Drei Möglichkeiten - Erfahrungen?

  • Hallo, ich hatte mich in der Vorstellungsrunde kurz vorgestellt, mache das aber hier einfach nochmal damit ihr meine derzeitige Situation besser versteht. Wobei ihr wohl die seid die es am allerbesten verstehen können, weshalb ich mich nun auch hier angemeldet habe :)

    Also... ich bin 28 Jahre alt und habe seit gestern meine Diagnose: Brustkrebs. Mein Arzt meinte es wäre die sogenannte "Vorstufe" des Brustkrebs. Er ist bösartig, jedoch liegt er im Milchkanal und kann nicht streuen und hat es bisher auch nicht getan. Trotzdem bin ich geschockt und vollkommen durcheinander. Ich habe so viele Fragen, die mir in dem Moment, wo der Arzt mich fragte, natürlich alle nicht eingefallen sind. Also möchte ich euch um Rat, bzw. Erfahrungsberichte, bitten.

    Meine Situation sieht folgendermaßen aus: Am Montag muss ich mich für eine von drei Möglichkeiten entscheiden.


    1. Mir wird das befallene Stück meiner linken Brust entfernt und die Brust wird verkleinert, die rechte dann angeglichen.

    2. Das befallene Stück meiner Brust wird entfernt und mir wird ein Stück aus meinem Rücken entnommen und eingeplanzt.

    3. Mir wird die gesamte Brust "ausgeschabt" (mir fehlt gerade ein besseres Wort) und ich bekomme ein Implantat.


    Mein Problem mit der 1. Methode: Ich mag meine Brüste, ich mochte sie schon immer sehr (ich habe einen C-D-Cup). Eigentlich waren sie sogar das, was ich an meinem Körper am liebsten mochte, abgesehen von meinen Augen. Eigentlich möchte ich nicht, dass sie kleiner werden, komme mir aber irgendwie albern vor wenn ich diesen Wunsch ausspreche. Immerhin wäre das eine gute Methode. Jemand sagte mir sogar: "Na und, dann sind sie eben was kleiner?" Gleichzeitig weiß ich aber einfach nicht ob ich damit leben könnte, ob ich mich mit kleineren Brüsten dann noch als mich selbst erkennen könnte.

    Die Frage ist sowieso: Wieviel kleiner werden die Brüste danach sein? Das hängt sicher von der Größe des abgenommenen Stückes ab, richtig? Das sei relativ groß, sagte mein Arzt mir. Die genauen Daten hat er mir auch gesagt aber die konnte ich mir nicht merken. Meine Frauenärtzin schätzte es aber auf ca. 2 Zentimeter als sie es das erste Mal ertastete.


    Die zweite Methode hörte sich beim ersten Hören nicht so schlecht an, allerdings habe ich ein wenig darüber gelesen und gelesen, dass es die härteste Op sei und, dass es zu vielen Nebenwirkungen kommen könnte. Besonders der Arm sei betroffen, da man ja den Muskel aus dem Rücken vollständig entfernen würde. Tatsächlich schließe ich diese Methode zurzeit am ehesten aus. Aber vielleicht kann mir ja jemand von euch von seinen Erfahrungen damit berichten damit ich das ganze besser einschätzen kann?


    Zu der dritten Mehtode tendiere ich gerade am ehesten. Ich brauche danach, laut meins Arztes keine Bestrahlung und kann mir eigentlich sicher sein, dass alles bösartige aus meiner Brust entfernt wurde. Außerdem habe ich kein Problem mit dem Gedanken einen Fremdkörper in mir zu haben solange es der rechten Brust gleicht. Daher würde ich unheimlich gerne eure Erfahrungen mit einem einseitigen Implantat hören. Merkt man den Unterschied zur gesunden Brust sehr? Wie sieht das aus? Wie fühlt sich das an? Gibt es unterschiedliche Implantate, deren Qualität sich womöglich unterscheiden? Wer trägt die Kosten? Was ist wenn der Unterschied zu der gesunden Brust zu groß ist und ich vollkommen unzufrieden bin? Kann ich dann noch etwas ändern?

    Darüber hinaus würde ich gerne wissen wie lange es nach der Op dauert bis man wieder in den Alltag zurückkehren kann. Ich mache gerade meinen Führerschein und bin neu auf meiner Arbeit und möchte beides nicht vernachlässigen. Wie genau läuft denn die Nachsorge ab?

    Irgendwo habe ich auch gelesen, dass man danach absolut keine Bügel-BHs mehr tragen kann. Stimmt das? Habe mich grade wieder mit teuren neuen BHs eingedeckt. Wobei das wohl mein geringstes Problem ist, Dennoch interessiert es mich irgendwie :)


    Ich bedanke mich jetzt schonmal für alle Antworten, die ich hoffentlich bekomme und hoffe ihr könnt mir ein bisschen Einblick geben in eure Erfahrungen. Es hilft mir auf jeden Fall jetzt schon zu lesen, dass ich nicht alleine bin und, dass soviele von euch den Krebs erfolgreich besiegt haben. Das macht Mut, dankeschön :)

  • Hallo Annanas !


    Erst einmal herzlich willkommen hier! Auch wenn ich dich lieber irgendwo nett im Schwimmbad oder Café kennengelernt hätte.


