Untersuchungen nach Chemo vor OP / Bestrahlung

  • Hallo liebe Kampfjule ,

    das tut mir wirklich sehr leid für Dich. Wie ich gelesen habe, hast Du während der Chemo auch ganz schön was mitgemacht. Trotzdem haben sich Metas gebildet, das ist echt mies und unfassbar. Also wäre es eigentlich immer besser vorher zu operieren. Wenn es sowieso heisst, dass Chemo sein muss, dann könnte sie doch auch nach op gegeben werden, eben dass eine eventuelle Streuung vermieden werden kann, oder das weiterwachsen des Tumors, wenn die Chemo nicht greift.

    Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du keine gravierenden NW mehr hast.

    L.g. von Amy48

  • Liebe Amy48 ,

    sie geben gerne Chemo vor OP, weil man dann sehen kann, ob die Chemo wirkt. Ich habe mir OP zuerst gewünscht (auch Mastektomie auf eigenen Wunsch) und meine Ärzte haben sich zum Glück drauf eingelassen.


    Liebe Kampfjule ,

    dir wünsche ich, dass deine Metas jetzt gut behandelt werden und schrumpfen.


    LG, Moni13

  • Liebe Amy48 , ich glaube, die Ärzte versuchen vorher abzuschätzen, ob eine Chemo erfolgreich sein kann. Bei mir war der Tumor extrem hormonabhängig, hatte eine niedrige Teilungssrate und einen relativ niedrigen KI Wert. Da haben die Ärzte erst operiert. Ein Gentest sagte dann, dass ich profitieren würde.


    Auch wenn ich nicht sehen konnte, ob die Chemo wirkt, war ich froh, den Tumor schnell los geworden zu sein, weil ich Sorge vor diesem weiteren Streuen hatte.


    Liebe Kampfjule , es tut mir sehr leid, dass bei dir die OP nicht zuerst gemacht wurde, man da vielleicht irgendwas übersehen hat. Und es gibt ja leider auch chemoresistente Tumore, die einfach nicht auf die Chemo reagieren. Das ist wirklich tragisch und schwer bis gar nicht zu ertragen. Deswegen bin ich der Ansicht, jede Frau mit BK sollte so einen Gentest machen lassen können und die Krankenkasse zahlt. Bisher sind es ja nur Frauen, deren Tumore eine bestimmte Tumorbiologie aufweisen.


    Zwar sind diese Genteste auch noch nicht perfekt, aber doch ziemlich gut. (Hoffentlich, denn ob mir die Chemo etwas ausser NWs gebracht hat, weiß ich letztens nicht).


    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.


    LG Sonnenglanz

  • Guten Morgen Amy48

    wie man es macht, ist es verkehrt. Ich bin voroperiert und werde daher nie erfahren, ob mein Tumor auf die Chemo angesprochen hat, da mein Ki67 vorher bei 5%, in einem DCIS-Feld bei bis zu 15 %, allerdings Lymphknotenbefall. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich übertherapiert bin mit der Chemo, gleichzeitig aber mein Tumor im Hinblick auf den geringen Ki67 nicht auf die Chemo angesprochen hat, ist groß. Der Tumor, der zeigen könnte, wie die Chemotherapie wirkt, ist ja raus. Zudem, die LK mit teilweisem Kapselübertritt wurden im Gesunden entfernt. Vielleicht ist durch die Chemo daher nur Zeitverzug eingetreten für die Strahlentherapie. Ich werde es nie erfahren, denn die Leitlinien sehen nach Aussagen meines BZ keine Überprüfungen nach der Chemotherapie vor als die übliche Nachsorge nach der Strahlentherapie. Sofern also die Chemotherapie die im Körper umherschwirrenden Krebszellen nicht vernichtet hat, können die sich munter teilen und anderswo ansiedeln.


    Dennoch will ich mit der Reihenfolge nicht hadern. Ich war froh, dass mir das Mistvieh rausgeschnippelt war, hieß es doch vorher, keine Chemotherapie.