Erschöpfung

  • Hallo,


    Bin gerade von einem Spaziergang von ca. 2,5 km retour.
    Bin völlig erschöpft ;( 8| .
    Meine letzte Chemotherapie war im September und die Bestrahlung anfangs Dezember fertig.
    Wie lange braucht mein Körper denn noch bis ich wieder so kann wie vorher ?
    Arbeiten liegt ja gar nicht drin :thumbdown:
    Muss am Dienstag zum Onkologen, werde ihn mal dazu ansprechen.
    Was habt ihr für Erfahrungen gemacht ?
    liebe Grüsse
    Doris

  • Hallo Doris,


    meine letzte Chemo war im Juni und an meiner schlechten Kondition hat sich bisher noch nicht viel gebessert. Im Alltag Zuhause fällt mir das nicht so auf. Wenn ich aber (sportlich) aktiv werden soll merke ich erst, welche Defizite ich hier habe. Ich habe gehört, dass das teilweise 1-2 Jahre dauern soll, bis man wieder richtig fit ist. Wir müssen einfach Geduld haben und an uns arbeiten.


    Alles Liebe
    Paula

  • Liebe Paula,
    Auch im Alltag merke ich meine schlechte Kondition .
    Am Morgen geht es noch gut, dann kann ich normale Haushaltarbeiten verrichten.
    Vielleicht noch einkaufen, dann ist aber fertig lustig.
    An ca. 14 Uhr ist ausruhen angesagt.
    liebe Grüsse

  • Liebe Doris,
    ja die Erschöpfung - das ist leider ein leidiges Thema. Und die Frage danach, wann frau wieder alles so kann wie früher gehört ebenfalls in diese Schublade, die wir ja alle immer wieder mal auf und zu machen.
    Also, in deinem speziellen Fall denke ich, dass du mit Chemo im September und Bestrahlung im Dezember "fertig", wohl erst noch ein bisschen Geduld haben musst. Es ist absolut normal, dass du nach einem 2,5 km langen Spaziergang erschöpft bist.
    Ich weiß ja nicht, ob es bei dir in der Schweiz soetwas wie eine Anschlussheilbehandlung oder Reha oder eventuell sogar Rehasport gibt. Wenn es diese Möglichkeit für AHB /Reha gäbe, wäre dies das aller erste, was ich tun würde um dort meine physische Kondition langsam und vorallem sanft wieder aufzubauen. Auch Spaziergänge im Park mit der Möglichkeit zu einem "Parkbankhopping" :D, haben mir immer wieder geholfen, meine Kondition aufzubauen. Nun nach abgeschlossener AHB habe ich vor regelmäßig täglich sanften Sport zu betreiben, entweder zu Hause oder in einer Rehasportgruppe. Natürlich wären auch vorsichtige Besuche in der "Muckibude" unter Berücksichtigung der verschiedenen OP-Narben möglich.
    Nach meiner 1. BK Erkrankung hatte ich nach 2 Jahren wieder die gefühlte Kondition von vorher, allerdings habe ich seit 2005 immer wieder mit Erschöpfung bzw. Fatigue zu kämpfen. Meine Arbeit strengte mich um einiges mehr an als vor der Erkrankung und manchmal reichte mir das Wochenende definitiv nicht aus um mich zu erholen.
    Der Zustand heute ist ein ganz anderer. Ich bin heute auch ca. 2 Kilometer spazieren gewesen, musste mich dann aber nach dem Mittagessen hinlegen, da ich zu erschöpft war. Das passiert immer öfter, dass mein Körper mir Zeichen gibt, wann er Ruhepausen benötigt. Und er hat mich gezwungen, auf ihn zu hören. Also, wenn ich erschöpft bin, geht gar nichts mehr - nur ausruhen. Anfangs hat mich das sehr niedergeschlagen, aber ich bin gerade dabei es zu akzeptieren.
    Also, was ich dir mitteilen möchte Doris, ist, dass das alles sehr individuell ist. Dein Körper wird dir mitteilen, was er leisten kann und du kannst ihm mit Sport und Spaziergängen dabei helfen, seine alte Kondition wiederherzustellen. Ob er aber so funktionieren wird wie vor der Erkrankung, das musst du mit ihm "aushandeln" und unbedingt eines nicht dabei vergessen: Geduld! Und ich für mich habe nach all den Erkrankungen noch zwei weitere "Tugenden" dazu gelernt, die ich Demut und Dankbarkeit nenne.
    Ich drücke dir die Daumen, dass es gelingen wird, eine gesunde Mischung aus Forderung an und Rücksichtsnahme auf deinen Körper zu entwickeln!
    Liebe Grüße
    Angie :hot:

