häufig stressig und belastend. Zeit für mich, für Hobbies usw. blieb da wenig. Seit der OP bin ich krank geschrieben und das genieße ich richtig, soweit das mit der Erkrankung und den Nebenwirkungen der Chemo möglich ist. Meine Lebenszeit erscheint mir gerade viel kostbarer als zuvor.

    Mein Vater ist 2010 nach zweijähriger Krebserkrankung (Pankreas-Ca) verstorben. Damals bin ich auf den Leitsatz der Hospizbewegung von Cicely Saunders (den viele bestimmt kennen), aufmerksam geworden. Ich finde unabhängig von einer palliativen Situation ist dies ein wunderbares Lebensmotto.


    Ich freue mich auf den weiteren Austausch mit Euch und wünsche Euch allen ganz viel Kraft und Zuversicht für die Therapie und die Zeit danach.


    Liebe Grüße

    Katharina

    Sich eine Minute ärgern, schwächt Dein Immunsystem für 4-5 Stunden. Eine Minute Lachen stärkt Dein Immunsystem für 24 Stunden. :)

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  • Liebe Katharina,


    Ich kann sehr gut nachvollziehen was du gerade durchlebst. Auch ich habe durch meine Krebserkrankung angefangen noch einmal alles zu überdenken und mein Leben aus einer anderen Perspektive zu sehen. Häufig überlege ich sogar, nach meiner Krankenhauszeit etwas völlig neues zumachen. Wünsche dir viel Glück und Erfolg dabei Deinen Weg zu finden. Alles Gute und viel Kraft!


    Liebe Grüße

  • Katha-Pult herzlich Willkommen hier im Forum. Du hast vollkommen Recht, wenn man mit Krebs konfrontiert wird, überdenkt man sein Leben neu. Mein Papa hatte auch Pankreas Krebs und ist im April 2018 verstorben. Das hat viel in unsere Familie verändert. Dinge über die ich mich früher aufgeregt habe sind jetzt vollkommen unwichtig! Ich wünsche Dir alles Gute für deine Therapien!!

  • Hallo liebe Katha-Pult

    Sei lieb Willkommen hier bei uns im Forum und bitte fühle dich hier verstanden und wohl .

    Ja die Diagnose Krebs haut einen nicht nur plötzlich im Leben von den Füßen sondern lässt einen auch das eigene Leben überdenken und neu zu ordnen . Gut das du schon mitten in deiner Therapie bist und schon Schritt für Schritt weitergegangen bist . Bleib weiterhin immer mobil , hab eine positive Einstellung und gib jeden Tag die Chance ein schöner Tag zu sein .

    Du schaffst das 😘:hug:

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Hallo Katha-Pult , ich kann gut nachvollziehen, was du meinst! Habe gerade das Zitat nachgeschlagen und das trifft es ziemlich genau... Ich hatte bis vor der Krebsdiagnose meist einen sehr stressigen Alltag und immer versucht, alles noch Plan zu erledigen, allem gerecht zu werden... Und dann kam die Diagnose... Und man merkt, dass man nicht alles planen kann! Ich habe das Gefühl, dass ich gerade ’entschleunige` und das tut irgendwie gut...

  • Hallo Katha-Pult


    Es stimmt seit meiner Diagnose im August und meiner OP im September denke ich auch so... Denn ich dachte immer mein Leben ist genau so gut wie es war, mit all dem Stress viel arbeiten usw...


    Immer für andere da und bloß keine Rücksicht auf mich selber genommen... Jedoch ist damit nun Schluss!

    Ich hab nur dieses eine Leben und wer weiss wie lange noch und dass möchte ich nicht mehr an Stress oder Ärger vergeuden.

    Auch falsche Freunde sind für mich Vergangenheit. Es ist zwar noch schwer für mich weil alles so schnell gegangen ist mit Erkrankung OP etc..


    Aber ich werde von nun an Optimistischer denken, auch wenn ich weiß das Mr. K. Jederzeit wieder kommen kann...