    Ich selber wurde brusterhaltend operiert. Noch ist nichts angeglichen. Ich hatte/habe ein D-Körbchen. Rechts ist nun deutlich kleiner. Aber die Brust ist deutlich straffer und hängt nicht so sehr wie die Linke.


    Dennoch hat das bisher niemand bemerkt, es sei denn, er bzw. sie ist vom Fach und hat einen Blick dafür.

    Im Gegenteil. Ich würde einige Wochen nach OP von einer Kollegin gefragt, wann denn meine OP sei. 😁


    Wenn man mich gefragt hätte, hätte ich mich für „weg“ entschieden, einfach weil ich mich dann sicherer gefühlt hätte. Aber dann wäre weg auch weg gewesen ohne Implantat.


    Ich werde auch eher die Linke verkleinern lassen als rechts wieder zu vergrößern. Einfach weil kleinere Brüste netter zum Rücken sind.


    Aber ich bin nicht du. Ich bin fast 20 Jahre älter und meine Brüste waren mir nie wirklich wichtig.


    Deine zweite Möglichkeit wäre auf alle Fälle diejenige mit der längsten Heilungsdauer.

    Meine Brust zwickt und zwackt heute noch. Meine OPs waren Ende Februar/Anfang März.

    Ach ja, ich hatte zwei OPs, weil beim ersten Mal der Sicherheitsabstand nicht groß genug war. Das bliebe Dir bei Variante 3 ziemlich sicher erspart.


    Schwierige Entscheidung und das in so jungen Jahren. Ich drücke dich einmal, wenn du magst. 🤗

    Und wünsche dir, dass du die Entscheidung findest, mit der du dich gut fühlst.


    Viele Grüße

    Birgit

  • Hallo Annanas

    ich hatte eine einseitige Mastektomie, also deine Möglichkeit drei. Ich hatte keine Wahl, das hat mir die Qual der Entscheidung zwischen Pest und Cholera genommen... mein DCIS war über 5cm groß. Es musste die Brustwarze mit weggeschnitten werden, so sieht meine Brust doch sehr anders aus. Das die weh muss ist aber nicht immer der Fall... Auch hängt die Brust jetzt im Gegensatz zur linken nicht mehr. Ich bin aber auch wesentlich älter als du. Ich hatte vorher B bis C Körbchen, bei der Kontrolle nach einem halben Jahr meinte der Arzt, er hätte - anders als der Operateur - eher ein kleineres Implantat gewählt. Das, was ich drin hab ist vom Gewicht indisch der entfernten Drüse. Die Heilung hat schon ein gutes halbes Jahr gedauert. Nach einem dreiviertel Jahr passen mir meine alten BHs (eh ohne Bügel, die mag ich nicht) endlich wieder. Es schmerzt bisweilen immer noch ein wenig. Krankgeschrieben war ich ab Diagnose etwas 5 Monate ( als Erzieherin muss ich ständig kleine Kinder heben). Auto bin ich nach vier Wochen wieder gefahren - ganz, ganz vorsichtig. Außerdem ist mein Implantat eins von denen, die jetzt keine mehr bekommt, weil krebserregend😳. Heute würde ich mich für raus und platt entscheiden (was auch mein erster Bauchimpuls war), aber wie gesagt, ich bin älter, hatte nicht die Wahl brusterhaltend operiert zu werden und jeder Mensch ist anders.

    Wünsche dir alles, alles Gute🤗

    Lieben Gruß Bärbel

  • Liebe Annanas , wie blöde, sich schon in jungen Jahren mit sowas rumschlagen zu müssen.

    Ich habe auch einen Cup D und liebe meine Brüste. Nach der Krebsdiagnose wurde ein recht großes Stück entfernt, mein Tumor war drei Zentimeter groß.

    Irgendwie zwiebeln die aber das Gewebe so zurecht, dass man es kaum sieht, dass da was fehlt.

    Ich hatte aber auch einen sehr guten Operateur.

    Und der Vorteil, es ist immer noch die eigene Brust mit all ihren Gefühlen.


    Liebe Grüße

    Milli

  • Ananas

    Ich wurde beidseitig Brusterhaltend operiert wobei auf einer Seite einiges mehr weg musste. Ich bin so zufrieden mit dem Ergebnis daß ich irgendwann sogar wieder in die Sauna gehen kann. Zwar hab ich jetzt auf einer Seite B und auf der anderen C und eine etwa 10 cm lange Narbe aber mein Azubi meinte neulich meine Brüste wären ja schöner als ihre 😂. Ich würde mich immer wieder so entscheiden und die Ärztin meinte NACH meiner Entscheidung, so hätte sie sich auch entschieden. Nur Mut zur Brusterhaltung wenn das angeboten wird.

  • Hallo BirgitDoT ,

    erstmal danke für deine Antwort und ja, ein anderer Treffpunkt wäre deutlich netter gewesen :)

    Weg ist für mich gar keine Möglichkeit, vielleicht liegt das bei mir am Alter oder meinem sowieso schon geringen Selbstbewusstsein, wer weiß? Daher kam für mich wohl auch die Verkleinerung nicht in Frage. Aber wenn du sagst, dass man es kaum bemerkt, werde ich da nochmal genauer beim Arzt nachhaken. Vielleicht kann er mir ja genauer sagen inwieweit das bei meiner Brust auffallen würde oder eben nicht auffallen würde.