  • Liebe Doris,
    ich versteh Dich nur zu gut! Geduld gehört nicht unbedingt zu meinen Stärken! Bin seit 24. Oktober mit den Bestrahlungen fertig. Nach 2 Kilometern bin ich platt! Gebe aber die Hoffnung nicht auf und wenn es noch 1/2 Jahr dauert, es WIRD WIEDER!!!
    Ganz liebe Grüße
    Lisa :hug:

  • Hallo Doris,


    meine letzte Chemo war im Juli und meine Bestrahlung bis 22.10.2013.
    Durch die AHB bin ich schon etwas bealstbarer und fitter geworden, aber wenn ich so ungefähr eine Stunde spazieren war, bin ich auch erstmal platt.
    Es ist auch sehr Wetterabhänging und Tagesabhängig.
    Aber Stück für Stück merke ich das es besser wird und ich habe mich damit arangiert das alles langsamer geht und merke das es mir gut tut, nicht mehr so gestresst alles gleich erledigen zu müssen.
    Hoffe du bekommst auch eine Balance rein, mit deinen Kräften einig zu werden.
    LG Strandnixe :hug:

  • Warum macht ihr euch eigentlich so den Kopf. Nehmt euch doch die Zeit langsam wieder alles ins Lot zu bekommen. Denkt doch mal nach , wir leben noch und genießen unsere Zeit mit der Familie und Freunden. Was ist da wichtiger ? Mein Motto, was ich nicht schaffe, bleibt liegen. Der Wecker wird nur gestellt, wenn ich einen Termin habe. Wünsche euch ein gute, nicht so stressige Woche.
    Lieben Gruß Lilli

  • Hallo


    im Mai 2012 bekam ich die Diagnose Brustkrebs es folgte Chemo, OP , Bestrahlung und bis Juni 2013


    Herceptin alle drei Wochen. Ich fühle mich auch dauermüde, morgens geht es aber ab Mittag brauch ich


    meine Pause da hab ich wenig Kondition.


    Zur Zeit arbeite zur Zeit 3 Tage in der Woche 3 Stunden das ist für mich genug.


    Ich mache auch Nordic Walking, aber alleine und in meinem Tempo dann geht es mir gut.


    Manchmal fehlt mir auch die Geduld und ich bin wütend das mir die Kraft fehlt. :cursing:


    Lg Pferdefreundin



  • Hallo Doris,


    ich wollte nach der Bestrahlung so schnell wie möglich wieder arbeiten. Nicht, dass ich so versessen aufs Arbeiten war. Ich habe das für meine Psyche gebraucht. Ich wollte einfach wieder zurück in die Welt der Gesunden. Leider hat sich die Rückkehr in den Beruf schwieriger herausgestellt als ich dachte. Obwohl ich nur eine sitzende Tätigkeit ausübe, hat mich die Arbeit total angestrengt. Das lag auch daran, dass ich neben der körperlichen Erschöpfung unter Gedächtnisstörungen gelitten habe. Erst nach mehreren Monaten hat sich das etwas gebessert. Allerdings muss ich sagen, dass ich vor der Erkankung Vollzeit gearbeitet habe. Daher hat sich auch die "Wiedereingliederung" auf 6 Stunden erstreckt. Mein altes Pensum (Vollzeit) kann ich auch jetzt kaum schaffen. Meine Behandlung ist allerdings erst seit September abgeschlossen. Seit ich wieder arbeite geht es mir allerdings psychisch besser. Ich habe einfach weniger Zeit um über die Erkankung nachzudenken.


    Liebe Grüße
    Paula

  • hallo
    beim ersten krebs brauchte ich 2 jahre bis ich wieder 2 zimmer,küche ,bad saugen konnte ohene pause-cmf chemo 99
    nun beim dritten krebs-nach 9 monaten nun- habe ich 2-4 std kraft pro tag taxane 2013
    es braucht viel zeit,leider.

  • Hallo Farina,


    Mein Körper hat sich nun ziemlich gut erholt, ich kann wieder arbeiten, zwar noch reduziert, aber es geht.
    Ich hoffe in ein paar Monaten bin ich wieder zu 100% arbeitsfähig.
    Ich wünsche dir nur das beste und sende liebe Grüsse
    Doris

  • Meine letzte Chemo war im Dezember 13. Meine Füße haben immer noch Nervenschädigungen. Schmerzen manchmal sehr. Besonders wenn sie kalt werden. Außerdem habe ich unwahrscheinlich Konzentrationsschwieriekeiten und bin sehr vergesslich. Manchmal denke ich schon ich hätte Alzheimer. Das wird hoffentlich mal wieder besser.