War im Nachhinein die Chemo eine gute Wahl?

  • Ich finde diesen Thread sehr interessant,nicht wegen der verschiedenen Meinungen sondern teilweise der verschiedenen Vorgehensweisen bei Behandlungen.

    Ich war mit meinem Rezidiv das ich ja 5 Monate nach Therapieende bekommen habe Deutschlands Brustzentrum Nr. 1 in Es...n

    Vor meiner Mastektomie mit Wiederaufbau habe ich 3 Behandlungsvorschläge bekommen.

    !. Vorschlag O.P und 4 - 6 Taxol mit Carboplatin(bin zwar nicht TN aber Carboplatin sollte es sein.

    2. Vorschlag 2 Xeloda allerdings gäbe es das nur bei Metas und die hatte ich nicht,wäre also ein Versuch aber ob es die Krankenkasse zahlt ???

    3. Vorschlag Nur O.p und umsetzten auf Aromatasehemmer


    Ich hab mich gegen die Chemo entschieden und es stand auch nirgens drin das ich dagegen bin.

    Mein Gynäkologe hat mich vollstens unterstützt ,er hat selber dort mal gearbeitet bevor er eine Praxis aufgemacht hat.

    Hinter meiner Entscheidung stehe ich voll und ganz auch wenn das Risiko eines Rezidives da ist,aber das kam ja auch mit Chemo.

    Vielleicht reagiert auch jeder Körper anders.Ich habe fest an die Chemo geglaubt und ich denke manch anderer Frau hier ging es genauso ,es ist also nur legitim auch ein bisschen zu zweifeln.

    Was mich auch etwas zum nachdenken gebracht hat war die Sache mit dem Tam.Es ist ja schon länger bekannt das es Frauen gibt denen ein bestimmtes Enzym fehlt das das Tam...fen ind Endo...fen umwandelt,dafür gibt es auch schon länger einen Test,der vielleicht dem einen oder anderen helfen könnte,da dieser zu teuer ist darf Frau erst mal Monatelang das Zeug schlucken und dann wird festgestellt ...bring ja nixbei ihnen.

    Konsens ist doch jeder von uns muss seine eigene Entscheidung fällen und diese tragen und da tut keiner mit Leichtigkeit.Angst ist wie Moni13 schon sagte ein schlechter berater.Selbst mit einem Rezidiv was nunmal echt sch... ist hat man genügend Zeit und ist kein Notfall.

    Im Falle ich nochmal ein Rezidiv bekomme entscheide ich mich vielleicht wieder für eine Chemo Zum jetzigen Zeitpunkt war es für mich die beste Entscheidung vorallem was meine Lebensqualität angeht.Ausser der NW vom Letr...l lebe ich normal ,gehe arbeiten mache Sport ,fahre Motorrad und reise um die Welt,denn ich lebe im hier und jetzt.Was irgendwann mal sein wird kann ich dann entscheiden.

    Hier in diesem Forum sind alles mutige Frauen die sehr viel durchstehen müssen und es gibt kein richtig oder falsch wenn man seine eigenen Entscheidungen über sein Leben trifft und das wichtigste ist doch sein Leben zu geniessen und jeder von uns macht das anders.

    Diskussionen über den Profit solcher Therapien halte ich für Zeitverschwendung denn eigentlich wissen wir alle das die Pharmaindustrie immer alles daran setzt Profit zu machen und das nicht nur bei Chemos.

    Ich wünsche Euch allen das ihr gut durch eure Therapen kommt und euch schnellst möglich von all den Strapazen erholt.Fair im Umgang miteinander bleibt und auch Entscheidungen akzeptiert die vielleicht manchmal für einen selber nicht vortsellbar sind:hug::hug:

  • steffi66 , wegen TAM und Endoxifenspiegel, fehlendem Enyzym und so gibts grad wieder ne Medikamentenstudie.

    Nennt sich Tamendox. Meine Klinik hat mich gefragt ob ich mitmachen würde, und ich hab ja gesagt. Läuft auch nicht soo lange, von daher erhoffe ich mir im kommenden Jahr da vielleicht schon neue Erkenntnisse:thumbup:

  • Sil du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich sehe es genauso wie du. Außerdem denke ich auch, dass die personalisierte Krebsbehandlung in Zukunft Standard sein wird. Daran wird im Moment viel geforscht und alle 15 Jahre - so heißt es - wandelt sich die Krebstherapie enorm.


    steffi66 sehr interessant, was du schreibst. Ich kann deine Entscheidung sehr gut nachvollziehen (nur nebenbei: habe mich auch gegen Xeloda entschieden, bei mir als postneoadjuvanter Therapievorschlag). Wegen des Tams werde ich aufgrund deiner Geschichte nochmal nachhaken, wie es mit dem Wirkungstests aussieht.