    Die zweite Möglichkeit schließe ich inzwischen fast aus. Ich habe sowieso Probleme mit dem Rücken und ich glaube da ist mir das Risiko zu groß, dass da dann irgendwas nicht ganz rund läuft und ich da dann auch noch eingeschränkt bin.


    Deine Umarmung nehme ich gerne, kann ich grade wirklich gut gebrauchen :)


    Viele liebe Grüße

    Anna


    Hallo Baer ,

    dir auch danke für deine Antwort :)

    Das hört sich bei dir ja alles ein bisschen so an als ob die Ärzte jetzt ein wenig anders handeln würden. Ich glsube inzwischen kann ich mich ein wenig mit dem Gedanken anfreunden, dass eine Brust etwas mehr hängt als die andere. Habe durch mein Alter ohnehin noch straffere Brüste (da hab ich wohl Glück). Wenn ich etwas älter werde, wird das wahrscheinlich nochmal anders aussehen aber ob mich das dann stört kann ich jetzt noch nicht sagen aber ich denke, dass es da dann sicher auch Möglichkeiten gibt.

    Auch ich arbeite als Heilerziehungspflegerin jetzt im Kindergarten, daher ist deine Einschätzung sehr hilfreich. Der Arzt meinte nämlich irgendwas von drei Wochen. Das wird sich dann wohl etwas länger ziehen denke ich. Aber bis dahin darf ich glücklichweise noch arbeiten denn das tut mir gut, das merke ich.

    Danke für deine lieben Wünsche :)


    Viele liebe Grüße

    Anna


    Hallo Milli ,

    dir natürlich auch Danke für die Antwort :)

    genau das denke ich mir eben auch. Aber auch, weil der Zeitpunkt wirklich nicht ungünstiger sein könnte im Moment. Aber da muss ich wohl durch und ich muss wohl froh sein, dass es jetzt entdeckt wurde bevor es schlimmer werden konnte.

    Das heißt du hast dir "nur" den Tumor entfernen lassen? Keine angleichende Op auf der anderen Seite?

    Diese Möglichkeit hatte man mir gar nicht genannt aber wenn du sagst, dass das kaum auffällt, wäre das vielleicht auch eine Möglichkeit für mich. Da ich auch größere Brüste habe und es dadurch vielleicht weniger auffällt wenn auf einer Seite was fehlt, wäre das glaube ich auch eher weniger das Problem.

    Danke auf jeden Fall für deinen Erfahrungsbericht, da werde ich am Montag beim Arzt direkt mal nachhaken!


    Viele liebe Grüße

    Anna

  • Hallo Annettle ,

    okay, das ist ja mal ein positiver Einblick, dankeschön :)

    Bei meinem Gespräch mit dem Arzt hörte sich das so an als ob ich defintiv die andere Brust mit angleichen müsste und daher dachte ich natürlich sofort, dass die linke betroffene Brust soweit verkleinert werden muss, dass es sonst total unnatürlich aussehen würde. Aber so wie ihr schreibt, geht es ja scheinbar auch anders.

    Darf ich dich fragen wo genau diese Narbe dann liegt? Im Gespräch hörte sich das so an als ob ich danach mehrere Narben an einer Brust hätte.


    Viele liebe Grüße

    Anna

  • Liebe Annanas , die Narbe liegt immer unterschiedlich. Mein Tumor war oben rechts und dort ist auch die Narbe.

    Manche haben einen Schnitt rund um die Brustwarze, das sieht man dann fast gar nicht.

    Schreib Dir das am besten alles auf, damit Du die Fragen beim nächsten Arztgespräch parat hast.

    Und man MUSS nicht angleichen, man kann, wenn der Unterschied zu groß ist.


    Sei mal geknuddelt.:hug:

  • Ananas ein Tumor war bei mir auch Mitte unten und da wurde um den braunen Rand der Brustwarze geschnitten. Es kommt aber auch noch darauf an wie weit er an der Oberfläche sitzt. Das erklärt dir der Arzt aber vor der Operation was für Möglichkeiten sie haben.

    Auf der anderen Seite musste ein grosses Stück Haut mit weg so daß die Narbe von der Brustwarze etwa 10 nach oben geht aber selbst die sieht schon gut aus. Meine Op war im Juni.

