War im Nachhinein die Chemo eine gute Wahl?

  • Die Chemo hat mit bei eine PCR ermöglicht. Ohne Chemo hätte ich keine Chance gehabt, die nächsten Monate zu überleben. Mein Tumor war TN G3.

    Ich hatte kaum Nebenwirkungen.

    12 Pacli, 4 Carbo, 4 EC und ein Studienmedikament bzw. Placebo.


    Aus heutiger Sicht - meine beste Entscheidung in diesem Leben.


    Jeder entscheidet für sich selbst. Und jede Erkrankung ist anders.

  • Britt - danke - ich hatte damit gar nicht mehr gerechnet, nachdem die Radiologen so unterschiedliche Messungen ausgespuckt haben - was für ein Nervenkrieg....die letzten 10 Wochen.


    Ich hab oben geschrieben, ich hätte mich für die Chemo "entschieden" - diese Überlegung hatte ich aber keinen Moment ..Ich wollte einfach nur die beste z.Zt. verfügbare Therapie - und da erschienen mir Carbo und das Prüfmedikament als sehr geeignet.


    So richtig Ahnung von der Chemie hatte ich ja gar nicht in den aufregenden Wochen vor Therapiebeginn.....:/


    Liebe Grüsse - Flanke<3

  • Hallo Flanke , ich ziehe die Studie bis zum Ende durch. Wenn alle nach der OP aussteigen würden, stünden die Chancen vermutlich schlecht, dass Atezo jemals als Erstlinien-Therapie für nicht fortgeschrittenen TN zugelassen wird, selbst wenn es das Mittel der Wahl wäre.

    Liebe Grüße zurück!

  • Flanke , das Prüfpräparat wird in dem Fall einfach vor bzw nach der Reha gegeben. Die Studienassistentin hat mir gesagt, dass der Abstand zwischen den einzelnen Gaben durchaus mehr als drei Wochen betragen darf. Nach der OP würde das nicht mehr so streng gehandhabt.

    Und da ich nächste Woche laut Plan mit der Bestrahlung fertig sein sollte, und man die AHB spätestens in der fünften Woche nach Abschluss der Primärtherapie angetreten haben muss, ist es Mitte Januar so weit. Dabei reiße ich mich nicht gerade um Reha im tiefsten WinterX/

    Das Atezo/Placebo gibts bei mir noch bis Mitte/Ende März. Zählt aber offenbar nicht zur Primärtherapie...

  • Sonne69 - niemand aus dem medizinischen Betrieb der Klink hat sich so geäussert - ich habe diverse Studien gelesen. Es geht um mein Leben - da habe ich mir die Freiheit genommen, mich über die Chancen gut zu informieren.

    Mein Mann hat die 500 Seiten Leitlinie zu BK gelesen.


    Es ist einzig meine eigene Überzeugung. Mehr nicht.


    Herzliche Grüsse - Flanke <3

  • Hallo Sonne69


    Doch es gibt Ärzte, die wenn man sie fragt, eine Prognose machen. Im Februar 2019 hatte ich meine ED TN, G3,Ki67 90%.

    Auf meine Frage, was mir die Chemotherapie bringt, meinte nicht nur mein Onkologe, sondern auch meine Chirurgin, dass ich ohne Chemo in etwa einem dreiviertel Jahr versterben werde und in den Monaten davor die Lebensqualität schnell abnehmen würde.

    Nun sind mehr als 9Monate vergangen, dank Chemo lebe ich noch.💪🏼

    TN ist aggressiv, unbehandelt schnell letal.


    LG und viel Zuversicht🤗

    Wanda2

  • Wanda2

    Im Juli 2019 war "meine ED" und als im Oktober (nach erfolglosen verordneten Physioterapieversuchen) eine Biopsie veranlasst wurde, weil ich den Arm nicht mehr bewegen konnte und die Schmerzen unerträglich wurden, kam die "anerkannte ED". Bis zum Chemobeginn wurde es Ende November und starke Schmerzmittel (auch Opioide) haben kaum noch geholfen. Irre gruselig, wie schnell das wächst.

  • Liebe Wanda2


    Danke für deine Erklärung. Ich hatte nie gefragt, was mit die Chemo bringt u deshalb hat sich wahrscheinlich auch kein Arzt konkret dazu geäußert. Doch einmal sagte er, "...wenn Sie die nächsten 2 Jahre überleben, in Bezug auf Rezidiv u Metastasen, dann haben Sie einen weiteren großen Schritt gemacht... und dann muss man weiter sehen....

    Die Angst bleibt, sie ist mal größer und mal kleiner.... ein halbes Jahr Chemotherapie habe ich dankend angenommen u überstanden u nun folgt die OP.

    Liebe Wanda, alles Gute u Zuversicht auch für dich. Ich denke, dass wir immer mal wieder voneinander lesen.

    Liebe Grüße ☀️☀️☀️😊

  • Sonne69   Wanda2   Flanke


    Ich werde das (wenn ich euch und den Ärzten glauben soll) das lebende Beispiel sein. Bei mir hat die Chemo nicht gewirkt, es ist jetzt so als ob ich keine gehabt hätte. Mein ehemals hormonpositiver Krebs gilt nun als eher triple negativ, KI Wert 100% nach OP. Mal schauen, ob ich noch ein dreiviertel Jahr leben werde.... Versteht mich nicht falsch, aber diese (selbst erstellten) Prognosen machen mich fertig und wütend....

  • Teafriend

    Daher wurde mein Tumor vor der Chemo nicht operiert, um sehen zu können, ob die Chemo etwas bewirkt. Das Präparat wäre auch im Nachhinein geändert worden, wenn sich der Tumor nicht verkleinert hätte.

    Ich habe mich bereit erklärt, am Aufbau einer Blut-Biobank teilzunehmen. Das Ziel dabei ist, Krebserkrankungen besser zu verstehen, deren Ansprechen auf bestimmte Therapien zu untersuchen und neue diagnostische Methoden und Behandlungsverfahren gegen Krebserkrankungen zu entwickeln.

    Was mit mir mal wird in der Sache, kann ich auch noch nicht einschätzen. Im Moment nach der zweiten Infusion ist der Tumor schon wieder viel kleiner geworden. (Allerdings war er beim letzten mal (also dieses Jahr...) angeblich ganz weg und ich galt als geheilt.)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Zitat entfernt, unnötig an der Stelle

  • Liebe Teafriend , Caro_caro


    Das zeigt doch nur wieder einmal, wie unterschiedlich die Verläufe sind, Ärzte informieren oder nicht, Leitlinien wandelbar sind.
    Bei mir war das dennoch sicher nicht von meinen Ärzten eine daher gesagte Prognose aus der Kristallkugel, sondern basierend auf meinen Tumordaten. Das muss natürlich für niemand anderen gelten.


    🤗Wanda2

  • Liebe Wanda2

    Ja, ganz sicher ist jede Erkrankung sehr individuell und es ist sicher sehr gut, dass du Chemo gemacht hast.


    Wobei ich 9 Monate Lebenserwartung nach Erstdiagnose ohne viele Metastasen eigentlich nur Bauchspeicheldrüsekrebs zutrauen würde, wenn der Verlauf arg ist.


    Liebe grüße

    Caro