Wenn die Kinder leiden...

  • Hallo ihr Lieben,

    Ich hab lange mit mir gerungen, ob ein Forum das richtige für mich ist.... Aber langsam weiß ich eben einfach nicht weiter und hoffe auf Erfahrungen anderer Betroffenen. Ich habe im Mai 2019 meine Gewissheit bekommen das Thorsten in der linken Brust steckt (Triple negativ G3), und gleich seine Verwandtschaft eingeladen hat es sich in der Lunge gemütlich zu machen. Kurze Zeit später die Bestätigung der beiden Genmutation en und ich war erst einmal bedient. 😅

    Nun haben wir die furchtbaren EC Cocktails hinter uns gelassen (ich hab wirklich versucht sie als Freund zu betrachten, aber das war eine ganz schreckliche Zeit, wo ich mich jedenfalls bei den ersten beiden Zyklen nicht um mich oder die Kinder kümmern konnte ohne Hilfe) und haben nur noch 5 x Pac und Carboplatin vor uns eh es an die OP's geht. Soweit so gut.... Jetzt ist bis auf den Dienstag wo ich Chemo kriege eigentlich wieder der Alltag größtenteils eingekehrt... Ich seh natürlich noch furchtbar aus ( aufgeschwemmte wie ein Michelinmännchen) kann aber wieder am Familienleben teilnehmen, die Kinder zur Schule bringen, einkaufen usw usw. Nun habe ich aber fgendes Problem und weiß damit nicht umzugehen. Mein Kleiner (grad 6 geworden und im August in die Vorschule gekommen) macht mir Sorgen und ich weiß nicht ob das für "Mama hat Krebs" Normal ist oder nicht.

    Er klammert bei mir extrem, was ich nachvollziehen kann..... Ich werde geschont und betüdelt und er ist sehr lieb in meiner Gegenwart..... Aber überall anders höre ich nur "Er hört nicht.", " Er macht nicht mit", " Er ist sehr Jähzornig." "Er blockt ab bzw. Stellt auf Stur."...... Ich dachte die Vorschule täte ihm gut, da er im Kindergarten völlig unterfordert war und so einen enormen Wissensdrang hat..... Und jetzt höre ich jeden Tag beim Abholen nur er hat hier nicht mitgemacht, er hat da nicht gehört und jetzt das er anfängt andere Kinder zu hauen wenn ihm was nicht passt.... Das hatten wir noch nie!

    Er spielt auf dem Schulhof nur mit seiner Schwester und ihren Freunden und will mit seinen Mitschülern gar nichts zu tun haben.... Dabei täten ihm neue Freunde gut, denn zu seinen Kitafreunde geht der Kontakt langsam flöten, da alle neue in den Schulen kennenlernen.... Ich dachte es wird jetzt besser, wo er sieht "Mama geht es besser" und es tritt wieder Normalität ein.... Aber er kommt seither auch jede Nacht bzw fast schon jeden Abend zu uns ins Bett und will nicht mal mehr bei sich im Zimmer einschlafen.....

    Hat Jemand hier ähnliche Erfahrungen gemacht und hat evtl. den einen oder anderen Tipp für mich? Was bei euch geholfen hat?

    Ich bin kein Freund davon Kinder immer gleich irgendwohin zu schleppen und Übertherapieren zu lassen... Er soll nicht denken mit ihm stimmt was nicht oder sowas..... Ich will ihm diese Zeit nur irgendwie leichter machen.... An Psychomotorikturnen hab ich schon gedacht, aber die Lehrerin meinte er müsse zum Psychologen um damit fertig zu werden.... Aber is das die Lösung?

    Bitte lasst mich an Euren Erfahrungen teilhaben.

  • Hallo Thesi,

    Krebs ist für Kinder bedrohlich, denn fast jedes Kind hat schon davon gehört....

    Bei mir war es erst MS, dann Krebs- wir haben uns und unsere Kinder durch Menschenmögliches eV begleiten lassen. Das ist eher familientherapeutisch ausgelegt. Ruf doch da mal an und frage nach Adressen in Eurer Nähe.

    Unseren Kindern und uns tat es gut. Waren etwa 3 Monate in Begleitung (1x wöchentlich).