  • Hallo Ananas ,

    ich habe Erfahrungen mit zwei Varianten. 2017 wurde bei mir ein DCIS Grad 3 festgestellt. Ich wurde zunächst brusterhaltend operiert. BH-Größe 80 C. Es wurden 7 x 4 cm herausgeschnitten, also nicht eben wenig. Durch eine Verschiebeplastik wurde die ursprüngliche Form der Brust wiederhergestellt. Das DCIS war im oberen rechten Drittel, Die Narbe liegt daher rechts oberhalb der Brustwarze, ist aber nur noch ein dünner heller Strich. Den Operateur kann ich nur als genial bezeichnen, denn einen Unterschied hat man nur gesehen, wenn man lange und scharf hingeschaut hat. Dann hat man gesehen, dass die Brust etwas kleiner geworden war. Ich war glücklich. Leider nicht lange, denn der pathologische Befund ergab, dass an allen vier Schnitträndern noch Krebszellen waren. Von einer Nachresektion riet mir der Arzt ab, weil er dann kein befiedigendes kosmetisches Ergebnis mehr erreichen könnte. Er schlug mir eine haut und nippelsparende Mastektomie vor. Das ist das, was Du als "Auskratzen" bezeichnet hast. Und in derselben OP die Rekonstruktion mit einem Silikon-Implantat. Iach war zwar schon 60, aber meine Brust war mir wichtig. Sie war das Schönste an meiner Figur und ich war mein Leben lang glücklich mit ihr. Weil ich ansonsten eine ziemlich verkopfte Frau bin, hat kaum jemand mein Bedürfnis nach einer Rekonstruktion verstanden. Kommentare: Hast Du das nötig? Ich kannte die aufbaulose Variante von meiner Mutter und konnte mich mit der Asymmetrie nicht arrangieren.

    Die OP verlief komplikationslos. Heilungsverlauf super. Ich war eine Woche im Krankenhaus bis die Drainagen gezogen werden konnten. Es waren zwei, weil auch der Wächterlymphknoten entfernt wurde. Da der Chirurg die gut verheilte Narbe von der ersten OP nicht wieder öffnen wollte - der Schnitt hätte auch vergrößert werden müssen - wurde ein Schnitt in der Brustfalte gelegt. Diese Narbe ist zwar ziemlich lang, liegt aber exakt in der Brustfalte und ist nur zu sehen, wenn ich die Brust anhebe. 12 Wochen musste ich einen speziellen BH tragen, die ersten 6 Wochen tags und nachts. Die zweiten 6 Wochen nur noch tagsüber. Vier Wochen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus war ich noch krankgeschrieben. Dann habe ich wieder in Vollzeit gearbeitet.

    Zur Optik: Die Silikonbrust ist trotz gleichen Gewichts etwas kleiner, ist praller, sitzt etwas höher. Sieht man aber nur unbekleidet, nicht im BH. Ich muss auch im BH nichts ausgleichen. Zur Angleichung könnte ich an der anderen Brust ein Lifting machen lassen. Weil da aber auch schon Krebsalarm - zum Glück Fehlalarm - stattfand, lasse ich das. Fazit: Man bekommt nicht exakt das zurück, was man verliert. Für mich ist es aber im Verhältnis zur Einbrüstigkeit das geringere Übel.

    Zum Gefühl: Die Brust selbst ist in Teilen immer noch taub und bleibt es wohl auch. Dagegen nehme ich das Gewicht des Implantats wahr, insbesondere wenn ich im Bett auf dem Rücken liege. Durch den BH wird dieses Gefühl neutralisiert, aber der Versuchung, auch zum Schlafen einen BH zu tragen, widerstehe ich, denn das habe ich außer in der Zeit nach der OP mein Leben lang nicht getan. Inzwischen habe ich mich an das Gefühl gewöhnt.

    Probleme:

    Wahrscheinlich durch die zweimalige Durchtrennung der Haut ist in der Brust ein Lymphödem entstanden und leider chronisch geworden, weil es zu lange als postoperativ normale Schwellung angesehen wurde. Ich erhalte seit Ende 2017 Lymphdrainagen und trage einen speziellen Lymphentlastungs-Bandagen-BH. Das Ödem hat sich seitdem stark gebessert. Von ursprünglich zwei Lymphdrainagen pro Woche bin ich runter auf eine Lymphdrainage alle zwei Wochen. Ganz verschwinden wird es aber wohl nicht.

    Die pathologische Untersuchung der entfernten Brustdrüse ergab ein ausgedehntes DCIS und ein kleines zweites DCIS und einen Abstand zum mamillären Bereich von nur 1 mm. Wegen des geringen Abstands pläldiert der Radiologe für eine halbjährliche Kontrolle mit MRT. Da das Implantat auf dem Brustmuskel sitzt, ist eine Mammographie nicht möglich. Nur noch Ultraschall, in dem man aber Frühstadien nicht feststellen kann. Mein onkologischer Gynäkologe hält ein MRT pro Jahr für ausreichend. Ich folge ihm, denn das Kontrastmittel ist auch nicht ohne.

    Ich beantworte gern weitere Fragen.

    LG Lavara18

  • Hi Annanas meine OP-Erfahrungen sin denen von Lavara18 sehr ähnlich, nur dass ich beidseitig Silikon habe, weil ich BrCa2-positiv bin und daher nach meiner Chemo beide habe "auskratzen" lassen.

    Zur BET: wenn es eine Option ist, ist das sicherlich nicht verkehrt. Ich hatte ein kleines 90B und nach der BET war die Brust kleiner und straffer als die andere, aber nicht hässlich. Vorteil war, dass ich von der Brust innerhalb kürzester Zeit wieder meine Bügel-BH tragen konnte und auch direkt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus Auto gefahren bin. Gearbeitet habe ich nicht, da ich nach der BET direkt in die Chemo gegangen bin, hätte es aber grundsätzlich gekonnt (habe einen Bürojob). Ich fühlte mich durch die BET null eingeschränkt.