  • Liebe Katha-Pult ,


    immer, wenn ich lese, dass eine so junge Frau betroffen ist, wird mir ganz anders. Ich finde mich zwar auch zu jung, aber im Vergleich zu dir bin ich ja uralt.


    Und du klingst so stark und abgeklärt, wie sehr ich das bewundere.


    Du hast so recht, es geht nur um uns und darum, das Beste aus unserem Leben zu machen. Und korrigieren dürfen wir immer. Egal ob krank oder nicht.


    Also schau, was wirklich wichtig ist für dich. Die Zeit der Therapie wird lang und wenn du so dran gehst, wie bisher, kannst du dich bestimmt weiter entwickeln. Und deine Fragen an dich besser beantworten. Mit professioneller Hilfe fand ich es übrigens leichter, zu überprüfen, ob ich auf dem 'richtigen' Weg bin.


    Ich bin übrigens zu dem Entschluss gekommen, dass ich ziemlich viel in meinem Leben richtig gemacht habe. Es war ein etwa gleicher Stress wie bei dir, trotzdem bin ich froh, diese Dinge geleistet zu haben. Da ich sonst gesund gelebt habe, glaube ich auch nicht, dass der Stress Schuld war. Irgendwas muss dazu gekommen sein.


    Für die Therapie wünsche ich dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen. Mir ging es tatsächlich nur 3 Tage richtig mies, 2 Monate waren schlecht, der Rest so lala. Ich sollte mich viel bewegen und bin so viel spazieren gegangen, wie es eben ging. Fast jeden Tag eine Stunde Schnecken schleichen mit der Pulsuhr. Meine Ärzte meinen, deswegen wäre ich so gut durch die Therapie gekommen. Aber wirklich nur, was geht, nicht überfordern.


    Ich wünsche dir sehr, dass du deine Ziele gut formulieren kannst. Klar, es gibt keine Garantie, aber ich hoffe sehr, dass das Hospiz mal noch lange warten kann.


    Eine Freundin hatte vor 18 Jahren BK mit einer Fernmetastase. Seitdem geht es ihr relativ gut. Psyche und Arm, naja, die Blessuren halt, die man bei so einem Kampf davon trägt. Sie war natürlich etwas älter als du, aber du siehst, was möglich ist.


    Und jetzt zeigst du dem Mistkerl die rote Karte und schmeißt ihn vom Feld. Das ist der erste Teil der Schlacht. Und währen der Therapie und danach tust du dir ganz viel Gutes. Du wirst sehen, du hast Recht, wer so einen Sprung schafft, vernichtet auch den Krebs.


    Du rockst das :thumbup:

    LG Sonnenglanz

  • Liebe Katha-Pult Kathatina,

    ich möchte dich hiermit auch ganz herzlich offiziell hier willkommen heißen in diesem Forum. Wir hatten uns hier ja schon in einem anderen Thread ausgetauscht😉.

    Diese Diagnose war für uns alle zu Beginn ein Schock. Aber mit der Zeit legt sich diese Starre, "frau" schaltet in den Kampfmodus👊🏻 und arbeitet seinen Therapieplan ab. Es gibt in dieser Zeit sicherlich immer wieder mal Höhen und Tiefen, aber die Mehrheit der Tage sind doch gut😊.


    Mir geht es genauso wie dir. Seit ich meine Diagnose (4/19) erhalten habe, denke ich auch über vieles neu nach. Ich sehe die Krankheit als Chance etwas an meinem Leben zu ändern.

    Vor der Diagnose war ich beruflich stark eingebunden, hatte viel Stress, das ein oder andere Ehrenamt inne. Ich hatte wenig Zeit für mich und meine Hobbies. Seit ich krank geschrieben bin, genieße ich meine freie Zeit (so gut es halt während der Chemo geht). Ich lebe viel bewusster, erfreue mich nun auch an kleinen Dingen, die früher für mich selbstverständlich waren. So wie vor meiner Diagnose will ich auf gar keinen Fall weiter machen. Eher den Alltag entschleunigen. Mein Motto: Weniger ist mehr.