  • Was mich auch etwas zum nachdenken gebracht hat war die Sache mit dem Tam.Es ist ja schon länger bekannt das es Frauen gibt denen ein bestimmtes Enzym fehlt das das Tam...fen ind Endo...fen umwandelt,dafür gibt es auch schon länger einen Test,der vielleicht dem einen oder anderen helfen könnte,da dieser zu teuer ist darf Frau erst mal Monatelang das Zeug schlucken und dann wird festgestellt ...bring ja nixbei ihnen.

    dazu die Aussage eines Gynäkologen, den ich gestern im BZ danach gefragt habe: der Test wäre auch nicht 100% aussagekräftig. Und er ist ja nicht in den Standards aufgenommen. Und wir haben keine echte Alternative.


    Ich, 46 und prämeno: und falls die NWs zu stark werden, dann besser Aromatasehemmer?

    Er: lieber noch nicht

    :/:rolleyes:


    (Ich meine übrigens, du kannst die Wirkstoffe hier immer voll ausschreiben, nur keine Herstellernamen nennen. Tamoxifen ist ein Wirkstoff, so wie Endoxifen, Epirubicin oder Carboplatin) :)

  • Auch ich finde diesen Thread interessant. Das BZ, in dem ich die OP nach der Diagnose des Rezidivs hatte, empfahl mir von vorne herein keine Chemo, sondern "nur" die Hormontherapie mit Letrozol. Ich habe anfangs nicht an der Therapieempfehlung gezweifelt. Die Zweifel kamen erst als ich eine Frau in der Reha kennenlernte, die einen ähnlichen Befund wie mein Rezidiv hatte und mit allen vorhandenen "Kanonen" therapiert wurde. Inzwischen habe ich mehrere Meinungen eingeholt und Konsens war jedes Mal: Zumindest die Antikörpertherapie hätte man mir gleich nach Mastektomie verabreichen müssen. Am liebsten würde ich das BZ verklagen, denn auch wenn mein Rezidiv klein war, so war es doch mit dem HerNeu- und G3- sowie L1-Status hoch aggressiv und man hätte mir zumindest die Option von einer leichteren Chemotherapie gekoppelt mit Antikörpertherapie anbieten müssen. Da ich keine Vorerkrankungen habe und auch sonst "topfit" bin, hätte ich eine erneute Chemo körperlich wahrscheinlich gut weggesteckt. Es ist ein ganzes Jahr nach OP vergangen bis man mir die erste Infusion von Antikörpern (Doppelblockade) in einem anderen BZ bzw. in einem anderen Krankenhaus verabreicht hat. Die Krankenkasse hat anstandslos die Therapie gezahlt. Ich frage mich wirklich, wie so was in unserem Gesundheitssystem passieren kann. Das BZ wurde mir von der Hausärztin wärmstens empfohlen und hat an sich einen guten Ruf. Stutzig hat mich aber auch gemacht, dass in meinem Fall nur 2 Ärztinnen an der Tumorkonferenz teilgenommen und über meinen Fall (Rezidiv nach 12 Jahren) entschieden haben. Dass meine Ängste vor Metas nun schlimmer sind, weil ich mich nicht ausreichend therapiert fühle, kommt noch erschwerend hinzu.

  • Stutzig hat mich aber auch gemacht, dass in meinem Fall nur 2 Ärztinnen an der Tumorkonferenz teilgenommen und über meinen Fall (Rezidiv nach 12 Jahren) entschieden haben

    Ja, es macht ein besseres Gefühl, wenn man auf der Empfehlung liest, dass alle Disziplinen am Tumorboard teilgenommen haben. Bei mir war das: mehrere BZ-Gynäkologen, Onkologe, Radiologe, Pathologe, Breast Nurse, Assistenzärzte.