    Zum "Auffüllen aus dem Rücken": damit habe ich mich nicht näher beschäftigt. Wird heute auch nicht mehr soooo oft gemacht. Ist aber sicher die OP-Variante mit der längsten Heilung. Wenn Eigengewebe genommen wird, wird heute oft der Diep Flap gemacht (da nimmt man den Bauch). Dazu findest Du hier auch einiges an Informationen.


    Zum "Auskratzen und mit Silikon auffüllen": ist ja die Variante die ich im 2. Schritt gemacht habe. Da gibt es die Varianten, die Implantate auf oder unter den Muskel zu setzen. Meine liegen auf dem Muskel und ich konnte mich recht fix wieder bewegen, durfte ich aber nicht. 6 Wochen habe ich rund um die Uhr einen Kompressions-BH getragen und dann in der AHB wieder angefangen. Auto gefahren bin ich da schon nach 2 Wochen, konnte aber nicht so richtig schalten. Also Fahrstunden würde ich da eher nicht nehmen. Arbeiten: da kommt es eben drauf an, was Du machst, wie sehr Du Dich bewegen musst und wieviel Du heben darfst. Die Implantate brauchen eben Zeit einzuheilen. Zu einseitig Silikon: mir wurden in einer Klinik Fotos gezeigt von einseitigen OPs. Ich konnte oft nicht erkennen, welches die echte Seite war. Es gibt eine sehr große Vielfalt an Implantaten. Problem ist da vermutlich, dass im Laufe der Zeit die nicht operierte Seite "altert". Mit dem Silikon wurde mir von Bügel-BH abgeraten. Da zwischen Implantat und Bügel nur etwas Haut ist und wenn der Bügel nicht perfekt sitzt und scheuert, ist das nicht so gut fürs Implantat. Gelegentlich (z.B. unter trägerlosen Kleidern) trage ich aber doch Bügel. Muss halt drauf achten, dass die optimal sitzen. Ach ja; ich habe meine Brustwarzen behalten, sie wurden auch einmal quer aufgeschnitten und sozusagen "entkernt", sieht man aber nichts von.


    Zur Narbe: mein Tumor sass leider etwas unglücklich, so daß ich eine Narbe direkt oben über die Brust habe, die aber meist im BH verschwindet. Die Narben von den Implantaten verlaufen auch bei mir in der Unterbrustfalte und sind nur zu erkennen, wenn ich sie anhebe.


    Frag die Ärzte am Montag Löcher in den Bauch und wenn Du Dir nicht sicher bist, machen einen weiteren Termin oder frag noch eine Zweitmeinung. Ich würde Dir empfehlen, Dich erst operieren zu lassen, wenn Du Dich umfassend informiert fühlst und weisst, was DU willst. Heilungsdauer, Ausfallzeiten, etc. sollten da zweitrangig sein. Was nützt Dir eine "schnelle" OP und Heilung, wenn Du Dich mit dem Ergebnis nicht arrangieren kannst. Ich wusste nach langem Hin und Her, dass ich Silikon wollte und kein Eigengewebe. Ich hatte bisher (über 2 Jahre) nicht einmal das Gefühl, da wären Fremdkörper in mir. Ich bin mit meinen Brüsten derzeit sehr zufrieden.


    Wünsche Dir eine gute Entscheidung!


    Grüße

    Heideblüte

  • Hallo Annanas ,

    noch ein Nachtrag: den Transfer von Gewebe vom Rücken solltest Du kritisch hinterfragen. Die Lymphologin, die mein Lymph-Ödem festgestellt hat, hat die Bemerkung fallen lassen, dass sie mehrere Patientinnen mit chronischem Lymphödem auf dem Rücken nach der Latissimus-dorsi - OP hat und nicht verstehen kann, dass diese OP noch durchgeführt wird.

    Alles Gute

    Lavara18

  • Hallo Lavara18 ,

    danke für all diese Infos, die helfen mir echt weiter grade :)

    Ich denke auch, dass ich damit gut leben kann wenn die eine Brust ein wenig anders aussieht als die andere. Wenn man im BH nichts davon sieht, ist das vollkommen in Ordnung. Ohne BH sehe ich mich ja sowieso nur selbst und sollte ich wieder jemanden finden nach meiner Trennung jetzt, dann eben auch mein Freund. Aber wenn der mich nicht mit ein bisschen ungleichen Brüsten haben will, dann ist es wohl auch nicht der richtige, denk ich mir.

    Vor diesem Fremdkörpergefühl hatte ich auch etwas Angst aber ich bin auch ein gewöhnungsmensch. Ich trage seit kurzem auch eine Brille und habe mich unheimlich schnell daran gewöhnt, daher glaube ich, dass ich damit auch gut zurecht kommen könnte.

    Die zweite Methode mit dem Rückenfett und -muskel habe ich ehrlich gesagt so langsam sowieso ausgeschlossen. Aber danke für deine Anmerkung. Es ist einfach die heftigste Op mit dem längsten Heilungsverlauf und zwei Narben, die ich nicht unbedingt haben muss. Da ist mir eine Narbe untenan der Brust (oder wo auch immer sie dann am Ende bei mir liegt) sehr viel lieber.


