Blasenfunktionsstörung nach OP

  • Hallo!


    Nach der Diagnose Gebärmutterhalskrebs und einer Chemotherapie wurde mir vor knapp einem Monat Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter entfernt. Durch eine Dummheit meinerseits kam dann ca. eine Woche nach der OP eine Blasenentzündung dazu (behandelt und nun wieder weg). Die erste Woche nach der OP hatte ich einen Katheder.


    Seit der OP funktioniert meine Blase kaum noch und ich bin verzweifelt. Mehrmals in der Nacht muss ich mich umziehen, gelegentlich auch tagsüber. Das macht zB längere Spaziergänge unmöglich, die mir der Arzt geraten hat und ich auch gerne mache. Aufenthalte in fremder Umgegung insgesamt sind kaum noch machbar. Zum anderen soll ich viel trinken, was ich normalerweise auch mache. Aber an manchen Tagen mag ich nicht mehr richtig trinken, weil ich mir nur noch wünsche, wieder wenigstens eine halbe Nacht durchzuschlafen. Zudem ist mir das alles sehr unangenehm.


    Etwa 10 Tage nach der OP wurde meine Blase im Krankenhaus untersucht (Röntgen), da war alles in Ordnung.


    Habt ihr Tipps oder Ratschläge für mich, was ich tun kann, damit ich die Kontrolle über meine Blase wieder zurückerlange?


    Danke!

  • Liebe Alex28

    Ich kann mir nicht vorstellen das du das mit alleinigem Blasentraining in den Griff bekommst, ich würde auf jeden Fall noch mal einen Arzt aufsuchen.

    Ich hab gerade mal deine Diagnose durchgelesen , du schreibst das noch ein Resttumor da ist den man nicht wegoperieren kann, vielleicht hängt der ungewollte Urinverlust auch damit zusammen.

    Sollst du den jetzt nochmal bestrahlt werden:/

    Ich an deiner Stelle würde das nochmal kontrollieren lassen


    LG Manuela

  • Hallo liebe Alex28 ,

    erst mal tut es mir leid, dass Du Deinen Körper gerade so außer Kontrolle erlebst. Ich hatte Inkontinenz-Probleme während eines MS-Schubes und fand es auch furchtbar.

    Von der MS her, weiß ich, dass es verschiedene "Inkontinenzen" gibt. Ist der Harndrang zu groß, merkst Du es nicht, wie sieht es mit Deinem Beckenboden aus. Manchmal gibt es da auch verschiedene Ärzte für- Urologe, Neurourologe.... ich glaube, wichtig ist, dass jemand guckt, woran es liegt und dann kann Dir geholfen werden. Über Training, Tabletten bis hin zum selber-katheterisieren. Aber es sollte auf jeden Fall möglich sein, dass Du nachts wieder schlafen kannst und auch wieder sorgenlos im Alltag unterwegs sein kannst.

    Liebe Grüße

    Mia

  • Liebe Alex28 , das tut mir sehr leid, und ich weiß, wie unangenehm das ist.

    Nach der Wertheim-OP war ich in den ersten Wochen auch leicht inkontinent, aber nicht so schlimm wie Du.

    Allerdings hatte ich auch keine Chemo und Radiotherapie.

    Ich bekam Tabletten, die wie Bodybuilding auf die Blase wirkten, das war etwas unangenehm, hat aber was gebracht, und dann Beckenbodentraining nach Anleitung. Jetzt ist es soweit okay, fast wieder normal. Bis auf eine Restinkontinenz, die aber nur auftritt, wenn ich sehr erkältet bin. Hatte letzens eine Bronchitis, da kann ich bei den Hustenanfällen meinen Urin nicht mehr halten. Aber im normalen Alltag funkioniert es.

    Bei Dir ist es ja auch erst einen Monat her, da ist noch nicht Hopfen und Malz verloren.

    Geh noch mal zum Arzt und schilder das, es gibt bestimmt eine Lösung für Dich.

  • Lieben Dank für eure Antworten! Das macht mir gerade ein bisschen Mut!


    Am besten, ich gehe morgen zu meinem Hausarzt. Auch wenn ich die dortige stundenlange Wartezeit fürchte ...


    Einen Kontrolltermin im Krankenhaus habe ich erst Ende des Monats. Fahrt dorthin über eine Stunde. Wie soll ich das nur überstehen. Am besten einen Tag vorher nichts trinken.


    Milli : "Bodybuilding auf die Blase" ... da kann ich mir jetzt nicht viel vorstellen. Was waren das für Tabletten?


    bela63 : Ja, es soll noch eine Therapie kommen. Strahlen und/oder Chemo. Weil nach der OP noch ein Zellhaufen übrig geblieben ist. Was genau kommt, erfahre ich Ende November.

  • Hallo !

    An mein Brustzentrum angeschlossen ist auch eine Sprechstunde für Inkontinenzprobleme und ich würde mir da einen Termin machen. In Deinem Fall empfehle ich auch ganz klar: besuch Ärzte bis Dir einer helfen kann. Ich bin sicher dass da was machbar ist...

    Grüsse

    Alys

  • Alex28

    ich bin nicht sicher ob dein normaler Hausarzt der richtig Ansprechpartner ist, kannst du nicht zu deinem Gyn oder ist der zu weit weg,

    denn wenn es wirklich mit der OP bzw.dem noch vorhandenen Zellhaufen zusammen hängt wäre es schon besser das vom Gyn begutachten zu lassen. Wenn es aber nicht anders geht dann auf jeden Fall erstmal zum Hausarzt.


    LG Manuela

  • Alex28 Ich weiß, es ist keine schöne Vorstellung, aber bevor du nichts trinkst und die ganze Zeit unsicher bist, würde ich mir eine Erwachsenen-Windel (gibt es ganz normal im DrogerieMarkt) oder zumindest dicke Einlage besorgen, die dich auf dem Weg begleitet. Dann kannst du einigermaßen entspannt fahren.

  • Liebe Alex28 , leider weiß ich nicht mehr, wie die Tabletten heißen, aber es war so ein Gefühl, als würde die Blase sich zusammenziehen, entspannen, zusammenziehen, entspannen... das war nicht besonders angenehm, aber es hat geholfen.

    Und bevor Du zuwenig trinkst, dann würde ich Dir, genau wie CrapCrab erst einmal Einlagen empfehlen.

    Und gehe zu einem Arzt, der darauf spezialisiert ist.

  • Anatomisch geformte Einlagen sind recht gut. Die kann man sich auch verordnen lassen.

    Ich war vor der OP schon inkontinent, aber danach wurde es noch viel schlimmer.


    Wie diese Tabletten heißen würde mich auch interessieren.