    LG

    Mia

  • Thesi Hast du einen Psychologen? Mit meiner konnte ich sehr gut über meinen Sohn sprechen. Sie hatte mir sogar angeboten ihn mitzubringen. Ich habe damals meinen Sohn gefragt, ob er mit einem Spezialisten darüber reden möchte (er war da schon älter wie deiner) aber da kam ein klares Nein! So hab ich und mein Mann versucht mit ihm zu sprechen und somit sein Verhalten zu verstehen - er ist in der Schule immer schlechter geworden- da blieb mir nichts anderes übrig, als auch dort mit offenen Karten zu spielen. Das ist alles nicht einfach 😕 für keinen in der Familie. Aber die Zeit miteinander und sprechen/zuhören hilft. Vielleicht kann er dir erklären warum er bei anderen so reagiert, was ihn so stört bei den anderen

  • Hallo, liebe Thesi  <3

    Es tut mir leid,daß du diesen ganzen Mist hier mitmachen mußt und nicht wie andere Mütter auch mehr oder weniger gelangweilt auf irgendwelchen Schulfesten rumsitzen darfst...

    Ich habe zwei Kinder im Alter von 4 und 8 Jahren und mein Großer ist leider auch so ein Schwämmchen und saugt sämtliche schlechte Schwingung in sich auf.Was dann hinten bei rauskommt ist meistens auch Mist:: Bockanfälle vom Feinsten und Verweigerung der alltäglichsten Dinge...

    Ich glaube es ist normal,daß es bei euch auch grade jetzt rauskommt, jetzt, da wieder alles "normaler" wird...Dann kommt ja auch noch dazu, was ohnehin gekommen wäre und in diesem Alter schwierige Phasen produziert: Zahnlückenpupertät :hot:...

    Gib deinen Kindern Zeit das ganze zu verarbeiten und vorallem: Versuche nicht die Schulld nur bei dir zu suchen! Die Situation ist schwierig, für alle Beteiligten und da braucht es einfach Zeit bis alles wieder ins Lot kommen kann.

    Ich weiß auch nicht, ob eine Psychotherapie zum jetzigen Zeitpunkt schon angezeigt wäre? Hast du schonmal über eine Mutter-Kind-Kur nachgedacht im Anschluß an deine Therapie? Wie geht es denn bei dir weiter?

    Sei lieb umarmt:hug:

    Christine

  • Hallo Baybsie,


    leider ist es schwierig mit ihm da drüber zu sprechen. Er hat das mit dem Tumor und wieso Mama keine Haare mehr hat, warum ich die Blutpolizei bekomme usw gut verstanden und fragt auch immer mal wieder in verschiedenen Situationen nach warum es grad so und so ist..... Aber wenn wir ihn auf die Schule, Freunde oder sein Verhalten, seine Gefühle ansprechen..... Ich kann es gar nicht beschreiben, will er darüber nicht reden und manchmal hab ich das Gefühl er weiß es selber nicht so genau. Ich habe selber keinen Psychonkologen aufgesucht weil ich mit Psychologen damals in meiner Kindheit so negative Erfahrungen machen musste und, da bin ich selbst überrascht, relativ gut mit Thorsten und dem ganzen drum herum zurechtkommen..... Also rein vom Kopf her, körperlich sah bzw sieht es noch anders aus 😅

    Der Tumor ist auch jetzt schon nur noch anhand des Clips zu sehen... Von daher bin ich wirklich guter Dinge und dachte " jetzt geht es nur noch Bergauf..." Aber für meinen Sohn irgendwie nicht und ich hab Angst das er dauerhaft einen Schaden von der Geschichte nimmt...

  • Thesi

    Du sprichst genau das aus was mir derzeit richtig Angst macht. Ich steh noch ganz am Anfang der Diagnose und kurz vor Beginn der Therapie. Mit meinen Kindern versuche ich altersgerecht zu sprechen. Sie wissen das Mama krank ist und demnächst so starke Medis bekommt, dass Haare ausfallen und es mir auch mal nicht so gut geht. Mehr wissen sie noch nicht. Step by Step und immer jeden Schritt erklären sag ich mir.

    Ich habe mich entschieden, im Vorfeld mit Erzieherin und der Klassenlehrerin zu sprechen. Einfach damit sie die Verhaltensweisen meiner Kinder einordnen können und mir auch Rückmeldung geben wenn sie sich verändern. Dann kann ich sie noch mehr auffangen oder sie bekommen dann jede professionelle Hilfe die sie haben können und zulassen können. Ich arbeite seid einem halben Jahr erst in einer Psychotherapeutischen Praxis für Kinder und Jugendliche und glaub mir, in diesem Fall können Kinder nicht übertherapiert werden!!!!! Wenn sie Ihre Ängste und Gefühle in dem Moment nicht bei uns Eltern los werden können, dann brauchen sie jemanden wo sie es können!!!!