    Hallo Heideblüte ,

    auch danke an dich, dass du deine Erfahrungen mit mir teilst. Im Internet liest man ja leider sehr viel Mist, der mir immer wenn ich zu einer Methode tendiert habe, wieder Angst eingejaft hat. Mit euch zu sprechen, die das ganze selber durchgemacht haben ist deutlich vertrauensvoller und macht mit eher Mut als mir Angst einzujagen.

    Ich habe meine Liste eben noch ein wenig erweitert. Den Krebsinformationsdienst werde ich morgen auch anrufen und diese Liste mit ihnen durchgehen.

    Ich tendiere im Moment auch zum Silikon, fühle mich derzeit aber noch zu wenig informiert um mich komplett festzulegen. Daher hoffe ich, dass all meine Fragen beim Arztgespräch und beim Telefonat geklärt werden können.

    Aber ja, inzwischen sehe ich das wie du. Eine Heilung ist deutlich wichtiger als Arbeit, Fahrschule und all das. Es war halt vorgestern als ich es erfahren habe ein derber Schlag ins Gesicht. Endlich rafft man sich mal zum Führerschein auf, endlich hat man seinen Traumberuf gefunden und dann kann man beides nicht weitermachen. Aber da es sich nur um eine kurze Verzögerung handelt, die ich im Zuge meiner Gesundheit natürlich gerne in Kauf nehme, ist das inzwischen vollkommen in Ordnung für mich.


    Auf jeden Fall danke für all die lieben Worte. Ihr helft mir bei meiner Entscheidung wirklich weiter.


    Was mich noch interessieren würde: Falls ich mit dem Implantat in der linken Brust vollkommen unzufrieden bin, weil es -was weiß ich- meiner Meinung nach z.B. so gar nicht zu meiner rechten Brust passt, kann ich mir in die rechte Brust dann auch ein Implantat setzten lassen? Oder eben die Brust liften lassen?

    Wer trägt dann die Kosten, da die Brust ja gesund ist. Hat da jemand von euch Erfahrungen? Ansonsten steht das defintiv auch auf meiner Frage-Liste .

  • Hallo Annanas ,

    ich denke, in Deinem jugendlichen Alter fällt die Abweichung geringer aus als bei mir. Es ist die altersbedingte Überhängung der Brust, die die Implantate nicht abbilden. Diese altersbedingte Überhängung (Ptose heißt das glaube ich) wird ja bei Dir noch nicht vorliegen. M. W. zahlen die Kassen eine Angleichungs-OP an der gesunden Brust nur bei erheblichen Größenunterschieden. Vor meiner OP hatte ich viel gegoogelt und war auf einen Youtube-Film gestoßen mit dem Interview des Chefarztes eines Kölner Brustzentrums, der erzählte, dass er vielfach gleichzeitig mit der Rekonstruktion die kontralaterale Brust liftet und mit einem Silikon-Kissen "aufpolstert", weil die meisten Frauen seiner Erfahrung nach ein paar Jahre nach der Implantat-Rekonstruktion mit dem ästhetischen Gesamteindruck nicht mehr zufrieden seien. Ich habe meinen Arzt nicht darauf angesprochen, denn es besteht ja immer das Risiko einer Kapselfibrose. Das ist im ersten Jahr am höchsten, aber auch später kann eine Kapselfibrose noch auftreten. Dieses Risiko wollte ich mir nicht zweimal einbauen lassen. Außerdem kann sich die rekonstruierte Brust im ersten Jahr nach der OP noch verändern und wie kann man da in der Rekonstruktions-OP schon erkennen, woran man die andere Brust angleichen soll. Hat mir nicht eingeleuchtet. Mir hat mein Arzt das Lifting auch erst für in etwa 3 Jahren "angeboten".

    Gute Nacht

    Lavara18



  • Hallo Lavara18 ,

    ich habe eben mal mit Krebsinformationszentrum telefoniert und ein paar Fragen gestellt. Fühle mich jetzt deutlich besser informiert, auch wenn viele Fragen nur individuell in einem Arztgespräch beantwortet werden können. Aber dazu habe ich dann ja Montag die Gelegenheit.

    Genau, mit dieser "Überhängung" hätte ich dann wahrscheinlich erst später Probleme, daher die Frage ob es möglich ist die rechte Brust später noch anpassen zu lassen. Auf jeden Fall würde ich aber die komplette Heilung abwarten, da hast du Recht. Sonst kann ich ja gar nicht wissen ob ich mit dem kompletten Endergebnis zufrieden bin oder nicht.

    Also danke für deine Schilderung. Das Risiko der Kapselfibrose hatte ich noch gar nicht bedacht, das werde ich auch mal ansprechen müssen.


    Viele liebe Grüße

    Anna

  • Liebe Annanas , noch schnell mein Erfahrungsbericht, damit du die Möglichkeiten einordnen kannst.


    Ich habe Körbchen A/B, allerdings einen recht breiten Brustkorb. Die Gynäkologin sagte "genug Masse".

    Mein Tumor war 3,9 cm in größter Ausdehnung und im oberen rechten Quadranten. Das ist also ganz schön groß.

    Ich hatte zwei brusterhaltende Mastektomien. Es wurd nur der Tumor rausgeschnitten. Zweimal, weil beim ersten Mal nicht alles vollständig entfernt wurde.