  • Chemo ist schon kräftezehrend. Aber bei Tripple negativ aufgrund der Aggressivität notwendig. Ich würde es immer wieder tun. Meine Angst vor Metastasen und Tod ist zu gross. Jeder muss das für sich abwägen. Heute habe ich auch noch mit Nachwirkungen der Chemo zu tun. Während der Chemo hatte ich keine schmerzenden steifen Hände. Erst 6 Wochen nach der Op fing es an. Aber trotz dessen, gibt es keine Alternative. Und das Wichtigste ist doch,das man weiter leben darf. Und wenn alles anders kommt, so hat man Lebenszeit geschenkt bekommen und das ist sehr sehr wertvoll. Wenn jemand eine Chemo im hohen Alter ablehnt, dann ist das für mich nachvollziehbar. Das verkraftet der Körper dann nicht mehr so gut. Auch wer unheilbar krank ist, muss für sich entscheiden. Ich habe früher auch immer gesagt, wenn ich keine Sicht auf Heilung hätte, dann würde ich mir eine Chemo nicht antun. Heute weiß ich,das man amLeben hängt. Da nimmt man so einiges in Kauf.

  • Liebe SanniKa

    Ich, 46 und prämeno: und falls die NWs zu stark werden, dann besser Aromatasehemmer?

    Er: lieber noch nicht

    Die SOFT und TEXT Studien haben klar gezeigt, dass bei prämenopausalen Frauen ein Aromatasehemmer in Kombination mit einer Unterdrückung der Eierstöcke Tamoxifen überlegen ist. Deshalb verstehe ich nicht, warum dein Arzt so reagiert bei deinem Alter von 46. In 5-8 Jahren wärst du ja soundso in der Menopause. Mein Onkologe hat nach Abschluss der SOFT und TEXT Studien die TAM Frauen umgestellt auf Aromatasehemmer.


    LG, Viviane

  • Liebe Einsiedlerkrebsin ,

    ich finde diesen Thread sehr spannend. Wie schon eine meiner Vorrednerinnen schrieb, kommt es glaube ich ganz darauf an, ob man eine adjuvante oder neoadjuvante Therapie erhält bzw. erhalten hat. Das macht glaube ich viel aus ob man Pro oder Kontra auf das Thema Chemo eingestellt ist. Und natürlich welche Erfahrungen man in der Chemozeit gemacht hat.


    Ich selber gehöre zur TN BK Gruppe. Als ich damals meine Diagnose erhalten hatte, meinte mein Gyn gleich, dass ich zuerst eine Chemotherapie machen muss und danach aufgrund der Tumorgröße brusterhaltend operiert werden würde.

    Es hört sich jetzt vielleicht spuki an, aber ich war darüber sogar froh zuerst die Chemo machen zu "dürfen"🙈. Denn der Gedanke, durch eine OP eine Brust entfernt zu bekommen hat mich in Panik versetzt (das liegt vielleicht aber auch daran, dass ich im Bekanntenkreis drei Frauen mit einer radikalen Mastektomie kenne).


    Als ich dann das Aufklärungsgespräch beim Onkologen hatte wurde mir doch etwas mulmig. Die Nebenwirkungen und Risiken sind ja ganz schön heftig! Aber andererseits hatte ich auch die Aussage der Ärztin im BZ Hinterkopf. Ohne Chemo wäre meine Lebenserwartung bei 9-12 Monate, da ich einen schnell wachsenden Tumor hatte und bei TN die Chemo das einzigste Mittel der Wahl ist. Das weckte in mir den Kampfeswillen💪🏻, denn für die Regenbogenbrücke bin ich definitiv zu jung! Und was sollte ich verlieren? Und so entschied ich mich hochmotiviert für die Chemo und ging relativ entspannt in diese Therapiezeit.


    Meine onkologische Praxis hat sicherlich auch dazu auch beigetragen. Die Onko-Schwestern waren sehr einfühlsam, beantworteten alle meine Fragen, bauten einen an schlechten Tagen auf und waren sehr um einen besorgt. Ich fühlte mich bei jeder Infusion rundum wohl und gut betreut. Zudem konnte ich jederzeit dort anrufen, wenn ich Fragen oder Probleme hatte. Das erleichterte einiges in dieser Therapiephase.


    Während den AC bekam ich jedoch dann auch so meine Zweifel, ob die Chemo überhaupt anschlägt. Denn mein Tumor wollte nicht schrumpfen. Nach 8 Wochen war er nur um 2mm kleiner geworden😤. In diesen Wochen ging es mir gar nicht gut, ich schrie bei vielen Nebenwirkungen hier und nahm sogar 6 kg ab. War es die ganze Plackerei wirklich wert? Ich dachte schon an eine Chemoresistenz.