    Hab keine Angst vor psychotherapeutischer Hilfe, wenn sie es wollen....:hug:


    LG Cathianna

  • @Kathastrophenschutz

    Danke für deine Antwort. Ich bin schon mal erleichtert das es anderen auch so geht 🙈

    Gemein ich weiß, aber so wird es dann in diesem Irrsinn doch irgendwie "Normal"

    Ja wie geht es bei mir weiter.... Bis Anfang Dezember jetzt noch wöchentlich Chemo.... Ende November die OP Planung..... Leider sagte sie schon das es drei OP's werden... Erst die Krebsseite ab und gleich Silikon rein (wobei ich da noch soooooo viele Fragen habe, weil sie sagte es kann sein das man das Implantat sogar sieht wenn es Falten wirft im Liegen oder so, weil ja nur die dünne Haut da drüber liegt.... Das stell ich mir irgendwie komisch vor bzw... Hab da irgendwie keine bildliche Vorstellung von... Weil das tropfenförmige Implantat wohl in Frankreich schon verboten ist.... Und nur ein rundes Inn Frage kommt...... Naja das kläre ich dann 🙄)... Dann 3 Wochen später die Eierstöcke und Eileiter und Gebärmutter raus und dann irgendwann nach 6 oder 8 Wochen wohl erst die gesunde Brust, weg und neu..... Ich hatte die Hoffnung es werden "nur" 2 OP's..... Und wenn man das alles mitmachen muss, wenigstens "schöne" neue Brüste 😜 Aber man wird ja genügsam mit der Zeit und sagt sich " Hauptsache gesund"

    Meine Onkologin hat mir natürlich eine Reha empfohlen, die ich auch definitiv machen möchte, allerdings ohne Kinder. Sie sagt man kann sich besser auf sich und seine Heilung konzentrieren wenn man alleine ist. Und das glaub ich auch.

    Mein Mann und die Omas springen dann ein, das ist alles quasi schon organisiert. Sie kommen mich aber definitiv an einem Wochenende besuchen :)

  • Uff! Dann hast du ja schon noch ganz schön viel vor dir...Dafür wünsche ich dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen! :hug:

    Verstehe ich es richtig,daß du in Frankreich wohnst? Gibt es da auch Spieltherapie oder ähniches? Ich zweifle ja auch immer etwas ob Therapeuten den Kindern denn das geben können was sie tatsächlich brauchen, habe aber von Spieltherapie schon viel Gutes gehört...

  • Cathianna , ja so haben wir es auch gemacht. Mir war es wichtig, die Kinder in alles (so kindgerecht wie geht) mit einzubeziehen.... Sie sollten nicht das Gefühl haben über irgendwas nicht sprechen zu dürfen oder so. Auch die Kita und die Schule weiß Bescheid. Eben aus den Gründen die du nanntest, damit man darauf eingehen kann wenn sich was ändert. Und bei meiner Großen funktioniert das ganz wunderbar. Sie ist in der zweiten Klasse und da ihre Klassenlehrerin ebenfalls schon betroffen war von dem Thema Brustkrebs, funktioniert das..... Nur beim Kleinen so gar nicht. Er ist aber auch Niemand der schnell Vertrauen fasst..... Ich glaube es ist alles einfach zu viel... Kita weg, neue Schule... Mama Krebs..... Seine Lehrerin die jetzt plötzlich aufgehört hat..... Und seine Erzieherin in der Schule kommt irgendwie nicht mit ihm klar... Ich hab schon um ein Gespräch gebeten.... Aber naja...... Es klingt doof, aber das ist jetzt noch etwas was oben drauf kommt und ich hab einfach Angst, daß ich zu doll mit mir und den Nebenwirkungen die ja das Pac usw machen zu tun habe und ihn nicht so unterstützen kann bzw nicht... Ja wie soll man sagen objektiv genug bin..... Ich kann es nicht anders erklären. Ich will ihm nicht alles durchgehen lassen (das mit dem hauen geht gar nicht!)