    Meine Brust sieht immer noch super aus! Ohne BH und mit T-Shirt siehst du keinerlei Unterschied. Oben ohne sieht man natürlich die Narbe aber nie hätte ich geglaubt dass es so gut werden könnte. Meine Brust mochte ich auch immer (deswegen wollte ich keine voll-Mastektomie) und sie ist immer noch schön, trotzdem da soviel weggeschnitten wurde.


    Daher ist dein Plan, erstmal abzuwarten, meiner Meinung nach die beste Option. Eine kosmetische OP kannst du immer noch machen lassen.

    Jede OP die du nicht machen musst, ist eine gute OP.


    Alles Liebe

  • Liebe @Annanas🙋🏻‍♀️


    Ich möchte dich auch ganz 💜lich willkommen heißen in diesem tollen Forum. Hier bist du wirklich gut aufgehoben und kannst alles Fragen und los werden was dir auf der Seele brennt. Es tut mir leid, dass dich diese Diagnose in so jungen Jahren ereilt hat😔. Und sich dann noch gleich mit Varianten herumschlagen müssen ist sicherlich belastend. Aber Brustkrebs und seine Vorstufen sind gut in den Griff zu bekommen.👍🏻


    Ich kann gut nachvollziehen wie es dir gerade geht, denn ich komme auch aus der BK-Ecke. Ich "darf" mich auch gerade mit dem Thema OP beschäftigen. Ich mag meine Brüste auch und will sie nur ungern her geben. Hab zwar nur ein A-Cup, aber trotzdem meins😉😂.

    Aber da ich BRCA1 bin geht leider kein weg daran vorbei. Da es ja op-technisch an sein "allerheiligstes"😉 geht, da will Frau natürlich nichts falsch machen.


    Ich bin hier auch noch nicht festgelegt und fleißig am recherchieren. Da der Eingriff bei mir ca. 2-3 Wochen nach der Chemo erfolgen soll, muss ich einige Faktoren zusätzlich berücksichtigen. Aber ich habe schon einige Infos zusammen getragen, die dir vielleicht auch weiter helfen können.


    Bei meinen bisherigen Arztgesprächen wurde mir geraten auch einen Beratungstermin bei dem plastischen Chirurgen des BZ zu machen, da er für die Variante Eigengewebe ( bei dir Variante 2) zuständig ist. Der Aufbau kann nämlich aus verschiedenen Teilen gemacht werden (Rückenmuskel, Bauch, Oberschenkel, Po) gemacht werden. Und das werde ich auf jeden Fall in Anspruch nehmen.

    Eine Brust aus Eigengewebe hat halt den Vorteil, dass sie mitaltert und sich natürlicher anfühlt. Klar der Eingriff ist schon ne Hausnummer, aber wenn das Ergebnis passt... Weiterer Vorteil: es sind selten langfristig Folge-Eingriffe nötig. Eine OP und gut.😊

    Genauere Infos kannst du auch im Thread: "Mein Diep-Flap" finden. Dieser hat mir sehr geholfen.


    Die Silikonvariante (deine Nr.3) hat den Vorteil, dass der Eingriff kürzer/einfacher ist. Die Ergebnisse sehen auch toll aus. Eine Bekannte hat vor etwa 6 Jahren diesen Eingriff machen müssen und ist sehr zufrieden. Aber ... die Brust danach ist eine andere, fühlt sich "fremd" an.

    Eine Kapselfibrose kann auch auftreten, (leider) ... muss aber nicht. Bei meiner Bekannten bisher auch kein Thema.

    Die Implantate sind laut meiner Ärztin mittlerweile auch so gut, dass sie gute 20 Jahre drin bleiben können. Mein Gyn meint auch 30+ sei möglich.

    Ich mache sehr gerne Sport, deshalb wurde mir zu einem Implantat auf dem Brustmuskel geraten.

    Zudem gibt es runde und anatomische Implantate, je nach Körperbau.

    Den Beratungstermin zu dieser Variante habe ich auch erst diese Woche.


    Du siehst also, mir geht es genau gleich wie dir. Ich bin noch total unentschlossen. Da ich auch als Erzieherin arbeite, ist es mir auf jeden Fall wichtig, dass ich auch im Berufsalltag wieder gut damit klar komme und keine Einschränkungen langfristig haben möchte.


    Ich drücke dir die Daumen👍🏻, dass du für dich den richtigen Weg finden wirst und ganz schnell wieder gesund wirst.