    Ich wünsche dir für deine weitere Therapiezeit alles alles Gute, viel Kraft💪🏻 und auch Zuversicht🍀🤗.


    LG Hanka


    P.S. Auf Achterbahnen werde ich weiter Gas geben😉!

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • strong14   Dani1507   kruemelmotte   Spes13   Jaanne   Sonnenglanz   Hanka


    Vielen lieben Dank für Eure tollen Antworten. Sie machen Mut, geben mir Kraft und das schöne Gefühl, mit der Diagnose und den damit verbundenen Gefühlen, Ängsten und Gedanken nicht allein zu sein. Ich bin gerade sehr froh und dankbar, dieses Forum gefunden zu haben :)

    Sich eine Minute ärgern, schwächt Dein Immunsystem für 4-5 Stunden. Eine Minute Lachen stärkt Dein Immunsystem für 24 Stunden. :)

  • Liebe Katha-Pult,


    herzlich willkommen in unserem netten Forum!


    Es freut mich zu hören, dass du schon mitgelesen hast und dir unsere Beiträge Mut gemacht haben. Eine Krebserkrankung ist immer ein einschneidendes Ereignis, mit dem man erst einmal klar kommen und es verarbeiten muß. Du hast recht, dass Krebs auch ein Anstoß, eine Chance sein kann, seinem Leben eine neue Orientierung zu geben. Viele Foris haben sich neu orientiert, haben angefangen mehr auf sich zu achten, Ballast abzuwerfen, gesünder zu leben und das Leben stärker auszukosten, zu genießen. Es gibt auch einige Threads dazu, z.B. in "Umgang mit der Erkrankung".

    Ich wünsche dir alles Gute für die Chemo und die weiteren Therapien!

  • Liebe Katha-Pult ,


    du hast einen Tread eröffnet, den auch ich sehr interessant finde.

    Wir haben auch so ziemlich die gleichen Ausgangsdaten unserer Erkrankung. Allerdings bist du um einiges jünger als ich.


    Ich wünsche dir, dass du gut durch deine Therapie kommst und du alles gut verarbeiten kannst. So wie du schreibst, glaube ich sehr fest daran, dass du dann für dich neue Visionen entwickeln kannst.


    Ich kann mir auch vorstellen, dass du mit den Erfahrungen, die du während deines Heilungsprozesses machen wirst, ganz wertvolle Erkenntnisse für deinen Beruf bekommen wirst. Einen Schatz gewinnen kannst, von dem sicherlich auch deine Patienten profitieren werden.


    Aber jetzt sei einfach einmal du selbst Patient. In dieser Ausnahmezeit darfst du alles, was dir gut tut. Empfange alle Wohltaten, die man dir anbietet.


    Alles Liebe auf deinem Weg.


    Ingrid

  • Katha-Pult


    Auch von mir ein ganz herzliches Willkommen hier im Forum :)


    Kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschliessen, finde das toll wie du mit der ganzen Sache umgehst und wie ich in meinem Vorstellungspost geschrieben habe, sehe ich die Krankheit auch sozusagen als A......tritt vom Universum, da man plötzlich ziemlich unsanft aus seiner Comfortzonze bzw dem gewohnten Alltagstrott/stress gekickt wird. Ich war weniger geschockt, als wie wütend weil meine ganze Planung für 2019/2020 über den Haufen geschmissen wurde. So als Hamster im Laufrad hat man ja eigentlich nicht wirklich auch noch Zeit für so was....... Da macht man sich dann schon Gedanken ob man nach der Therapie wieder genauso ins Hamsterrad einsteigen will, oder ob man neue Wege einschlägt.


