Hier könnte ne coole Überschrift stehen

  • Salut zusammen,

    Ich heiße Wiebke, bin 38 Jahre alt, kinderlos und unverheiratet.

    Vor ca. 4 oder 5 Wochen hab ich nach einer fraktionierten Abrasio die Diagnose Endometriumkarzinom erhalten.

    Ich bin seit Mittwoch wieder zu Hause nach einem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt.

    Ich bin also meine Gebärmutter losgeworden (ich hab sie Carrie genannt nach dem Stephen King Roman). Außerdem wurden mir Eierstöcke und Lymphknoten entnommen.

    Mit T1b G3 und unauffälligen Lymphknoten und keinen Fernmetastasen hatte ich wohl noch Glück.

    Ich habe mich trotz "Kann" - Chemo für die Chemo entschieden.

    Sicher ist Sicher.

    Seit Dienstag liegt der Port.

    Kommenden Mittwoch geht's in die erste Runde Chemo.


    Alles ging ratz fatz und so kam nie ein komisches Gefühl oder gar Angst auf.

    Im Gegenteil: Meistens denke ich:

    Darf ich wirklich behaupten, Krebs zu haben?

    Andere haben es da ja nun wirklich schlechter also sollte ich mich mal nicht anstellen.


    Na wie dem auch sei, hauptsächlich bin ich im Moment angefressen, weil ich so viel Hilfe benötige und so viel Rücksicht genommen werden muss.

  • Hallo FajitaKitty ,

    ich möchte dich hier in diesem Forum auch ganz herzlich willkommen heißen.

    Es tut mir leid, dass es dich nun auch getroffen hat. Die Diagnose hat uns sicherlich alle am Anfang den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich finde es aber gut, dass du schon in den Kampfmodus umgeschaltet hast und so glaube ich auch trotzdem eine positive Grundeinstellung beibehalten hast. Und das finde ich ist das wichtigste um die nun bevorstehende Chemozeit gut zu überstehen.

    Welche Chemo bekommst du denn?


    Ich kann auch deinen aktuellen Frust verstehen, daß du nun durch deine große OP etwas eingeschränkt bist. Wer ist schon gerne auf Hilfe von anderen angewiesen. Aber auch diese Zeit wird wieder besser.


    Ich selber komme aus der BK-Ecke. Bei mir läuft es genau anders rum. Ich stecke noch in der Chemo und Mitte November geht es dann mit den OP's weiter.


    Ich wünsche dir für deine weitere Genesung und die nun bevorstehende Chemozeit alles alles Gute🍀, viel Kraft💪🏻und auch Zuversicht🤗.

    LG Hanka

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Vielen Dank ihr Lieben. ^^


    Hanka das witzige oder kuriose ist, dass ich dieses Gefühl von "den Boden unter den Füßen verlieren" gar nicht hatte.

    In meinem Kopf ging es eher so : "okay, also was nun..?" Meine Gyn war überrascht, dass ich da so gelassen bin. Ich war einfach schon im Lösungsmodus.

    Vielleicht ist das alles auch zu abstrakt für mein Echsenhirn ^^

    Ich hab sogar den Chirurgen gebeten Fotos von allem zu machen, was die rausholen. Hat der auch gemacht. ^^

  • Liebe FajitaKitty,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Super, dass Du gleich in den Lösungsmodus gegangen bist, dazu gehört ja auch, dass Du Dich bei uns angemeldet hast. Ich habe Dir hier einen Link zu einem Strang mit dem Thema "Endometriumkarzinom" herausgesucht: Endometriumkarzinom, wenn Du willst, kannst Du auch noch weiter bei uns stöbern. Ich wünsche Dir alles Gute und schicke Dir ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • FajitaKitty

    Ehrlich gesagt, war ich auch nur kurz in dem "oh Hilfe, was nun Modus"😉...vielleicht ein Tag oder so. Danach hab ich auch nochmal meinen Gyn auf gesucht und mich ganz nüchtern über das weitere Vorgehen erkundigt. Denn was solls, dachte ich mir, vom "Trübsal blasen" geht das Schalentier ja doch nicht weg. Mein Umfeld hat das nicht verstanden, dass ich ab da so locker mit der Diagnose umgegangen mit.

    Als ich dann erfahren hatte, dass ich zuerst ne Chemo machen muss, war ich sogar ganz froh. Denn vor ner OP hätte ich damals mega Schiß😬 gehabt. Und so bin ich recht entspannt in meine fünfmonatige Chemozeit gestartet. Mittlerweile sind schon 4 Monate geschafft💪🏻 und jetzt befasse ich mich komischerweise ganz nüchtern mit verschiedenen OP-Verfahren. Von Schiß ist mittlerweile gar keine Spur ... eher Respekt. Hauptsache der "Mietnommade" fliegt endlich hoffentlich entgültig raus.


    Die Idee mit den Fotos finde ich irgendwie noch reizvoll. Muss ich mir mal durch den Kopf gehen lassen🤔... Darauf wäre ich ehrlich gesagt nie gekommen. Aber schließlich habe ich ja mit dem "Knilch" dann fast 7 Monate ein Haus geteilt. Da wäre es ja nur fair wenn er sich mir auch mal visuell vorstellen würde😉. Sofern natürlich, dass die Chemo etwas von ihm übrig gelassen hat😈😂.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Liebe FajitaKitty ,


    Erstmal: schön, dass du hier bist. Bei mir ist bzw. war es genauso. Als ich meine Diagnose erhalten habe, bin ich sehr ruhig und gelassen geblieben. Meine Familie hingegen war mehr als schockiert und total hilflos, auch heute mehr als einen Monat nach der "Verkündung" habe ich noch nicht realisiert, dass ich wirklich Krebs habe und todkrank bin. Ich lasse einfach alle Untersuchungen und Chemos über mich ergehen, aber gefühlstechnisch hänge ich nicht mit drin. Deinen Gedanken, ob man sagen kann "Ja, ich habe Krebs" kann ich sehr gut nachvollziehen, auch ich denke häufig "Ach komm, anderen geht es viel schlechter". Vielleicht kommt irgendwann der Tag, an dem es auf uns einstürzt.


    Wünsche dir weiterhin alles Liebe und Gute!