    Ganz liebe knuddel:hug:Grüße

    Hanka

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Liebe Annanas ,


    als Genträgerin und da bei mir der BK beideits war, habe ich auf beiden Seiten das, was Du so treffend Ausschabung genannt hast, hinter mir. Dadurch blieb mir die Bestrahlung erspart. Mit dem Ergebnis kann ich leben. Ich hatte etwas Startschwierigkeiten und habe meine "alte Brust" vermisst. Allerdings fühle ich mich durch die "Radikalmethode" natürlich sehr sicher, was mir gut tut. Ich kann Deinen Wunsch, nicht zu verkleinern absolut nachvollziehen. Ich hatte immer ein E-Körbchen und mochte meine Brust ebenfalls sehr. Ich hatte ebenfalls große Angst mit einer ganz anderen Größe mich nicht mehr wie ich zu fühlen. Ich habe meine Chirurgen angesprochen und wir haben eine Lösung gefunden. Klar kam ich mir auch blöd vor. "Hauptsache der Krebs ist weg." habe ich mir von einer Person anhören müssen (übrigens keine BK-Erkrankte). Ich bin sehr froh, dass ich mich getraut habe das Thema gegenüber den Ärzten anzusprechen. Daher rate ich Dir dazu, dies ebenfalls zu tun. Benenne Deine Sorgen und Ängste. Es geht auch um Lebensqualität. Es ist vollkommen ausreichend, wenn Du statt Deiner Brust das Implantat hast, was man teilweise auch mal etwas durchschimmern sieht, wenn man wenig Unterhautfettgewebe hat, so wie ich. Wenn man dann noch zweifelt, ob die Entscheidung richtig war, macht man sich evtl. unnötig Kummer. Ich komme jetzt sehr gut zurecht. Habe keine Kapselfibrose oder irgendwas dergleichen. Ich kann mich prima bewegen. Zuerst hatte ich lange Einschränkungen, weil ich aber zur OP auch sehr schwach war. Wichtig ist, dass Du Dich mit Deiner Entscheidung wohl fühlst. Die Brust wird eine andere sein, aber es ist dann doch Deine eigene. Ich nenne meine: meine 2. Brust. So fühlt sie sich an. Du wirst die richtige Entscheidung treffen. Traue Dich, Deine Ärzte auf Deine Sorgen anzusprechen. Sie sind dazu da, Dir zu helfen. 🤗

  • Liebe Busenwunder , Hanka und DerKnuppimussweg ,

    danke für eure Erfahrungsberichte :)

    Tatsächlich habe ich mich nach einem ausführlichen Beratungsgespräch für eine Brusterhaltende OP entschieden, also für die Verkleinerung. Ich hatte bevor ich in den letzten Monaten etwas zuegenommen habe, sowieso etwas kleinere Brüste und ich habe nach einigem Grübeln und der Empfehlung des Arztes dann nocheinmal darüber nachgedacht ob ich wirklich nicht mit etwas kleineren Brüsten leben könnte. Ich finde meine Brüste schön und mag sie auch sehr aber auch das war ein Grund mich für diese Variante zu entscheiden. Denn so bleiben es komplett meine eigenen und wachsen und schrumpfen mit mir. Das war ein großer Grund, der für mich gegen das Implantat gesprochen hat. Ich bin noch so jung und möchte irgendwann auch Kinder haben. Eine Schwangerschaft verändert den Körper und die Brüste. Da die linke dann aber immer gleich aussehen würde, ist mir das Risiko einer Asymmetrie einfach zu groß. Außerdem kann ich mit dieser Variante auch noch mein Kind stillen, was ich auch gerne mit beiden Brüsten tun würde.

    Außerdem kann ich mir, laut Arzt, immernoch ein Implantat einsetzten lassen wenn ich absolut unzufrieden bin.


    Hanka , ich wünsche dir auch ganz viel Kraft auf deinem Weg und hoffe, dass du dich für den richtigen Weg entscheiden kannst :hug:Und natürlich, dass du auch wieder ganz schnell gesund wirst! :)


    Jetzt habe ich natürlich allerhand Fragen zu dieser Brusterhaltende OP. Eine Menge hat der Arzt mir schon beantwortet. Aber ein paar sind übrig geblieben.

    Ich frage mich z.B. ob es üblich ist zuerst nur die befallene Brust zu operieren, dann etwa 6 Monate zu warten und anschließend die andere zu operieren. Mir ist klar was dafür spricht. Das die Brust erstmal vollständig verheilt sein muss und so aber trotzdem kommt es mir ein wenig komisch vor, da ich davon noch nie so gelesen habe.

    Hat jemand damit Erfahrungen, bei dem es vielleicht genauso war?

    Auch würde ich gerne wissen wann ihr danach wieder arbeiten wart. Da ich noch neu auf meiner Arbeit bin habe ich schon ein bisschen Angst davor so lange auszufallen, gerade am Anfang.


    Vor der OP habe ich natürlich auch etwas Angst, da es die erste große OP in meinem Leben sein wird und auch mein erster Krankenhausaufenthalt. Irgendwie stelle ich mir das alles ganz schlimm vor aber wahrscheinlich auch, weil ich null Krankenhauserahfreung habe. Wie war das denn bei euch so? Ist es wirklich so schlimm wie ich mir das vorstelle?


    Und noch eine dumme Frage: Der Arzt meinte zu mir, dass ich danach wahrscheinlich eine Cup Größe kleiner habe. Im Moment trage ich BHs mit der Größe 80D aber wenn ich ganz ehrlich bin habe ich keine Ahnung ob die auch passgenau sind. Sie drücken nicht und sitzen defintiv besser als meine 80C Bh's aber ganz sicher war ich mir bei meiner Größe nie.

    Wo kann ich sowas herausfinden? Ich habe zuhause mal nachgemessen wie es im Internet steht aber da kommen immer ganz merkwürdige Zahlen wie 85A oder 85B oder sogar 85E raus. Woher weiß ich denn jetzt welche Körbchengröße ich habe? Denn tatsächlich würde ich gerne wissen ob ich nun später einen C-Cup oder eben "nur" einen B-Cup haben werde :/