Untersuchungen nach Chemo vor OP / Bestrahlung

  • Hallo ihr,


    im Thread 4 x Ec, 12 x Pacli kam die Frage auf, welche Untersuchungen zum Abschluss der kompletten Chemo gemacht werden/wurden.


    Da ich es zu schade finde, wenn die Antworten in dem Thread untergehen - da es ja interessant für alle ist, die neu dabei oder noch mitten drin sind -, mache ich hier mal einen Threads dazu auf.


    Unterscheiden muss man sicher, ob nach der Chemo noch eine OP folgt oder die bereits vorher stattfand.

  • Und ich fang auch mal an.


    Reihenfolge der Therapie: OP, Chemo, Bestrahlung (adjuvante Therapie)


    Untersuchungen nach Chemoende:

    - Herzecho (grundsätzlich alle drei Monate und zusätzlich nach Abschluss der Chemo / vor Bestrahlung)

    - Ultraschall

    - Großes Blutbild


    - Bei Auffälligkeiten: CT, ggf. Mammographie

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  • Ich hatte auch immer die Chemo nach den Operationen


    Meine Nachsorge ist alle 12 Wochen


    - abtasten der Brust/Narben

    - großes Blutbild

    - Ultraschall vom Bauch

    - Abhören der Lunge und klopfen am Rücken

    Herzecho war vor und während der Chemo, jetzt mach ich es einmal im Jahr

    -Sonographie von der Brust halbjährlich (Mammographie jährlich wenn die Brust vorhanden ist)

    nicht zu vernachlässigen ist die halbjährliche Untersuchung beim Frauenarzt und die regelmäßigen Hautscreening beim Hautarzt wenn man bestrahlt worden ist.


    Ich habe immer bei meinem vierteljährlich Kontrolltermin die Möglichkeit mit dem Arzt zu reden und wenn sich etwas geändert hat oder auffällig ist, wird das sofort abgeklärt.

  • Ich hatte CT und Knochenszinti vor der Chemo, um Metas auszuschließen, da bei der OP ein LK-Befall festgestellt wurde.


    Seit der Chemo gab es immer nur Blutuntersuchungen. Das Abschlussgespräch war auch eher ein Lacher, wenn ich es mir recht bedenke. Aber das Problem bei den vor der Chemo operierten ist eh, dass man nicht weiß, ob die Chemo tatsächlich wirkt. Komisch finde ich nur, dass im CT gesagt wurde, keine weiteren Metas erkennbar sind und keine auffälligen LK. Also muss es wohl doch gehen. Zur Zeit bin ich echt im Hypochonder-Modus, immerzu möchte ich heulen. Alle Ablenkung hilft nicht.

  • Danke liebe Tempi


    Eine gute Idee dieser thread👍🏼


    Ich bin zwar noch in der Xeloda-Chemo, nachdem ich nach 4EC und 12Pacli keine PCR hatte, dennoch wird der erste Nachsorgetermin im Dezember gemacht.

    Bei mir, da ich beidseitig ohne Aufbau mastektomiert wurde, wird ein Ultraschal gemacht und getastet 4mal jährlich.

    Mehr nicht, kein Labor oder Herzecho.

    Hier in der Schweiz gibt es in der Nachsorge kein Labor, Herzecho oder andere Bildgebende Untersuche wie CT z.Bsp..

    Nur auf Verdacht bei Beschwerden.

    Da ich noch nie ziemlich gut darin war, Schmerzen als Alarmsignal zu interpretieren und im Alltag einfach weiterfunktioniert habe, wird es für mich ein Umlernen.

    Prophilaktische bildgebende Nachsorge würde mich schon beruhigen, oder wenigstens ein mal in den ersten drei Jahren bei TNBC ein PET/CT.

    Mein Onko meint aber, dass würde nichts bringen, so nach dem Motto...kommen Rezidive oder Metas kommen sie sowieso und wenn man das nicht sofort weiss hätte man noch länger mehr Lebensqualität🤔

    Anfangs hatte ich meine Mühe damit aber eigentlich stimmt es schon.

    Wenn man da regelmässig bildgebende Untersuche machen würde, hätte man ja doch keine Garantie, dass tags darauf nicht doch etwas am entstehen ist, sondern nur eine Momentaufnahme.


    In diesem Sinne, weiterleben und die Pausen zwischen den Nachsorgetermine sich nicht verrückt machen sondern abschalten und erholen.


    liebe Grüsse an Euch alle🤗

  • Liebe@Wanda2,

    ich habe 2 Nachsorgetermine hinter mir.Dazu eine 1.Strahlennachsorge und meine erste Mammographie + Ultraschall.

    Ich bekomme die Untersuchungen auch nach Leitlinie.Also alle 3 Monate,dazu einmal im Jahr Mammographie+ Ultraschall .Alle 3 Monate muss ich ein großes Blutbild machen.

    Anfangs nächstes Jahr riet mir meine Onkologin zur Knochendichtemessung und Herzecho zur Kontrolle.