    Da ich Alleinstehend bin und meine weit weg wohnende Familie nichts von der Diagnose weis, hat mir die gegenseitige Unterstütung und die vielen guten Tipps hier sehr geholfen.


    Wünsche dir weiterhin viel Kraft und das du gut durch die Therapie kommst.

    Liebe Grüsse Bine

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  • Dem Leben mehr Sinn geben ... das kann ich jetzt so gar nicht unterschreiben. Mein Leben vor dem Krebs war sinnvoll, ich hatte einen Beruf, in dem ich Menschen helfen und unterstützen konnte, der mir sehr wichtig war. In der freien Zeit bin ich gerne gereist, habe viele interessante Eindrücke gesammelt, Veranstaltungen besucht, unseren Garten gestaltet und mich um die Familie gekümmert.

    Von diesem Leben ist so gut wie nichts geblieben ... bin berufsunfähig, Reisen sind nicht mehr möglich ebenso wie Gartenarbeit und die Familie ist nach meiner Erkrankung und der meines Mannes auseinandergebrochen.

    Wertvolle Erfahrungen? Nur Erfahrungen, auf die ich gerne verzichtet hätte: wie schnell Freundschaften sich in Luft auflösen, wie wenig Verlass auf Unterstützungszusagen ist, wie sinnfrei das Leben wird, wenn sich alles nur noch um Krankheit, Untersuchungen, Therapien, Nebenwirkungen dreht.

    Meinem Krebs einen Namen geben? Auf die Idee bin ich nie gekommen, ob nun verniedlichend oder kämpferisch, Krebs ist Krebs, eine - in meinem Fall tödliche - Krankheit, mit der ich versuche, sachlich und realistisch umzugehen.

  • Liebe Kratzekatz ,

    aber wir Palliativen sind ja auch noch in einer anderen Situation als diejenigen, bei denen kurativ angekreuzt wird.

    Und wenn noch alles offen ist, und ja auch nicht alle soviel Pech haben wie wir dann ist es vllt sogar ganz gut sich neu zu orientieren.

    Und Katha-Pult ist noch so jung und Krebs ein so einschneidenes und brutales Eingreifen in die eigene Existenz.

    Und wenn man mit 30 schon so umgehauen wird hat es vllt doch auch etwas tröstliches es von dieser Sichtweise aus zu betrachten.


    Aber ich kann dich sehr gut verstehen.

    Meine TM steigen seit Februar und meine B Symptomatik ( Nachtschweiß ) ist schlichtweg nicht mehr zu verleugnen. Mir schwimmen allmählich alle Felle davon.

    Und von der Halbmarathon laufenden Bianca ist nicht mehr viel übrig geblieben.

    Dafür habe ich neue Inhouse Hobbys entwickelt ( ich schreibe einen Liebesschnulzenroman nur für mich, habe mir eine Capsule Garderobe zugelegt und verbringe viel mehr Zeit mit meinem Sohn). Macht mir auch Spaß!

    Liebe Kratzekatz ich wünsche dir alles was du brauchst!

    Liebe Grüße

    Bianca

  • Liebe Kratzekatz

    Ich kann meiner Erkrankung auch absolut nichts Sinnstiftendes abgewinnen. Sie hat mir bis jetzt vieles genommen, aber nichts gegeben. Insofern sprichst Du mir aus dem Herzen. Wie man diesen Schicksalschlag verarbeitet hängt sicher auch damit zusammen, wie man sich schon vor dieser Diagnose den Problemen des Lebens gegenüber stellte. Für mich war der lösungsorientierte Ansatz immer am erfolgversprechendsden. Krebs zwingt loszulassen, zu vertrauen in Ärzte, Institutionen,Leitlinien. Kontrolle abgeben ist sehr schwierig, ausser vielleicht man hatte sie schon vor der Erkrankung nicht wirklich. Das in diesem Zusammenhang oft zitierte positive Denken, beeinflusst in keinster Weise den Progress der Erkrankung, dies wurde sogar wissenschaftlich bestätigt. Positives Denken, hilft die Strapazen einer Behandlung aber besser anzunehmen. Ich übe das gerade und mit zunehmender Postchemotherapeutischer Erschöpfung wächst ein wenig Dankbarkeit fürs noch da sein dürfen.