    Und eigentlich würde ich auch gerne mal wieder alleine in meinem Bett schlafen bzw neben meinem Mann statt neben meinem Sohn 😂

  • Katastrophenschutz nein ich wohne in Hamburg. Und es gibt hier so eine Kindergruppe wo eben Psychomotorikturnen usw angeboten wird. Ich dachte evtl. Wäre das etwas wo er sich auspowern kann und Therapeuten dabei sind.... Evtl. Lernt er da ja auch neue Freunde kennen und löst sich so mal von seiner Schwester..... Denn seit den Sommerferien hat er bis auf seinen Geburtstag und alle paar Wochen mal ne Verabredung mit den alten Freunden, kaum Kontakt zu anderen Kindern... Also in der Freizeit... Weil er einfach nicht will.... Blockt komplett ab...... Und das tut mir so leid, weil ich denke das täte ihm gut.... Denn zu Hause streiten sich die beiden ständig und in der Schule sucht er ihre Nähe....

  • Thesi Wird das Implantat nicht unter den Brustmuskel gelegt? Mir wurde das auch so mit der dünnen Haut und den Falten erklärt, aber genau deshalb wollte mein Arzt es nur darunter legen, was anders macht er nicht. Oft ist es nicht schlecht, mehrere Meinungen einzuholen- Andere Ärzte! verschiedene Möglichkeiten 😉

  • Thesi

    Mein Sohn war 9 bei meiner Diagnose. Er gehört auch zu der Sorte die nicht reden. Ich hab die Kinder über alles auf dem Laufenden gehalten und während mein Großer alles genau wissen wollte hat der Kleine abgeblockt. Er hatte ständig Bauchweh, die Leistung in der Schule wurde immer schlechter. Wir haben eine therapeutische Anbindung und da hat er doch ab und zu geredet.

    Meine Diagnose war Ende Januar 2018 und dieses Jahr hieß es beim Elternsprechtag, dass wir über Schulwechsel nachdenken sollten. (Hochbegabtes Kind auf Gymnasium mit schlechten Leistungen.) Wir waren nochmal bei unserer Kinderpsychiaterin und diese sagt ganz klar, dass das für Kinder eine bedrohliche Situation ist und sich beide Kinder dafür noch tapfer gehalten hat. Und sie weiß wovon sie redet, ihre Mutter hatte, als sie noch Kind war, Brustkrebs.

    Ich hab meinen Sohn einmal bei Bauchweh eine Woche zu Hause gelassen und wir haben die Tage im Bett verbracht und er konnte mir quasi zusehen, wie es mir täglich besser ging (auch nach EC).

    Auch jetzt ist noch nicht alles ok, aber es wird besser.

    Und ich denke schon, dass er einen Raum braucht, wo er vielleicht reden kann.
    Und dass er die Nähe seiner Schwester sucht ist erstmal normal. Sie gibt ihm eine Sicherheit, die er jetzt braucht. Das war bei meinen Zweien lange so und hat sich zunehmend mehr gelegt und mittlerweile ist das kein Thema mehr.


    Und ja, ich wurde auch immer nach Reha mit den Kindern gefragt und lehne das auch ab. Ich weiß genau, dass ich dann nichts von der Reha habe.


    Und klar, 3 OPs hört sich erstmal viel an, aber das schaffst du. Ich hatte bisher 7 und noch mindestens eine kommt noch an den Brüsten und dann noch irgendwann die Eierstöcke weg.


    Sorry, etwas länger geworden.

  • #Angel12 ich werde morgen mal beim Onkologen nachfragen ob es da auch Angebote für Angehörige Kinder gibt oder diese mir was empfehlen können.


    Wow du arme, 7 OP's?! Du meine Güte, ich drücke dir die Daumen das du es auch bald hinter dir hast damit!!!

    Baybsie

    Ich glaub ich werd mir mal eine Liste machen mit Fragen rund um die OP. 😁

    Implantat hinter den Muskel steht jetzt mit Fragezeichen drauf! Dankeschön.