    Der Strahlenarzt will mich auch nächstes Jahr wieder sehen und auch der Zahnarzt.

    Ich habe auch wegen Resttumor noch bis Ende August Xeloda genommen.

    Da ich ja nur einmal im Jahr Mammographie und Ultraschall laut Leitlinien bekomme,werde ich im anderen halben Jahr mir vom Frauenarzt ein Brustultraschall machen lassen. Den bezahle ich auch selbst. Mir gibt es mehr Ruhe im Kopf. Sollte man da etwas feststellen,kann gleich mit der Behandlung anfangen.Meinen Port habe ich auch noch drin.Anfangs wollte ich ihn gleich mit der OP raus nehmen lassen,aber ich warte noch paar Jahre...

    Alke halbe Jahre lasse ich ihn durchspülen.

    Im Moment geht es mir gut und hoffe,dass es so bleibt..

    LG ☺️☺️ .

  • Hallo ihr,


    vermutlich hab ich mich nicht so richtig ausgedrückt bei der Erstellung des Threads. Dafür sorry.


    Hier soll es darum gehen, welche Untersuchungen nach Abschluss der Chemo, also


    - zwischen Chemo und OP (neoadjuvante Therapie) oder

    - zwischen Chemo und Bestrahlung (adjuvante Therapie)



    gemacht werden.


    Einige haben ja vielleicht eher das Gefühl, nach der Chemo wie nach einem Restaurant-Besuch verabschiedet zu werden „Tschüss, alles Gute“, ohne das irgendwelche Zwischenuntersuchungen stattfinden.


    Für die spätere Nachsorge gibt es ja bereits einen Thread —> Wie verläuft die Brustkrebs-Nachsorge.


    Danke euch. :)


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  • Tempi

    😂 "Restaurant-Besuch" trifft es gut.👍🏻👍🏻


    Vor etwa drei Monaten hat mir der Onkologe (es war die Urlaubsvertretung meines Arztes) noch erzählt, dass zum Schluss ein Abdomen-Ultraschall, ein großes Blutbild, Knochenszinti (bei TN) und ein Herzecho zum Abschluss gemacht werden.

    Beim letzten Termin wollte mein Onkologe davon nun nichts wissen.

    Das Szinti bekomme ich jetzt zwar doch, aber nur aufgrund unklarer Rückenschmerzen.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Hallo ihr Lieben,

    zwischen der Chemo und der geplanten Bestrahlung hat sich bei mir Unvorhersehbares entwickelt. Das zeigt mir mal wieder, dass sich jeder Behandlungsverlauf individuell gestaltet, und bei mir die geplante Vorgehensweise nach der CHT so nicht gemacht werden konnte

    Meine CHT war kurz vor dem Ende, da wurde das Rezidiv diagnostiziert und schon war alles anders als geplant. Die CHT habe ich noch zu Ende gebracht. 4xEC 12x Paclitaxel.


    Geplant waren danach noch zwei Blutuntersuchungen, die Herzuntersuchung beim Kardiologen, das Abschlussgespräch der CHT und dann wären die Bestrahlungen dran gewesen.

    Bei mir war es dann so:

    OP 12/19

    CHT 01/19 – 08/19

    Rezidiv 07/19

    Mammographie

    Ultraschall

    CT /Befund: Herd in der Lunge

    Knochenszintigramm

    Lungenbiopsie/ Befund: Adenokarzinom

    Rippenbruch/ Wirbelbruch/Osteoporose

    MRT

    PET CT

    Lungen OP 5.11.


    In der Onkologie habe ich nun am 28. 10 ein Aufklärungsgespräch für den weiteren Behandlungsvorschlag.


    Schmerzen hatte ich in Bezug auf das Mammakarzinom noch keine. Die CHT habe ich ganz gut hinter mich gebracht. Es war nicht immer einfach, gerade am Anfang war es doch sehr gewöhnungsbedürftig. Mit jeder Sitzung konnte ich mich besser darauf einstellen und alles soweit akzeptieren was in mir und mit mir geschah.

    Die heftigste Untersuchung war die Lungenbiopsie, und das schmerzhaftteste war bisher der Rippenbruch und der Wirbelbruch. Das hat sich allerdings jetzt auch wieder beruhigt dank der Schmerzmedikamente.


    Es geht weiter.


    LG Leonie

  • Ich habe ganz interessante Infos für alle die die AC oder EC Chemo hatten.

    Gestern habe ich mit dem KID telefoniert. Unter anderem kamen wir da auch auf die Abschlussuntersuchungen nach der Chemo. Die nette Dame meinte, gerade unter den oben genannten Chemos kann es sehr wohl zu Herzschädigungen kommen, die sich auch erst später symptomatisch bemerkbar machen. Deshalb würde sie raten auf jeden Fall auf ein Herzecho oder EKG am Chemoende zu bestehen.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Der Rat vom KID ist gut. So habe ich es nach meiner Chemo auf Eigeninitiative hin auch gemacht. Bin einfach zu meinem Kardiologen gegangen, und wollte sein OP Okay.

