Mama hat Eierstockrebs Stufe 3

  • heute wurde meine Mama entlassen. Nach 8 Wochen KH Aufenthalt...

    Heute habe ich mir die Papiere die für ihren Hausarzt bestimmt sind durchgelesen. Am 30.09 wurde meine Mama tumorfrei operiert bei dem schreiben von KH steht als Diagnose metastasiertes ovarialcarzinom, heißt das jetzt das sich wieder was gebildet hat in den 7 Wochen nach op? Meiner Mama wurde zumindest nichts gesagt sie hat am Dienstag einen Termin beim onkologe wir sind davon ausgegangen das mit der Chemo gestartet wird aber jetzt sind ja schon wieder metastasen Vorhanden. Ach ja am 29.11 wurde sie geröntgt und da steht als Befund fortgeschrittene ovarialcarziom drauf...ich versteht einfach nicht warum man den Patienten nicht aufklärt. Kann man überhaupt noch eine Chemo machen 😔 ich habe so eine Angst meine Mama zu verlieren

  • Liebe Liyamaria !


    Du hast geschrieben, dass Deine Mama tumorfrei operiert wurde. Das ist das Entscheidende!

    Fast alle bösartigen Eierstocktumore werden in einem Stadium entdeckt, in dem sie bereits Metastasen gebildet haben. Diese befinden sich im früheren Stadium in der näheren Umgebung der Ovarien und werden bei der OP mit entfernt. Trotzdem heißt es als Diagnose: "metastasierter Tumor", weil die Metas bereits vorhanden waren.


    In dieser kurzen Zeit können sich kaum schon neue Metastasen gebildet haben. Diese Diagnose auf dem Befund bezieht sich auf die Ausgangssituation. Wichtig ist, dass Deine Mama sich jetzt von den Strapazen von OP und Co erholt, damit sie halbwegs fit in die Chemo starten kann. Schreibt Euch alle Fragen auf, die Euch unter den Nägeln brennen, damit Ihr sie am Dienstag beim Onkologen loswerden könnt. Es wäre gut, wenn Du oder jemand anderer aus der Familie sie zu diesem Gespräch begleiten könnt. Man ist aufgeregt, und 4 Ohren hören mehr als zwei.


    Erstmal ist Erholung angesagt für Deine Mama. Sie hat viel aushalten müssen in den letzten Wochen. Verwöhnt sie ein bißchen, und genießt die Zeit miteinander. Dann kann sie Kraft und Motivation tanken für die anstrengenden Therapien, die noch vor ihr liegen. Aber es ist keine Rede davon, dass Du jetzt Deine Mama verlieren wirst.


    Kopf hoch! Achte auch auf Dich. Nur so kannst Du auch für Deine Mama stark sein.

    Alles Gute! ML

  • Liebe Marie Louise

    Danke für deine Antwort,

    Ich hoffe einfach nur das es noch nicht zu spät ist für die chemo.

    Meine Mama ist momentan sehr schwach und lebt ständig in Angst das sie einen Rückfall erlebt. Sie möchte einfach nicht mehr ins KH die 2 Monate waren für meine Mama Horror. Ich bin schon sehr aufgeregt was am Dienstag der onkologe sagt wie es mit meiner Mama weiter geht. Man macht sich große Sorgen und möchte das alles gut wird, manchmal kommt es mir wie in einem schlechten Film vor...meine Mama leidet momentan auch sehr psychisch unter der ganzen Situation - ich gebe mein bestes um sie aufzubauen und versuche stark zu bleiben.

  • Liyamaria

    Marie Louise hat vollkommen recht entscheidend ist das tumorfrei operiert wurde. so startet deine Mama mit der best möglichen ausgangsposition! Die Diagnose lautet trotzdem Metastasierter Eierstockkrebs.. Das war bei mir genauso! Verliere jetzt nicht die Hoffnung Deine Mama hat so viel geschafft.. Sie hat es geschafft aus dem KH raus zu kommen das ist doch wunderbar! Jetzt heißt es krafttanken, fragen sammeln und dann mit vollpower in die nächste Instanz die da heißt Chemo. Das wird kein leichter gang und ihr werdet viel Kraft brauchen... Deswegen versucht euch zu erholen einmal durchzuatmen und etwas Kraft um und Zuversicht zu sammeln, denn die Chemo ist zu schaffen und es gibt super Medikamente wengen den Nebenwirkungen :) Dort bloß nicht aus falscher Scham irgendetwas unerwähnt lassen beim Onkologen :) Ihr packt das!! Liebe Grüße Dani

  • danke für deine Nachricht Danita95 wir sind schon sehr aufgeregt vor dem Termin beim onkologen. wir wissen noch gar nicht was auf uns zukommt. Wir haben natürlich paar Fragen aber ich denke die meisten fragen kommen erst nach dem Gespräch. Habt ihr paar fragen was man unbedingt stellen sollte bevor mit der Chemo startet? Lg

  • so meine Mama hat ihre Termine bekommen für die weiterbehandlung sie bekommt noch vor den Feiertagen ihre erste Chemo. Diese Woche soll sie den port gelegt bekommen meine Frage an euch - habt ihr euch den Port unter vollnarkose legen lassen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?lieber Vollnarkose oder reicht auch eine lokale Betäubung?

