Gebärmutterkrebs mit Lymphknotenbefall

  • Hallo ihr Lieben,


    Ich lese nun schon seit einer Weile mit und habe lange mit mir gerungen, ob ich meine Geschichte schreiben soll oder nicht, da ich immer sehr starke Angst vor negativen Beurteilungen oder "Angstmacherei" habe, aber was ich hier lese, macht mir sehr viel Mut.

    Daher habe ich mich nun dafür entschieden, einen kleinen Text über mich und meine Krankheit zu schreiben.


    2014 habe ich 2 bläulich verfärbte Beulen an meinem rechten Bein entdeckt. Diese habe ich von verschiedensten Ärzten untersuchen lassen und niemand wusste so genau, was es ist.

    Als mich der Hautarzt ins Krankenhaus schickte, kam "Merkel-Zell-Karzinom" heraus. Eine extrem seltene Hautkrebserkrankung, die zu dem Zeitpunkt nicht heilbar war.

    Also entfernten Sie alle Tumore die sich in der Zeit gebildet hatten (Ca.8-10 Stück)

    Ich hatte diverse Arztgespräche, bei denen mir in einem unmissverständlichen Ton klargemacht wurde, dass ich das nicht überleben werde und das dies nun einen sehr raschen Verlauf nehmen würde.

    Da neben dem Knie noch ein weiterer Tumor saß, musste ich erneut zum Arzt und da gab es dann für mich nur noch die eine Möglichkeit: Oberschenkelamputation.


    Nach dem ganzen hin und her und noch vor der Amputation, entschieden ich und meine Familie mal kurz für einen Moment aus diesem grässlichen Alltag zu fliehen. Es ging in den Urlaub.

    Bereits am ersten Abend sagte mein Mann mir, was für Schmerzen er im Bauch habe. Er brach im Bad zusammen, Krankenwagen wurde gerufen. Diagnose: Bauchspeicheldrüsenkrebs.

    Ich wusste, was das für ihn bedeuten würde wollte es aber nicht wahrhaben.

    Er war in der schweren Zeit für mich die größte Stütze und nun? Er starb im Jahr 2016 nach 10 Monaten seiner Erkrankung.

    Kurz bevor er starb und kurz nach meiner Amputation ging es für mich in die Reha 2016.


    Die Zeit zwischen 2016 & 2019 war psychisch sehr schwer und bis heute bin ich nicht darüber hinweg, was damals alles passierte.


    Nun 2019..

    Im April habe ich starke Blutungen bekommen und wurde von meiner Tochter (Krankenschwester) zum Frauenarzt geschickt.

    Dieser stellte Gebärmutterkrebs fest.

    Nagut, dachte ich mir, gut zu behandeln, also schaffen wir das nun auch. Bin aber unauffällig in mein großes tiefes Loch zurückgekehrt, dass ich mir gerade in den letzten 3 Jahren versucht hatte, zuzubuddeln.

    Großes CT wurde gemacht und festgestellt, dass nicht nur die Gebärmutter auffällig wäre, sondern auch die gesamte Lunge und Leber.

    Also habe ich diverse Untersuchungen durchführen lassen. Lunge nach Biopsie doch unauffällig. War eine Pneumonie.

    Dann die Leber untersucht: Zyste.

    Puhh... Entspannung machte sich allmählich breit, bis dann nach der großen Bauch OP festgestellt wurde, dass einer von 14 Lymphknoten befallen war.

    Bedeutete für mich? Chemotherapie.

    Gerade das, wovor ich solch eine Angst hatte.

    Meine erste Chemo habe ich nun hinter mir und die Nebenwirkungen waren auszuhalten. Schwindel, Müdigkeit, Schleimhautentzündungen..

    Zum Glück kein Problem mit Übelkeit oder Erbrechen.


    Durch meine aktuelle Erkältung sind bei der letzten Blutentnahme meine Entzündungswerte gestiegen und auch mein Thrombozytenwert ist stark nach unten gerauscht. Dadurch konnte meine 2. Chemo nicht stattfinden.


    Nun habe ich seit einigen Tagen beim Husten leichte Blutbeimengungen.

    Mein Gedanke? Lungenkrebs oder Lungenembolie.