  • Kratzekatz   Bibsi   Wanda2

    Wäre ich in eurer Situation, würde ich sehr wahrscheinlich auch anders denken als ich das jetzt tue.

    Ich stehe ja sozusagen noch ganz am Anfang. Die Ungewissheit, ob die Therapien erfolgreich sind steht noch im Raum und die Angst vor Rezidiven und Metastasen auch. Aber genauso wenig wie auf die Erkrankung an sich, kann ich darauf leider wenig Einfluss nehmen. Ich versuche daher aus dieser echt beschissenen Situation an Krebs erkrankt zu sein das beste für mich herauszuziehen. Mir ist bewusst, dass meine Erkrankung lebensverkürzend sein kann und daher will ich keine Zeit mehr verschwenden dafür, anderen gerecht zu werden, sondern mich voll und ganz auf meine Bedürfnisse konzentrieren.

    Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute und trotz der Rückschläge und Beeinträchtigungen auch schöne Momente und Erfahrungen.


    Hase

    Danke Dir für deine aufbauenden und stärkenden Worte. Der Rollenwechsel von der Krankenschwester zur Patientin fällt mir nicht immer so leicht ;) Ich wünsche Dir auch alles Liebe und Gute für deinen weiteren Weg,:)


    Bine72

    Schade, dass du keinen Rückhalt und Unterstützung von Seiten deiner Familie hast :( Bei mir ist das zwar anders, aber ich wollte den Austausch mit anderen Betroffenen trotzdem nicht missen. Mich beeindruckt hier die Offenheit und bedingungslose Unterstützung von eigentlich "fremden" Menschen. Auch dir wünsche ich alles Gute und Kraft für deinen weiteren Weg :)

    Sich eine Minute ärgern, schwächt Dein Immunsystem für 4-5 Stunden. Eine Minute Lachen stärkt Dein Immunsystem für 24 Stunden. :)

  • Hallo Ihr Lieben, ich bin von Haus aus ein fröhlicher optimistischer Mensch. War sehr optimistisch das ich das alles schaffe und der Brustkrebs dann weg ist.Nach OP,Chemo,Bestrahlung, das ganze Programm.

    Dann 1 Jahr später kam der Hammer. Auf dem Weg zu Kur bekam ich einen epil. Anfall und war ohnmächtig. zum Glück fuhr mein Mann Auto ,sonst wenn ich selber gefahren wäre, wär ich vielleicht garnicht mehr da. Im KKH Im MRT wurde festgestellt Hirnmetastase und Nebennierenmetastase. Selbst da habe ich noch nichtwirkich registriert was das heisst. Die HirnOP habe ich gut weggesteckt, erstaunlich gut eigentlich.Tja seitdem muss ich alle 3 Wochen zur AntikörperInfusion ohne Ende. Davor eigentlich jede Woche zur Blutwertkontrolle, bis ich nervlich fertig warund meinte ich könne doch nicht nur noch zum Arzt fahren und das wenn man selber kein Auto fahren darf.Das war tabu seit dem Anfall. Da sagte derArzt alle 3 Wochen reicht auch,da die Blutwerte bisher stabil blieben. Tja nun heisst es das Leben geniessen,denn Du weisst nicht was morgen ist bzw. meine Organe die Antikörpernebenwirkungen akzeptieren. Jetzt nach 1Jahr Anfallsfrei, da ich auf Tabletten eingestellt bin, darf ich seit kurzen wiederAutofahren. Ein Stück Freiheit wieder zurück.Also Mädels, geniesst jeden Tag.DerHimmelmist blau,die Sonne scheint, es geht mir gut. Ich drück Euch. LG Marion