    Aber meine Ärzte bauten mich auf und meinten, dass die 12xPacli/Carbo besser verträglich werden und der Tumor darauf besser anschlägt. Und wenn nicht, dann könnte man in vier Wochen immer noch überlegen was Plan B sei. Also ließ ich mich darauf ein.


    Und sie sollten recht behalten. Der Tumor sprang sehr gut👍🏻 auf diese beiden Mittel an. Alle vier Wochen hatte ich einen Kontrollultraschall und konnte den Fortschritt mitverfolgen.

    Und ich glaube gerade das motiviert bei einer neoadjuvanten Chemo auch weiter am Ball zu bleiben.

    Bei der adjuvanten Chemo ist es ja eher ein Sicherheitsmechanismus.


    Mittlerweile bin ich auch mit den 12 Pacli/Carbo durch und ich bin stolz es geschafft zu haben😊. Ab der 9.Sitzung wurde es zwar zäh, das gebe ich zu. Neuropathien, Augenprobleme und kaputte Fingernägel sind "nette Souvenirs" aus dieser Zeit.


    Aber im Nachhinein bereue ich es trotzdem nicht mich auf das "Abenteuer" Chemo eingelassen zu haben. Ich würde es immer so wieder machen.

    Denn letztendlich zählt doch, dass der Tumor platt gemacht wird und ihm mit den Mitteln der Medizin der Garaus gemacht wird. Und das ist hiermit geschehen. Den Rest erledigt hoffentlich dann die OP.


    Ich kann mir jedenfalls guten Gewissens in die Augen schauen und sagen, dass ich alles unternommen und mitgemacht habe um das "Schalentier" wieder los zu werden.

    Ein Restrisiko gibt es sicherlich, das ist mir auch bewusst.

    Aber ist nicht irgendwo das ganze Leben ein Risiko? Wer weiss schon (egal ob jung oder alt, ob gesund oder krank) was in fünf Jahren ist?


    In diesem Sinne: bleibt stark💪🏻 und rockt das Leben🙃🍀🤗🍀

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Ich würde jederzeit wieder eine Chemotherapie machen . Für mich hat sich nie die Frage gestellt ob ich diese ablehnen würde denn für mich persönlich ist es so das ich nur an meinem Leben hänge und mir Nebenwirkungen egal sind . Mit Nebenwirkungen kann man leben !!! Nur das zählt . Ich hatte ein Triple negatives Mammakarzinom links und zwei beteiligte Lymphknoten wenn ich keine Chemotherapie gemacht hätte wäre ich nicht mehr am Leben . Und ich bin unendlich dankbar das ich die Chemotherapie machen durfte und mir so mein Leben gerettet wurde und verlängert wurde .Ich weiß ich habe alles Menschenmögliche gemacht und gekämpft mit allen Mitteln die mir zur Verfügung gestellt wurden um den Krebs loszuwerden, somit kann ich mir selber sagen es hat sich immer gelohnt . Auch an den Tagen wo es mir so richtig schlecht ging , auch diese Tage war ich am Leben .

    Mein Onkologe wollte meine Paclitaxel in der Dosierung heruntersetzen um mich zu schützen aber da bin ich wirklich panisch geworden . Habe darauf bestanden die Dosierung weiter dosisdicht zu bekommen und mir war es egal ob es mir schlecht geht ich wollte einfach nur die volle Dröhnung mit der Hoffnung auf eine PCR und Nebenwirkungen waren mir egal . Ja ich habe so einige Nebenwirkungen aber ich sehe es so das ich damit gut umgehen kann und ich bin noch immer am Ball gegen meine Neuropathien anzugehen . Es ist auch mit eine Kopfsache bei mir selber ich lasse es einfach nicht zu das ich aufgebe . Alles ist besser als ein Zettel am großen Zeh 😉. Ich hatte vor meiner Krebserkrankung schon diverse Grunderkrankungen und. Es gewohnt mich durchzubeißen .....nur gut das ich recht gute Zähne habe 😉😂

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Ich war jetzt ein paar Tage nicht hier und bin völlig platt welch große Resonanz mein Thread hat. Ich kann das unmöglich alles lesen. Aber ich freu mich, dass dieses Thema doch offenbar einige beschäftigt und ich nicht allein damit bin. Als ich das geschrieben habe war ich in einem ziemlichen Loch. So langsam kämpfe ich mich da wieder raus und weiß, dass es wohl die richtige Entscheidung war. Aber bei einer adjuvanten Chemo wird man sich wohl immer fragen, ob es nicht auch ohne gut gegangen wäre…