    Vielleicht ist es auch super harmlos, aber nach all den Dingen, die ich innerhalb meiner Erkrankungen erlebt habe, denke ich immer direkt an das Schlimmsten.

    Habe nun öfter gelesen, dass es euch auch so geht?


    Danke fürs Lesen.

    Liebe Grüße

    stormy

  • Liebe Stormy , schön, dass du uns gefunden hast, ich heiße dich herzlich willkommen hier - auch wenn uns ein anderer Ort für Begegnungen sehr viel lieber gewesen wäre - z.B. eine gemeinsame Geburtstagsfeier - nach deinen Angaben haben wir tatsächlich am selben Tag das Licht der Welt erblickt :)

    Da hast du du ja in den letzten Jahren eine Hammer-Packung abbekommen, das hätte wahrlich auch für 3 und mehr Personen gereicht..... ;( Aber du bist schon soooo weit gekommen - du wirst auch jetzt deinen Weg erfolgreich gehen. Dafür hast du schon mal meine :thumbup::thumbup:

    Und ja, viele von uns, ich würde sogar sagen die meisten von uns (Erkrankten) neigen dazu, immer an ..... zu denken, sobald etwas Außergewöhnliches auftritt. Mir zumindest geht es auch so (BK Juni und Dez 2013, beidseits). Nach 6 Jahren habe ich meine Strategie - erst mal Woche abwarten, wenn immer noch ... dann... Und natürlich beobachte ich in der Zeit sehr genau...... horche in mich hinein.. Es gibt bestimmt Menschen, die da ganz anders "gestrickt" sind - ich habe das Beobachten und in mich Hineinhorchen bis heute nicht komplett ablegen können.... nur das Googeln lasse ich inzwischen ;)

    Ich drücke dir jedenfalls ganz fest die :thumbup::thumbup:sowohl für eine harmlose Erklärung als auch deinen weiteren Weg.

    LG, das Sonnenblümchen


    PS: Hunde und Enkelkind gibts auch bei mir ;)

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    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Liebes Sonnenblümchen , danke für deine schnelle Reaktion und das Daumen drücken.

    Ja, letzte Woche konnte meine Chemo nicht stattfinden, nun war heute Blutentnahme und ich warte wieder angespannt auf den Anruf meines Onkologen, wie die Entzündungswerte und Thrombozyten sich zur Zeit verhalten. Alles Liebe wünsche ich dir, Stormy 😊

  • Liebe Stormy Herzlich Willkommen hier und schön, dass du uns etwas von dir erzählt hast. Du und deine Familie habt ganz schön zu kämpfen. Aber auch du bist ein positives Beispiel hier für uns, dass es sich zu kämpfen lohnt, auch wenn die Ärzte was anderes sagen.

    Es freut mich, dass du Kind, Enkelkind und Hund um dich rum hast. Sie geben halt und lenken einen ab. Die Angst kann uns keiner nehmen, mal ist mehr präsent mal weniger. Nur soll sie unser Leben nicht beherrschen, sonst kann man die schönen Dinge nicht mehr genießen. (ich wundere mich gerade über mich selbst, was ich da schreibe, wo ich doch im Moment selbst wieder so Angst habe, dass der Krebs wieder zurückgekommen ist).


    Zu deinem Husten- nach der Chemo und während eines Infekts sind die Schleimhäute sehr gereizt, da denk ich, kann beim Husten schon mal was verletzt werden. Ich hatte immer Nasenbluten nach jedem schnäuzen.


    Ich würde mich freuen, wieder was von dir zu hören:)

    Liebe Grüsse Baybsie

  • Liebe Baybsie , danke für deine lieben, tröstenden Worte. Ja, manchmal hat man ganz schön zu kämpfen, positiv in die Zukunft zu schauen. Aber wir sind Kämpfer, nicht wahr !? Dass wir mal schlechte, beängstigende Tage dabei habe, glaube ich, ist ganz normal, oder ? Wünsche dir einen schönen Abend, Stormy 😊

  • Liebe Stormy,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Da hast Du ja schon ganz schön etwas hinter Dir, ich freue mich darüber, dass Dein Kampfgeist noch nicht abgeschwächt ist. Wenn Du magst, stärken Dir die Foris hier für die Therapie den Rücken. Jetzt drücke ich Dir die Daumen für den Anruf Deines Onkologen und schicke Dir ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.