    Lg

  • Hoffnung aufgeben? Meine Mama soll nächste Woche mit der Chemo starten jetzt wurde ein nierenstau festgestellt heute war sie dafür in einem anderen Krankenhaus dort wurde ihr gesagt das sie nichts machen werden und ob sie schon weiß das die Krankheit weit fortgeschritten ist und ob sie sich das antun möchte mit Chemo ect. Meine Frage ist macht man bei einem Patienten eine Chemo obwohl schon alles zu spät ist? Waren letzte Woche beim onkologen zum besprechen und er meinte wir starten mit der Chemo und sie hätte gute Chancen, da sie ja tumorfrei operiert worden ist. Meine Mama ist natürlich total durcheinander und möchte diese woche noch ein mrt machen lassen um abzuklären ob sich die Chemo lohnt :(

  • Liyamaria

    ich würde dem Onkologen vertrauen. Er betreut deine Mutter von Anfang an und weiß was am besten für sie ist. Lasst euch nicht verunsichern. Ärzte haben oft verschiedene Meinungen aber er ist der Experte, und Chemo ist eine Chance. Natürlich ist die Krankheit fortgeschritten, dass muss jedem betroffenen bewusst sein - bedeutet aber nicht dass eine Heilung ausgeschlossen ist! Jeder Körper reagiert anders. Und die Tumorfreie OP ist wirklich die halbe Miete.

    Nach der OP meiner Mama wollte ich unbedingt mit den Ärzten sprechen die sie operiert haben. Diese waren aber leider nicht erreichbar und somit wurde mir ein Arzt geschickt den ich noch nie gesehen hatte. Auf meine Frage ob sie Tumorfrei operiert wurde sagte er in einem spöttischem Ton "Das kann ich nicht sagen ich habe nicht operiert aber Sie wissen schon dass es eine fortgeschrittene Krankheit ist?". Um ein Haar hätte ich ihm eine geklatscht. Einen Tag drauf konnte ich endlich die Ärzte erwischen die sie operiert haben. Und die hatten eine völlig andere, positive Meinung. Also bitte vertraut dem Onkologen.

  • Summergirly , danke für deine Antwort. Das ist einfach immer so schlimm man ist wieder positive gestimmt nach dem letzten Gespräch mit dem Operateur und dann kommt so ein Arzt der sich nur ihre Nieren anschauen soll und macht dann so eine blöde Aussage. Ich denk wohl kaum das man eine Chemo startet wenn schon alles hoffnungslos wäre. Es ist alles so ein auf und ab und geht an die Substanz. Ich hoffe jetzt auf morgen das der onkologe positive gestimmt ist und meiner Mama den Zuspruch gibt,den sie braucht .

  • Leider sind die meisten Ärzte Fachidioten, kennen nur ihr Gebiet, haben den Tunnelblick...will heißen, sie haben keine Ahnung von anderen, benachbarten Fachgebieten...und reißen oft ganz unsensibel, gedankenlos und brutal den Schnabel auf, ohne die Wirkung ihrer Worte auf den Patienten zu bedenken. Da kriege ich einfach nur Wut und werde zugleich traurig. Sowas brauchen wir nun wirklich nicht.


    Lange Rede, kurzer Sinn...vertraut dem Onkologen, er ist der Fachmann! Das ist ganz wichtig! Alles, was es zu besprechen gilt, klärt mit ihm ab.


    Übrigens...eine Chemo ist auch bei weit fortgeschrittener Erkrankung sinnvoll. Hier sind etliche Frauen, die als palliativ eingestuft sind und leben, weil sie Chemo bekommen.


    Ich wünsche deiner Mama und dir ganz viel Kraft. Ich war froh, als ich mit meiner Chemo anfangen konnte, weil es endlich losing. Die Chemo war und ist mein Freund. So solltet ihr das auch sehen. Ich drücke deiner Mama die Daumen!

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Liyamaria ich war auch an fortgeschittenem Eierstockkrebs erkrankt FIGO 3c.. hatte vor der OP ebenfalls einen nierenstau. Der Nieren katheter wurde jetzt erst vor 3 Wochen komplett raus genommen obwohl die Tumor OP im Januar war..


    Ich wurde Tumorfrei Operiert und bekam danach 6 Zyklen Chemo und aktuell bekomme ich weiterhin Avastin noch ca 3/4 Jahr. Was ich sagen möchte die Chancen für eine Mama stehen gut! Wie die Damen die hier schon sagten der onkologe ist wichtig. lasst euch nicht von Menschen/Ärzten verunsichern die nicht den gesamten Krankheistverlauf mitgemacht haben.. Ihr packt das :)