  • Liebe Thesi,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Ich verstehe Dich sehr gut, meine Tochter war 3 Jahre alt, als ich erkrankte. Da macht sich eine Mutter viele Gedanken. Vielleicht magst Du hier mal schauen, von welchen Erfahrungen andere Frauen in dieser Situation berichten: Betroffene mit minderjährigen Kindern. Ich wünsche Euch alles Gute und schicke Dir ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Liebe Thesi


    bei ED waren meine Kinder 9 und 5, wir haben immer offen kommuniziert, ich habe alle Therapien durchgemacht, und wir dachten alle, dass wir das Thema BK hinter uns lassen können.... die Kinder sind mit unserer Hilfe, normalem Alltag, viel Nähe und Gesprächen gut durch diese Zeit gekommen.


    Jetzt in 2019 ist der BK zurück k mit multiplen Metastasen und ich stecke wieder mitten in der Chemo. Die Kinder sind nun 13 und 9. Wieder gehen wir mit dem Thema offen und ehrlich um, lassen die Kinder teilhaben an allen wichtigen Ergebnissen aber auch unseren Sorgen, Nöten und Ängsten. Leider haben sie auch Tränen von Mama gesehen. Papa hält sich tapfer vor den Kindern und ist der Fels in der Brandung.

    Der Kleine spricht aus, was ihn bedrückt. Er fragt und formuliert seine Ängste. Obwohl er schon 9 ist, kommt er wieder 1-2 x pro Woche (es ist mehr geworden, hatte er eigentlich schon abgelegt) nachts in unser Bett, weil er Angst hat oder schlecht geträumt. Wir lassen ihn ....

    Die Große spricht fast gar nicht über „dasProblem“, sie findet keine Worte. Letztens hat sie mir aber in einer ruhigen Minute erzählt, dass schon seit ED vor 4 Jahren die „schwarzen Raben“ (so nennen wir unser Kopfkino) nie ganz weg gegangen sind. Aktuell sind sie sogar mehr geworden, haben Verstärkung geholt ....

    Nach diesem Gespräch war uns klar, wir benötigen Hilfe. Zu groß ist diesmal die Ungewissheit wie die Zukunft aussehen wird/kann ....

    Mein Mann & ich gehen gemeinsam (können aber auch jeweils alleine kommen) zu einer Psychoonkologin, die uns schon sehr helfen konnte, manche Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Die Große (13) hat nächste Woche ihren ersten Termin, und ich hoffe sehr, dass sie dort einen geschützten Raum und eine Vertrauensperson findet, mit der sie (außerhalb der Familie) vielleicht (anders?) über ihre Ängste sprechen kann ....


    Vielleicht kannst du auch vorab euren Kinderarzt einbinden und ein Gespräch (ohne Sohn) mit ihm über deine Beobachtungen führen. Meistens können die Kinderärzte auch schon helfen oder dir Kontakte vermitteln.


    Ganz liebe Grü

  • Liebe Thesi


    herzlich willkommen im Forum.

    Ich verstehe deine Sorge sehr gut, aber für mich klingt das auch alles noch "normal" bei deinem Sohn, und sehr nachvollziehbar. Dennoch ist es bestimmt nicht verkehrt, ihm Hilfs-/Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten, am besten mehrere zum Aussuchen/Ausprobieren. Vielleicht ist das was für euch: https://www.phoenikks.de/gruppe_kinder_krebskranker_eltern/


    Meine Erfahrung mit unserer Tochter (sie war 11 bei meiner Diagnose) ist allerdings, dass sie mein Vorbild/Vorleben in puncto Therapie und Selbsthilfe brauchte.


    Liebe Grüße von der Jo

  • Aber für meinen Sohn irgendwie nicht und ich hab Angst das er dauerhaft einen Schaden von der Geschichte nimmt...

    Hallo, sei lieb Gegrüßt Thesi.

    Vielleicht sag deinem Sohn genau so einen Satz. Er ist zwar 5..aber ja doch vom Kopf her schon recht weit, er wird das verstehen.


    Er wird sicherlich Angst haben um dich, vielleicht ist er sogar ein Jahr zuhause gut aufgehoben, wenn noch keine Schulpflicht besteht.

    Wenn er in der Schule anders und negativ ist, ist es ja doch ein Zeichen, dass er sich da mindestens jetzt nicht ganz wohlfühlt, und besser werden solche Situationen meist nicht von alleine. Hol Dir auf jeden Fall Hilfe. Auch wenn Du mit Psychoonkologen nicht so positiv bist, man kann auch Glück haben. Wenn es zur Reha kommt, auf jeden Fall die Kinder mitnehmen. Alleine zu sehen, wie viele andere Menschen Krebs haben..das erleichtert groß und klein.