    Danke für eure Meinungen und Beiträge ♥

  • Hallo ihr lieben Foris und natürlich Einsiedlerkrebsin ,

    ich lese und schreibe nur noch selten im Forum. Trotzdem kann und will ich mich deinem emotionalen Thread über die Chemotherapie ... ja oder nein.... nicht entziehen. Allen Frauen, die sich für eine Chemotherapie im Kampf gegen den Brustkrebs entschieden haben gebührt mein höchster Respekt. Ich für meinen Teil war nicht bereit für 2 Prozent mehr Benefiz durch die Hölle der Chemotherapie zu gehen. Ja ich sage bewusst Hölle, denn für mich ganz persönlich war es eine schreckliche Vorstellung mit Glatze in den Spiegel zu sehen... und ehrlich, heute kann ich zu dieser meiner Entscheidung auch sicher stehen. Vielleicht werden einige von Euch über meine Eitelkeit lächeln und können meine Entscheidung nicht verstehen. Ein sehr verständlicher Arzt in meiner ersten Reha sagte zu mir.... Leben Sie....? Meine Onkologin im BK bestätigte meine Entscheidung indirekt, gut ich respektiere ihre Entscheidung gegen eine Chemotherapie, trotz Empfehlung der Tumorkonferenz und eines grenzwertigen EndoPredict mit den Worten..." Mit einer Chemotherapie wären Sie ja auch zu 90% übertherapiert"... Letzten Dienstag sagte sie zu mir..." Super Sie haben 2 Jahre geschafft".... mmh ... ich hadere heute immer noch mit meiner Entscheidung... " Richtig, oder falsch???? Aber eines kann ich euch versichern... ich versuche zu leben und zwar sehr intensiv... Seit September 2018 gehe ich wieder arbeiten.... in Vollzeit...warum nicht???... Klar ist das Letrozol mit Nebenwirkungen belastend. Aber ehrlich, wer verzichtet gern auf seine Lebensversicherung? Momentan stehe ich immer eine halbe Stunde eher auf, gehe 20 Minuten auf den Crosstrainer, während der Kaffee durchläuft und bin danach fit für die Arbeit. Ich bin letzten August Achterbahn gefahren, wäre vor meiner Diagnose nicht denkbar gewesen.

  • Ja, einfach nur ja! Die Chemo hat es bei mir gerichtet. Ich wurde heute nach der OP aus dem KKH mit PCR entlassen. Es war nichts mehr vorhanden an miesen Zellen und ich hatte nur 12 Pacli! Die EC muss ich nicht mehr machen, ich bin krebsfrei! Die kleinen NW nehme ich gerne in Kauf, ein wenig Taubheit in den Zehen, Haarausfall und empfindliche Haut. Die Kurzatmigkeit, die ich erst nach der letzten Pacli bekam, wird weniger. Mir geht es gut! Ich bin krebsfrei, ich bin wieder gesund! Mehr wollte ich nicht...


    Ach ja, Nebenwirkungen hatte ich nur minimal, da war nichts, was ich nicht vor der Chemo auch mal hatte. Außer Haarausfall, aber offensichtlich steht mir die Glatze! Ich gefalle mir und vielen anderen auch!

  • Liebe Papillon und andere.Ich denke dieses Thema wird immer mehrere Ansichten haben ,weil jeder die Chemo anders verträgt,verarbeitet und bei jeden andere Beschwerden in der chemo und Jahre danach auftreten.Diese Entscheidung sollte auch jeder selbst am besten noch aus dem Bauch raus entscheiden. Ich persönliche denke nicht,das ein Arzt gleich sagt mach keine Chemo,weiß ich aber nicht .Ich persönlich kenne in einer Selbsthilfegruppe welche, die sagen würde ich immer wieder machen ,die meisten davon sind aber von ganz schlimmen Nebenwirkungen verschont geblieben.Einige Frauen die mit schweren Lungenentzündungen zu kämpfen hatten und soweiter und das mehrfach usw ,sind halt der Meinung nicht noch einmal.Wir sind alle speziell und jeder hat den größten Respekt verdient,egal wie er sich entscheidet.Verurteilt sollte da keiner werden,egal was zu ihm wichtig ist und wenn es die Haare sind ,dann ist es eben so .Ich hatte viermal zwischendurch Glatze,weil ich sie mir zwischendurch immer nochmal abrasiert hatte.Das hat mich nicht gestört.Ich hatte persönlich wahnsinnige Angst vorm Erbrechen in der Chemo.Es ist aber nicht passiert .lg Lissy