    Nach der Strahlentherapie hatte ich auch einen Kontrolltermin. Jetzt will er mich mindestens einmal jährlich sehen. Ich hatte eine sehr grossflächige Bestrahlung, mit den bekannten Risiken.


    Wichtig ist meiner Meinung nach auch, wenn Tam oder Letrozol geplant ist, den Knochenzustand zu überprüfen. Einen Status Quo zu bekommen, bevor man mit dieser Therapie beginnt.


    Unter Letrozol sollte man auch regelmässig seine Augen untersuchen lassen.


    All dies sagt dir kein Krankenhaus. Diese Infos bekam ich alle in diesem Forum.


    Sil

  • Hatte gestern mein Abschlussgespräch Chemo, meine Ärztin will nichts weiter vor den Strahlen untersuchen. Soll mich erholen.


    Aromatasehemmer beginnen zeitgleich mit Strahlen, hier natürlich vorher eine Knochendichtemessung.


    Hat eine Brust-Ultraschall od Mammo bekommen?


    Wenn ich jetzt schon ein Rezidiv hätte, würde ich nicht bestrahlen lassen sondern erstmal Mastektomie wählen. Rezidiv gibt es unter Chemo nicht, hat meine Onko keck gesagt.


    Weiß aber nicht ob ich da nicht etwas zu ängstlich bin. ratlos , wie war das bei Dir, hast du ein Ultraschall vor den strahlen machen lassen. Du bist doch auch zuerst operiert worden.

    Oder haben sie im Planungs CT nach nach Rezidive geschaut... Geht das?

  • Hallo Caro_caro ,


    also beim Planungs-CT wird schonmal nicht nach Rezidiven geschaut.


    Bei mir gab es beim Chemo-Abschlussgespräch auch einen Ultraschall, aber nur die operierte Brustseite und da wo der Wächter entnommen wurde, also eher luschiger Ultraschall. Der Onko-Doc hat gesagt, normaler Ultraschall dann nach 3 Monaten bei der Gyn und sie hat mir das auch so gesagt.


    Wann ich mit Letrozol beginne konnte ich mit entscheiden, zeitgleich mit der Bestrahlung oder spätestens danach. Ich hab dann nach Absprache nach etwa der Hälfte der Bestrahlungen damit angefangen, weil wir zuerst schauen wollten, ob es Beeinträchtigungen/NW von der Bestrahlung gibt, um die dann auch der Bestrahlung oder Letrozol zuordnen zu können.

  • Liebe Caro_caro ,

    du schreibst was wg. Rezidiv während Chemo. Das gibt es bestimmt nicht, aber ich hatte in einem anderen Tread schon mal in die Runde gefragt, ob der Tumor während Chemo trotzdem streuen kann??? Ich hatte keine Chemo, aber mich interessiert das. Habe leider keine Antwort bekommen....

    Ich hatte nach OP, vor Bestrahlung Ultraschall, aber auch nur die operierte Seite und husch, husch...bloß nicht zu viel gucken.... Beim Planung CT wird nicht nach Rezidiven geschaut. Das ist rein nur zum anmalen der Bestrahlungspunkte.

    L.g.von Amy48

  • Amy48 , auf deine Frage zum streuen des Tumors während der Chemo. Ja das ist möglich, wenn die Chemo nicht wirkt, kann der Tumor fröhlich weiter wachsen und dann natürlich auch Metastasen bilden. Ist bei mir leider passiert, EC ohne Wirkung, Tumor gewachsen, Metastase im 1.LW und 6. Rippe. Ist aber sicher sehr selten.

    LG Kampfjule

  • Liebe Caro_caro

    meine Gyn meinte auch, ich solle erst mal die Akutbehandlung durchziehen, bevor wir schauen. Es gab aber eine gyn. Untersuchung, bei der sie auch ein US von Gebährmutter und Eierstöcken gemacht hatte. Einige Zeit später hatte ich Schmerzen in der operierten Brust und sie hat eine Tastuntersuchung und ein US gemacht, ohne Befund.

    Ein Planungs-CT hatte ich, aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob die da nach Rezidiven oder Metastasen geschaut haben. Steht jetzt auf meinem Fragenkatalog für das Arztgespräch nach der 10. Bestrahlung.

    Es besteht allgemein die Auffassung, während der Chemo kann nix in der Richtung wachsen, leider ist das je nicht so, wie wir jetzt wissen. Immerhin sind zwischen Chemo und Bestrahlung ja auch einige Wochen.

  • Liebe ratlos , danke dir. 😍😍

    Meine Gyn macht 1/2 jährlich Unterleibsvorsorge wegen der HPV Koni, obwohl es 15 Jahre her ist. US von innen und außen, im Unterleib fühle ich mich sicher.


    Aber Brust? Trau, schau wem...

    Meine Gyn macht keinen Brustultraschall mehr, sagt bis sie was entdeckt sei es sehr spät... Hmmm.